21 Sep 2010

Auch kostengünstige Maßnahmen können die Energieeffizienz einer Immobilie verbessern

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Ein neues Dach hilft Energie sparen, doch auch andere Maßnahmen lohnen sich, © Rainer Sturm / PIXELIO

Wer sich den Wunsch nach einem Eigenheim erfüllen möchte, kann bauen oder ein fertiges Haus kaufen. Entschließt man sich zu Letzterem, muss man ggfs. Nachteile in Kauf nehmen, denn in der Vergangenheit wurde anders gebaut, als es heute der Fall ist. Dies bezieht sich nicht nur auf optische Aspekte, sondern vor allem auf energetische.

Erst Ende der 70er Jahre wurde die erste Verordnung erlassen, die Mindestansprüche an bauliche Maßnahmen hinsichtlich der Senkung des Energieverbrauchs festlegte. Diese Verordnung wurde 2002 von der Energieeinsparverordnung – kurz EnEV – abgelöst, die die Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagenverordnung zu einem Vorschriftenwerk zusammenfasst. Die Energieeffizienz vieler alter Häuser entspricht nicht mehr den heutigen Vorgaben und Ansprüchen.

Viele Immobilienbesitzer schrecken vor einer umfassenden Modernisierung zurück, da diese oftmals mit hohen Kosten verbunden ist. Die Dämmung des Dachs oder die Erneuerung von Fenstern oder der Heizungsanlage sind beispielsweise sehr kostspielig. Diese Investitionen sollten jedoch auch im Interesse des Hausbesitzers sein – obwohl sie sich nicht sofort auszahlen. Solche Maßnahmen sparen erst auf lange Sicht bares Geld. Außerdem leistet man einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Doch auch mit kleineren, finanziell weniger aufwendigen Eingriffen lässt sich die Energiebilanz eines Hauses verbessern. Undichte Fenster und Türen kann man mit einfachem, selbstklebendem Dichtungsband aus dem Baumarkt wind- und wetterfest machen. Offen geführte Rohrleitungen können zum Beispiel gedämmt werden, indem man ihnen einen Mantel aus Mineralwolle oder Polyethylenschaum verpasst, was nicht mehr als 150 Euro kostet. So geht Wärme nicht sinnlos verloren. Diese Maßnahme lässt sich mit der Dämmung der Kellerdecke mit Dämmstoffplatten kombinieren. Dabei entstehen Kosten in Höhe von ca. 2000 Euro, die sich aufgrund von niedrigeren Heizungsrechnungen ebenfalls amortisieren.

Um herauszufinden, welche die geeigneten Maßnahmen für das eigene Haus sind, kann man einen Energieberater kontaktieren. Dieser nimmt den aktuellen Ist-Zustand ihres Hauses auf und kann anhand der Energieanalyse eine Aussage darüber treffen, welche Modernisierungsmaßnahmen für das jeweilige Haus am sinnvollsten sind und welche Kosten auf den Hausbesitzer zukommen. Eine Energieberatung für ein Ein- oder Zweifamilienhaus schlägt mit etwa 600 – 700 Euro zu Buche, wird jedoch mit 300 Euro vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert. Auch Besitzer von Mehrfamilienhäusern können diese Förderung in Anspruch nehmen.

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