06 Apr 2011

Welche Risiken muss man beim Augen lasern eingehen?

4 Kommentare Gesundheit und Ernährung Autor:

Weltweit haben sich bereits mehr als zehn Millionen kurz- oder weitsichtige Menschen die Augen lasern lassen. In Deutschland werden zwischen 25.000 und 124.000 Operationen pro Jahr vorgenommen – mit steigender Tendenz. Eine Operation dauert nur wenige Minuten, in denen die Fehlsichtigkeit durch die Korrektur der Hornhaut behoben wird. Der Eingriff soll relativ schmerzlos sein. Das klingt verlockend, denn es winkt ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen. Doch welche Risiken bestehen beim Augen lasern?

Die Operation ist ein Eingriff an einem gesunden Organ. Dabei können Dinge schief gehen. Die Art und Häufigkeit von Komplikationen ist abhängig von der individuellen Dispositionen des Patienten (Dioptrienzahl, flache Hornhaut, Pupillengröße), Höhe der Korrektur, Behandlungsmethode, verwendeten Technik und den Erfahrungen des Operateurs. Mit dem letztgenannten hat sich eine Studie aus dem Jahr 1998 beschäftigt. Das Ergebnis: Bei den ersten 200 Eingriffen eines Operateurs liegt die Komplikationsrate bei 4,5%. Bei den nächsten 4800 Eingriffen nur bei 0,87%.

Was kann passieren? Möglich sind kurz- bis langfristige Über- oder Unterkorrekturen, Verringerungen der Sehschärfe mit optimaler Brillenkorrektur, Einschränkungen des Dämmerungs- und Nachtsehens durch reduzierte Kontrastsensitivität, Glanzeffekte und Lichthöfe. Außerdem kann es zu Infektionen am Auge kommen. Da beim Augen lasern die Dicke der Hornhaut reduziert wird und der Augeninnendruck ständig auf diese wirkt, kann es zu einer Vorwölbung der Hornhaut kommen. Im Rahmen einer Voruntersuchung muss der Operateur prüfen, ob die Hornhautdicke für eine OP ausreichend ist und sonstige Kriterien passen. Die Risiken lassen sich hier berechnen.

Vor der Operation wird eine lokale Betäubung der Augen mit Hilfe von Augentropfen durchgeführt und das Auge mit einem Vakuum-Saugring fixiert. Während des Laservorgangs sieht der Patient in ein rotes Licht. Der Laser arbeitet etwa 15 Sekunden. Danach wird das Auge gewechselt. Der gesamte Vorgang dauert zwischen fünf und zehn Minuten. Nach einer Ruhephase von 30 Minuten wird das Ergebnis zum ersten Mal kontrolliert. Ein Tag nach dem Augen lasern erfolgt eine weitere Kontrolluntersuchung, ebenso eine Woche und drei Monate nach der Operation. Im Regelfall benötigt der Patient sofort nach dem Augen lasern keine Sehhilfen mehr. Die optimale Sehstärke wird jedoch normalerweise erst zum Zeitpunkt der letzten Nachsorgeuntersuchung erreicht.

Augen lasern kostet zwischen 900 und 1.800 Euro pro Auge. Die Kosten werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Sie lassen sich jedoch als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen.

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4 Kommentare zu “Welche Risiken muss man beim Augen lasern eingehen?”

  1. Karsten says:

    Habe seit der Kindheit eine Brille und bin stark kurzsichtig, bin froh, dass meine Augenlaser-OP bald das ganze zur Vergangenheit macht!

  2. Max says:

    Ich kann auch nur sagen, dass sich eine solche OP wirklich lohnen kann! Endlich muss ich meine Brille nicht mehr tragen. Für mich ist das eine große Erleichterung!

  3. Helmut says:

    habe immer noch schmerzen als wenn noch was im auge wäre es
    ist so anfällig auf alles ..wie kann mir geholfen werden
    das laesen hat nichts gebracht nur schmerzen und das war im letzten jahe anfang des jahres..mfg. h. könig

  4. Jenny Eckhardt says:

    Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag. Ich habe eine Problem mit meiner Sehkraft und trage schon seit Jahren eine Brille. Neulich habe ich eine Reportage über Augenlaser gesehen. Dies wäre für mich eine Alternative. Dennoch wollte ich mich im Netz über die Risiken erkundigen.

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