06 Aug 2011

Was ist Bildungssparen?

1 Kommentar Umdenken und Mitmachen Autor:

Gute Bildung und Weiterbildung sind zweifellos wichtig für den Erfolg im Berufsleben. Doch Aus- und Weiterbildung kosten Zeit und vor allem auch Geld. Diese Kosten kann man durch das sogenannte Bildungssparen auffangen. Was verbirgt sich dahinter? Und was halten die Deutschen davon?

Bildungssparen ist zweckgebundenes Sparen. Man baut über einen längeren Zeitraum ein Guthaben auf, das man dann verwendet, wenn man ein Bildungsangebot wahrnehmen möchte. Dabei kann es sich um eine Erstausbildung handeln wie z.B. ein Studium. Eltern oder Verwandte sparen in diesem Fall während der Kindheit einer Person, damit später bei dessen Studium die Studiengebühren oder Lebenshaltungskosten übernommen oder gemindert werden können. Bildungssparen kann man aber auch für Weiterbildung (Stichwort: lebenslanges Lernen). In diesem Fall spart man zumeist selber, um Teilnahmegebühren, Reise- oder Verpflegungskosten, die bei Bildungsmaßnahmen anfallen, zu finanzieren.

Laut einer Umfrage, die im Januar 2011 von der BKM – Bausparkasse Mainz veröffentlicht wurde, besteht in der Bevölkerung großes Interesse am Bildungssparen. Von den 1000 Befragten finden ca. 65 Prozent der 20 bis 25-Jährigen die Idee des Bildungssparens gut. Sie würden auch Geld für ihre Kinder ansparen. Nur wenige Teilnehmer der Umfrage sind der Meinung, dass Bildungssparen nur etwas für einkommensstarke und vermögende Familien ist. 69 Prozent wünschen sich, dass der Staat das Bildungssparen bezuschusst.

In Deutschland wird Bildungssparen nicht gesetzlich unterstützt oder öffentlich gefördert. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan engagiert sich seit 2007 für das staatlich geförderte Bildungssparen. Solche Ideen gab es auch schon vor ihrer Zeit. Bis zum heutigen Tag jedoch erfolglos.

Dem Bürger bleibt also nur die Möglichkeit, eigenes Geld zurückzulegen. Dabei hat man die Möglichkeit, klassische Geldanlage zu betreiben – beispielsweise in Form eines Festgeldkontos (www.bkm.de/geldanlage/). Junge Menschen können aber auch bis zum 25. Lebensjahr das angesparte Guthaben ihres Bausparkontos inklusive der staatlichen Förderung und der vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers in ihre Bildung stecken. So erhalten sie indirekt einen staatlichen Zuschuss für ihre Aus- oder Weiterbildung.

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Ein Kommentar zu “Was ist Bildungssparen?”

  1. Nora says:

    Vielen Dank für die Aufklärung und die übersichtliche Darstellung!

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