Autor: Andrea

27 Jan 2013

Utopische Ideen: Kann man Energie im Weltall gewinnen?

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SunTower

Quelle: NASA / Marshall Space Flight Center

Jules Verne ließ schon vor 150 Jahren Menschen zum Mond fliegen. Bei Star Trek waren dann auch Zeitreisen möglich. Die Phantasie des Menschen ist der wissenschaftlich-technischen Realität oft ein Schritt voraus. Doch in vielen Fällen wurden daraus Alltagsgegenstände: Radio, Fernsehen, Ceran-Kochfelder, Computer. Mit Hilfe von Solaranlagen können wir aus Sonnenenergie Strom erzeugen. Auch in diesem Bereich gibt es phantastische Ideen, die der Menschheit riesige Energie-Potenziale erschließen möchten.

Sonnenenergie im Weltall gewinnen und zur Erde beamen

Die Idee, Sonnenenergie dort einzusammeln, wo sie kontinuierlich und viel intensiver zur Verfügung steht als auf der Erde, ist fast so alt wie der letzte Roman von Jules Verne. Der deutsche Astrophysiker Herrmann Oberth formulierte in den 1920er Jahren den Gedanken, Kraftwerke im Orbit zu stationieren, die mit großen Segeln 24 Stunden am Tag Sonnenenergie nutzen, indem sie diese in Mikrowellen transformieren und zur Erde schicken. Dort sollten die Mikrowellen in elektrischen Strom umgewandelt werden.

Die Richtigkeit dieser Theorie ist immerhin teilweise bewiesen. Sonnensegel versorgen die Internationale Raumstation ISS mit Elektrizität. Die Transformation von Sonnenlicht in Mikrowellen, deren Weiterleitung und Umwandlung in Elektrizität ist bereits erprobt worden – zumindest auf kürzerer Distanz. Hunderte von Satelliten stehen in 36 Kilometer Höhe im Orbit und haben ständigen Sichtkontakt zur Sonne. Schlechtes Wetter spielt keine Rolle mehr. Mikrowellen können die Wolkendecke ohne Kapazitätsverlust durchdringen – die idealen „Beamer“. Weiterlesen