Autor: Nicola

07 Sep 2015

2014 war das heißeste Jahr aller Zeiten

1 Kommentar Umwelt und Klima
2014 war das heißeste Jahr aller Zeiten

Quelle: National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA)

Das Jahr 2014 war das heißeste Jahr seit Beginn der weltweiten Temperaturmessung im Jahr 1880. Dies ist das Ergebnis unabhängiger Messungen der NASA, des US-Wetteramtes National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) sowie der japanischen Wetterbehörde. Die weltweite Durchschnittstemperatur 2014 betrug 14,6 °C. Dies sind 0,8 °C mehr als der langjährige Durchschnitt des 20. Jahrhunderts.

Dieser Temperaturrekord wurde aufgestellt, obwohl das Klima 2014 nicht vom El-Niño-Phänomen geprägt war. Es ist bekannt, dass dieses Wetterphänomen die globale Temperatur in die Höhe treibt.

Ursache für die Erwärmung sollen vor allem die Ozeane sein, deren Oberfläche sich im vergangenen Jahr gegenüber den bisherigen Werten deutlich erwärmt hat. Für die Landoberflächen hingegen handelte es sich nicht um das wärmste Jahr.

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach fallen 14 der 15 global wärmsten Jahre ins 21. Jahrhundert. Weiterlesen

28 Nov 2014

Ideen für selbstgemachte Weihnachtsgeschenke

2 Kommentare Nachhaltiger Konsum

Mit der Adventszeit beginnt die Suche nach Geschenken für die Liebsten. Hier findet ihr Inspiration für umweltverträgliche Geschenke, die ihr mit ein bisschen Zeit und Geschick selbst herstellen könnt. Falls ihr nicht selbst Hand anlegen möchtet, könnt ihr Recycling Geschenke natürlich auch kaufen, z.B. bei DaWanda.

Kronkorkenkunst

KronkorkenkunstRecht unkompliziert ist die Herstellung von Geschenken aus Kronkorken. Daraus werden Ohrringe, Bilderrahmen, Anhänger, Ringe, Magnete, Armbänder und sogar kleine Bilder. Bereits recycelte Kronkorkenkunst findet ihr u. a. bei schmücklich.

Recycling Taschen

selbstgemachte HandtaschenAlte Gardinen, Tischdecken, T-Shirts, Anzüge, Lederjacken oder Jeans können zu Handtaschen umgenäht werden. Alles, was ihr dafür braucht, ist eine Idee, wie die Tasche aussehen sollte, und eine Nähmaschine.

Auch aus Zement-, Futter- oder Reissäcken, aus Feuerwehrschläuchen oder aus Segeln können Handtaschen , Shopper, Strandtaschen, Wickeltaschen, Portemonnaies, Tablet Taschen, Smartphone Taschen und Messengerbags entstehen. Handgenähte Taschen dieser Art findet ihr z.B. bei Vanna, Milchmeer ecobags oder Feuerwear.
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11 Okt 2012

Die Deutsche Umwelthilfe ruft zur Reduzierung von Einweg-Plastiktüten auf

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Einweg-Plastik kommt nicht in die TüteDeutschland gehört mit 5,3 Milliarden verbrauchten Plastiktüten pro Jahr zu den Spitzenreitern im europäischen Vergleich – neben Spanien, Italien und Großbritannien. Mitte 2011 hat die Europäische Kommission eine Online-Umfrage zum Umgang mit Einweg-Plastiktüten durchgeführt. Mit 53% sprach sich die Mehrheit der Teilnehmer für ein Verbot aus. Der EU-Umweltkommissar Janez Potočnik hat jedoch bisher nicht veröffentlicht, welche Konsequenzen daraus abgeleitet werden.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat nun die Kampagne „Einweg-Plastik kommt nicht in die Tüte“ gestartet. Ziel ist es, das Abfallaufkommen von Einweg-Plastiktüten zu verringern. Um dies zu erreichen, fordert die DUH, Plastiktüten zusätzlich zum üblichen Preis im Einzelhandel mit einer Abgabe in Höhe von 20 Cent zu belegen. Vorreiter sei Irland, wo der Verbrauch von Plastiktüten infolge einer Zwangsabgabe (zunächst 15 Cent, dann 22 Cent und zuletzt 44 Cent) um 97% gesunken sei. Die so erwirtschafteten staatlichen Einnahmen sollten für die Umwelterziehung von Jung und Alt verwendet werden.

In diesem Sinn ruft die DUH Verbraucher zum Umstieg von Einweg-Tragetaschen auf Alternativen wie Mehrweg-Tragetaschen aus Jute, Baumwolle oder recycelten Kunststofffasern auf. Um Ressourcen zu schonen und uns vor weiteren Abgaben zu bewahren, ist deshalb jeder aufgerufen, schon jetzt freiwillig mitzumachen!

18 Jan 2012

Ergebnisse der Umfrage zum Verbot von Plastiktüten

1 Kommentar Umdenken und Mitmachen

Wir hatten Mitte 2011 über die Umfrage der EU-Kommission zu einem eventuellen Verbot von Kunststoff-Tragetaschen berichtet. Damals hatte die Umfrage für Wirbel gesorgt. Insbesondere die Kunststoff produzierende und verarbeitende Industrie in Deutschland zeigte sich wenig begeistert von dem Vorstoß auf europäischer Ebene. Inzwischen liegen die Ergebnisse der Studie vor.

Der Online-Fragebogen wurde von über 15.500 Teilnehmern ausgefüllt. Davon waren 97% als einzelne Bürger registriert und die Übrigen als Vertreter aus Industrie, Wirtschaft, Umweltgruppen und öffentlichen Institutionen.

Mit 53% spricht sich die Mehrheit der Teilnehmer für ein Verbot aus. Lediglich 12% glauben, dass die bisherigen Maßnahmen in diesem Bereich ausreichen. 65% bejahen einen Handlungsbedarf bei Kunststoff-Tragetaschen. 31% der Befragten würde statt einem Verbot auch eine Tütengebühr ausreichen. Während 58% angeben, dass biologisch abbaubare Tüten für Sie eine Alternative darstellen und deshalb von einem Verbot oder einer Gebühr ausgenommen werden sollten, fordern 23% auch für diese Tüten keine Ausnahmen.

Welche Konsequenzen die Kommission aus den Umfrageergebnissen ziehen wird, hat sie bisher nicht erklärt. Ob die Kunststoff-Tragetasche bald Geschichte ist, bleibt deshalb abzuwarten.


Dieser Gastbeitrag ist von Nicola, die als Juristin im Bereich Verpackungsverordnung und Abfallentsorgung tätig ist. Vielen Dank!

03 Jun 2011

Werden Plastiktüten bald verboten?

2 Kommentare Umdenken und Mitmachen

Einkaufskorb statt Plastiktüte? Möglicherweise stellt sich diese Frage bald nicht mehr. Die EU-Kommission hat Mitte Mai erklärt, ein Verbot von Plastiktüten bzw. die Einführung einer Steuer auf Plastiktüten zu prüfen. Ziel ist es, die Umweltbelastung durch Plastiktüten zu vermindern. Um bereits vorliegende wissenschaftliche Studien zu ergänzen, verschafft sie sich derzeit in einer Online-Befragung einen Überblick über das Meinungsbild zu diesem Thema. EU-Bürger und Vertreter der Verpackungsindustrie können so bis August ihre Sichtweise zur Zukunft der Plastiktüte mitteilen. Im Rahmen der Befragung können sie außerdem angeben, wie biologisch abbaubare Verpackungen mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden können.

Mit der Einführung von Selbstbedienungsläden und durch den Konsum in der Zeit des Wirtschaftswunders entwickelte sich die Plastiktüte seit den 50er Jahren zum ständigen Begleiter des deutschen Verbrauchers. Inzwischen steht aber fest, dass Plastiktüten steigende Müllberge begünstigen und jahrzehntelang unsere Umwelt belasten – selbst wenn man sie nur wenige Minuten benutzt. Dies erklärte auch der EU-Umweltkommissar Janez Potocnik Mitte Mai. Nach Angaben der Kommission verbraucht der EU-Bürger pro Jahr durchschnittlich rund 500 Plastiktragetaschen. Zum Risiko wird der Plastikmüll insbesondere dann, wenn er im Meer landet und dort Tiere und Pflanzen gefährdet. Allein im Mittelmeer treiben derzeit rund 250 Milliarden Kunststoff-Teilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen.

Um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, ist es wichtig, dass europaweit einheitlich über die Zukunft der Plastiktüte entschieden wird. In einigen Mitgliedsstaaten gehen die Behörden schon mit Abgaben oder Teilverboten gegen Plastiktüten vor, nicht aber in Deutschland. Gemäß der Verpackungsverordnung müssen die Hersteller der Plastiktüten ein Entgelt an ein duales System zahlen, das sich um die Wiederwertung oder umweltschonende Entsorgung der Tüten kümmert. Deshalb liegen die Kosten inzwischen bei bis zu 30 Cent pro Plastikbeutel. Mit 65 Tüten pro Jahr und Bürger verbrauchen die Deutschen allerdings deutlich weniger Tüten als der EU-Durchschnitt. Zwar zeigt eine Studie des Bundesumweltamtes, dass die umstrittenen Tragetaschen im Vergleich zu Papiertüten gar keine so schlechte Umweltbilanz aufweisen, wenn man etwa auch den Energieverbrauch bei der Herstellung vergleicht. Letztlich belegt dies aber nur, dass Einwegtüten keine Alternative zu Einkaufskörben und Taschen sind, die über Jahre hinweg immer wieder benutzt werden können. Dennoch ist es vielleicht nicht schlecht, auch zukünftig in Notfällen auf eine Plastik- oder Papiertüte zurückgreifen zu können, um sie dann als Müllbeutel wiederzuverwenden.

Wer sich an der Umfrage der EU-Kommission beteiligen möchte, kann bis zum 09.08.2011 hier abstimmen.


Dieser Gastbeitrag ist von Nicola, die als Juristin im Bereich Verpackungsverordnung und Abfallentsorgung tätig ist. Vielen Dank!

28 Mai 2011

Was bedeutet die Wertstofftonne für den Verbraucher?

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Was bedeutet die Wertstofftonne für den Verbraucher?

Quelle: Rolf van Melis / pixelio.de

1991 wurde mit der Einführung der Verpackungsverordnung in Deutschland der Grundstein für die getrennte Sammlung von Abfällen in deutschen Haushalten gelegt. Damals noch neue Begriffe wie gelbe Tonne oder „Der Grüne Punkt“ sind inzwischen jedem Verbraucher bekannt. Eine Verbraucherbefragung der Arbeitsgemeinschaft Verpackung + Umwelt e.V. hat ergeben, dass es mehr als 90% der Verbraucher gut finden, Wertstoffe getrennt zu sammeln, um sie dem Recycling zuzuführen.

Die Bundesregierung muss nun die EU Richtlinie 2008/98/EG vom 19.11.2008 umsetzen. Dabei soll die Wertstofftonne eingeführt werden, um die werthaltigen Abfälle aus privaten Haushalten effizienter als bisher zu erfassen, sie hochwertig zu verwerten und um deren Ressourcenpotential nachhaltiger zu nutzen. Am 30.03.2011 wurde ein entsprechender Gesetzesentwurf des Kreislaufwirtschaftsgesetzes durch die Bundesregierung beschlossen, über den nun in den parlamentarischen Gremien entschieden wird.

Doch was genau bedeutet die Wertstofftonne für den Verbraucher?

Während in der gelben Tonne oder dem gelben Sack bisher ausschließlich Verpackungsabfälle gesammelt werden, sollen über die Wertstofftonne zukünftig „stoffgleiche Nichtverpackungen“ gesammelt werden. Stoffgleiche Nichtverpackungen sind Gegenstände, die aus den gleichen Materialien (Kunststoff oder Metall) wie der Verpackungsmüll bestehen, aber keine Verpackungen sind, sondern Produkte wie z.B. Pfannen, Töpfe, Schüsseln, Dekoartikel, altes Spielzeug usw. Noch ist unklar, ob auch alte Elektrogeräte wie Handys, Radios oder Computerzubehör in der Wertstofftonne entsorgt werden dürfen. Dies wird erst im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens oder in einer möglichen Wertstoffverordnung festgelegt.

Unklar ist derzeit auch noch, ob die Wertstofftonne tatsächlich in Form einer zusätzlichen Tonne zur gelben Tonne bzw. dem gelben Sack eingeführt wird. Über die konkrete Ausgestaltung gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Diese reichen von der Einführung einer zusätzlichen roten Wertstofftonne über einen roten Sack, der in die gelbe Tonne geworfen wird, bis zu einer gemeinsamen Sammlung nur über die gelbe Tonne.

Die unterschiedlichen Vorstellungen hängen vermutlich damit zusammen, dass es bei diesem Thema um viel Geld geht. Haben die Abfälle einen Wert, weil sie über das Recycling wieder zu nachgefragten Rohstoffen gemacht werden können, so möchten sowohl die Kommunen als auch die dualen Systeme ihre Anteile an dem Sammelgemisch nicht durch eine gemeinsame Sammlung verwischen oder verlieren. Derzeit zeichnet sich deshalb ab, dass es regional sehr unterschiedliche Lösungen für die Wertstofftonne geben wird. Es bleibt zu hoffen, dass am Ende eine bürgerfreundliche Lösung entsteht. Eine weitere Tonne, die Platz wegnimmt, ist wohl nicht für jeden Bürger optimal.

Unabhängig von den derzeit noch offenen Fragen, ist die Einführung einer Wertstofftonne aus ökologischer Sicht ein sinnvoller Beitrag zur Verbesserung der Ressourceneffizienz. Um eine möglichst gute Lösung für die offenen Fragen zu finden, läuft derzeit unter Beteiligung der verschiedenen Akteure am Markt ein Planspiel zur Fortentwicklung der Verpackungsverordnung, das vom Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesumweltministeriums betreut wird. Bleibt abzuwarten, was dabei herauskommt…


Dieser Gastbeitrag ist von Nicola, die als Juristin im Bereich Verpackungsverordnung und Abfallentsorgung tätig ist. Vielen Dank!