Archiv: Februar, 2010

22 Feb 2010

Der heimische Rothirsch ist bedroht

Keine Kommentare Umwelt und Klima

Die Vereinten Nationen haben 2010 zum Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt erklärt. Die Deutsche Wildtier Stiftung nimmt das UN-Jahr zum Anlass, auf die Situation heimischer Wildtiere vor unserer Haustür aufmerksam zu machen. Denn Feldlerche und Feldhase, Reh und Rothirsch, Luchs und Laubfrosch sind ebenso faszinierend wie exotische Tierarten. Heute geht es um den unbekannten König der Wildtiere: den Rothirsch.

Rothirsch im Wasser (Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung/T. Martin, 2010)

Rothirsche sind Wiederkäuer. Wie Rinder haben sie einen Pansen, der bis zu 25 Liter Nahrung fassen kann. Hirsche verdauen verholztes Gras genauso gut wie Kräuter und Knospen, Moose und Flechten, Eicheln und Kastanien. Am Tag nehmen sie etwa zwanzig Kilogramm Nahrung auf – sie “äsen”, wie es der Jäger nennt. Doch Nahrung ist am Winterende besonders knapp. “Die Tiere beginnen deshalb auch die Rinde von den Baumstämmen zu schälen”, sagt der Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung, Hilmar Freiherr von Münchhausen. Das Schälen von Bäumen ist aus Sicht der Forstwirtschaft ein Schaden, denn Baumwachstum und Holzqualität werden erheblich gemindert. Geschälte Bäume finden sich vor allem dort, wo der Rothirsch keine andere Nahrung findet und er zudem auch noch durch Menschen aufgeschreckt wird. Die Folge: der Rothirsch gilt als Schädling.

“Nicht der Rothirsch ist das Problem, sondern die fehlenden Äsungsflächen und Ruhezonen für das Wild”, erklärt Baron Münchhausen. Dabei sind Jäger, Land- und Forstwirte gleichermaßen gefragt. “Wildwiesen bieten bei geeigneter Lage dem Wild schon früh im Jahr Nahrung. Auch Prossholz-Flächen werden gern angenommen”, sagt Baron Münchhausen. Unter Prossholz versteht der Fachmann schnell wachsende Weichholzarten wie Weide und Holunder, Robinie und Eberesche. Rinde und Knospen dieser für das Wild gepflanzten Bäume sind eine hervorragende Äsung nicht für den Rothirsch, sondern auch für Reh und Feldhase.

Der Rothirsch verbringt bis zu zehn Stunden am Tag mit dem Äsen. Dann wird die Nahrung weitere sechs Stunden wiedergekäut. Können die Tiere nicht regelmäßig Nahrung aufnehmen, leiden sie unter Äsungsstörungen, die sogar zu Pansenerkrankungen führen können.

“Rothirsche sind eigentlich Tiere der halboffenen Landschaft und nicht die Könige des Waldes”, sagt der Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. Erst der Mensch hat den Hirsch in den Wald zurückgedrängt und selbst dort leidet er unter Störungen durch den Menschen. Daher ist Ruhe in den Lebensräumen des Rotwildes das wichtigste Gebot. Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert deshalb mehr Wildruhezonen, die Einhaltung des Nachtjagdverbotes, eine Verkürzung der Jagdzeit und “Holz für den Hirsch” – damit er nicht weiter als Waldschädling in Verruf gerät.

17 Feb 2010

Nachhaltiges Design bei “Redesign your mind”

Keine Kommentare Nachhaltiger Konsum

In den vergangenen drei Jahren haben Natasa Ilincic und Yugoslava Kljakic vom Belgrader Design- und Architekturstudio od-do arhitekti fantasievolle Köpfe aus den unterschiedlichsten kreativen Gebieten zur “Umgestaltung der Denkweise” auf die jährlich stattfindende “Redesign your mind” in die serbische Hauptstadt eingeladen. Ihr Wunsch ist es, nachhaltige Ansätze und Designs zu entdecken, die uns auf clevere Art und Weise einige interessante Antworten auf aktuelle ökologische Aspekte geben. Das Resultat ihrer Idee ist eine abwechslungsreiche und skurrile Umfunktionierung von verschiedenen alltäglichen Objekten. Die einfallsreiche Palette an Designs umfasst unter anderem Inspirationen zum Naturschutz, Neuentwürfe von alten Designs, energiesparende Konzepte und innovative Neuerfindungen recycelter Abfallprodukte.

Eisbärzuckerstückchen

Eisbärzuckerstückchen (Quelle: www.redesignyourmind.org)

Die schmelzenden Zuckerwürfel in Form von Polarbären sollen beispielsweise daran erinnern wie schnell die echten Eisbären von der Erdoberfläche verschwinden könnten. Polarbären sind aufgrund des Klimawandels eine extrem gefährdete Spezies und immer mehr der Tiere ertrinken aufgrund der schmelzenden Eiskappen. Jovana Bogdanovic möchte Menschen mit ihrer Idee beim täglichen Morgencafe die Frage stellen: “Wie viele Polarbären hast du in deinem Cafe oder in deinem Leben ertränkt?” Weiterlesen

10 Feb 2010

Stylische Alternative zu Plastiktüten

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“Tüte?” – Nein danke! Denn für euren nächsten Einkauf im Supermarkt haben wir eine stilvolle Alternative zum Plastikbeutel gefunden: Envirosax heißen die australischen Designer-Einkaufstaschen mit charmanter Optik, die ihr weniger umweltfreundlichen Pendant um Längen schlagen.

Stylische Alternative zu Plastiktüten

Quelle: Envirosax

Die farbenfrohen Aussie-Bags sehen nicht nur gut aus, sondern sind zudem leicht, wasserdicht und halten jahrelang. Klein zusammengerollt passen die kompakten Shopper in jede Handtasche und sind universell einsetzbar. Stars wie Justin Timberlake, Jessica Alba und Ben Affleck machen es vor und tragen die ökobewusste Tasche nicht nur beim Einkauf, sondern auch in ihrer Freizeit, beim Sport oder auf Reisen!

Ergattern könnt ihr die stylische Tragetasche in über 50 Designs einzeln (ca. 8 Euro) oder im 5er-Pack (ca. 30 Euro) in vier verschiedenen Serien (Graphic Series, Greengrocer Series, Organic Series und die Kids Series). Die Organic-Linie kostet zwar etwas mehr (ca. 20 Euro), besteht aber aus einer Vielfalt natürlicher Materialien, wie Bambus oder Hanf und schützt so Menschen und Umwelt. Aber auch bei den Kunststoffmodellen wurde an Nachhaltigkeit gedacht: Envirosax nimmt jede Polyestertasche zurück nachdem sie ausrangiert wurde und recycelt sie zum Beispiel als Füllmaterial. Eine super Idee, um jede Plastiktüte aus dem Haushalt zu verbannen! Wie kommt ihr an die Eco-Bags mit Style? Entweder unter www.greenline-to-go.de oder direkt bei Envirosax.

Verliebte aufgepasst! Unter dem Motto “show your love for the planet” verlost Envirosax zum Valentinstag drei Sets der neuen Origami-Kollektion. Ihr wollt zu den glücklichen Gewinnern gehören? Dann postet euer schönstes Paarfoto oder eure schönste Liebesgeschichte auf der Facebook Seite der Envirosax Valentine’s Day Competition. Die Verlosung endet am 12.Februar. Viel Glück!

05 Feb 2010

Nachhaltige Mode: aus eins mach sieben

1 Kommentar Nachhaltiger Konsum

Heute stellen wir euch die portugiesische Designerin Daniela Pais und ihr Label Elementum vor, das sie in den Niederlanden betreibt. Mit Elementum entwickelt die Designerin geniale Kleidungsstücke und schafft den maximalen Nutzen in nur einem Klamottenteil, denn ihre multifunktionalen Röhrenkleider lassen sich mal in Schals, Kleider, Röcke, Shirts oder Kaputzen verwandeln.

Nachhaltige Mode von Elementum

Entstanden ist Elementum aus dem Projekt “Clothing Species”, welches Daniela Pais während ihres Man&Humanity Master Programms an der Design Academy Eindhoven entwickelt hat. Ihr Ziel ist es, mit ihrer Kollektion neue Alternativen von Konsum zu verbreiten und den Menschen mit ihrem grünen Modelabel nachhaltige Perspektiven zu zeigen.

Aus nur einem Stoffschlauch kreiert die Designerin eine Palette tragbarer Möglichkeiten, denn jedes der Teile aus feinen Naturfasern kann mindestens in 7 verschiedenen Variationen getragen werden. Die klug geschneiderten Kleidungsstücke werden aus übrig gebliebenem Garn von Kleiderproduktionen angefertigt, beispielsweise aus wiederverwerteter Baumwolle, Seide oder Kaschmir. Mehr zu Daniela Pais und ihrem Label Elementum findet ihr unter www.danielapais.com und www.luxuryistohavesimplethings.com.

Auf dem folgenden Video modelt die Designerin höchstpersönlich und präsentiert ihre Verwandlungskünste auf der TheKEY.to:

04 Feb 2010

Pants to Poverty kämpft gegen “Bad Pants”

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Damit ihr euren Kleiderschrank mit noch mehr Green Fashion aufpeppen könnt, stellen wir euch das Unterwäsche-Label Pants to Poverty vor. Die Green Wear Marke war auf der TheKEY.to in Berlin am Start, um die Welt ein bisschen grüner zu gestalten. Inspiriert von Nelson Mandelas Worten “Let your greatness blossom”, nahmen sich Gründer Ben Ramsden und ein paar Freunde die Worte zu Herzen und machten sie sich zur Herausforderung. Die Lösung: Unterwäsche! Die “Zum Teufel mit der Armut”-Höschen mit dem gebrandeten Gummibund aus Großbritannien ziehen immer wieder mit zahlreichen verrückten Aktionen und Kampagnen gegen Armut Aufmerksamkeit auf sich und sind mittlerweile das absolute Must-Have für unten drunter.

Pants to Poverty

Quelle: www.fashionaire.de/blog/

Die knalligen Schlüpfer haben einen fairen Preis und eine tolle Message: Pants to Poverty möchte mit Öko-Unterhosen weltweit den “Bad Pants” den Kampf ansagen. “Bad Pants” sind Unterhosen aus unökologischer Baumwolle. Mit Schadstoffen verseucht, stehen sie für ein System, das laut WHO jährlich 20.000 Farmer durch Pestizide sterben lässt und Millionen Menschen krank macht. Was viele nicht wissen ist, dass chemische Pestizide im Baumwollanbau gar nicht unbedingt nötig wären. Indien ist das Zuhause von erstaunlichen natürlichen Pestiziden und viele indische Farmer bauen schon seit über 1000 Jahren mit dieser natürlichen Alternative und traditionellen Techniken an.

Pants to Poverty arbeitet zusammen mit Zamzeen Organic, einem Unternehmen und Zusammenschluss von Baumwollfarmern, die für die Baumwolle der Pants zuständig sind. Zamzeen Organic liegt in der Vidarbha Region, einem Gebiet, in dem täglich durchschnittlich 26 Farmer aufgrund des unfairen Handels in der Branche Selbstmord begehen. Seit der Gründung von Zamzeen gab es unter den 5000 Mitarbeiter keine Suizidfälle mehr. Dazu gibt es auch keinen Grund, denn die Farmer verdienen durchschnittlich 1/3 mehr als Bauern von konventioneller Baumwolle. Der gesamte Anbau ist frei von Pestiziden und chemischen Düngemitteln. Fairer Handel garantiert den Farmern zudem ein faires und stabiles Gehalt für ihre Baumwolle. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Summe, den “Fairtrade Premium”, um Entwicklungsprojekte für die Gemeinschaft zu unterstützen, die demokratisch von den Farmern ausgewählt werden. Mitspracherecht ist ein wichtiges Element bei Zamzeen. Als größte Anteilseigner des Unternehmens werden die Farmer in Entscheidungen mit einbezogen und bekommen am Ende des Jahres einen Anteil vom Profit, wenn die umgesetzten Ideen erfolgreich waren. Zudem werden sie durch Pants to Poverty mit Fortbildungsprogrammen unterstützt, um den Einfluss ihrer Arbeit zu steigern. Heute verkauft Pants to Poverty Unterwäsche in über 16 Ländern. Sicherlich wäre auch Nelson Mandela sehr stolz auf diese Blüten!

Wie kommt ihr an die bunten Höschen mit der tollen Message? Online bei www.fashionaire.de oder direkt über den Shop von Pants to Poverty unter www.pantstopoverty.com.

02 Feb 2010

Haushalte erzeugen weniger Abfälle, jedoch immer noch 453 kg pro Person

Keine Kommentare Umdenken und Mitmachen, Umwelt und Klima
Haushaltsabfälle sind zurückgegangen

Quelle: Rolf van Melis / pixelio.de

Das Aufkommen an Haushaltsabfällen in Deutschland ist im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden 2008 insgesamt 37,2 Millionen Tonnen Abfälle bei den Haushalten eingesammelt. Das entspricht rein rechnerisch 453 Kilogramm je Einwohner. 2007 waren es noch 37,4 Millionen Tonnen oder 454 Kilogramm pro Einwohner gewesen.

Das Abfallaufkommen von 453 Kilogramm pro Einwohner im Jahr 2008 setzte sich vorallem zusammen aus rund 202 Kilogramm Haus- und Sperrmüll, 143 Kilogramm Wertstoffen und knapp 107 Kilogramm Bioabfällen.

Mit 20,5 Millionen Tonnen sammelten die Haushalte mehr als die Hälfte aller Abfälle (55%) im Jahr 2008 getrennt. Davon waren 8,7 Millionen Tonnen organische Abfälle und 11,7 Millionen Tonnen getrennt erfasste Wertstoffe, insbesondere Papier, gemischte Verpackungen inklusive Leichtverpackungen und Glas. Der in den letzten Jahren bei den getrennt gesammelten Abfällen beobachtete Anstieg des Aufkommens an organischen Abfällen (Biotonne) setzte sich im Jahr 2008 nicht weiter fort; das Aufkommen stagnierte auf dem Vorjahresniveau. Die Menge der getrennt gesammelten Wertstoffe sank von rund zwölf Millionen Tonnen im Jahr 2007 auf 11,7 Millionen Tonnen im Jahr 2008. Den höchsten Anteil an diesem Wertstoffaufkommen hatte das Altpapier (Zeitschriften, Zeitungen, Kartons und Ähnliches) mit sechs Millionen Tonnen. Danach folgten mit 2,5 Millionen Tonnen die gemischten Verpackungen (Leichtverpackungen, Verbunde), die über die gelben Tonnen/Säcke oder auch über Wertstoffhöfe eingesammelt wurden, sowie Glas mit 1,9 Millionen Tonnen.

Die Menge der nicht getrennt gesammelten, sondern gemischt erfassten Abfallfraktionen Haus- und Sperrmüll lag im Jahr 2008 bei 16,5 Millionen Tonnen (45% aller Abfälle). Dabei war im Gegensatz zu den letzten vier Jahren erstmals wieder ein leichter Anstieg der Abfallmenge zu beobachten. Er betrug von 2007 auf 2008 gut 0,1 Millionen Tonnen.

02 Feb 2010

Die Solartasche Sakku erzeugt Strom

Keine Kommentare Nachhaltiger Konsum, neue Technologien

Wer kennt es nicht? Den ganzen Tag bist du unterwegs, sitzt im Bus und trällerst gerade mit zu deinem Lieblingssong auf deinem iPod und dann passiert es – der Akku ist leer! Auf der TheKey.to haben wir die Lösung für dich gefunden: Sakku, eine schweizer Lifestyle-Kuriertasche mit einer integrierten ultraflexiblen Solarzelle, die Sonnenstrahlen in Strom umwandelt.

Solartasche Sakku

Endlich kannst du jederzeit unterwegs Handy, iPod oder deine Digicam problemlos aufladen, und das auch noch mit Style! Entstanden ist die Idee in den Köpfen von drei Sandkastenfreunden aus der Schweiz. Der Name “Sakku” setzt sich aus den Wörtern “Sack” und “Akku” zusammen und bildet eine stylische Tasche mit nützlichem Sinn. Die Lifestyle-Bags werden aus schwarzem Cordura, Marquisen oder aus hochwertigem Segelstoff hergestellt. Auf dem Segeltuchmodell sakku-traveller wird sogar die Herkunft jedes Segels vermerkt, was jedes Stück zu einem Unikat macht. Die Tasche gibt es in zwei Größen und vier Modellen mit verschiedenen Solarpanels zu ergattern. So viel Liebe zum Detail so schön verpackt! Beim nächsten Strandurlaub musst du also keine Angst mehr haben, dass der Akku deiner Digicam dir einen Strich durch die schönen Erinnerungsfotos zieht.

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