Vor undifferenzierter Euphorie zur Elektromobilität warnen die führenden Umweltschutzverbände und fordern die Bundesregierung zu einer realistischen Betrachtung von Elektrofahrzeugen auf. Die von Regierung und Industrie angepriesenen Elektrofahrzeuge bringen weder den Klimaschutz in den nächsten zehn Jahren voran, noch lösen Elektroautos die Verkehrsprobleme von heute. Greenpeace Deutschland, NABU, Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, die Klimaschutzziele ins Zentrum der Verkehrspolitik zu stellen und in der Nationalen Plattform Elektromobilität nicht weiter einseitig den Interessen von Auto-, Chemie- und Stromkonzernen zu folgen.
Die Umweltschutzverbände appellieren an Kanzlerin Merkel, die geplanten Milliardensubventionen für die Industrie stattdessen zielgerichtet in klima- und umweltverträgliche Mobilitätslösungen für die gesamte Gesellschaft zu lenken. Die Regierung dürfe die angebliche Entscheidung der Industrie auf Elektromotoren nicht auch noch mit Steuergeld bemänteln, sondern müsse technikneutral die klimafreundlichsten Antriebstechniken befördern.
„Die Autoindustrie lenkt alle fünf Jahre mit neuen Heilsversprechen davon ab, dass sie mit ihrem aktuellen Fahrzeugangebot die EU-Klimaschutzauflagen nicht erfüllt. Jetzt sollen wieder mehrere Milliarden Euro direkte und indirekte Subventionen an die deutschen Autohersteller für ein potemkinsches Dorf der Elektromobilität im Jahre 2020 fließen, während gleichzeitig der Verkauf spritfressender PS-Boliden mit erhöhter staatlicher Förderung weitergeht“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Resch warnte vor einer erneuten „Plünderung der Steuerkassen durch die Autokonzerne“ und forderte die Bundesregierung auf, keine Steuergelder an die Autoindustrie für die Elektromobilität auszuzahlen. Stattdessen solle die Regierung mit einem aufkommensneutral finanzierten Marktanreizprogramm die besonders sparsamen Fahrzeuge unabhängig von der Technologie fördern und Spritschlucker zur Gegenfinanzierung mit einer Strafsteuer belegen. In Frankreich hat sich dieses Bonus-Malus-System ausgesprochen bewährt.

Kaffee ist in Deutschland neben Bier und Apfelschorle das beliebteste Getränk. Aber habt ihr euch mal gefragt, woher der servierte Cappuccino im Cafe kommt? Was für Bohnen sind das eigentlich? Wie werden sie angebaut? “Beim Klabautermann, Schluss damit!”, dachten sich die zwei Kapitäne von der Black Pirate Coffee Crew (BPCC), Carolin Moras und Schwester Annika Poloczek, und gründeten den weltweit ersten Shopping-Club für Kaffeeliebhaber. 
Ecosia.org ist die erste umweltfreundliche Suchmaschine im Internet, die Nutzern eine grüne Suche im Netz ermöglicht. Unterstützt von Yahoo, Bing und dem World Wide Fund for Nature (WWF) spendet Ecosia mindestens 80% der Sucheinnahmen an Regenwaldschutzprojekte des WWF. Nutzer können also mit jeder Anfrage ca. 2 Quadratmeter Regenwald retten ohne auch nur einen Cent dafür zu zahlen. Ein durchschnittlicher Internetnutzer könnte mit Ecosia pro Jahr rund 2.000 Quadratmeter Regenwald schützen, das entspricht etwa der Größe eines Eishockeyfeldes. Wenn nur ein Prozent aller Internetnutzer Ecosia als Suchmaschine verwenden würde, könnte jährlich eine Regenwaldfläche in der Größe der Schweiz gerettet werden.
Kaffeebecher, Plastikbeutel, Kekspackungen, Schuhe – unser Alltag ist voll von diesem Zeug. Aber wie entstehen alle diese Dinge und was geschieht mit ihnen, wenn wir sie mal nicht mehr brauchen? Die engagierte Umweltaktivistin und Konsumkritikerin Annie Leonard macht seit vielen Jahren nichts anderes, als diesen Fragen auf den Grund zu gehen und erforscht, wo der ganze Krempel, den wir täglich um uns ansammeln eigentlich herkommt bzw. wo er hingeht.
Im Laufe ihrer Arbeit als “toxic traveller” kam Annie Leonard in 40 Länder und hat durch ihre zweijährige Tätigkeit für Greenpeace und andere NGOs viele Fabriken, Bergwerke und Müllkippen besucht. In ihrem Buch berichtet Annie Leonards von Familien in Bangladesch, die auf Müllkippen leben, oder von Näherinnen in Haiti, die seit Jahren um menschenwürdigere Arbeitsverhältnisse kämpfen. “The Story of Stuff” zeigt uns die Folgen unserer Wegwerfgesellschaft und hilft, den kompletten Konsumkreislauf und die damit verbundenen sozialen und ökologischen Folgen zu verstehen. Annie Leonards Bestseller für bessere Menschen ist bei
Der Markt, Preispolitik, kritisches Konsumverhalten sind Themen, die vielen Schülern abstrakt und langweilig erscheinen. Dass dazu aber spannender Unterricht gemacht werden kann, zeigt das Projekt “test macht Schule” der Stiftung Warentest. Ob Soziale Netzwerke, Musikdownloads, Vanilleeis oder Trekkingräder – das Projekt nutzt aktuelle Themen, die einen direkten Bezug zum Alltag der Schüler haben, um Jugendliche in ihrer Rolle als mündige Verbraucher zu stärken. Die Bewerbungsfrist für das kommende Schuljahr läuft jetzt bis 16. Mai 2010.
Eigentlich möchten Verbraucher, die Öko-Strom beziehen, dazu beitragen, dass mehr Energie aus regenerativen Quellen ins Netz kommt. Doch sie bewirken oftmals genau das Gegenteil: Der Umstieg deutscher Haushalte auf Öko-Strom sorgt direkt für den Bau zusätzlicher Kohle- und Atomkraftwerke. Das prangert das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST an. Denn die Strategie einiger Energieversorger ist es zum Beispiel, im Inland Öko-Strom zu vermarkten, der meist bei alten Wasserkraftwerken im Ausland eingekauft wird. Der ausländische Stromproduzent schließt die auftretende Angebotslücke, indem er in neue Kohle- oder Atomkraftwerke investiert. Es gibt noch eine andere Art der Schönfärberei, die Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, kritisiert: „Manche Stromkonzerne, die alle Arten von Energieerzeugung und maßgeschneiderte Tarife im Portfolio haben, bieten zwar der wachsenden Zahl von grünen Verbrauchern Öko-Strom an. Doch das geht auf Kosten des restlichen Energiemix, der einfach weniger Öko-Strom beinhaltet.
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