Archiv: April, 2010

29 Apr 2010

Umweltschutzverbände behaupten, dass Elektroautos den Klimaschutz nicht voran bringen

Keine Kommentare Auto und Mobilität, neue Technologien, Umwelt und Klima

Vor undifferenzierter Euphorie zur Elektromobilität warnen die führenden Umweltschutzverbände und fordern die Bundesregierung zu einer realistischen Betrachtung von Elektrofahrzeugen auf. Die von Regierung und Industrie angepriesenen Elektrofahrzeuge bringen weder den Klimaschutz in den nächsten zehn Jahren voran, noch lösen Elektroautos die Verkehrsprobleme von heute. Greenpeace Deutschland, NABU, Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, die Klimaschutzziele ins Zentrum der Verkehrspolitik zu stellen und in der Nationalen Plattform Elektromobilität nicht weiter einseitig den Interessen von Auto-, Chemie- und Stromkonzernen zu folgen.

Die Umweltschutzverbände appellieren an Kanzlerin Merkel, die geplanten Milliardensubventionen für die Industrie stattdessen zielgerichtet in klima- und umweltverträgliche Mobilitätslösungen für die gesamte Gesellschaft zu lenken. Die Regierung dürfe die angebliche Entscheidung der Industrie auf Elektromotoren nicht auch noch mit Steuergeld bemänteln, sondern müsse technikneutral die klimafreundlichsten Antriebstechniken befördern.

„Die Autoindustrie lenkt alle fünf Jahre mit neuen Heilsversprechen davon ab, dass sie mit ihrem aktuellen Fahrzeugangebot die EU-Klimaschutzauflagen nicht erfüllt. Jetzt sollen wieder mehrere Milliarden Euro direkte und indirekte Subventionen an die deutschen Autohersteller für ein potemkinsches Dorf der Elektromobilität im Jahre 2020 fließen, während gleichzeitig der Verkauf spritfressender PS-Boliden mit erhöhter staatlicher Förderung weitergeht“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Resch warnte vor einer erneuten „Plünderung der Steuerkassen durch die Autokonzerne“ und forderte die Bundesregierung auf, keine Steuergelder an die Autoindustrie für die Elektromobilität auszuzahlen. Stattdessen solle die Regierung mit einem aufkommensneutral finanzierten Marktanreizprogramm die besonders sparsamen Fahrzeuge unabhängig von der Technologie fördern und Spritschlucker zur Gegenfinanzierung mit einer Strafsteuer belegen. In Frankreich hat sich dieses Bonus-Malus-System ausgesprochen bewährt.

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28 Apr 2010

Bei der Black Pirate Coffee Crew gibt’s Bio-Kaffee

Keine Kommentare Gesundheit und Ernährung, Nachhaltiger Konsum

Black Pirate Coffee CrewKaffee ist in Deutschland neben Bier und Apfelschorle das beliebteste Getränk. Aber habt ihr euch mal gefragt, woher der servierte Cappuccino im Cafe kommt? Was für Bohnen sind das eigentlich? Wie werden sie angebaut? “Beim Klabautermann, Schluss damit!”, dachten sich die zwei Kapitäne von der Black Pirate Coffee Crew (BPCC), Carolin Moras und Schwester Annika Poloczek, und gründeten den weltweit ersten Shopping-Club für Kaffeeliebhaber.

Seit Oktober 2009 steuern die beiden nun schon das Schiff der BPCC. Das Angebot an Schätzen ist bunt durchmischt. Der Shop der Kaffeepiraten bietet neben den besten Kaffee- und Espressokostbarkeiten biologischer Herkunft auch sämtliches Zubehör und eine riesige Palette an Geschenkideen rund um den Wachmacher. Wer kostenlos Mannschaftsmitglied bei den Kaffeepiraten wird, kann sich zudem regelmäßig auf tolle Specials freuen, zum Beispiel zahlreiche edle Kaffeesorten von Kleinröstereien, die ihr sonst im Laden nicht so schnell findet. Bei der Black Pirate Coffee Crew sollen vor allem Kleinröster eine Plattform erhalten, auf der sie ihre hochwertigen Kaffeeröstungen einer passgenauen Zielgruppe vorstellen können. In regelmäßig wechselnden Verkaufsaktionen werden immer wieder neue Kaffeesorten und Zubehör angeboten.

Neben den Specials bestechen aber auch die eigenen Kaffeebohnen der BCPP durch ihre liebevolle Verpackung und ihre einfallsreichen Namen, wie “stand up, mate!” oder “hoist the sails, sweetie!”. Bei jedem Kaffee im Sortiment wird ausführlich über Herkunft, Qualität und die Verarbeitung der Bohnen informiert, sodass bei den Kaffeepiraten jeder zum Kaffeespezialisten werden kann. Weitere spannende Infos findet ihr auf www.bpcc.de. Schiff Ahoi!

Bio-Kaffee

21 Apr 2010

Ecosia ist die erste umweltfreundliche Suchmaschine

Keine Kommentare Social Entrepreneurs

EcosiaEcosia.org ist die erste umweltfreundliche Suchmaschine im Internet, die Nutzern eine grüne Suche im Netz ermöglicht. Unterstützt von Yahoo, Bing und dem World Wide Fund for Nature (WWF) spendet Ecosia mindestens 80% der Sucheinnahmen an Regenwaldschutzprojekte des WWF. Nutzer können also mit jeder Anfrage ca. 2 Quadratmeter Regenwald retten ohne auch nur einen Cent dafür zu zahlen. Ein durchschnittlicher Internetnutzer könnte mit Ecosia pro Jahr rund 2.000 Quadratmeter Regenwald schützen, das entspricht etwa der Größe eines Eishockeyfeldes. Wenn nur ein Prozent aller Internetnutzer Ecosia als Suchmaschine verwenden würde, könnte jährlich eine Regenwaldfläche in der Größe der Schweiz gerettet werden.

Alle Ecosia-Server werden zudem mit Ökostrom betrieben, somit werden keinerlei CO2-Emissionen bei der Suche erzeugt. Ecosia ist außerdem die erste Wahl, wenn es um Privatsphäre geht, denn während andere Suchmaschinen Suchabfragen für mehrere Monate speichern und analysieren, werden bei Ecosia alle Benutzerdaten innerhalb von 48 Stunden gelöscht.

Macht Ecosia.org zu eurer Suchmaschine und schützt mir jedem Mausklick ein Stück Regenwald. Denn zusammen können wir viel erreichen!

19 Apr 2010

The Story of Stuff – jetzt als Buch!

Keine Kommentare Nachhaltiger Konsum, Umdenken und Mitmachen

The Story of StuffKaffeebecher, Plastikbeutel, Kekspackungen, Schuhe – unser Alltag ist voll von diesem Zeug. Aber wie entstehen alle diese Dinge und was geschieht mit ihnen, wenn wir sie mal nicht mehr brauchen? Die engagierte Umweltaktivistin und Konsumkritikerin Annie Leonard macht seit vielen Jahren nichts anderes, als diesen Fragen auf den Grund zu gehen und erforscht, wo der ganze Krempel, den wir täglich um uns ansammeln eigentlich herkommt bzw. wo er hingeht.

Annie Leonard ist vor allem durch ihr Internet-Kultvideo “The Story of Stuff” weltweit bekannt geworden. In ihrem Film erklärt sie den Konsumkreislauf der Gesellschaft mit Hilfe von kleinen Bleistiftanimationen, die den Prozess veranschaulichen. Mehr als 8 Millionen Menschen haben sich das Video angeschaut. Jetzt ist auch das Buch erschienen.

The Story of Stuff als BuchIm Laufe ihrer Arbeit als “toxic traveller” kam Annie Leonard in 40 Länder und hat durch ihre zweijährige Tätigkeit für Greenpeace und andere NGOs viele Fabriken, Bergwerke und Müllkippen besucht. In ihrem Buch berichtet Annie Leonards von Familien in Bangladesch, die auf Müllkippen leben, oder von Näherinnen in Haiti, die seit Jahren um menschenwürdigere Arbeitsverhältnisse kämpfen. “The Story of Stuff” zeigt uns die Folgen unserer Wegwerfgesellschaft und hilft, den kompletten Konsumkreislauf und die damit verbundenen sozialen und ökologischen Folgen zu verstehen. Annie Leonards Bestseller für bessere Menschen ist bei Amazon.de für 18 Euro erhältlich. Mehr Infos zum Buch und viel Bonusmaterial erhaltet ihr auch auf www.storyofstuff.com.

15 Apr 2010

Stiftung Warentest startet Schulprojekt zum kritischen Konsum

Keine Kommentare Nachhaltiger Konsum

Stiftung WarentestDer Markt, Preispolitik, kritisches Konsumverhalten sind Themen, die vielen Schülern abstrakt und langweilig erscheinen. Dass dazu aber spannender Unterricht gemacht werden kann, zeigt das Projekt “test macht Schule” der Stiftung Warentest. Ob Soziale Netzwerke, Musikdownloads, Vanilleeis oder Trekkingräder – das Projekt nutzt aktuelle Themen, die einen direkten Bezug zum Alltag der Schüler haben, um Jugendliche in ihrer Rolle als mündige Verbraucher zu stärken. Die Bewerbungsfrist für das kommende Schuljahr läuft jetzt bis 16. Mai 2010.

Im Rahmen des Projekts erhalten 100 Klassen ein Schuljahr lang kostenfrei einen Klassensatz der Zeitschrift test. Das Magazin kann in den Fächern Deutsch, Politik, Sozial- und Wirtschaftskunde, aber auch in naturwissenschaftlichen Fächern eingesetzt werden. Das Projekt ermöglicht, die im Lehrplan festgelegten Unterrichtsinhalte an aktuellen Themen zu vermitteln. Häufiges Ergebnis: Schüler, die bereits auf die nächste Unterrichtsstunde warten, motiviert am Unterricht teilnehmen und freiwillig zu Hause lesen.

Am Projekt “test macht Schule” können im Schuljahr 2010/2011 maximal 100 Schulklassen teilnehmen. Bis zum 16. Mai 2010 können sich interessierte Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Klassen ab Stufe 8 um eine Teilnahme bewerben. Das Bewerbungsformular gibt es auf der Homepage der Stiftung Warentest. Dort finden sich auch ausführliche Infos zum Projekt.

06 Apr 2010

Öko-Strom ist nicht immer ökologisch

3 Kommentare Nachhaltiger Konsum, Umwelt und Klima

Eigentlich möchten Verbraucher, die Öko-Strom beziehen, dazu beitragen, dass mehr Energie aus regenerativen Quellen ins Netz kommt. Doch sie bewirken oftmals genau das Gegenteil: Der Umstieg deutscher Haushalte auf Öko-Strom sorgt direkt für den Bau zusätzlicher Kohle- und Atomkraftwerke. Das prangert das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST an. Denn die Strategie einiger Energieversorger ist es zum Beispiel, im Inland Öko-Strom zu vermarkten, der meist bei alten Wasserkraftwerken im Ausland eingekauft wird. Der ausländische Stromproduzent schließt die auftretende Angebotslücke, indem er in neue Kohle- oder Atomkraftwerke investiert. Es gibt noch eine andere Art der Schönfärberei, die Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, kritisiert: „Manche Stromkonzerne, die alle Arten von Energieerzeugung und maßgeschneiderte Tarife im Portfolio haben, bieten zwar der wachsenden Zahl von grünen Verbrauchern Öko-Strom an. Doch das geht auf Kosten des restlichen Energiemix, der einfach weniger Öko-Strom beinhaltet.

Dennoch gibt es auch Stromtarife, die durchaus empfehlenswert sind. Öko-Stromanbieter wie Naturstrom, Lichtblick, Greenpeace, Genial Grün, Naturenergie und Naturwatt heben sich als reine Ökostrom-Anbieter durch einen breit ausgelegten Öko-Energiemix mit neuer Technologie von der Masse ab.

Bei der Auswahl eines neuen Energieanbieters rät ÖKO-TEST Verbrauchern, sich umfassend über die Herkunft des Stroms zu informieren. Blumige Beschreibungen sollte man nicht akzeptieren, denn hinter dem Begriff „regenerative Stromquellen“ kann sich vieles verbergen wie 100 Prozent Wasser. Ob das Wasser aus alten abgeschriebenen Anlagen oder aus neuen Wasserwehren kommt, hier sind die Aussagen der Hersteller oftmals wenig detailliert.

Das ÖKO-TEST-Magazin feiert 25-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass finden Leser in der aktuellen April-Ausgabe noch mehr Tests als sonst. Das Heft kostet 3,80 Euro und ist seit dem 26. März 2010 im Zeitschriftenhandel erhältlich.

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