Sie sind bunt und kuschelig, aber längst nicht immer so harmlos, wie sie aussehen: Kindertextilien. So manche Bonbon-Farbe oder weiche Faser enthält möglicherweise Zusatzstoffe, auf die Babys und Kinder mit Allergien oder Hautreizungen reagieren können. Verbraucher sollten sich deshalb beim Kauf durchaus auch auf ihre Nase verlassen. Verströmen die Textilien einen eigenartigen Geruch, ist dies möglicherweise ein erster Hinweis auf umwelt- und gesundheitsschädliche Substanzen. Unbedenklich sind Textilien mit dem Prüfsiegel TOXPROOF, das TÜV Rheinland vergibt: “Damit ist garantiert, dass die Schadstoffbelastung deutlich unter dem gesetzlichen Mindestwert liegt”, erklärt Andreas Metzger, Schadstoff-Experte bei TÜV Rheinland.
Auch andere Prüfzeichen geben Orientierung beim Kauf: Das SG-Zeichen (SG = schadstoffgeprüft) garantiert bei Schuhen und Lederbekleidung, dass in der Herstellung weder krebserregende Azofarbstoffe noch Substanzen, die schwere Allergien auslösen können, verwendet worden sind. Eine umwelt- und gesundheitsfreundliche Alternative sind Öko-Textilien, die nicht nur bei Umweltorganisationen, sondern inzwischen in konventionellen Versandhäusern erhältlich sind. “Da Öko-Textilien weitgehend unbelastet sind, sind sie gut für die Nase – und die Haut”, bestätigt Andreas Metzger.
Öko-Textilien sind oft auch aus Leinen oder Baumwolle. Mit solchen Naturfasern kommen die Kinder beim Spielen nicht unnötig ins Schwitzen, denn im Gegensatz zu chemischen Materialien wie Polyester sind sie atmungsaktiv und genauso strapazierfähig. Nach Möglichkeit sollten neue Sachen vor dem ersten Tragen gewaschen werden, viele wasserlösliche Giftstoffe sind dann bereits ausgeschwemmt. Damit die Textilien nicht gleich verfärben, am besten mit ähnlichen Farben waschen und an die Empfehlungen des Pflegeetiketts halten. Wie heiß die Textilien gewaschen werden dürfen, steht auch auf den Etiketten. Wirklich hygienisch sauber werden sie jedoch nur bei einer Waschtemperatur ab 60 Grad Celsius.


Mehr als ein Drittel der Menschen hält trotz der Finanzkrise den Zustand der Umwelt für bedenklicher als die wirtschaftliche Situation – im Vergleich zu 2009 entspricht das einer Steigerung um sechs Prozentpunkte. Nur noch 40 Prozent glauben, dass sich der Zustand der Umwelt in die richtige Richtung entwickelt – das sind sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem die Angst vor dem Klimawandel steigt, er wird in der Mehrheit der Länder als größtes Umweltproblem gesehen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der internationalen Green Brands Studie 2010, die Penn, Schoen & Berland Associates, Esty Environmental Partners, Landor Associates und Cohn & Wolfe Public Relations in acht Ländern erhoben hat. Doch der naheliegende Rückkehrschluss, dass gleichzeitig die Bedeutung der Umweltfreundlichkeit von Unternehmen steigt, wird nicht bestätigt. Denn der Anteil der Menschen, denen Umweltfreundlichkeit von Unternehmen ziemlich wichtig oder sehr wichtig ist, sank im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent-punkte auf 63 Prozent. Hier offenbart sich ein ambivalentes Verhältnis der Deutschen zu den Themen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und ökologische Produkte.

Insbesondere wird es darum gehen, dass Journalisten als Vermittler der komplexen Zusammenhänge und teils widersprüchlicher Analysen, Einschätzungen und Prognosen zum Klimawandel eine besondere Verantwortung tragen. Zur dritten Auflage der Konferenz haben sich erneut 1.300 Teilnehmer aus aller Welt angemeldet.
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