Archiv: Juni, 2010

29 Jun 2010

Das TOXPROOF-Prüfzeichen verrät, ob Kindertextilien schadstoffarm sind

1 Kommentar Gesundheit und Ernährung, Nachhaltiger Konsum

Sie sind bunt und kuschelig, aber längst nicht immer so harmlos, wie sie aussehen: Kindertextilien. So manche Bonbon-Farbe oder weiche Faser enthält möglicherweise Zusatzstoffe, auf die Babys und Kinder mit Allergien oder Hautreizungen reagieren können. Verbraucher sollten sich deshalb beim Kauf durchaus auch auf ihre Nase verlassen. Verströmen die Textilien einen eigenartigen Geruch, ist dies möglicherweise ein erster Hinweis auf umwelt- und gesundheitsschädliche Substanzen. Unbedenklich sind Textilien mit dem Prüfsiegel TOXPROOF, das TÜV Rheinland vergibt: “Damit ist garantiert, dass die Schadstoffbelastung deutlich unter dem gesetzlichen Mindestwert liegt”, erklärt Andreas Metzger, Schadstoff-Experte bei TÜV Rheinland.

Auch andere Prüfzeichen geben Orientierung beim Kauf: Das SG-Zeichen (SG = schadstoffgeprüft) garantiert bei Schuhen und Lederbekleidung, dass in der Herstellung weder krebserregende Azofarbstoffe noch Substanzen, die schwere Allergien auslösen können, verwendet worden sind. Eine umwelt- und gesundheitsfreundliche Alternative sind Öko-Textilien, die nicht nur bei Umweltorganisationen, sondern inzwischen in konventionellen Versandhäusern erhältlich sind. “Da Öko-Textilien weitgehend unbelastet sind, sind sie gut für die Nase – und die Haut”, bestätigt Andreas Metzger.

Öko-Textilien sind oft auch aus Leinen oder Baumwolle. Mit solchen Naturfasern kommen die Kinder beim Spielen nicht unnötig ins Schwitzen, denn im Gegensatz zu chemischen Materialien wie Polyester sind sie atmungsaktiv und genauso strapazierfähig. Nach Möglichkeit sollten neue Sachen vor dem ersten Tragen gewaschen werden, viele wasserlösliche Giftstoffe sind dann bereits ausgeschwemmt. Damit die Textilien nicht gleich verfärben, am besten mit ähnlichen Farben waschen und an die Empfehlungen des Pflegeetiketts halten. Wie heiß die Textilien gewaschen werden dürfen, steht auch auf den Etiketten. Wirklich hygienisch sauber werden sie jedoch nur bei einer Waschtemperatur ab 60 Grad Celsius.

27 Jun 2010

Modo recycelt Sonnenbrillen

Keine Kommentare Nachhaltiger Konsum

Recycelte Sonnenbrillen von Modo

Die Sonnenbrillen-Linie “Eco – Earth Conscious Optics” von Modo lässt euch im Sommer nicht nur gut aussehen, sondern gibt euch auch noch ein gutes Gefühl. Denn die Designer-Brillen sind ein Beispiel für Nachhaltigkeit und werden aus mindestens 95% recyceltem Plastik und wiederverwertetem, rostfreien Stahl angefertigt. Mit der Eco-Linie erfindet Modo die Sonnenbrille auf nachhaltige Weise neu und verfolgt obendrauf noch einen wohltätigen Zweck: Für jede verkaufte Brille wird in Kooperation mit Trees for the Future ein Baum gepflanzt und somit der Umwelt ein Stück an Ressourcen zurückgegeben.Weitere spannende Infos zum Produkt erhaltet ihr unter www.eco-optics.com. Erhältlich ist die Kollektion unter www.modoshop.com in der Kategorie “eco”.

21 Jun 2010

Das produzierende Gewerbe investierte 2008 über 6 Milliarden Euro in den Umweltschutz

Keine Kommentare Umwelt und Klima

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) investierten Unternehmen des Produzierenden Gewerbes im Jahr 2008 circa 6,1 Milliarden Euro in Maßnahmen, die dem Umweltschutz dienen. Die größten Anteile der Investitionen entfielen auf die Umweltbereiche Gewässerschutz mit 2,4 Milliarden Euro (circa 39%) und Klimaschutz mit 1,7 Milliarden Euro (circa 28%).

Im Jahr 2008 wurde die der Statistik zu Grunde liegende Wirtschaftszweigklassifikation umgestellt. Deshalb liegen für das Produzierende Gewerbe insgesamt keine Vergleichsangaben für 2007 vor. In den vergleichbaren Abschnitten des „Verarbeitenden Gewerbes“ und „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“ haben sich die Umweltschutzinvestitionen im Jahr 2008 gegenüber 2007 um 5,3% erhöht. Sie sind damit geringer gestiegen als die Gesamtinvestitionen (7,4%) dieser Industriebereiche.

Das Engagement zum Umweltschutz war ungleich auf verschiedene Wirtschaftszweige verteilt. Die in dieser Zusammensetzung erstmals für das Berichtsjahr 2008 erfasste Wirtschaftsabteilung „Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen“ leistet mit 2,6 Milliarden Euro (circa 42% der Umweltschutzinvestition insgesamt) einen entscheidenden Investitionsbeitrag für den Umweltschutz. Hervorzuheben sind auch die Bereiche Kokerei und Mineralölverarbeitung (384 Millionen Euro), Chemische Industrie (345 Millionen Euro), Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (200 Millionen Euro) sowie Metallerzeugung und -bearbeitung (199 Millionen Euro).

18 Jun 2010

Deutsche Konsumenten haben ambivalente Einstellung zu den Themen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und ökologische Produkte

Keine Kommentare Gesundheit und Ernährung, Nachhaltiger Konsum, Umdenken und Mitmachen

Mehr als ein Drittel der Menschen hält trotz der Finanzkrise den Zustand der Umwelt für bedenklicher als die wirtschaftliche Situation – im Vergleich zu 2009 entspricht das einer Steigerung um sechs Prozentpunkte. Nur noch 40 Prozent glauben, dass sich der Zustand der Umwelt in die richtige Richtung entwickelt – das sind sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem die Angst vor dem Klimawandel steigt, er wird in der Mehrheit der Länder als größtes Umweltproblem gesehen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der internationalen Green Brands Studie 2010, die Penn, Schoen & Berland Associates, Esty Environmental Partners, Landor Associates und Cohn & Wolfe Public Relations in acht Ländern erhoben hat. Doch der naheliegende Rückkehrschluss, dass gleichzeitig die Bedeutung der Umweltfreundlichkeit von Unternehmen steigt, wird nicht bestätigt. Denn der Anteil der Menschen, denen Umweltfreundlichkeit von Unternehmen ziemlich wichtig oder sehr wichtig ist, sank im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent-punkte auf 63 Prozent. Hier offenbart sich ein ambivalentes Verhältnis der Deutschen zu den Themen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und ökologische Produkte.

Kein grüner Consumerism

In Fragen des Umweltschutzes liegt das Vertrauen der Konsumenten in die Handlungskompetenz nichtstaatlicher Organisationen (NGOs) ungebrochen hoch bei 83 Prozent. Das Vertrauen in die Bundesregierung und Unternehmen fiel dagegen auf 37 respektive 41 Prozent. Gleichzeitig sank im Vergleich zum Vorjahr auch das Vertrauen, dass Einzelpersonen erfolgreich zum Umweltschutz beitragen können, mit einem Minus von acht Prozentpunkten auf 52 Prozent. Vergleicht man diese Zahlen mit den amerikanischen Ergebnissen, zeigt sich ein spannender Unterschied: Hier wird die Kompetenz von NGOs (73 Prozent) und Individuen (70 Prozent) im Umweltschutz fast gleich stark bewertet. Dies illustriert, dass die Idee von der Macht des Konsumenten, der durch den Kauf grüner Produkte aktiv Einfluss auf die Umweltproblematik nimmt (Grüner Consumerism), in Deutschland weniger stark ausgeprägt ist: Grüner Consumerism ist in den Köpfen zahlreicher deutscher Konsumenten noch nicht angekommen. “Die Paradoxie zwischen Problembewusstsein und der Wichtigkeit der Umweltfreundlichkeit von Unternehmen deutet auf eine Ernüchterung unter Konsumenten hin. 2010 sehen wir keinen starken, selbstbewussten Verbraucher – sondern einen, der auf seinen Einfluss auf Umweltfragen nicht vertraut. Der Kauf grüner Produkte ist kein bewusster Protest, sondern mehr oder minder eine Lifestylefrage”, so Felix Stöckle, Geschäftsführer Landor Associates.

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17 Jun 2010

Klimawandel könnte die Vertreibung von Millionen Menschen verursachen

2 Kommentare Umwelt und Klima

Die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg macht anlässlich des Weltflüchtlingstages am Sonntag, den 20. Juni auf die Auswirkungen des Klimawandels auf Vertreibung und Migration aufmerksam. “Immer mehr Menschen müssen über kurz oder lang ihr Zuhause verlassen, weil sie dort keine Lebensgrundlage mehr haben. Das Klimaexil wird für sie zur bitteren Realität werden”, so Dr. Anton Markmiller, Hauptgeschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg. Bereits heute seien Regen- und Dürreperioden unberechenbarer geworden, in Zukunft könnte auch ein ansteigender Meeresspiegel immer mehr Menschen in die Flucht treiben.

Weltweite Auswirkungen des Klimawandels (Quelle: CARE, 2010)

Meist würden die Menschen innerhalb ihres eigenen Landes umsiedeln oder in der Region bleiben. Das bedeute eine zusätzliche Last für die häufig ebenfalls armen Gemeinden, die neue Bewohner aufnehmen. “Diese gezwungene Migration könnte verhindert werden, wenn es ausreichende Anpassungsmaßnahmen gäbe, die auf die Bedürfnisse der ärmsten Menschen eingehen”, sagt Markmiller. Die Menschen bräuchten praktische Lösungsansätze wie beispielsweise dürre-resistentes Saatgut, alternative Einkommensmöglichkeiten sowie bessere Katastrophenvorsorge, um ihr Leben und ihren Besitz zu schützen.

Schlüsselergebnisse der Studie “Obdach gesucht: Auswirkungen des Klimawandels auf Migration und Vertreibung”

Der Klimawandel trägt bereits heute zu Migration und Vertreibung bei. Obwohl wirtschaftliche und politische Faktoren die dominierenden Antriebskräfte für Vertreibung und Migration sind, hat der Klimawandel schon spürbare Auswirkungen.

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17 Jun 2010

Keine Modernisierung des Bundeswaldgesetzes

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Das Bundeswaldgesetz stammt aus dem Jahre 1975 und bildet die rechtliche Grundlage für die Waldbewirtschaftung. Der NABU vertritt den Standpunkt, dass es einer dringenden Erneuerung bedarf, denn die Rahmenbedingungen haben sich seitdem verändert. Klimawandel, Schadstoffbelastung und der anhaltende Verlust der biologischen Vielfalt sind Probleme, die es zu bewältigen gilt.

Keine Modernisierung des Bundeswaldgesetzes

Keine Modernisierung des Bundeswaldgesetzes (Quelle: pixelio.de, 2010)

Für eine solche Modernisierung des Bundeswaldgesetzes gab es schon drei erfolglose Anläufe. Anlässlich des aktuellen Reformversuchs hat der NABU eine ernüchternde Bilanz gezogen. „Dies ist ein schwarzer Tag für den Wald, denn der vorliegende Entwurf zur Änderung des Bundeswaldgesetzes ist absolut unzureichend. Er liefert keine Antworten auf die gestiegene Holznachfrage, den Klimawandel und den fortschreitenden Verlust der Artenvielfalt“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Mit der Änderung des Bundeswaldgesetzes hätte Schwarz-Gelb die Möglichkeit gehabt, den vielen verbalen Bekenntnissen zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft in Deutschland endlich handfeste Taten folgen zu lassen. „Anscheinend liegt den Regierungsparteien nichts an einem klaren Bekenntnis zur nachhaltigen Forstwirtschaft, stattdessen bleiben sie lieber unkonkret und unverbindlich“, kritisierte Miller. Das sei reine Klientelpflege, der Wald gehe dabei leer aus. Aus NABU-Sicht ist es unverständlich, dass sich die Lobby der Waldbesitzer und große Kreise der Forstwirtschaft so vehement gegen ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit im Bundeswaldgesetz sträuben.

„Der Aufbau naturnaher Wälder, der Verzicht auf Kahlschläge, der Schutz des Bodens und die Förderung der biologischen Vielfalt sind für jeden vernünftigen Waldbesitzer und Förster selbstverständliche Ziele. Sie gelten in Bayern genauso wie in Schleswig-Holstein. Die Forstwirtschaft klopft sich immerzu selber auf die Schulter, wie hervorragend und nachhaltig sie angeblich ist, wenn es aber darum geht, Farbe zu bekennen, werden alle blass“, sagte NABU-Waldexperte Johannes Enssle.

Dabei gehe es darum, endlich allgemeingültige Grundsätze für eine moderne und nachhaltige Waldwirtschaft zu formulieren. „Aus meiner Sicht wäre das doch eher ein Lob und eine Bestätigung für all diejenigen, die schon seit Jahrzehnten die sogenannte gute fachliche Praxis im Wald umsetzen und dies zum Beispiel durch eine Zertifizierung dokumentieren“, so Enssle. Spekulanten und Investoren, die mit dem Kauf von Wald kurzfristig Profit machen wollten, könnte so leichter das Handwerk gelegt werden.

17 Jun 2010

Die Konferenz “The Heat Is On – Klimawandel und die Medien” beginnt am 21. Juni

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“The Heat Is On – Klimawandel und die Medien”. Das ist ab Montag, 21. Juni, Thema des Deutsche Welle Global Media Forum in Bonn. Drei Tage lang diskutieren auf der internationalen Konferenz Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft mit Medienvertretern über den Beitrag, den Medien leisten können, um Bewusstsein zu schaffen für eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit.

Die Konferenz Medien und Klimawandel beginnt am 21. JuniInsbesondere wird es darum gehen, dass Journalisten als Vermittler der komplexen Zusammenhänge und teils widersprüchlicher Analysen, Einschätzungen und Prognosen zum Klimawandel eine besondere Verantwortung tragen. Zur dritten Auflage der Konferenz haben sich erneut 1.300 Teilnehmer aus aller Welt angemeldet.

Zu den Referenten der mehr als 50 Veranstaltungen zählen UNFCCC-Exekutivsekretär Yvo de Boer, Fatih Birol, Chief Economic Advisor der Internationalen Energieagentur, Bertrand Piccard, Forscher, Abenteurer und UN-Sonderbotschafter, Marco Arana, Präsidentschaftskandidat in Peru und Umweltaktivist, Hermann Scheer, Träger des Alternativen Nobelpreises, Präsident von Eurosolar und Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare Energien, und der Vorstandsvorsitzende von Deutsche Post DHL, Frank Appel. In Podiumsdiskussionen und Workshops geht es beispielsweise um Konsum und Klimawandel, Perspektiven post-carboner Gesellschaften, Journalismus und globale Krise sowie um Risiken der Umweltberichterstattung.

Hermann Scheer, Träger des Alternativen Nobelpreises

Hermann Scheer, Träger des Alternativen Nobelpreises (Quelle: Deutsche Welle, 2010)

In einem Pressegespräch werden am Montag um 14 Uhr zudem Ergebnisse einer weltweiten Studie vorgestellt: Das Marktforschungsunternehmens Synovate hat Menschen in 18 Ländern zu ihren Einschätzungen befragt – bezüglich des Bedrohungspotenzials und der Auswirkungen des Klimawandels und zu ihren Erwartungen an die Medien bei diesem Thema.

Im Rahmen des Deutsche Welle Global Media Forum zeichnet die DW am Dienstag, 22. Juni, die Gewinner ihres internationalen Weblog-Awards “The BOBs” aus. In der erstmals ausgelobten Kategorie “Bester Fachblog: Klimawandel” wird der 28-jährige Autor Bruno Rezende aus Brasilien für “Coluna Zero” geehrt.

Bei dem interdisziplinären Kongress kooperiert die Deutsche Welle mit zahlreichen Organisationen und Institutionen. Darunter sind die UNESCO, das UN-Klimasekretariat (UNFCCC), das International Human Dimensions Program on Global Environmental Change (UN IHDP/ESSP), EU-Kommission und Weltbank, das Wuppertal Institut, World Wildlife Fund for Nature (WWF), NABU und klima-allianz, das Institut für Weltwirtschaft Kiel, das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE), das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF), das Bonn International Center for Conversion (BICC), das Bundesamt für Naturschutz, die Asia-Pacific Broadcasting Union (ABU) und weitere Partner.

Mitveranstalter ist die Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse in Bonn. Unterstützt wird die Konferenz zudem vom Auswärtigen Amt, dem Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, der Stadt Bonn, DHL, KSB Aktiengesellschaft und Faber-Castell.

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