Archiv: Juli, 2010

30 Jul 2010

“Quartier Vauban” in Freiburg: So könnte die Stadt von Morgen aussehen

Keine Kommentare Auto und Mobilität
Freiburg Vauban

Quelle: www.vauban.de

Das 2006 fertiggestellte Freiburger Stadtviertel Vauban ist so außergewöhnlich, dass es die Siedlung bereits in die New York Times geschafft hat. Vauban verfolgt ein strenges umweltfreundliches Konzept: Fast alle Häuser sind mit Solarzellen auf den Dächern besetzt, haben Vakkuumtoiletten und ein kreislauforientiertes Abwassersystem – und der Stadtteil ist autofrei! 70% der 5.500 Bewohner besitzen kein Auto, 57% haben ihr eigenes verkauft, als der Umzug nach Vauban immer näher rückte. Parkplätze sind kaum vorhanden und wenn, dann sind sie sehr teuer. Statt von Autos, wird das Bild der Solar- und Ökosiedlung von viel Grün und Fahrrädern geprägt. Eine vorbildliche Alternative für ein besseres Leben in der Stadt von Morgen.

28 Jul 2010

Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb “RecyclingDesignpreis”

Keine Kommentare Umdenken und Mitmachen

RecyclingDesignpreis 2010Kreative aufgepasst! Dieses Jahr verleiht der Arbeitskreis Recycling e.V. / Recycling Börse! zum vierten Mal den “RecyclingDesignpreis”. Gesucht werden die nachhaltigsten Ideen von Designern, Designstudenten und einfallsreichen Köpfen. Ziel ist es, durch die Verwendung und den Gebrauch von Rest- und Altmaterial den “verborgenen Sinn weggeworfener Dinge” zu entdecken und nutzbar zu machen. Die Eintwicklungen sollen in kleiner oder größerer Serie hergestellt werden können.

Die Teilnahme ist kostenlos und der Preis mit 2.500 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet im Oktober 2010 im MARTa Herford statt. Die prämierten Designobjekte werden anschließend bis zum 7. November im MARTa und daraufhin in den Stilwerk-Centern in Düsseldorf, Berlin und Hamburg sowie in Wien, Dessau und Genf zu sehen sein. Einsendeschluss ist der 31. August 2010. Nähere Infos zu den Teilnahmebedingungen und sämtliche Kontaktdaten findet ihr unter www.recyclingdesignpreis.org. Viel Glück!

Update vom 22.06.2011

Mittlerweile stehen die Gewinner des RecyclingDesignpreis 2010 fest. Hier gibt’s die Infos…

28 Jul 2010

Telefonkonferenzen als umweltschonende Alternative für Reisen

Keine Kommentare neue Technologien, Umdenken und Mitmachen

Wir leben in einer globalisierten Welt. Beziehungen rund um den Globus nehmen immer stärker zu. Sowohl im privaten Bereich werden Freundschaften über Landesgrenzen hinweg gepflegt, aber vor allem auch im Geschäftsleben ist internationale Zusammenarbeit keine Seltenheit. Die Folge ist ein steigender Bedarf an Kommunikation. Reisen sind eine Möglichkeit, um persönlichen Kontakt herzustellen und Informationen effektiv auszutauschen. Doch die Umweltbeeinträchtigung ist – je nach gewähltem Verkehrsmittel – hoch. Beispielweise verursacht eine Boeing 747 50 Tonnen CO2 pro Flugstunde.

Eine umweltschonende und kostengünstige Alternative sind Telefonkonferenzen. Meetings und Konferenzen können unabhängig vom jeweiligen Standort der Teilnehmer über das Internet durchgeführt werden. Qualitativ steht eine Telefonkonferenz einem Festnetzgespräch in fast nichts nach. Es gibt jedoch Qualitätsunterschiede zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Gesprächen. Bei kostenlosen Gesprächen kann die Bandbreite während Spitzenlastzeiten nicht ausreichen. Die Folge ist eine schlechte Gesprächsqualität oder eine Trennung der Verbindung. Dieses Problem tritt außerhalb der Spitzenzeiten nicht auf. Wer sich für kostenlose Telefonkonferenzen entscheidet, sollte also Gespräche zu Stoßzeiten vermeiden. Für professionelle Benutzer und Unternehmen kann die Nutzung von kostenpflichtigen Telefonkonferenzen eine sinnvolle Entscheidung sein. Die Kosten sind relativ gering – vor allem auch im Vergleich mit Reisekosten. Zusätzlich sparen Unternehmen nicht nur Geld, sondern auch Zeit, die sinnvoll für andere Aktivitäten genutzt werden kann.

27 Jul 2010

Verbot von illegalem Tropenholz – auch heimische Hölzer sind haltbar und schön

1 Kommentar Nachhaltiger Konsum

Die biologische Vielfalt eine unverzichtbare Lebensgrundlage – ob sie erhalten bleibt, liegt jeden Tag in den eigenen Händen. Glücklicherweise denken immer mehr Menschen verstärkt über ihr Handeln und dessen Bedeutung für die Zukunft nach. Auch beim Bauen wird immer stärker auf Nachhaltigkeit und die Bewahrung des ökologischen Gleichgewichts für spätere Generationen geachtet. Das gelingt jedoch beim Baustoff Holz nicht immer.

Ab 2012 verboten: illegal geschlagenes Tropenholz, Quelle: Stockbyte/Dauerholz AG

Für eine Terrasse zum Beispiel gibt es kein besseres Material als Holz. In der Sonne wird es wunderbar warm und duftet nach Wald und unberührter Natur. Aufgrund der besseren Haltbarkeit musste aber bislang oft auf – idealerweise zertifizierte – Tropenhölzer ausgewichen werden. Leider lassen sich diese Zertifizierungen bei Tropenholz nicht immer lückenlos bis zur Herkunft verfolgen. Kürzlich hat sich das Europäische Parlament auf ein striktes Verbot geeinigt: Der Import und Handel von illegal geschlagenem Tropenholz und den daraus gewonnen Produkten wird ab 2012 untersagt. Entlang der gesamten Lieferkette sind Importeure und Händler dann verpflichtet, nur legal geschlagenes Holz zu verwenden. Vor allem derjenige, der das Holz zuerst in Europa in den Handel bringt, muss Nachweise über die Herkunft der von ihm verwendeten Hölzer erbringen. Die Verbraucher sollen diese Waren dann an entsprechenden Kennzeichnungen erkennen können. Ob und wie das gelingt, ist noch fraglich.

Bauherren, die schon heute ganz auf die Verwendung von Tropenholz verzichten möchten, haben nun eine gute Alternative: Dauerholz, die patentierte Erfindung eines deutschen Tischlermeisters. Eine komplette Wachskonservierung schützt das Holz dauerhaft vor Feuchtigkeit und holzzerstörenden Pilzen. Dadurch werden Terrassendielen aus Dauerholz auf natürliche Weise so wetterfest und farb- sowie formstabil wie Tropenholz – ohne dass das heimische Holz aufwändig nachbehandelt werden muss. Die Konservierung gelingt völlig ohne giftige, umweltschädliche Stoffe – ideal, wenn kleine Kinder oder Allergiker zur Familie gehören. Das Holz, z.B. Kiefer oder Buche, wird bis in den Kern getränkt, so dass der Schutz nicht nur oberflächlich, sondern auch im Inneren wirkt. Auf die Haltbarkeit gibt die Dauerholz AG eine Garantie von 15 Jahren. Nochmals veredelt mit Naturöl (entspricht DIN EN 71: „für Kinderspielzeug geeignet“) bleibt es auch optisch lange schön. Die Verwendung von heimischem Holz garantiert kurze Transportwege. Der Import von Tropenholz wird überflüssig. Der nachhaltige Umgang mit dem Rohstoff ist PEFC-zertifiziert – durch die Bestellung des Holzes direkt beim Waldbesitzer lässt sich die Herkunft eindeutig nachvollziehen.

22 Jul 2010

Alte Kühlschränke verursachen hohe Stromkosten – jährlich lassen sich bis zu 80 Euro sparen

2 Kommentare Nachhaltiger Konsum, Umdenken und Mitmachen

Wer einen in die Jahre gekommenen Kühlschrank nutzt, sorgt für eine überhöhte Stromrechnung. “Bei einer Kühl-Gefrierkombination von 1992 fällt fast das Dreifache an Stromkosten gegenüber einem Gerät von heute an. Pro Jahr lassen sich bereits mit einem durchschnittlichen Neugerät rund 80 Euro sparen. Mit A++ Geräten fällt die Bilanz noch besser aus”, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH, die vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert wird.

Stromkosten bei Kühl-Gefrier-Kombinationen, Quelle: obs/co2online gGmbH, 2010

Wie groß das Einsparpotenzial des eigenen Kühlgerätes ist, lässt sich mit dem Energiesparkonto und dem KühlCheck auf www.energiesparclub.de ermitteln. Während das Energiesparkonto unter anderem zeigt, wie viel bei den persönlichen Stromkosten gespart werden kann, schlägt der KühlCheck gleich passende und energieeffiziente Neugeräte vor. Die Internetseite beschreibt außerdem, was bei der täglichen Nutzung und beim Austausch potenzieller Stromfresser zu beachten ist.

Hohe Temperaturen und häufiges Öffnen machen vor allen alten Geräten zu schaffen. Das sorgt für häufigere Ausfälle als in kühleren Jahreszeiten. Etwa die Hälfte der rund 60 Millionen Kühlschränke in deutschen Haushalten ist laut Branchenverband älter als zehn Jahre. Wie stark der Energieverbrauch und damit die Stromkosten von Kühlschränken inzwischen gesunken sind, belegen Ergebnisse der Stiftung Warentest. Kühl-Gefrier-Kombinationen mit Baujahr 1992 verursachen durchschnittlich 133 Euro jährlich an Stromkosten, Geräte von 2009 nur noch 51 Euro, wie eine Infografik des Energiesparclubs zeigt. Ein Austausch lohnt sich daher oft schon, bevor der Kühlschrank den Geist aufgibt. Zudem ist so die fachgerechte Entsorgung der extrem klimaschädlichen alten Kühlmittel gewährleistet, bevor die Kühlleitung leckt. Laut Öko-Institut ist die Klimabilanz eines neuen Gerätes der Klasse A++ besser als die eines mindestens zehn Jahre alten Modells, selbst wenn man Energie und Ressourcen berücksichtigt, die für Herstellung, Auslieferung und Entsorgung benötigt werden.

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21 Jul 2010

Airbus startet Ideen-Wettbewerb für umweltfreundliches Fliegen

1 Kommentar Auto und Mobilität, neue Technologien

Airbus hat heute auf der internationalen Luftfahrtmesse im englischen Farnborough den Wettbewerb “Fly Your Ideas (FYI)” gestartet. Universitätsstudenten aus Deutschland und der ganzen Welt sind aufgerufen, in drei- bis fünfköpfigen Teams Ideen für eine noch umweltfreundlichere Flugzeugindustrie zu entwickeln. Das Siegerteam erhält 30.000 Euro, das zweitplatzierte Team 15.000 Euro.

Zur Teilnahme sind Studenten jeglicher wissenschaftlicher Disziplin eingeladen – vom Ingenieurswesen über Marketing, von der Betriebswirtschaft bis zur Philosophie und Design. Begrüßt werden Vorschläge zu allen Aspekten des “ökologischen Lebenszyklus” eines Flugzeuges, der aus fünf Phasen besteht: Entwicklung, Zulieferkette, Fertigung, Flugzeugbetrieb und Recycling von Flugzeugen. Dieser innovative Ansatz von Airbus soll die Umweltverträglichkeit eines Flugzeugs und seines Produktionsprozesses weiter verbessern.

Charles Champion, Airbus Entwicklungsvorstand und FYI-Schirmherr, sagte zum Start von FYI 2011: “Der Wettbewerb soll dazu anregen, Ideen für eine nachhaltigere Welt zu entwickeln. Er ermöglicht es Airbus, Studenten in die Suche nach neuen Technologien und Möglichkeiten einzubinden und so der wachsenden Nachfrage nach Flugverkehr mit einer besseren Umweltverträglichkeit nachzukommen.”

Der internationale Airbus-Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und besteht aus drei Runden mit wachsendem Schwierigkeitsgrad, in denen Airbus- und Branchenexperten die Jury bilden. Beim ersten Wettbewerb, der im Oktober 2008 startete, nahmen 2350 Studenten aus über 80 Ländern teil. Das Projekt des Siegerteams von der Universität Queensland in Australien drehte sich um die Nutzung eines effizienten Naturfaserverbundwerkstoffs zum Einsatz in Flugzeugkabinen.

Studenten, die an FYI 2011 teilnehmen möchten, müssen sich bis zum 30. November 2010 mit ihrem Team unter www.airbus-fyi.com anmelden und bis zum 10. Dezember 2010 ihre Projekte eingereicht haben. Die fünf Teams der Endrunde gewinnen eine Reise im Juni 2011 nach Paris und präsentieren dort Ihre Projekte einer unabhängigen Jury. Die Sieger werden auf der Internationalen Luftfahrtausstellung in Paris, Le Bourget bekanntgegeben.

19 Jul 2010

Jeder zweite Deutsche bevorzugt Sommerbräune – trotz Warnungen vor Hautalterung und Hautkrebs

Keine Kommentare Umdenken und Mitmachen

Strand bei Bezier in Südfrankreich, © O. Fischer / PIXELIO

Trotz aller Warnungen vor Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung: Die Deutschen lieben ihre Sommerbräune. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des “Senioren Ratgeber” ergab, dass noch immer jeder Zweite (49,6 %) Wert darauf legt, braun zu werden. Jeder Siebte (14,5 %) bräunt seinen Körper sogar im Solarium vor, um beim ersten Freibad- oder Strandbesuch schon den richtigen Teint präsentieren zu können. Nur ein Drittel der befragten Männer und Frauen (34,4 %) meidet das Sonnenbaden so gut es geht, weil sie Angst vor Hautkrebs haben. Erst im Alter werden die Bundesbürger dann offenbar vernünftiger. So versichern sechs von zehn der Ab-50-Jährigen (62,5 %), sie legten keinen Wert auf Sommerbräune. Rund die Hälfte der Befragten in dieser Altersgruppe meidet zudem aus Angst vor Hautkrebs bewusst die Sonne (49,3 %).

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins “Senioren Ratgeber”, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.982 Frauen und Männern ab 14 Jahren.

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