Schlagwort: alternative Energie

27 Jan 2013

Utopische Ideen: Kann man Energie im Weltall gewinnen?

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SunTower

Quelle: NASA / Marshall Space Flight Center

Jules Verne ließ schon vor 150 Jahren Menschen zum Mond fliegen. Bei Star Trek waren dann auch Zeitreisen möglich. Die Phantasie des Menschen ist der wissenschaftlich-technischen Realität oft ein Schritt voraus. Doch in vielen Fällen wurden daraus Alltagsgegenstände: Radio, Fernsehen, Ceran-Kochfelder, Computer. Mit Hilfe von Solaranlagen können wir aus Sonnenenergie Strom erzeugen. Auch in diesem Bereich gibt es phantastische Ideen, die der Menschheit riesige Energie-Potenziale erschließen möchten.

Sonnenenergie im Weltall gewinnen und zur Erde beamen

Die Idee, Sonnenenergie dort einzusammeln, wo sie kontinuierlich und viel intensiver zur Verfügung steht als auf der Erde, ist fast so alt wie der letzte Roman von Jules Verne. Der deutsche Astrophysiker Herrmann Oberth formulierte in den 1920er Jahren den Gedanken, Kraftwerke im Orbit zu stationieren, die mit großen Segeln 24 Stunden am Tag Sonnenenergie nutzen, indem sie diese in Mikrowellen transformieren und zur Erde schicken. Dort sollten die Mikrowellen in elektrischen Strom umgewandelt werden.

Die Richtigkeit dieser Theorie ist immerhin teilweise bewiesen. Sonnensegel versorgen die Internationale Raumstation ISS mit Elektrizität. Die Transformation von Sonnenlicht in Mikrowellen, deren Weiterleitung und Umwandlung in Elektrizität ist bereits erprobt worden – zumindest auf kürzerer Distanz. Hunderte von Satelliten stehen in 36 Kilometer Höhe im Orbit und haben ständigen Sichtkontakt zur Sonne. Schlechtes Wetter spielt keine Rolle mehr. Mikrowellen können die Wolkendecke ohne Kapazitätsverlust durchdringen – die idealen „Beamer“. Weiterlesen

30 Sep 2012

Was sind Hybridheizungen?

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Steigende Energiekosten und der Wunsch nach Klimaverträglichkeit spielen bei der Wahl einer Heizung eine große Rolle. Hybridheizungen versprechen, eine sparsame und umweltschonende Lösung zu sein. Was sind Hybridheizungen?

Hybridheizungen kombinieren verschiedene Systeme zur Wärmeerzeugung. Beispielsweise Öl- oder Gas-Heizungen, Solar-Thermie, Luft- oder Wärmepumpen speisen Wärme in den zentralen Wärmespeicher. Dabei handelt es sich um einen großvolumigen Pufferspeicher, der als Wärmequelle für Heizung und Warmwasser fungiert. Wenn die Temperatur im Wärmespeicher unter einen Schwellenwert fällt, springt der Heizkessel ein.

So funktioniert eine Hybridheizung

Beim Umbau einer bestehenden Heizungsanlage kann man sich einen Fachhandwerker zur Hilfe nehmen, der einen standardisierten Heizungs-Check vornimmt und einen Sanierungsfahrplan erstellt. Dieser stellt dar, wie sich beispielsweise eine bereits vorhandene Öl- oder Gasheizung in eine Hybridlösung integrieren lässt. Da man weitere Wärmequellen Schritt für Schritt ergänzen kann, sollte man dies einplanen, so dass von Vorneherein der richtige Wärmespeicher ausgewählt wird.

Förderprogramme helfen bei der Finanzierung einer Hybridheizung. Auf dem Portal www.intelligent-heizen.info kann man in der Fördermitteldatenbank nach staatlicher Unterstützung suchen.

30 Dez 2011

Polarstern hilft bei der Energiewende in Deutschland und in Kambodscha

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Energiewende in Kambodscha

Energieversorger PolarsternBisher gibt es wenige Social Entrepreneurs im Energiemarkt. Jetzt ist ein neues Unternehmen dazu gekommen: Der Energieversorger Polarstern verbindet die europäische Energiewende und Entwicklungszusammenarbeit mit Kambodscha. Das Konzept: Für die Energiewende müssen möglichst viele Menschen weltweit umsteigen. Mit Polarstern fangen die Verbraucher in Deutschland bei sich selbst an und helfen damit gleichzeitig denen, die nicht die Wahl haben.

Im ersten Schritt arbeitet Polarstern also an der Energiewende hier in Europa. Allen Kunden in Deutschland bietet Polarstern nicht nur 100% Ökostrom aus Wasserkraft sondern auch 100%iges Ökogas aus Reststoffen. Das bedeutet, es werden keine Rohstoffe extra für die Biogasproduktion angepflanzt und dann viele Kilometer weit per LKW in die Biogasanlagen transportiert. Wo Reststoffe ohnehin anfallen, wird daraus direkt Ökogas gewonnen. Ganz einfach – und selbstverständlich kontrolliert und zertifiziert vom TÜV Nord. Damit ist Polarstern der erste und bisher einzige Anbieter von 100%igem Ökogas aus Reststoffen in Deutschland. Auch der Ökostrom von Polarstern ist vollständig klimaneutral. Um die Energiewende noch weiter voranzutreiben, investiert Polarstern gleichzeitig für jede Kilowattstunde Strom oder Gas in den Ausbau von Wind-, Wasser-, Solar- oder Biomasse-Kraftwerken. Dafür bekam Polarstern das Grüner Strom Label in Gold verliehen.

Der zweite Schritt: Für jeden neuen Ökostrom- oder Ökogaskunden hier in Deutschland unterstützt Polarstern eine Familie in Kambodscha beim Bau ihrer eigenen Biogasanlage. Mit Hilfe dieser Anlage kann die Familie ihr eigenes Ökogas zum Kochen oder für Beleuchtung produzieren. Polarstern hilft, Ökogas aus den Reststoffen zu gewinnen, die sie bereits haben: die Gülle ihrer Rinder und Schweine. Ohne komplizierte Technik, sondern einfach, robust, wartungsarm und sehr effizient. Polarstern geht es darum, dass die europäischen Privilegien auch den Menschen zugute kommen, die ansonsten keine andere Wahl hätten, als zu Lasten der Umwelt zu leben.

Den Gründern von Polarstern geht um die Zukunft. Wie kann die Energiewende funktionieren? Wie sieht nachhaltige Energieversorgung aus? Wir stehen vor großen, zugleich lokalen wie globalen Herausforderungen. Es ist höchste Zeit umzudenken. Der Wechsel des Energieanbieters ist vielleicht nur ein kleiner Schritt, doch dafür kann ihn jeder Kunde im Rahmen seiner Möglichkeiten mitgehen. Und was überrascht: Die Preise von Polarstern sind durchaus konkurrenzfähig.

23 Jul 2011

Was man bei der Auswahl eines Ökostrom-Tarifs beachten sollte

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Noch nie war die Nachfrage nach Ökostrom so groß wie heute. Durch die Ereignisse in Japan und die Diskussion um die Strompolitik in Deutschland ist es zu einem Umdenken in deutschen Haushalten gekommen. Sparen ist zwar ein häufiges Motiv für den Wechsel des Stromanbieters – insbesondere wenn man den oftmals überteuerten Grundversorgungstarif bezieht. Aber neben dem Willen zum Sparen scheint es ein immer größeres Umweltbewusstsein zu geben. Immer mehr Haushalte wollen zu einem Ökostromanbieter wechseln, immer mehr Haushalte wollen echten Ökostrom.

Als Ökostrom wird allgemeinhin Strom aus regenerativen Energiequellen bezeichnet. Dazu gehören zum Beispiel Solarenergie, Wind- aber auch Wasserenergie. Jeder Verbraucher, der sich für einen Ökostromtarif entscheidet, möchte also bewusst auf Atomstrom und Energie aus fossilen Brennstoffen verzichten. Dumm nur, dass nicht jeder Ökostromtarif hält, was er auf den ersten Blick verspricht. Der Begriff „Ökostrom“ ist in Deutschland nicht geschützt. Bei manchen Stromanbietern gehen die Ökostromtarife zu Lasten des restlichen Energiemixes, der dann weniger Strom aus regenerativen Quellen enthält.

Wie aber erkennen Verbraucher echten Ökostrom? Echter Ökostrom kann insbesondere durch die folgenden beiden Möglichkeiten schnell und sicher erkannt werden:

1. Verbraucher erhalten Sicherheit, indem sie einen Ökostromanbieter wählen, der sich ausschließlich auf die Lieferung von echtem Ökostrom spezialisiert hat. Zu den Anbietern von echtem Ökostrom gehören Lichtblick, EWS, Naturstrom und Greenpeace Energy. Diese Anbieter bieten schon seit Langem nur echten Ökostrom an und sind für ihre herausragende Qualität bekannt.

2. Um den Verbrauchern beim Ökostrom-Kauf mehr Sicherheit zu bieten, haben einige Umweltvereine vertrauensvolle Ökostrom-Zertifikate ins Leben gerufen. Besonders vertrauensvoll sind das OK Power Label und das Grüner Strom Label. Die Ökostrom Zertifikate nehmen die Stromtarife unter die Lupe und zertifizieren dem jeweiligen Tarif den „echten Ökostrom“. Für Verbraucher ist wichtig zu wissen, dass hier jeweils der Tarif – nicht aber die gesamte Angebotspallette eines Stromanbieters zertifiziert wird.

28 Mai 2011

Die zehn günstigsten Ökostrom-Tarife

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Vor zwei Wochen habe ich bereits über Ökostrom geschrieben. Es ging darum, welche Unterschiede es zwischen den Qualitätssiegeln Grüner Strom Label, ok-power und TÜV gibt und dass Ökostrom günstiger sein kann als die örtliche Grundversorgung. Heute geht es darum, welche Anbieter und Tarife die Anforderungen der Qualitätssiegel erfüllen und gleichzeitig am günstigsten sind.

Das Online-Portal Verivox hat alle Ökostrom-Tarife verglichen, die bundesweit verfügbar sind. Das bedeutet, dass mindestens 35 Mio. Haushalte sie beziehen können. Kleine regionale Anbieter fallen also raus. Voraussetzung war auch, dass die Anforderungen der Qualitätssiegel Grüner Strom Label oder ok-power erfüllt werden. Die beiden Siegel sind wesentlich strenger als das TÜV-Siegel und werden von Experten und Verbraucherschützern häufiger empfohlen. Bei dem Stromvergleich wurde von einem jährlichen Verbrauch von 4000 kWh ausgegangen.

Die zehn günstigsten Ökostrom-Tarife

Quelle: Verivox GmbH

Die Stadtwerke Flensburg bieten den günstigsten Tarif (897 Euro pro Jahr) an. Darauf folgen 123energie der Pfalzwerke (905 Euro) und Vattenfall (911 Euro). Herkömmlicher Strom kostet laut Verivox durchschnittlich 984 Euro pro Jahr. 8 von 10 untersuchten Ökostrom-Tarifen sind also günstiger als der Durchschnittstarif mit schmutzigem Strom.

Auch Verivox weist darauf hin, dass Ökostrom nicht immer ökologisch ist. Manche Stromkonzerne, die alle Arten der Energieerzeugung im Portfolio haben, bieten zwar Ökostrom-Tarife an. Diese gehen aber oftmals zu Lasten des restlichen Energiemixes, der dann weniger Strom aus regenerativen Quellen enthält. Deshalb sollte man als Verbraucher beim Wechsel zu einem Ökostrom-Tarif auf die Qualitätssiegel Grüner Strom Label oder ok-power achten.

13 Mai 2011

Ökostrom kann günstiger sein als die örtliche Grundversorgung

5 Kommentare Nachhaltiger Konsum, Umdenken und Mitmachen

Anlässlich der Atomkatastrophe in Fukushima hat sich in Deutschland eine Debatte über den Atomausstieg entwickelt, die jedoch noch nicht zu einem klaren Entschluss der Bundesregierung geführt hat. Dennoch ist nun ein guter Zeitpunkt für den persönlichen Atomausstieg in Form eines Wechsels zu Ökostrom. Doch viele Wechselwillige scheuen die höheren Kosten. Ist Ökostrom tatsächlich teurer?

Das unabhängige Verbraucherportal toptarif.de hat nun einen Vergleich der Stromanbieter durchgeführt. Dabei wurde ein jährlicher Stromverbrauch einer vierköpfigen Familie in Höhe von 4.000 kWh angenommen und die Stromkosten in den 100 größten deutschen Städten untersucht. Die lokalen Grundversorger und die jeweils drei günstigsten Ökostromanbieter mit den Qualitätssiegeln von Grüner Strom Label, ok-power und TÜV wurden verglichen.

Ökostrom kann günstiger sein als die örtliche Grundversorgung

Preise für Ökostrom im Vergleich in den 100 größten deutschen Städten (Quelle: toptarif.de)

Das Ergebnis ist, dass Kunden der Grundversorger viel sparen können. Nach Aussage der Bundesnetzagentur bezogen im Jahr 2010 ca. 45 Prozent der deutschen Haushalte Strom über die örtliche Grundversorgung. Dafür zahlt die vierköpfige Familie im gesetzlichen Basistarif durchschnittlich 1.023 Euro pro Jahr. Falls sich die Familie für einen Wahltarif des Grundversorgers entschieden hat, zahlt sie jährlich lediglich 946 Euro.

Deutlich günstiger wird es bei einem Wechsel zu Ökostrom mit einem TÜV-Siegel. Die Kosten der jeweils drei günstigsten Anbieter lagen bei durchschnittlich 835 Euro pro Jahr. Also ca. 188 Euro Ersparnis gegenüber dem Basistarif und ca. 111 Euro gegenüber dem Wahltarif der örtlichen Grundversorgung. Wie das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST rausgefunden hat, ist Ökostrom nicht immer ökologisch. Auch toptarif.de weist darauf hin, dass das TÜV-Siegel nicht einem einheitlichen Kriterienkatalog unterliegt und die Mindeststandards sehr moderat sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Anbieter mit dem TÜV-Siegel schmutzigen Strom herstellen.

Die Qualitätssiegel von Grüner Strom Label und ok-power geben wesentlich höhere Anforderungen vor und werden von Experten und Verbraucherschützern häufiger empfohlen. Die jeweils günstigsten Angebote mit einem ok-power Label kosten im Durchschnitt 911 Euro im Jahr. Die Kosten beim Anbieter mit dem Grüner Strom Label belaufen sich auf 987 Euro. So kann man 112 Euro (ok-power) bzw. 36 Euro (Grüner Strom Label) gegenüber dem Basistarif des Grundversorgers sparen. In 78 der 100 untersuchten Städte ist der Ökostrom mit dem ok-power Label auch günstiger, wenn man ihn mit dem Wahltarif des Grundversorgers vergleicht. Bei Strom mit dem Grüner Strom Label jedoch nur in 26 Prozent der Fälle.

Das Fazit ist also, dass Ökostrom durchaus günstiger als die Grundversorgung sein kann. Beim Wechsel tut man also nicht nur etwas für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt und das gute Gewissen.

11 Apr 2011

Deutschland liegt weltweit auf Platz 2 bei Investitionen in erneuerbare Energien

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Deutschland liegt weltweit auf Platz 2 bei Investitionen in erneuerbare Energien

© sprisi / Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Die weltweiten Finanzierung und die Investitionen in saubere Energie erlebten in 2010 ein grosses Wachstum auf 243 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. China, Deutschland, Italien und Indien zählten zu den Ländern, die, laut einer neuen veröffentlichten Studie von The Pew Charitable Trusts, die meisten privaten Investitionen anzogen.

China festigte weiterhin seine Position als weltweites Kraftwerk für saubere Energien. Sein Rekord von 54,4 Milliarden Dollar in 2010 stellt ein Wachstum von 39 Prozent seit 2009 dar. Deutschland belegte unter den G-20 den zweiten Platz (dritter Platz im Vorjahr), nachdem es bei den Investitionen ein Wachstum von 100 Prozent auf 41,2 Milliarden Dollar erlebt hatte.

„Der Sektor der sauberen Energien erlebt als einer der dynamischsten und wettbewerbsfähigsten Sektoren weltweit mit einem Wachstum von 630 Prozent auf dem Gebiet der Finanzierung und der Investitionen seit 2004 einen Aufschwung“, so Phyllis Cuttino, Director von Pew’s Clean Energy Program. „Länder wie China, Deutschland und Indien waren für Finanziers attraktiv, weil sie über nationale Richtlinien verfügen, die die Standards für erneuerbare Energien, die Ziele der Kohlereduzierung und/oder Motivationen für Investitionen und die Produktion unterstützen und eine langfristige Gewissheit für Investoren schaffen.“

Die Vereinigten Staaten, die bis 2008 Spitzenreiter gewesen waren, büssten 2010 mit 34 Milliarden Dollar einen weiteren Platz ein und fielen somit auf den dritten Platz. Das Vereinigte Königreich erlebte den grössten Rückgang unter den G-20-Staaten und fiel vom fünften auf den 13. Platz. Im Bericht wird vermutet, dass Ungewissheiten im Bezug auf die Richtlinien zu den sauberen Energien in diesen Ländern die Investoren dazu bewegen, sich nach anderweitigen Gelegenheiten umzusehen. Weiterlesen