
Fünfzig Jahre nach Gründung des Deutschen Atomforums schrumpfen die Belegschaften von Unternehmen, die weiter auf Atomenergie und fossile Kraftwerke setzen. Dagegen trotzen die Newcomer der Erneuerbaren Energien Branche nicht nur der Wirtschaftskrise: Sie wachsen weiter in rasantem Tempo. Darauf haben die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), die Juwi Holding AG, die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und das Kampagnen-Netzwerk Campact anlässlich eines gemeinsamen Presseauftritts in Berlin hingewiesen und gleichzeitig neue Kampagnen gegen eine Fortsetzung der Atomstromnutzung in Deutschland gestartet. Andernfalls drohe die Gefahr, dass bei der Umsetzung der Energie- und Klimawende entscheidende Zeit und zigtausende von Arbeitsplätzen verloren gehen.
“Die Zukunft ist erneuerbar”, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake und erklärte, dass nur eine konsequente Fortführung der Energiewende in eine nachhaltige Energiezukunft führe. “Wer heute, wie Angela Merkel glaubt, durch Höflichkeitsbesuche bei Jubelfeiern der Atomlobby punkten zu können, verspielt mutwillig die Zukunft”. Auch mit Blick auf die zum Beispiel beim Energieriesen E.on drohenden massiven Arbeitsplatzverluste forderte Baake die Bundeskanzlerin auf, sich “besser da sehen zu lassen, wo Zukunft gestaltet wird, statt weiter für die Stabilisierung risikoreicher und ineffizienter Energiestrukturen aus dem vergangenen Jahrhundert zu werben”. Es sei ein von den Energiekonzernen gern verbreiteter Irrtum zu glauben, das neue und das alte Energiesystem könnten noch lange nebeneinander existieren. Baake: “Das Gegenteil ist richtig. Früher als viele meinen, müssen wir uns entscheiden: Entweder Uran und Kohle oder Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie. Das diktieren uns nicht Interessen oder Ideologie, sondern Klimaschutz und Physik.”

Ohne Strom läuft nichts. Keine Frage, wir brauchen Energie. Doch allen ist klar, dass Kernenergie und die Stromgewinnung mit Kohle nichts mit Nachhaltigkeit zu tun haben. Wie wollen wir in Zukunft unseren Strom gewinnen? Der deutsche Journalist, Filmemacher und Produzent Carl-A. Fechner versucht mit seinem Dokumentarfilm 
Notopia bei Twitter