Schlagwort: Atom Energie

23 Jul 2011

Was man bei der Auswahl eines Ökostrom-Tarifs beachten sollte

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Noch nie war die Nachfrage nach Ökostrom so groß wie heute. Durch die Ereignisse in Japan und die Diskussion um die Strompolitik in Deutschland ist es zu einem Umdenken in deutschen Haushalten gekommen. Sparen ist zwar ein häufiges Motiv für den Wechsel des Stromanbieters – insbesondere wenn man den oftmals überteuerten Grundversorgungstarif bezieht. Aber neben dem Willen zum Sparen scheint es ein immer größeres Umweltbewusstsein zu geben. Immer mehr Haushalte wollen zu einem Ökostromanbieter wechseln, immer mehr Haushalte wollen echten Ökostrom.

Als Ökostrom wird allgemeinhin Strom aus regenerativen Energiequellen bezeichnet. Dazu gehören zum Beispiel Solarenergie, Wind- aber auch Wasserenergie. Jeder Verbraucher, der sich für einen Ökostromtarif entscheidet, möchte also bewusst auf Atomstrom und Energie aus fossilen Brennstoffen verzichten. Dumm nur, dass nicht jeder Ökostromtarif hält, was er auf den ersten Blick verspricht. Der Begriff „Ökostrom“ ist in Deutschland nicht geschützt. Bei manchen Stromanbietern gehen die Ökostromtarife zu Lasten des restlichen Energiemixes, der dann weniger Strom aus regenerativen Quellen enthält.

Wie aber erkennen Verbraucher echten Ökostrom? Echter Ökostrom kann insbesondere durch die folgenden beiden Möglichkeiten schnell und sicher erkannt werden:

1. Verbraucher erhalten Sicherheit, indem sie einen Ökostromanbieter wählen, der sich ausschließlich auf die Lieferung von echtem Ökostrom spezialisiert hat. Zu den Anbietern von echtem Ökostrom gehören Lichtblick, EWS, Naturstrom und Greenpeace Energy. Diese Anbieter bieten schon seit Langem nur echten Ökostrom an und sind für ihre herausragende Qualität bekannt.

2. Um den Verbrauchern beim Ökostrom-Kauf mehr Sicherheit zu bieten, haben einige Umweltvereine vertrauensvolle Ökostrom-Zertifikate ins Leben gerufen. Besonders vertrauensvoll sind das OK Power Label und das Grüner Strom Label. Die Ökostrom Zertifikate nehmen die Stromtarife unter die Lupe und zertifizieren dem jeweiligen Tarif den „echten Ökostrom“. Für Verbraucher ist wichtig zu wissen, dass hier jeweils der Tarif – nicht aber die gesamte Angebotspallette eines Stromanbieters zertifiziert wird.

28 Mai 2011

Die zehn günstigsten Ökostrom-Tarife

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Vor zwei Wochen habe ich bereits über Ökostrom geschrieben. Es ging darum, welche Unterschiede es zwischen den Qualitätssiegeln Grüner Strom Label, ok-power und TÜV gibt und dass Ökostrom günstiger sein kann als die örtliche Grundversorgung. Heute geht es darum, welche Anbieter und Tarife die Anforderungen der Qualitätssiegel erfüllen und gleichzeitig am günstigsten sind.

Das Online-Portal Verivox hat alle Ökostrom-Tarife verglichen, die bundesweit verfügbar sind. Das bedeutet, dass mindestens 35 Mio. Haushalte sie beziehen können. Kleine regionale Anbieter fallen also raus. Voraussetzung war auch, dass die Anforderungen der Qualitätssiegel Grüner Strom Label oder ok-power erfüllt werden. Die beiden Siegel sind wesentlich strenger als das TÜV-Siegel und werden von Experten und Verbraucherschützern häufiger empfohlen. Bei dem Stromvergleich wurde von einem jährlichen Verbrauch von 4000 kWh ausgegangen.

Die zehn günstigsten Ökostrom-Tarife

Quelle: Verivox GmbH

Die Stadtwerke Flensburg bieten den günstigsten Tarif (897 Euro pro Jahr) an. Darauf folgen 123energie der Pfalzwerke (905 Euro) und Vattenfall (911 Euro). Herkömmlicher Strom kostet laut Verivox durchschnittlich 984 Euro pro Jahr. 8 von 10 untersuchten Ökostrom-Tarifen sind also günstiger als der Durchschnittstarif mit schmutzigem Strom.

Auch Verivox weist darauf hin, dass Ökostrom nicht immer ökologisch ist. Manche Stromkonzerne, die alle Arten der Energieerzeugung im Portfolio haben, bieten zwar Ökostrom-Tarife an. Diese gehen aber oftmals zu Lasten des restlichen Energiemixes, der dann weniger Strom aus regenerativen Quellen enthält. Deshalb sollte man als Verbraucher beim Wechsel zu einem Ökostrom-Tarif auf die Qualitätssiegel Grüner Strom Label oder ok-power achten.

13 Mai 2011

Ökostrom kann günstiger sein als die örtliche Grundversorgung

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Anlässlich der Atomkatastrophe in Fukushima hat sich in Deutschland eine Debatte über den Atomausstieg entwickelt, die jedoch noch nicht zu einem klaren Entschluss der Bundesregierung geführt hat. Dennoch ist nun ein guter Zeitpunkt für den persönlichen Atomausstieg in Form eines Wechsels zu Ökostrom. Doch viele Wechselwillige scheuen die höheren Kosten. Ist Ökostrom tatsächlich teurer?

Das unabhängige Verbraucherportal toptarif.de hat nun einen Vergleich der Stromanbieter durchgeführt. Dabei wurde ein jährlicher Stromverbrauch einer vierköpfigen Familie in Höhe von 4.000 kWh angenommen und die Stromkosten in den 100 größten deutschen Städten untersucht. Die lokalen Grundversorger und die jeweils drei günstigsten Ökostromanbieter mit den Qualitätssiegeln von Grüner Strom Label, ok-power und TÜV wurden verglichen.

Ökostrom kann günstiger sein als die örtliche Grundversorgung

Preise für Ökostrom im Vergleich in den 100 größten deutschen Städten (Quelle: toptarif.de)

Das Ergebnis ist, dass Kunden der Grundversorger viel sparen können. Nach Aussage der Bundesnetzagentur bezogen im Jahr 2010 ca. 45 Prozent der deutschen Haushalte Strom über die örtliche Grundversorgung. Dafür zahlt die vierköpfige Familie im gesetzlichen Basistarif durchschnittlich 1.023 Euro pro Jahr. Falls sich die Familie für einen Wahltarif des Grundversorgers entschieden hat, zahlt sie jährlich lediglich 946 Euro.

Deutlich günstiger wird es bei einem Wechsel zu Ökostrom mit einem TÜV-Siegel. Die Kosten der jeweils drei günstigsten Anbieter lagen bei durchschnittlich 835 Euro pro Jahr. Also ca. 188 Euro Ersparnis gegenüber dem Basistarif und ca. 111 Euro gegenüber dem Wahltarif der örtlichen Grundversorgung. Wie das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST rausgefunden hat, ist Ökostrom nicht immer ökologisch. Auch toptarif.de weist darauf hin, dass das TÜV-Siegel nicht einem einheitlichen Kriterienkatalog unterliegt und die Mindeststandards sehr moderat sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Anbieter mit dem TÜV-Siegel schmutzigen Strom herstellen.

Die Qualitätssiegel von Grüner Strom Label und ok-power geben wesentlich höhere Anforderungen vor und werden von Experten und Verbraucherschützern häufiger empfohlen. Die jeweils günstigsten Angebote mit einem ok-power Label kosten im Durchschnitt 911 Euro im Jahr. Die Kosten beim Anbieter mit dem Grüner Strom Label belaufen sich auf 987 Euro. So kann man 112 Euro (ok-power) bzw. 36 Euro (Grüner Strom Label) gegenüber dem Basistarif des Grundversorgers sparen. In 78 der 100 untersuchten Städte ist der Ökostrom mit dem ok-power Label auch günstiger, wenn man ihn mit dem Wahltarif des Grundversorgers vergleicht. Bei Strom mit dem Grüner Strom Label jedoch nur in 26 Prozent der Fälle.

Das Fazit ist also, dass Ökostrom durchaus günstiger als die Grundversorgung sein kann. Beim Wechsel tut man also nicht nur etwas für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt und das gute Gewissen.

07 Apr 2011

Greenpeace hält Atomausstieg bis 2015 für realistisch

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Bis 2015 kann Deutschland aus der Atomkraft aussteigen, ohne dass dadurch negative Folgen für die Sicherheit der Stromversorgung, den Klimaschutz oder die Energiekosten entstehen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Berechnung von Greenpeace, die die unabhängige Umweltschutzorganisation auf Basis aktueller Kraftwerksplanungen vorgenommen hat.

Greenpeace hält Atomausstieg bis 2015 für realistisch

Demnach können die sieben ältesten AKW und der Pannenmeiler Krümmel abgeschaltet bleiben. Auch das in einem Erdbebengebiet liegende AKW Neckarwestheim 2 kann bereits 2011 dauerhaft stillgelegt werden. In den Jahren 2012 bis 2015 können jedes Jahr zwei weitere Reaktoren vom Netz gehen, so dass 2015 das letzte AKW abgeschaltet werden würde. Das ist möglich, weil im bestehenden Kraftwerkspark Überkapazitäten bestehen und außerdem bereits 51 neue Kraftwerke in Bau und Planung sind, darunter fast 20 Erdgaskraftwerke und 10 Windparks auf dem Meer.

„Wenn Regierung und Opposition jetzt einen schnellstmöglichen Atomausstieg fordern, dann müssen sie sich auch am Machbaren orientieren. Und das ist eben 2015, wie unsere Berechnungen belegen, und nicht 2017, 2020 oder später“, sagt Andree Böhling, Energie-Experte bei Greenpeace. „Alles andere wäre ein fauler Kompromiss, bei dem die Interessen der AKW-Betreiber über das Sicherheitsbedürfnis der Bürger gestellt würden.“

Für die 17 deutschen Atomkraftwerke müssen Kraftwerkskapazitäten von 21.000 Megawatt ersetzt werden. In jahres- und kraftwerksgenauen Berechnungen legt Greenpeace dar, dass und wie dies in jedem Jahr und zu jeder Zeit ohne zusätzliche Stromimporte gewährleistet werden kann. Selbst in Zeiten mit extrem hoher Stromnachfrage in denen aber gerade kaum Strom aus Wind- und Sonnenenergie zur Verfügung steht, ist die Versorgung immer gesichert.

Der zu ersetzende Strom kommt dabei überwiegend aus geplanten und sich schon im Bau befindlichen Gaskraftwerken, Windstrom- und Solaranlagen. Dabei basieren die Greenpeace-Berechnungen auf aktuellen Zahlen zum Neubau von Kraftwerken des Bundesverband der Energiewirtschaft. Für die Jahre 2011 und 2012 gehen auch vier Kohlekraftwerke ans Netz, die sich bereits im Bau befinden. Allerdings werden laut Greenpeace-Berechnungen weit weniger Kohlekraftwerke benötigt, als zur Zeit gebaut werden. Ab 2013 und verstärkt ab 2016 können dann durch weitere Kraftwerkszubauten alte Kohlekraftwerke vorzeitig abgeschaltet werden, was für den Klimaschutz notwendig ist.

„Eine Laufzeitverkürzung von Atomkraftwerken kann den Klimaschutz befördern, wenn dadurch Investitionen in Erneuerbare, in Effizienz und in neue Gaskraftwerke wie Kraft-Wärme-Kopplung ausgelöst werden“, so Böhling. „Zusätzliche Kohlekraftkraftwerke werden nicht gebraucht und würden das Klimaproblem verschärfen.“

01 Apr 2011

Politbarometer: Die Grünen legen zu, viele Deutsche glauben jedoch nicht an einen schnellen Atomausstieg

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Nach den beiden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, bei denen die Grünen große Gewinne erzielen konnten, legt die Partei auch bundesweit stark zu. In der Politbarometer-Projektion, die Parteibindungen und koalitionstaktische Überlegungen berücksichtigt, verbesserten sich die Grünen auf 19 Prozent (plus 4). Verluste verzeichneten dagegen CDU/CSU mit 34 Prozent (minus 2), SPD mit 28 Prozent (minus 1) sowie die Linke mit 8 Prozent (minus 1). Die FDP käme unverändert auf 5 Prozent, die sonstigen Parteien zusammen erneut auf 6 Prozent.

Bei der Bewertung verschiedener Koalitionsmodelle erhält ein rot-grünes Bündnis die größte Zustimmung: Wenn es im Bund zu einer Koalition aus SPD und Grünen käme, fänden das 48 Prozent der Befragten gut (schlecht: 36 Prozent, egal: 13 Prozent), eine Regierung aus CDU/CSU und SPD beurteilten 46 Prozent als gut (schlecht: 32 Prozent, egal: 19 Prozent) und eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen 34 Prozent (schlecht: 44 Prozent, egal: 18 Prozent). Eine Wiederauflage von Schwarz-Gelb fände lediglich die Unterstützung von 20 Prozent, 59 Prozent lehnten sie ab (egal: 18 Prozent).

In Baden-Württemberg können die Grünen jetzt erstmals in einem Bundesland den Ministerpräsidenten stellen. Eine Mehrheit von 56 Prozent begrüßt das, 25 Prozent finden dies nicht gut, und 17 Prozent ist es egal. Die geringste Zustimmung erfährt ein grüner Regierungschef von den Anhängern der CDU/CSU (30 Prozent) und der FDP (34 Prozent), während sich rund zwei Drittel der Anhänger von SPD (68 Prozent) und Linke (62 Prozent) sowie erwartungsgemäß fast alle Grünen-Anhänger (95 Prozent) positiv äußern.

Die FDP musste bei allen Landtagswahlen im März deutliche Verluste hinnehmen und ist zwei Mal an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Der Parteivorsitzende Guido Westerwelle hat für 69 Prozent der Befragten daran sehr große (25 Prozent) oder große (44 Prozent) Schuld, nur 26 Prozent weisen ihm nicht so große (22 Prozent) oder keine Schuld (4 Prozent) zu. Auf dem Bundesparteitag der FDP im Mai wird der Vorstand neu gewählt, die meisten Befragten (55 Prozent) glauben nicht, dass Guido Westerwelle danach noch Vorsitzender der FDP sein wird, 36 Prozent glauben, er bleibe im Amt. Kritisch wird aber nicht nur der Vorsitzende gesehen, sondern auch die Glaubwürdigkeit seiner Partei. So halten nur 15 Prozent die Politik der FDP eher für glaubwürdig, 79 Prozent aber für nicht glaubwürdig. Am besten schneiden in punkto Glaubwürdigkeit die Grünen mit 62 Prozent ab (nicht glaubwürdig: 33 Prozent), die Politik der SPD ist für 45 Prozent eher glaubwürdig, für 49 Prozent ist sie es nicht. Bei allen anderen Parteien sind die Skeptiker deutlich in der Überzahl: Die Politik der CSU bezeichnen 37 Prozent als eher glaubwürdig (nicht: 54 Prozent), die der CDU 35 Prozent (nicht: 60 Prozent) und die der Linken nur 22 Prozent (nicht: 71 Prozent).

Nach der Reaktorkatastrophe in Japan plädieren 55 Prozent für einen möglichst schnellen Ausstieg aus der Atomenergie (9 Prozent für Laufzeitverlängerung bis 2035; 34 Prozent für ursprünglich geplanten Ausstieg bis 2021). Die sieben ältesten Atomkraftwerke hat die Bundesregierung nun vorübergehend stillgelegt und eine Sicherheitsüberprüfung angeordnet. Nur 39 Prozent glauben, dass diese Meiler nach Ende des Moratoriums endgültig vom Netz gehen werden, mit 55 Prozent bezweifelt das aber die Mehrheit der Befragten. Insgesamt erwarten 50 Prozent, dass die Bundesregierung deutlich schneller als geplant aus der Atomkraft aussteigen wird, 45 Prozent halten das nicht für realistisch.


Die Umfragen zum Politbarometer wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 29. bis 31. März 2011 bei 1283 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 33 Prozent, SPD: 30 Prozent, FDP: 3 Prozent, Linke: 6 Prozent, Grüne: 23 Prozent.

30 Mrz 2011

Einfache Stromspartipps, die unseren Komfort nicht einschränken

2 Kommentare Umdenken und Mitmachen, Umwelt und Klima

Anlässlich der Earth Hour am 26. März 2011 haben Menschen auf der ganzen Welt um 20:30 Uhr ihr Licht für eine Stunde ausgeschaltet. Der WWF hatte zu dieser Aktion aufgerufen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen für die Themen Umweltschutz und Strom sparen. Unter diesem Gesichtspunkt war die Aktion wohl ein Erfolg. Nach Angaben des Initiators haben mehrere hundert Millionen Menschen in 134 Ländern teilgenommen.

Insgesamt ist die Earth Hour wohl eher als PR-Aktion zu verstehen, statt als Versuch zum tatsächlichen Stromsparen. Denn es soll ja nicht darum gehen, nur eine Stunde Strom zu sparen, sondern dauerhaft den Energiebedarf zu senken. Was kann nun jeder einzelne tun? Auf den Webseiten von FlexStrom habe ich einige Stromspartipps gefunden, die ohne großen Aufwand umsetzbar sind und außerdem unseren Komfort nicht einschränken.

Elektrische Geräte

EnergieeffizienzklassenIn Privathaushalten wird ein Großteil des Stroms (ca. 80%) von elektrischen Geräten verbraucht. Viele Geräte haben einen Stand-by-Modus. Doch auch im Stand-by verbrauchen sie Strom und sollten deshalb komplett ausgeschaltet werden. Das betrifft beispielsweise Fernseher, DVD-Player, Stereoanlagen, Computer-Monitore, Drucker oder Kopierer. Am besten schließt man mehrere Geräte an eine Mehrfachsteckdose mit Ein-/Aus-Schalter an und schaltet diesen aus, wenn man die Geräte nicht nutzt oder den Raum verlässt.

Während des Betriebs verbrauchen vor allem Kühl- und Gefrierschränke, Öfen und Herde sowie Geschirrspüler besonders viel Energie. In der Küche lässt sich einiges sparen, wenn man neue Geräte kauft und alte Stromfresser ersetzt. Dabei sollte man auf eine Energieeffizienzklasse (Definition) mit niedrigem Verbrauch achten. Weiterlesen

21 Mrz 2011

Atomkatastrophe in Japan: Wie kann der Atomausstieg in Deutschland gelingen?

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Atomkatastrophe in Japan

Die Welt ist entsetzt über die Atomkatastrophe in Japan. Nach diesem Desaster muss und wird sich auch in der Energiepolitik in Deutschland Wesentliches verändern. Die Bundesregierung hat zunächst mit einem so genannten Moratorium für die erst im vergangenen Herbst beschlossene Laufzeitverlängerung reagiert. In einem ersten Schritt sind sieben Reaktoren sofort vom Netz genommen worden. Die Bundeskanzlerin hat in ihrer Regierungserklärung am 17. März 2011 ausgeführt, dass die Regierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien nun beschleunigen will, um den Umstieg auf eine nachhaltige Energieversorgung schneller zu ermöglichen.

Doch wie kann der Umstieg gelingen? Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) präsentiert nun konkrete Vorschläge, wie man die Energieversorgung hierzulande schneller auf Erneuerbare Energien umzustellen könnte.

„Wir schlagen mit unserem Aktionsprogramm eine Reihe von Maßnahmen vor, die für den Gesetzgeber schnell und einfach umzusetzen sind und dem Ausbau der Erneuerbaren deutliche Impulse auf allen Ebenen geben. Bis zum Jahr 2020 können die Erneuerbaren Energien den Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland bereits vollständig kompensieren. Wir sind jedoch einer Meinung mit weiten Teilen der Bundesregierung und der Bevölkerung, dass es sinnvoller und möglich ist, die Nutzung der folgenschweren Hochrisikotechnologie Atomkraft noch schneller zu beenden“, erklärt BEE-Präsident Dietmar Schütz.

Als erste Maßnahme auf dem Weg dorthin sei ein Erneuerbare-Energien-Ausbaubeschleunigungsgesetz notwendig – ein Artikelgesetz, das alle relevanten Regelwerke auf den Prüfstand stellt. „Nicht nur in die originären EE-Gesetze wie Erneuerbare-Energien-Gesetz oder Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz, sondern beispielsweise auch in Energiewirtschaftsgesetz, Raumordnungsgesetz, Naturschutzgesetz und Wasserhaushaltsgesetz muss das Ziel des Umstiegs auf Erneuerbare Energien aufgenommen werden“, so Schütz. Weiterlesen