Schlagwort: Bio

21 Apr 2011

So kann man Ostereier natürlich färben

Keine Kommentare Gesundheit und Ernährung
Ostereier

Quelle: www.yaacool-bio.de

Ostern ohne Eierfärben? Undenkbar! Wer bei der beliebten Tradition auf Nachhaltigkeit achten möchte, bedient sich am Besten der natürlichen Farbpalette der Pflanzenwelt. Dass sich Zwiebelschalen zum Eierfärben super eignen, wissen wir alle bereits. Aber wusstet ihr, dass man auch mit Birkenblättern, Johanniskraut, Heidelbeeren Preiselbeersaft, Brennesseln oder dem Saft roter Beete kunterbunte Ostereier kreieren kann? Neben der Farbauswahl solltet ihr für den ultimativ-nachhaltigen Oster-Effekt Eier aus kontrolliert biologischem Anbau zum Einfärben verwenden. Detaillierte Tipps zum ökologischen Bemalen von Ostereiern findet ihr auf dem Infoblatt „Ostereier – Bio und natürlich gefärbt!“ vom Service der Umweltberatung. Wir wünschen euch frohe Ostern!

20 Apr 2011

Bioland setzt sich seit 40 Jahren für gesunde Lebensmittel ein

Keine Kommentare Gesundheit und Ernährung, Nachhaltiger Konsum

BiolandAm Schloss Lichtenstein in Honau bei Reutlingen gründeten am 25. April 1971 zwölf engagierte Bäuerinnen und Bauern den „bio-gemüse e.V.“. Aus dieser kleinen Gruppe von Pionieren für den organisch-biologischen Landbau im Südwesten entwickelte sich im Laufe der Jahre der Bioland-Verband, der größte Öko-Anbauverband in Deutschland.

Der schweizerische Agrarpolitiker Dr. Hans Müller, seine Frau Maria und der deutsche Arzt Dr. Hans Peter Rusch hatten bereits in den 1940er und 1950er Jahren die Grundlagen des organisch-biologischen Landbaus erarbeitet und in der Bauernheimatschule auf dem Möschberg in der Schweiz die Keimzelle für die neue Landbaubewegung im deutschsprachigen Raum geschaffen. Zu den Treffen und Vorträgen kamen interessierte Bäuerinnen und Bauern aus ganz Deutschland. Der Sitz der ersten Geschäftsstelle war in Sulzburg-Laufen südlich von Freiburg. 1978 wurde der Name „Bioland“ als Warenzeichen eingetragen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der größte Öko-Anbauverband in Deutschland. Bundesweit arbeiten rund 5.500 Biobauern und über 900 Lebensmittel-Hersteller wie Bäckereien, Metzgereien, Molkereien, Brauereien, Mühlen und Restaurants nach den Bioland-Richtlinien. Der Sitz von Bioland ist seit 1998 Mainz.

Bioland steht bis heute für eine transparente Herkunft und eine enge Vernetzung von Erzeugung, Verarbeitung, Handel und einem werteorientierten Konsum. Dabei versteht sich Bioland als Wertegemeinschaft engagierter Menschen mit der Vision einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zum Wohle der Biosphäre und kommender Generationen. „Der Biolandbau ist die Landwirtschaft der Zukunft. Bioland stellt sich den gesellschaftlichen Herausforderungen im Klimaschutz, Boden- und Wasserschutz, Tierschutz und dem Erhalt der Artenvielfalt“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland. An diesem Anspruch orientieren sich die konkreten Aufgaben, die in bundesweit 200 Bioland-Regional- und Fachgruppen, mit der Bioland-Beratung, in Forschungskooperationen und in der politischen Arbeit in den Bundesländern, Berlin und Brüssel bearbeitet werden. Der Bioland Verband setzt sich in der politischen und gesellschaftlichen Debatte für eine Ausweitung des Biolandbaus ein.

Der Grundgedanke, gesunde und hochwertige Lebensmittel im Einklang mit der Natur zu produzieren, ist heute aktueller den je. Das Ziel von Bioland ist es, in enger Partnerschaft mit bäuerlichen Erzeugern, Herstellern und dem Naturkostfachhandel, die hohen Erwartungen an die Qualität von Biolebensmitteln mit einem hohen Bewusstsein für die regionale Herkunft, die Belange der Umwelt und des Tierschutzes zu verbinden. Viele Bioland-Betriebe pflegen in der Direktvermarktung und bei vielfältigen öffentlichen Veranstaltungen den täglichen Dialog mit Menschen, sei es in Hofläden, am Marktstand oder über einen Lieferservice.

09 Apr 2011

Skurriles aus aller Welt: Essbare Bio-Schuhcreme

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Essbare Bio-Schuhcreme Die POZU Kokosnuss-Creme ist ein wahres Bio-Wundermittel! Sie bringt nicht nur Eure Schuhe zum Glänzen, sondern hat noch einige weitere Vorzüge: Ihr könnt sie als Lippenbalsam verwenden, als Haar-Conditioner benutzen und sogar auf’s Brot schmieren! Pfui? Ganz und gar nicht! Denn die essbare Schuhcreme besteht lediglich aus ökologischem Kokosfett und wird mit keinerlei schädlichen Zusatzstoffen versehen. Öko-Genuss pur! Erhältlich ist das Universal-Kokosbalsam unter anderem im Bio-Onlineshop www.dhusg.de.

23 Mrz 2011

Es gibt noch viel zu tun für Biomarken im Lebensmittelhandel und Drogerie

2 Kommentare Nachhaltiger Konsum

Der Umsatz von Biomarken im Lebensmittelhandel und Drogerie ist in den letzten Jahren rasant angestiegen. Immer mehr Produkte und Marken werden angeboten. In einer etwas älteren  Studie von „wertmarke hamburg“ aus dem Jahr 2007 wird von einer „Markenflut“ gesprochen. Es wurde untersucht, wie Biomarken von Kunden wahrgenommen werden. Folgende Kerngruppen wurden dabei identifiziert:

  • Bio-Pioniere: Oft mangelt es diesen Marken an Profil und Homogenität. Ihre Aussage ist oftmals ohne eindeutige Botschaft, das Erscheinungsbild mitunter altbacken. Die Unternehmen können viel, verkaufen sich jedoch unter Wert.
  • Biomarken: Hier ist eine klare Positionierung vorhanden, was vom Wettbewerb differenziert. Das Design ist sehr homogen. Diese Marken haben gute Chancen im Lebensmittelhandel und Drogerie.
  • Die breite Masse: Es mangelt an eindeutigen Strategien, Positionierungen und Designkonzepten. Wohlklingende Namen werden gewählt. Überfrachteten Verpackungen fehlt es an Wiedererkennungs- und Alleinstellungsmerkmalen.
  • Mainstream-Marken: Sie ähneln den Massenprodukten aus dem Einzelhandel oder Discountern. Ergänzt wird lediglich ein Bio-Siegel, das Glaubwürdigkeit erzeugen soll. Oftmals erscheinen die Produkte zu sauber, geleckt und glatt, so dass sie einfach mit den Massenprodukten verwechselt werden.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es nur wenige Unternehmen geschafft haben, sich als eigenständige Biomarke zu positionieren. Sie kämpfen in einer hohen Wettbewerbssituation, verwenden austauschbare Designs und beliebige Botschaften.

Trifft dies heute immer noch zu?

Ich habe mir mal den Shop von AllesAnna.de angeschaut. Nach eigener Aussage handelt es sich um die größte Drogerie im Netz. In der Kategorie Bio Drogerie sind 1.530 Produkte zu finden. Eine große Auswahl und folglich großer Wettbewerb ist also gegeben. Es fallen einige bekannte Marken wie z.B. Weleda auf. Garnier schickt eine Zweitmarke namens „Garnier Naturkosmetik“ ins Rennen. Es ist jedoch festzustellen, dass die meisten Marken relativ unbekannt sind. Viele tragen das „Bio“ im Namen, beispielsweise Bioturm, Verival Bio, pro-bijo, Lebenswert Bio oder Neobio. Andere nutzen recht blumige Phantasienamen wir Zwergenwiese, Lebensbaum oder Herbaria. Eine stichprobenartige Betrachtung der Produktdesigns ergibt, dass Grüntöne und Erdfarben dominieren. Ansonsten sind wenige Unterschiede zu Nicht-Bioprodukten auszumachen.

Meine Kurzbetrachtung kommt zum selben Ergebnis wie die Studie von „wertmarke hamburg“. Die Differenzierung der Biomarken ist gering. Es werden keine neuen Wege eingeschlagen. An prägnanten Markenprofilen mangelt es. Ein „Bio“ im Markennamen eines Drogerie Produktes, ein grünes Logo oder erdfarbene Verpackung reichen nicht, um beim Kunden einen nachhaltigen Eindruck zu erzeugen. Wichtiger sind Themen wie Glaubwürdigkeit, nachhaltiges Handeln und Produktherkunft. Es gibt also noch viel zu tun für die Hersteller von Bioprodukten im Lebensmittelhandel und Drogerie!

17 Feb 2011

Trotz Dioxin-Skandal scheinen Bio-Lebensmittel nicht auf dem Vormarsch zu sein

1 Kommentar Gesundheit und Ernährung, Nachhaltiger Konsum

In einem Fernsehbeitrag gab es neulich einen interessanten Test. Vor einem Supermarkt wurde ein Verkaufsstand aufgebaut, an dem es Schweineschnitzel und Eier zu kaufen gab. Beides spottbillig. Denn auf einem Schild wurde darauf aufmerksam gemacht, dass es sich um Produkte handelt, die mit Dioxin belastet sind – knapp unterhalb der vorgeschriebenen Grenzwerte. Das Fernsehteam ging davon aus, dass sich nur wenige Menschen zum Kauf entschließen würden. Ein Irrtum! Schnitzel und Eier fanden reißenden Absatz.

Dioxin-Skandal

© wrw / pixelio.de

Es ist nicht verwunderlich, dass die Menschen gerade beim Fleisch so sehr auf den Preis achten, denn nie zuvor kam es so häufig auf den Tisch wie heute. In Zahlen ausgedrückt stieg der Pro-Kopf-Verbrauch seit 1950 von 26 Kilo auf 60 Kilo im Jahr an. Woher die Tiere im Kochtopf oder auf dem Grill kommen? Sicherlich nicht von grünen Wiesen! Ohne Massentierhaltung, Billigfutter und dem erlaubten Griff in den Arzneimittelschrank wären diese Fleischmengen von den landwirtschaftlichen Betrieben nicht zu diesen Preisen lieferbar.

Ähnlich ist es bei Obst und Gemüse. Wer noch selbst in seinem Garten anbaut, der weiß, dass Krankheiten, Hitze oder viel Regen schnell die Ernte zunichte machen können. Weniger Produktion unter erschwerten Bedingungen bedeutet für den Erzeuger deshalb immer einen höheren Preis. Doch den wollen die wenigsten Verbraucher bezahlen. Die Gründe dafür sind ganz verschieden. In jedem Fall dürfte für einen nicht unwesentlichen Teil der Bevölkerung Bio einfach zu teuer sein. Sie greifen bei billiger Ware zu, weil sie sich und ihre Familie sonst nicht satt bekommen würden. Wer mit einem niedrigen bis mittleren Einkommen eine Familie ernähren soll, der muss bei den Lebensmitteln genau kalkulieren. Äpfel, Bananen oder Paprika in Bioqualität kosten etwa ein Drittel mehr als konventionell produzierte Ware. Für Fleisch und Wurst mit dem Öko-Siegel muss man häufig sogar das Doppelte investieren. Bei einer vierköpfigen Familie summiert sich ein ausgewogenes Mittagessen dann schnell auf einen üppigen Betrag. Für Hartz IV-Empfänger ist Bio-Qualität im Tagessatz von 4,28 Euro erst gar nicht vorgesehen. Deshalb wird gekauft, was im Discounter gerade günstig angeboten wird. Dass sich viele gerne nachhaltiger ernähren würden, zeigt eine Umfrage der „Apotheken Umschau“. Dort gaben kürzlich 35,9 Prozent der befragten Deutschen an, dass sie zwar gerne zu Bioprodukten greifen würden, sie sich diese aber nicht leisten können. Das zeigt sich auch immer wieder in Versuchen der Industrie, ökologisch hochwertige Lebensmittel stärker auf dem Markt zu platzieren. So scheiterte der Geflügelproduzent Wiesenhof damit, ein schonender aufgezogenes „Weidehähnchen“ gewinnbringend abzusetzen. Für den Versuch wurde das Unternehmen zwar mit Anerkennung bedacht, dennoch griffen die Verbraucher weiterhin zur günstigeren Standardware.

Soll sich Bio in Deutschland durchsetzen, dann braucht es auf allen Seiten mehr guten Willen. Der Staat muss Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft bevorzugt fördern. Bio-Lebensmittel dürfen nicht zwangsläufig im Hochpreissektor angesiedelt werden. Was günstig produziert werden kann, sollte auch günstig angeboten werden. Und zuletzt muss auch der Verbraucher lernen, dass er lieber weniger Fleisch isst, dafür aber von glücklichen Tieren aus Ställen der Region.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung

10 Feb 2011

Serie über Social Entrepreneurs: Die Regionalwert AG unterstützt nachhaltige Landwirtschaft

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Social Entrepreneurs“ sind die neuen Helden der globalen Zivilgesellschaft. Sie wollen mehr erreichen als nur Wachstum und Gewinn, sie wollen die Welt besser machen. Und sie engagieren sich dort, wo der Staat Hilfen kürzt oder Unternehmen keine Gewinne erwarten. In dieser Serie stelle ich einige Social Entrepreneurs aus dem Ashoka Fellowship-Programm vor.

In Deutschland hat die Landwirtschaft zu einem großen Teil ihren regionalen Bezug verloren. Fehlende Hofnachfolgekonzepte, aufgegebene lokale Wirtschaftsstrukturen und keine Finanzierungsmöglichkeiten für Investitionen sind nur einige Beispiele der zahlreichen Probleme lokaler, nachhaltiger Kleinbetriebe. Mit der Regionalwert AG hat Christian Hiß ein Finanzierungsmodell speziell für Bürger und andere Kleininvestoren geschaffen. Die Aktionäre bringen wirtschaftlich stärkere Branchen der Wertschöpfungskette mit schwächeren, aber sozial und ökologisch wichtigen Bereichen zusammen. Dadurch wird dringend benötigtes Kapital mobilisiert.


Autorin: Sandra Klein. Der Artikel ist aus „MUM – Markt & Medien“ (Ausgabe Mai 2010). Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der ÖKO-TEST Verlag GmbH.

Hier findest Du weitere Beispiele für Social Entrepreneurs…

12 Dez 2010

Das Ökobarometer 2010 zeigt, warum Biolebensmittel gekauft werden

2 Kommentare Gesundheit und Ernährung, Nachhaltiger Konsum

Ökobarometer 2010

Das Wissen um die Vorteile von Ökoprodukten für den Tier- und Umweltschutz sowie das eigene Wohlbefinden wird unter deutschen Biokäufern immer größer. Dies ist das Kernergebnis des Ökobarometers 2010, das das Marktforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) erstellt hat. Für die regelmäßige repräsentative Studie wurden Anfang November 2010 rund 1.000 Bundesbürger ab 14 Jahren zu ihrem Konsumverhalten bei Biolebensmitteln befragt.

Top-Gründe für den Kauf von Ökowaren sind die artgerechte Tierhaltung (90 Prozent), eine möglichst geringe Schadstoffbelastung (89 Prozent) sowie die regionale Herkunft der Produkte (86 Prozent, Mehrfachnennungen möglich). „Die im Vergleich zu den Vorgängerbefragungen steigenden Werte legen den Schluss nahe: Für deutsche Biokäufer gilt – einmal Bio, immer Bio“, erklärt Elmar Seck von der Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Auch die Einhaltung hoher Sozialstandards wird deutschen Biokonsumenten immer wichtiger. Knapp die Hälfte (49 Prozent) aller im Rahmen des Ökobarometers befragten Biokäufer gab an, dass Prinzipien wie die gerechte Entlohnung von Erzeugern oder faire Arbeitsbedingungen ihre Kaufentscheidung für Bioprodukte positiv beeinflussen. Dies entspricht einem Anstieg von 11 Prozent gegenüber der letzten Ökobarometer-Umfrage im Jahr 2008. „In dieser Steigerung spiegelt sich offenbar ein gesamtgesellschaftlicher Trend wider. Die Konsumenten scheinen sich stärker für die Erzeugungs- und Verarbeitungsgeschichte, die hinter einem Produkt steckt, zu interessieren. Die Biobranche mit ihren fairen und transparenten Strukturen kann da natürlich punkten“, so Elmar Seck.

Beim Außer-Haus-Verzehr spielen Biolebensmittel in den Augen der Umfrage-Teilnehmer keine große Rolle. Der überwiegenden Mehrheit (88 Prozent) ist es allerdings sehr wichtig oder wichtig, dass in Kindertagesstätten und Kindergärten ein ausreichendes Angebot an Biokost bereitgestellt wird. Ein weiteres Ergebnis: Das am 1. Juli 2010 eingeführte EU-Bio-Logo ist 70 Prozent der deutschen Biokäufer noch nicht bekannt. Auch in puncto Vertrauen steht das in allen Ländern der Europäischen Union geltende neue Gemeinschaftslogo hinter dem deutschen Bio-Siegel zurück. 48 Prozent aller Befragten schätzen den Standard von Produkten mit EU-Bio-Logo in Bezug auf Anbauweise und Verarbeitung im Vergleich zum deutschen Bio-Siegel als niedriger ein.