Schlagwort: Bio

07 Dez 2010

Ein Selbstversuch zum Klimaschutz in den eigenen vier Wänden

2 Kommentare Nachhaltiger Konsum, Umdenken und Mitmachen, Umwelt und Klima

Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch.

Anke Stöppel schrieb im Sommersemester 2009 ihre Diplomarbeit zum Thema „Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch.“ Sie hatte sich die Aufgabe gestellt, möglichst viele Tipps zum Klimaschutz in den eigenen vier Wänden zusammenzustellen und diese anschließend selbst auszuprobieren. Ihre Ergebnisse sind jetzt als Buch erschienen.

Während sich die bereits vorhandene Literatur auf 11, 33 oder 50 Tipps zum Klimaschutz beschränkt, trug die Autorin über 300 Tipps zusammen. Selbstversuche dieser Art gab es bisher nur in England (Leo Hickman) und in den USA (Colin Beavan), nicht aber in Deutschland. Die Zusammenstellung von theoretischem Text und Selbstversuch ist gänzlich neu. Es folgen einige Beispiele…

Selbstversuch: Wasser sparen

Selbstversuch: Wasser sparenVor dem Duschen musste Anke Stöppel etwa 50 Sekunden lang darauf warten, dass warmes Wasser aus der Leitung kommt. Das kalte Wasser hat sie aufgefangen, um es später weiter zu verwenden. Zum Beispiel wurden damit Eier oder Kartoffeln gekocht. Nach dem Kochvorgang enthält das Wasser Mineralien und eignet sich somit als Dünger für die Pflanzen.

Selbstversuch: Wasser sparen

Die Autorin führte ständige Kontrollen durch, wann wie viel Wasser verwendet wurde. Allein durch das Führen der Strichlisten hat sich der Wasserbedarf verringert, da das schlechte Gewissen mit jedem hinzufügten Strich erneut zuschlug.

Selbstversuch: Fensterbank-Garten

Die Fensterbank wurde zum Garten. Anke Stöppel erntete zum Beispiel Tomaten, Salate, Kräuter, Paprika und Chili. Außerdem gab es Sprossen aus dem Sprossenhaus.

Selbstversuch: Ernährung

Die Autorin stellte ihre Ernährung um und ass nur noch Nahrungsmittel aus kontrolliert biologischem Anbau, die der Saison entsprachen und aus der Region kamen. Sie verzichtete fast vollständig auf Fleisch. Konservendosen und Tiefkühlkost waren gestrichen. Statt Mineralwasser gab es Leitungswasser.


Die Selbstversuche umfassten alle Bereiche des Lebens. Von der Energie über die Ressourcen, von der Ernährung bis zur Kleidung. Alle Erfahrungen sind im Buch „Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch.“ zu finden.

Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch.
Text und Gestaltung: Anke Stöppel
Broschiert: 332 Seiten
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3839182987
Preis: 29,99 Euro

01 Nov 2010

TransFair e.V. setzt sich für Fairtrade ein

3 Kommentare Nachhaltiger Konsum, Umdenken und Mitmachen

Auch bei Lebensmitteln gibt es Trends. Fairtrade ist ein solcher Trend. Fairtrade oder fairer Handel bedeutet, wir zahlen etwas mehr für den Kaffee, die Schokolade oder die Baumwollhose, damit den Herstellern auf den Farmen und in den Fabriken faire Löhne gezahlt werden können. Helfen durch kaufen erfreut sich sehr großer Beliebtheit, vor allem weil diese Hilfe nachweislich ankommt. Sieben Millionen Menschen weltweit profitieren heute schon vom fairen Handel. Und seit kurzer Zeit gibt es für Leute, die auf diesem Gebiet tätig sind auch einen Preis. Philipp Blanke berichtet…

Über TransFair e. V.

Als unabhängige Organisation handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair wird von 36 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland 150 Lizenznehmer rund 1.000 Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Gewürze, Rosen und Textilien aus Fairtrade-Baumwolle an. Die Fairtrade-Produkte sind in über 30.000 Supermärkten, in den Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser, im Naturkosthandel und in allen Weltläden erhältlich. Darüber hinaus schenken rund 15.000 Kantinen, Cafés, Mensen und Hotels fair gehandelten Kaffee und andere Produkte aus.

15 Okt 2010

ACHT GRAD spendet Zicklein für Simbabwe

Keine Kommentare Gesundheit und Ernährung

ACHT GRAD spendet Zicklein für SimbabweDie Bio-Weinschorle ACHT GRAD hat eine tierisch gute Spendenaktion gestartet. Für jeden verkauften Karton Bio-Wein über die Internetseite www.8-grad.net spenden die Jungs ein Zicklein für bedürftige Familien in Simbabwe. Zusätzlich erhält pro 200 „Gefällt mir“-Klicks auf der Facebook-Fanpage eine weitere Familie in Simbabwe ein Zicklein und unter allen Teilnehmern der Spendenaktion wird ein Karton ACHT GRAD verlost. Eine tolle Idee, die unterstützt werden sollte.

01 Okt 2010

Die richtige Ernährung verbessert die Gesundheit

2 Kommentare Gesundheit und Ernährung

Wertvoll ernähren - Gesundes genießen (Quelle: obs/Deutscher Naturheilbund e.V.).

Der Deutsche Naturheilbund stellt beim diesjährigen bundesweiten Tag der Naturheilkunde am 9. Oktober das Aktionsthema „Wertvoll ernähren – Gesundes genießen“ in den Brennpunkt. Überzeugen und gewinnen statt ermahnen gibt der Dachverband als Leitsatz seinen Naturheilvereinen für ihre regionale Programmgestaltung mit auf den Weg. „Der Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit soll nicht als komplizierte Wissenschaft vermittelt sondern als spannendes Thema angeboten werden“, formuliert Willy Hauser, der DNB-Präsident und erfahrene Heilpraktiker, seine Botschaft zum Aktionsthema.

Es ist alarmierend, dass Generationen heranwachsen, die mit Lebensmittel-Frischwaren nichts anfangen können und allein aus ihrem Ernährungsverhalten ein hohes Gesundheitsrisiko eingehen. Prognosen beschreiben, dass bei den Volkskrankheiten Diabetes, Bluthochdruck, Fettsucht, Demenz, Depression u.a.m. eine Zunahme bis 50 Prozent innerhalb eines Generationsalters zu erwarten sei. Obwohl die meisten chronischen Krankheiten ernährungsbedingt sind, ist dies in der therapeutischen Praxis meist Nebensache. Einsparpotenziale im Gesundheitswesen von vielen Milliarden Euro sind realistisch, wenn alle Heilberufler bei Prävention und Therapie der Ernährung den höchsten Rang einräumen. Mangelhafte Ernährung ist beteiligt an geschädigtem Stoffwechsel, Arteriosklerose, brüchigen Knochen und Gelenkschäden, an Verdauungsbeschwerden, mangelnder Infektabwehr und fördert Tumorerkrankungen.

Im Alter krank werden ist kein Automatismus. Kenntnis darüber, wie Ernährung ursächlich an Krankheiten beteiligt ist, schützt vor vermeidbarem Leid. Geschmack am Natürlichen finden ist wahre Esskultur. Ernährungsbewusste Menschen entdecken den Genuss am Vollwertigen, finden Spaß am kreativen Zubereiten, sie treffen durch unabhängige Informationen die bekömmliche Wahl unter der Angebotsvielfalt. Die Beschaffenheit von Lebensmitteln – unseren Mitteln zum Leben – begünstigt Vitalität und Gesundheit bis ins hohe Alter, dagegen fördert tägliche raffinierte Reizkost Krankheiten bereits in jungen Jahren.

Diese Gründe bewegen den Deutschen Naturheilbund, über die Veranstaltungsangebote seiner Naturheilvereine mit einem Ernährungs-Aktionstag an die Öffentlichkeit zu treten. Mehr Infos und Links zu Adressen der teilnehmenden Vereine finden Sie unter www.naturheilbund.de / Tag der Naturheilkunde. Hier kann auch die aktuelle Themenbroschüre „Lebensmittel – Mittel zum Leben“ bestellt werden.

13 Sep 2010

Über 1.400 Veranstaltungen bei der bundesweiten Aktion „Faire Woche“ vom 13. bis 26. September 2010

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Dem Motto der diesjährigen Fairen Woche stimmten die Gäste des Spitzenkochs Simon Tress vollends zu. Gemeinsam mit Dr. Hans-Christoph Bill, Vorstand des Forums Fairer Handel, und Reginaldo Vicentim, Geschäftsführer der Fruchtsaftkooperative Coagrosol in Brasilien verteilte er zur Eröffnung faires Fingerfood am Brandenburger Tor.

„Ob beim Einkauf von Lebensmitteln oder während eines Restaurantbesuches – wir können täglich einen bewussten Beitrag leisten zu einer partnerschaftlichen und ökologischen Entwicklung des Südens“, betont Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel, Schirmherr der Fairen Woche. Dr. Hans-Christoph Bill würdigte das große Engagement der vielen Aktiven: „Mehr als 1.400 Veranstaltungen zur Fairen Woche finden in den nächsten Tagen bundesweit statt. Das ist eine großartige Einladung an die Verbraucherinnen und Verbraucher, den Fairen Handel kennen zu lernen und gleichzeitig ein beeindruckendes Zeugnis vom Engagement seiner Akteure.“

Reginaldo Vicentim berichtete von den positiven Wirkungen des Fairen Handels für seine Organisationen und Gemeinde: „Der Faire Handel bietet unseren Kleinbauernfamilien und den Pflückerinnen und Pflückern eine Zukunftsperspektive. Viele kleinere Orangenbauern im Umfeld mussten längst ihre Felder aufgeben.“ Mit weiteren Gästen aus Costa Rica, Ecuador, Guatemala und Kenia wird er bundesweit Veranstaltungen der diesjährigen Fairen Woche besuchen.

Außerdem sind insbesondere Gastronomen aufgerufen, sich zu beteiligen und fair gehandelte Produkte in ihr Angebot aufzunehmen. Simon Tress räumte mit Vorurteilen auf: „Ich freue mich über die Vielfalt hochwertiger fair gehandelter Produkte, die ich als Koch inzwischen zur Verfügung habe und gerne in meinen Restaurants verwende.“ Viele Restaurants, Cafés und Kantinen bieten zur Fairen Woche und darüber hinaus Gerichte mit fair gehandelten Zutaten an.

Der Faire Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Der Faire Handel in Deutschland wächst seit Jahren deutlich und erzielte 2009 einen Umsatz von rund 320 Millionen Euro.

04 Aug 2010

Gesunde Ernährung macht glücklich

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Die richtige Ernährung kann die Psyche positiv beeinflussen und sogar Depressionen lindern. Über diese neuen Forschungsergebnisse berichtet die aktuelle ZEIT WISSEN-Ausgabe. „Vielleicht werden wir in Zukunft psychiatrische Probleme nicht mehr nur im Gehirn, sondern auch im Verdauungstrakt behandeln“, sagt Emeram Mayer, Neurogastroenterologe von der University of California in Los Angeles gegenüber dem Wissensmagazin des ZEIT Verlags.

Besondere Beachtung findet bei den Forschern neuerdings das „zweite Gehirn“, ein Nervensystem in den Darmwänden, das dem Gehirn wie ein Zwilling ähnelt. Kopf und Bauch stehen in ständigem Austausch – überraschenderweise gehen aber 90 Prozent aller Signale vom Darm aus und landen in den Hirnarealen, die für unsere Gefühle und Stimmungen zuständig sind. „Unsere Gemütslage wird vom Darm viel stärker beeinflusst, als wir uns das bisher träumen ließen“, sagt Peter Holzer, Professor für Experimentelle und Klinische Pharmakologie an der Universität Graz.

Egal, ob Kurzzeitfasten, Low-Carb-Diät oder Fastfood-Ernährung – die Studien deuten darauf hin, dass sich jede Ernährungsweise anders auf unsere Psyche auswirkt. In der aktuellen ZEIT WISSEN-Ausgabe erklären Forscher, was wie wirkt – und fünf Leser testen verschiedene Ernährungsweisen im Selbstversuch.

27 Jul 2010

Verbot von illegalem Tropenholz – auch heimische Hölzer sind haltbar und schön

2 Kommentare Nachhaltiger Konsum

Die biologische Vielfalt eine unverzichtbare Lebensgrundlage – ob sie erhalten bleibt, liegt jeden Tag in den eigenen Händen. Glücklicherweise denken immer mehr Menschen verstärkt über ihr Handeln und dessen Bedeutung für die Zukunft nach. Auch beim Bauen wird immer stärker auf Nachhaltigkeit und die Bewahrung des ökologischen Gleichgewichts für spätere Generationen geachtet. Das gelingt jedoch beim Baustoff Holz nicht immer.

Ab 2012 verboten: illegal geschlagenes Tropenholz, Quelle: Stockbyte/Dauerholz AG

Für eine Terrasse zum Beispiel gibt es kein besseres Material als Holz. In der Sonne wird es wunderbar warm und duftet nach Wald und unberührter Natur. Aufgrund der besseren Haltbarkeit musste aber bislang oft auf – idealerweise zertifizierte – Tropenhölzer ausgewichen werden. Leider lassen sich diese Zertifizierungen bei Tropenholz nicht immer lückenlos bis zur Herkunft verfolgen. Kürzlich hat sich das Europäische Parlament auf ein striktes Verbot geeinigt: Der Import und Handel von illegal geschlagenem Tropenholz und den daraus gewonnen Produkten wird ab 2012 untersagt. Entlang der gesamten Lieferkette sind Importeure und Händler dann verpflichtet, nur legal geschlagenes Holz zu verwenden. Vor allem derjenige, der das Holz zuerst in Europa in den Handel bringt, muss Nachweise über die Herkunft der von ihm verwendeten Hölzer erbringen. Die Verbraucher sollen diese Waren dann an entsprechenden Kennzeichnungen erkennen können. Ob und wie das gelingt, ist noch fraglich.

Bauherren, die schon heute ganz auf die Verwendung von Tropenholz verzichten möchten, haben nun eine gute Alternative: Dauerholz, die patentierte Erfindung eines deutschen Tischlermeisters. Eine komplette Wachskonservierung schützt das Holz dauerhaft vor Feuchtigkeit und holzzerstörenden Pilzen. Dadurch werden Terrassendielen aus Dauerholz auf natürliche Weise so wetterfest und farb- sowie formstabil wie Tropenholz – ohne dass das heimische Holz aufwändig nachbehandelt werden muss. Die Konservierung gelingt völlig ohne giftige, umweltschädliche Stoffe – ideal, wenn kleine Kinder oder Allergiker zur Familie gehören. Das Holz, z.B. Kiefer oder Buche, wird bis in den Kern getränkt, so dass der Schutz nicht nur oberflächlich, sondern auch im Inneren wirkt. Auf die Haltbarkeit gibt die Dauerholz AG eine Garantie von 15 Jahren. Nochmals veredelt mit Naturöl (entspricht DIN EN 71: „für Kinderspielzeug geeignet“) bleibt es auch optisch lange schön. Die Verwendung von heimischem Holz garantiert kurze Transportwege. Der Import von Tropenholz wird überflüssig. Der nachhaltige Umgang mit dem Rohstoff ist PEFC-zertifiziert – durch die Bestellung des Holzes direkt beim Waldbesitzer lässt sich die Herkunft eindeutig nachvollziehen.