Schlagwort: Bio

02 Jul 2010

Greenwashing: Auch bei grüner Mode findet Ausbeutung in Nähfabriken statt

2 Kommentare Nachhaltiger Konsum

Erneut wird in der kommenden Woche die deutsche Hauptstadt mit der Berlin Fashion Week sowie den Modemessen Bread & Butter, Premium und TheKey.to zu einer internationalen Bühne in Sachen Mode und Lifestyle. „Grüne“ Mode rückt auf der diesjährigen Fashion Week in den Fokus. Die Branche setzt bewusst auf Öko. Aber: Eine menschenwürdige Produktion von Mode und die Beachtung wirksamer Sozialstandards in der Herstellung edler Stoffe und Modelle ist bislang weitgehend immer noch kein Thema für die ModemacherInnen. Dies kritisiert die internationale Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign / CCC).

„Öko bedeutet nicht fair“, macht Sandra Dusch Silva deutlich. Die Referentin der Christlichen Initiative Romero (CIR), einer der TrägerInnen der Kampagne für Saubere Kleidung, kritisiert, dass hinter dem Engagement vieler Labels für eine „grüne“ Mode katastrophale Arbeitsbedingungen in Nähfabriken in Ländern des globalen Südens verschwinden. „Ausbeutung ist hier an der Tagesordnung, selbst in solchen Fertigungsstätten, die für Edel-Marken produzieren. Die ArbeiterInnen erhalten für ihre Schufterei keine Löhne, die eine Existenz sichern könnten. Gewerkschaftliches Engagement wird massiv unterbunden“, so Sandra Dusch Silva. „All dies will die Branche durch sogenanntes Greenwashing vergessen machen. Hier herrscht auf Seiten der Labels noch dringender Lern- und Handlungsbedarf.“

Die Christliche Initiative Romero, die zu den SponsorInnen der nachhaltigen Modemesse TheKey.to zählt, setzt auf einen strategischen Konsum, um diesen Missstand anzugehen. „Natürlich kann man die Welt nicht allein durch ethisch orientiertes Einkaufen retten. Konsumentscheidungen sind und bleiben individuell. Aber durch strategischen Konsum können Weichen gestellt werden“, postuliert Dusch Silva, die für die entwicklungspolitische Organisation den Mode- und Lifestyle-Sektor betreut. Eine Politik der kleinen Schritte bewirke letztlich auch Veränderungen. „Wichtig ist hierbei allerdings, dass die Politik nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden darf. Sie muss einen Rahmen setzen, der die Unternehmen zwingt, Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen im Namen ihres Profits zu unterbinden.“

01 Jul 2010

Welche Rolle spielt der Preis beim Lebensmittelkauf? Werden Bio-Produkte gekauft?

1 Kommentar Gesundheit und Ernährung

Quelle: pixelio.de, 2010

Richtige Ernährung kann die Gesundheit verbessern und das Leben verlängern. Die Deutschen wissen das und akzeptieren zunehmend auch höhere Preise für bessere Qualität. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der „Apotheken Umschau“.

Mehr als acht von zehn Bundesbürgern (83,7%) sind überzeugt, dass sie mit der richtigen Ernährung vielen Krankheiten vorbeugen können. Zwar ist für zwei Drittel der Befragten (66,8%) beim Lebensmitteleinkauf immer noch der günstigste Preis das Hauptkriterium. Jedoch wäre auch mehr als jeder Zweite (54,7%) bereit, für bessere Qualität auch höhere Preise zu bezahlen. Jeder Dritte (33,2%) bevorzugt ohnehin schon Biolebensmittel, weil er sie für gesünder hält. Ebenso viele (35,9%) würden gerne häufiger Bio-Produkte und Lebensmittel guter Qualität kaufen, leiden aber darunter, dass sie sich dies finanziell nicht erlauben können.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.942 Personen ab 14 Jahren.

18 Jun 2010

Deutsche Konsumenten haben ambivalente Einstellung zu den Themen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und ökologische Produkte

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Mehr als ein Drittel der Menschen hält trotz der Finanzkrise den Zustand der Umwelt für bedenklicher als die wirtschaftliche Situation – im Vergleich zu 2009 entspricht das einer Steigerung um sechs Prozentpunkte. Nur noch 40 Prozent glauben, dass sich der Zustand der Umwelt in die richtige Richtung entwickelt – das sind sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem die Angst vor dem Klimawandel steigt, er wird in der Mehrheit der Länder als größtes Umweltproblem gesehen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der internationalen Green Brands Studie 2010, die Penn, Schoen & Berland Associates, Esty Environmental Partners, Landor Associates und Cohn & Wolfe Public Relations in acht Ländern erhoben hat. Doch der naheliegende Rückkehrschluss, dass gleichzeitig die Bedeutung der Umweltfreundlichkeit von Unternehmen steigt, wird nicht bestätigt. Denn der Anteil der Menschen, denen Umweltfreundlichkeit von Unternehmen ziemlich wichtig oder sehr wichtig ist, sank im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent-punkte auf 63 Prozent. Hier offenbart sich ein ambivalentes Verhältnis der Deutschen zu den Themen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und ökologische Produkte.

Kein grüner Consumerism

In Fragen des Umweltschutzes liegt das Vertrauen der Konsumenten in die Handlungskompetenz nichtstaatlicher Organisationen (NGOs) ungebrochen hoch bei 83 Prozent. Das Vertrauen in die Bundesregierung und Unternehmen fiel dagegen auf 37 respektive 41 Prozent. Gleichzeitig sank im Vergleich zum Vorjahr auch das Vertrauen, dass Einzelpersonen erfolgreich zum Umweltschutz beitragen können, mit einem Minus von acht Prozentpunkten auf 52 Prozent. Vergleicht man diese Zahlen mit den amerikanischen Ergebnissen, zeigt sich ein spannender Unterschied: Hier wird die Kompetenz von NGOs (73 Prozent) und Individuen (70 Prozent) im Umweltschutz fast gleich stark bewertet. Dies illustriert, dass die Idee von der Macht des Konsumenten, der durch den Kauf grüner Produkte aktiv Einfluss auf die Umweltproblematik nimmt (Grüner Consumerism), in Deutschland weniger stark ausgeprägt ist: Grüner Consumerism ist in den Köpfen zahlreicher deutscher Konsumenten noch nicht angekommen. „Die Paradoxie zwischen Problembewusstsein und der Wichtigkeit der Umweltfreundlichkeit von Unternehmen deutet auf eine Ernüchterung unter Konsumenten hin. 2010 sehen wir keinen starken, selbstbewussten Verbraucher – sondern einen, der auf seinen Einfluss auf Umweltfragen nicht vertraut. Der Kauf grüner Produkte ist kein bewusster Protest, sondern mehr oder minder eine Lifestylefrage“, so Felix Stöckle, Geschäftsführer Landor Associates.

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27 Mai 2010

Biolebensmittel enthalten weniger Pestizide, sind aber qualitativ nicht immer besser

2 Kommentare Gesundheit und Ernährung

Biolebensmittel sind nicht automatisch gesünder oder schmackhafter als konventionelle Lebensmittel. Nach den test-Qualtiätsurteilen gibt es im Durchschnitt auch sonst keine qualitativen Unterschiede. Allerdings bietet die Ökokost zwei Vorteile gegenüber der konventionellen: Pestizide kommen selten vor. Außerdem engagieren sich die Bioanbieter wesentlich stärker für Umwelt und Soziales als Hersteller herkömmlicher Produkte. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Juni-Ausgabe ihrer Zeitschrift test, für die sie eine Bilanz aus insgesamt 85 Lebensmitteltests der letzten acht Jahre gezogen hat, bei denen auch Bioprodukte geprüft worden waren.

Gesamtqualität: Bio gleichauf mit konventionell.

Sowohl bei den herkömmlichen als auch bei den Biolebensmitteln gab es Produkte mit „sehr guten“, aber auch „mangelhaften“ test-Qualitätsurteilen – und das in recht ausgewogenem Maße. Bioprodukte haben die konventionelle Konkurrenz zum Beispiel bei Vollmilch oder bei Würzölen deutlich übertrumpft. Bei nativem Rapsöl hingegen schnitten viele konventionelle Produkte besser ab.

Bei der Pestizidbelastung ist Bio klar im Vorteil.Frischem Bioobst, Biogemüse und Biotee können Verbraucher vertrauen: In 75 Prozent dieser Produkte waren gar keine Pestizide nachweisbar, hier ist Bio klar im Vorteil. Mit Keimen und der Sensorik also z. B. dem Geschmack und Geruch haben Bioprodukte heute seltener ein Problem. Obwohl viele Bioprodukte aus den Tests zwischen 30 bis 50 Prozent teurer waren als herkömmliche, unterstützt man mit ihrem Kauf eine ökologische, nachhaltige Landwirtschaft und die artgerechte Tierhaltung.

Der ausführliche Test Bioprodukte ist in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/bioprodukte veröffentlicht.

21 Mai 2010

Die Seifenmanufaktur bietet Bio-Seife an

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Die Seifenmanufaktur ist bekannt für ihre handgemachten Wellness-Produkte. Neben Badeölen, Körperpeelings und Shampoos gibt es bei der Seifenmanufaktur auch die BioZart-Linie im Angebot. Die Produkte der BioZart-Linie erfüllen höchste Ansprüche an die Nachhaltigkeit und beinhalten zum größten Teil Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau. Mittlerweile umfasst die Linie acht feinste Naturseifen mit den edelsten Mischungen – von „Schokolade, Orange & Zimt“ bis „Grapefruit, Ingwer & Patchouli“.

Die Grundmischungen bestehen aus 7 organischen Fetten, Ölen und Wachsen, unter anderem Palm- und Kokosfette, Kakaobutter und Bienenwachs. Außerdem sind die BioZart-Seifen frei von Zusätzen und Konservierungsstoffen. Auch bei der Färbung wird auf schonende Verfahren Wert gelegt und somit wird jede Seife auf natürliche Weise mit Bio-Kräutern, Gewürzen oder Früchten aus biologischem Anbau eingefärbt. Alle BioZart-Seifen werden zudem im Kaltrührverfahren hergestellt, sodass die Basiszutaten nie über 70 Grad Celsius erhitzt werden und die positiven Wirkstoffe der Zutaten erhalten bleiben. Die BioZart-Seifen erhaltet ihr für 6 Euro direkt bei der Seifenmanufaktur.

Bio-Seife von der Seifenmanufaktur

06 Mai 2010

Johnson & Johnson startet die Initiative „Das gesunde Klassenzimmer“

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Das gesunde KlassenzimmerRund 15 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 17 Jahren sind übergewichtig. Auch die motorischen Fähigkeiten junger Menschen haben sich deutlich verschlechtert. Abhilfe soll die Initiative „Das gesunde Klassenzimmer“ schaffen, die die Johnson & Johnson GmbH ins Leben gerufen hat. Ziel ist es, Sechs- bis Zehnjährige zu gesundem Verhalten zu animieren und die präventive Gesundheitserziehung in Schulen zu stärken. „Begeisterung für gesunden Lebensstil kann man nicht früh genug wecken“, sagt Peter Feld, Geschäftsführer Johnson & Johnson GmbH Deutschland und Managing Director DASHB. „Als Unternehmen der Gesundheitsfürsorge stehen wir in der Verantwortung, Prävention bei Kindern und Jugendlichen zu stärken.“

Zentraler Baustein der Initiative ist der Health Award. Den bundesweiten Hochschul-Wettbewerb schreibt die Johnson & Johnson GmbH ab dem 5. Mai gemeinsam mit der Stiftung Kindergesundheit aus. Unter dem Motto „Verantwortung für den eigenen Körper“ sind deutschlandweit Studierende der Fakultäten Pädagogik, Medizin, Ernährungswissenschaften und Sport aufgerufen, fächerübergreifende Unterrichtskonzepte für Grundschulen und Offene Ganztagsschulen zu entwickeln. „Vom wissenschaftlichen Nachwuchs erwarten wir originelle Ideen für eine gezielte präventive Gesundheitserziehung an deutschen Schulen“, sagt Peter Feld. Das Siegerkonzept wird im September mit dem „Health Award 2010“ ausgezeichnet und im Anschluss in Grundschulen und Offenen Ganztagsschulen umgesetzt. Der Health Award ist insgesamt mit 10.000 Euro dotiert.

Bis zum 31. Juli haben die Studierenden die Möglichkeit, Konzepte für den Health Award einzureichen. Gefragt sind interdisziplinäre Lerneinheiten, die die Themen Bewegung, Ernährung, Entspannung und Körperpflege kombinieren. Unterstützung erhalten die Teilnehmer von renommierten Wissenschaftlern, die als Arbeitsgrundlage Informationen zum Status quo der Forschung bereitstellen. Eine Fachjury mit Experten aus Wissenschaft, Stiftungswesen, Bildung und Wirtschaft bewertet die Einreichungen: Trendforscher Matthias Horx, Dr. Christine Graf von der Deutschen Sporthochschule, Prof. Dr. Berthold Koletzko von der Stiftung Kindergesundheit, Dr. Horst Bartnitzky, Mitglied des Grundschulverbandes, und Bellybutton-Geschäftsführerin Astrid Schulte.

Mit der Initiative „Das gesunde Klassenzimmer“ setzt die Johnson & Johnson GmbH einen weiteren Meilenstein für mehr Prävention. Bereits 2009 gründete das Unternehmen die Health Community. Auf dieser Plattform tauschen sich Wissenschaftler, Mediziner, Politiker und Medienvertreter regelmäßig aus und diskutieren aktuelle Fragen der Gesundheitspolitik. Eines der Schlüsselthemen ist Vorsorge.

Die Johnson & Johnson GmbH ist eine Tochter des gleichnamigen globalen Konzerns. Sie steht in Deutschland für den Geschäftsbereich Consumer Health Care und ist mit einer Vielzahl bekannter Marken vertreten. Dazu gehören o.b., Carefree, Penaten, bebe Young Care, Listerine, Dolormin, Nicorette und Compeed. Die Johnson & Johnson GmbH beschäftigt rund 700 Mitarbeiter.

28 Apr 2010

Bei der Black Pirate Coffee Crew gibt’s Bio-Kaffee

Keine Kommentare Gesundheit und Ernährung, Nachhaltiger Konsum

Black Pirate Coffee CrewKaffee ist in Deutschland neben Bier und Apfelschorle das beliebteste Getränk. Aber habt ihr euch mal gefragt, woher der servierte Cappuccino im Cafe kommt? Was für Bohnen sind das eigentlich? Wie werden sie angebaut? „Beim Klabautermann, Schluss damit!“, dachten sich die zwei Kapitäne von der Black Pirate Coffee Crew (BPCC), Carolin Moras und Schwester Annika Poloczek, und gründeten den weltweit ersten Shopping-Club für Kaffeeliebhaber.

Seit Oktober 2009 steuern die beiden nun schon das Schiff der BPCC. Das Angebot an Schätzen ist bunt durchmischt. Der Shop der Kaffeepiraten bietet neben den besten Kaffee- und Espressokostbarkeiten biologischer Herkunft auch sämtliches Zubehör und eine riesige Palette an Geschenkideen rund um den Wachmacher. Wer kostenlos Mannschaftsmitglied bei den Kaffeepiraten wird, kann sich zudem regelmäßig auf tolle Specials freuen, zum Beispiel zahlreiche edle Kaffeesorten von Kleinröstereien, die ihr sonst im Laden nicht so schnell findet. Bei der Black Pirate Coffee Crew sollen vor allem Kleinröster eine Plattform erhalten, auf der sie ihre hochwertigen Kaffeeröstungen einer passgenauen Zielgruppe vorstellen können. In regelmäßig wechselnden Verkaufsaktionen werden immer wieder neue Kaffeesorten und Zubehör angeboten.

Neben den Specials bestechen aber auch die eigenen Kaffeebohnen der BCPP durch ihre liebevolle Verpackung und ihre einfallsreichen Namen, wie „stand up, mate!“ oder „hoist the sails, sweetie!“. Bei jedem Kaffee im Sortiment wird ausführlich über Herkunft, Qualität und die Verarbeitung der Bohnen informiert, sodass bei den Kaffeepiraten jeder zum Kaffeespezialisten werden kann. Weitere spannende Infos findet ihr auf www.bpcc.de. Schiff Ahoi!

Bio-Kaffee