Im April 2011 erschien “Die Westerwelle” von Dr. Michael Kaiser. In dem Buch werden reihenweise und mit Hochgenuss heilige Milchkühe der Wirtschaftspolitik geschlachtet. Wirtschaftspolitische Zusammenhänge werden endlich einmal ohne Zahlenfriedhöfe und Selbstzweck-Fremdworte allgemein verständlich dargelegt. Das Buch will jedoch nicht nur informieren, sondern auch Spaß machen und zum Diskutieren anregen. Hier findet Ihr einen Auszug…
Die Geldwirtschaft – ein systematischer Konstruktionsfehler
Gehen wir zu einem Biersportfest. Selbst bei allen Unzulänglichkeiten funktioniert der Wettkampf immer noch ganz gut, alle sind im Großen und Ganzen zufrieden. Kommen wir also zur zweiten Voraussetzung, dass das so ist: Der Einsatz muss gegen einen Nutzen tauschbar sein. Es werden also Medaillen vergeben, die eindeutig und für alle Teilnehmenden gleich nicht nur die ersten drei Plätze honorieren, sondern vor allem auch die unterschiedlichsten Leistungen und Disziplinen vergleichbar machen.
Übertragen auf die Volkswirtschaft heißt das: Sobald wir ein auf Selbstversorgung ausgelegtes Lagerfeuer verlassen, sobald Arbeitsteilung, Spezialisierung, Wertschöpfung durch Veredelung, Produktionsketten, Massenproduktion und geographische Entfernungen Eingang in das Wirtschaftsgeschehen finden, brauchen wir ein Tauschmittel.
Aber kehren wir zu unseren Medaillen zurück: Jetzt stelle Dir vor, dass Du nach ein paar Wettkampfjahren als bislang besonders erfolgreicher Mensch den Veranstaltenden vorschlägst, Dir eine Goldmedaille zu leihen. Du wärst grad gut in Form und würdest den hierzu benötigten Sieg im nächsten Jahr holen, ganz sicher. Mit der geliehenen Goldmedaille könntest Du die Betreiberin eines riesigen Fitness Studios überzeugen, Dich dort vier mal die Woche kostenlos trainieren und alle Geräte benutzen zu lassen. Das würde Dich dann unschlagbar machen, im nächsten Jahr. Ansonsten – Dein bisheriger Trainingsplatz fiel nämlich inzwischen einer Schnellstraße zum Opfer – hättest Du keine Möglichkeit, Dich optimal vorzubereiten. Du wärst dann klar benachteiligt, vermutlich gar chancenlos, im nächsten Jahr. Gesagt, getan. Weiterlesen

Autor Matthew Kahn glaubt, wir stecken schon mittendrin im klimatischen Wandel. Jedoch befasst er sich in seinem neuen Buch “Climatopolis: How Our Cities Will Thrive in the Hotter Future” nicht mit der Frage wie sich der Klimawandel doch noch in letzter Sekunde vermeiden oder verringern lässt, sondern setzt sich mit möglichen Lösungen auseinander, wie wir uns dem neuen Klima anpassen und das beste daraus machen können. Matthew Kahn selbst ist Professor an der UCLA und einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Umweltökonomie. Auf seinem Blog 
Vor dem Duschen musste Anke Stöppel etwa 50 Sekunden lang darauf warten, dass warmes Wasser aus der Leitung kommt. Das kalte Wasser hat sie aufgefangen, um es später weiter zu verwenden. Zum Beispiel wurden damit Eier oder Kartoffeln gekocht. Nach dem Kochvorgang enthält das Wasser Mineralien und eignet sich somit als Dünger für die Pflanzen.
Frischem Bioobst, Biogemüse und Biotee können Verbraucher vertrauen: In 75 Prozent dieser Produkte waren gar keine Pestizide nachweisbar, hier ist Bio klar im Vorteil. Mit Keimen und der Sensorik also z. B. dem Geschmack und Geruch haben Bioprodukte heute seltener ein Problem. Obwohl viele Bioprodukte aus den Tests zwischen 30 bis 50 Prozent teurer waren als herkömmliche, unterstützt man mit ihrem Kauf eine ökologische, nachhaltige Landwirtschaft und die artgerechte Tierhaltung.
Kaffeebecher, Plastikbeutel, Kekspackungen, Schuhe – unser Alltag ist voll von diesem Zeug. Aber wie entstehen alle diese Dinge und was geschieht mit ihnen, wenn wir sie mal nicht mehr brauchen? Die engagierte Umweltaktivistin und Konsumkritikerin Annie Leonard macht seit vielen Jahren nichts anderes, als diesen Fragen auf den Grund zu gehen und erforscht, wo der ganze Krempel, den wir täglich um uns ansammeln eigentlich herkommt bzw. wo er hingeht.
Im Laufe ihrer Arbeit als “toxic traveller” kam Annie Leonard in 40 Länder und hat durch ihre zweijährige Tätigkeit für Greenpeace und andere NGOs viele Fabriken, Bergwerke und Müllkippen besucht. In ihrem Buch berichtet Annie Leonards von Familien in Bangladesch, die auf Müllkippen leben, oder von Näherinnen in Haiti, die seit Jahren um menschenwürdigere Arbeitsverhältnisse kämpfen. “The Story of Stuff” zeigt uns die Folgen unserer Wegwerfgesellschaft und hilft, den kompletten Konsumkreislauf und die damit verbundenen sozialen und ökologischen Folgen zu verstehen. Annie Leonards Bestseller für bessere Menschen ist bei
Eigentlich möchten Verbraucher, die Öko-Strom beziehen, dazu beitragen, dass mehr Energie aus regenerativen Quellen ins Netz kommt. Doch sie bewirken oftmals genau das Gegenteil: Der Umstieg deutscher Haushalte auf Öko-Strom sorgt direkt für den Bau zusätzlicher Kohle- und Atomkraftwerke. Das prangert das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST an. Denn die Strategie einiger Energieversorger ist es zum Beispiel, im Inland Öko-Strom zu vermarkten, der meist bei alten Wasserkraftwerken im Ausland eingekauft wird. Der ausländische Stromproduzent schließt die auftretende Angebotslücke, indem er in neue Kohle- oder Atomkraftwerke investiert. Es gibt noch eine andere Art der Schönfärberei, die Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, kritisiert: „Manche Stromkonzerne, die alle Arten von Energieerzeugung und maßgeschneiderte Tarife im Portfolio haben, bieten zwar der wachsenden Zahl von grünen Verbrauchern Öko-Strom an. Doch das geht auf Kosten des restlichen Energiemix, der einfach weniger Öko-Strom beinhaltet.
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