Schlagwort: Energie

08 Aug 2013

Ist Wasser sparen in Deutschland sinnvoll?

1 Kommentar Umwelt und Klima

Schon im Kindesalter bringt man uns bei, Wasser zu sparen. Die EU-Kommission erwägt nun, Bürger dazu zu verpflichten. Aus einem vorläufigen „Arbeitsplan“ geht hervor, dass in naher Zukunft im europäischen Handel nur noch wassersparende Armaturen und Duschköpfe angeboten werden könnten. Ggfs. müssen Immobilien nachgerüstet werden. Ziel des Arbeitsplanes ist ein „ressourceneffizientes Europa“. Doch ist das Wassersparen überhaupt sinnvoll? Nein, sagen Kritiker und Experten.

Die Deutschen sind im europäischen Vergleich ohnehin bereits sehr sparsam. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist auf 130 Liter pro Tag gesunken. Vor zwanzig Jahren lag der Wert noch bei 150 Litern. Für die Gegner des Wassersparens ist dies keine gute Entwicklung. Sie sehen die Nachteile, die im Video der WDR Servicezeit dargestellt werden:

Das deutsche Wasserversorgungsnetz wurde in den 1970er-Jahren für einen viel höheren Wasserverbrauch konzipiert. Wenn zu wenig Abwasser durch die Wassersysteme fließt, entstehen Ablagerungen, die zu Verstopfungen und Gestank führen können. Außerdem darf das Wasser nicht in den Rohren stehen, um belastende Keime und Korrosion zu verhindern. Die Wasserversorger spülen deshalb die Rohre und Kanäle mit Trinkwasser durch.
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27 Jan 2013

Utopische Ideen: Kann man Energie im Weltall gewinnen?

6 Kommentare neue Technologien
SunTower

Quelle: NASA / Marshall Space Flight Center

Jules Verne ließ schon vor 150 Jahren Menschen zum Mond fliegen. Bei Star Trek waren dann auch Zeitreisen möglich. Die Phantasie des Menschen ist der wissenschaftlich-technischen Realität oft ein Schritt voraus. Doch in vielen Fällen wurden daraus Alltagsgegenstände: Radio, Fernsehen, Ceran-Kochfelder, Computer. Mit Hilfe von Solaranlagen können wir aus Sonnenenergie Strom erzeugen. Auch in diesem Bereich gibt es phantastische Ideen, die der Menschheit riesige Energie-Potenziale erschließen möchten.

Sonnenenergie im Weltall gewinnen und zur Erde beamen

Die Idee, Sonnenenergie dort einzusammeln, wo sie kontinuierlich und viel intensiver zur Verfügung steht als auf der Erde, ist fast so alt wie der letzte Roman von Jules Verne. Der deutsche Astrophysiker Herrmann Oberth formulierte in den 1920er Jahren den Gedanken, Kraftwerke im Orbit zu stationieren, die mit großen Segeln 24 Stunden am Tag Sonnenenergie nutzen, indem sie diese in Mikrowellen transformieren und zur Erde schicken. Dort sollten die Mikrowellen in elektrischen Strom umgewandelt werden.

Die Richtigkeit dieser Theorie ist immerhin teilweise bewiesen. Sonnensegel versorgen die Internationale Raumstation ISS mit Elektrizität. Die Transformation von Sonnenlicht in Mikrowellen, deren Weiterleitung und Umwandlung in Elektrizität ist bereits erprobt worden – zumindest auf kürzerer Distanz. Hunderte von Satelliten stehen in 36 Kilometer Höhe im Orbit und haben ständigen Sichtkontakt zur Sonne. Schlechtes Wetter spielt keine Rolle mehr. Mikrowellen können die Wolkendecke ohne Kapazitätsverlust durchdringen – die idealen „Beamer“. Weiterlesen

06 Okt 2012

Stromsparende Smartphones und Computer durch Spintronik

1 Kommentar neue Technologien

Wer kennt das nicht? Das Smartphone fährt im ungünstigsten Moment herunter, weil der Akku leer ist. Oder eine wichtige Arbeit auf dem Laptop geht verloren, weil man vor dem Stromausfall nicht mehr sichern konnte. All diese Probleme könnte die Spintronik in Zukunft lösen – und außerdem die Geschwindigkeit von Computern in einer Weise erhöhen, die wir uns heute kaum vorstellen können.

In herkömmlichen Mikroprozessoren werden Transistoren verwendet, um elektrische Schaltvorgänge vorzunehmen. Je mehr Rechenleistung, desto größer der Strombedarf solcher Systeme. Zudem entsteht dabei Wärme, die meist eine aktive Kühlung erfordert, welche die Akkulaufzeit erheblich begrenzen kann.

Die Spintronik geht einen anderen Weg. Hier wird eine quantenmechanische Eigenschaft von Elektronen ausgenutzt, die man simplifiziert als „Drehung“ (oder eben „Spin“) beschreiben kann. Bei diesem Spin erzeugen die Elektronen ein magnetisches Moment, ganz ähnlich einer Kompassnadel. Ein Prozessor mit dieser Technologie hätte große Vorteile, denn für die magnetische Informationsverarbeitung wird kein Strom benötigt. Der Energiebedarf des gesamten Systems würde also deutlich sinken. Die Wärmeentwicklung wäre außerdem kein Thema mehr. Aufladen von Akkus wäre nach Ansicht von Experten dann nur noch sehr selten nötig. Laufzeiten von bis zu mehreren Monaten wären demnach keine Utopie mehr.

Ganz entscheidend erhöhen würde sich auch die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung. Mit Taktfrequenzen von bis zu 10.000 Gigahertz würde die Spintronik eine technologische Revolution auslösen. Doch es wird noch einige Zeit dauern, bis es zu einem Durchbruch mit praktischen Anwendungen kommt. Bis zu 20 Jahre veranschlagen Forscher derzeit noch für die Entwicklung funktionierender Systeme.

30 Sep 2012

Was sind Hybridheizungen?

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Steigende Energiekosten und der Wunsch nach Klimaverträglichkeit spielen bei der Wahl einer Heizung eine große Rolle. Hybridheizungen versprechen, eine sparsame und umweltschonende Lösung zu sein. Was sind Hybridheizungen?

Hybridheizungen kombinieren verschiedene Systeme zur Wärmeerzeugung. Beispielsweise Öl- oder Gas-Heizungen, Solar-Thermie, Luft- oder Wärmepumpen speisen Wärme in den zentralen Wärmespeicher. Dabei handelt es sich um einen großvolumigen Pufferspeicher, der als Wärmequelle für Heizung und Warmwasser fungiert. Wenn die Temperatur im Wärmespeicher unter einen Schwellenwert fällt, springt der Heizkessel ein.

So funktioniert eine Hybridheizung

Beim Umbau einer bestehenden Heizungsanlage kann man sich einen Fachhandwerker zur Hilfe nehmen, der einen standardisierten Heizungs-Check vornimmt und einen Sanierungsfahrplan erstellt. Dieser stellt dar, wie sich beispielsweise eine bereits vorhandene Öl- oder Gasheizung in eine Hybridlösung integrieren lässt. Da man weitere Wärmequellen Schritt für Schritt ergänzen kann, sollte man dies einplanen, so dass von Vorneherein der richtige Wärmespeicher ausgewählt wird.

Förderprogramme helfen bei der Finanzierung einer Hybridheizung. Auf dem Portal www.intelligent-heizen.info kann man in der Fördermitteldatenbank nach staatlicher Unterstützung suchen.

27 Jan 2012

Nur jeder dritte Deutsche kennt die genaue Höhe seiner Stromkosten

2 Kommentare Umdenken und Mitmachen

Initiative EnergieEffizienzNur 35 Prozent der Deutschen weiß genau, wie hoch ihre Stromkosten sind. 33 Prozent kennt die ungefähre Höhe. 32 Prozent hat keine Ahnung, wie viel sie für Strom ausgeben. Die Mehrheit der Deutschen kennt also nicht die jährlichen Ausgaben für Strom. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) initiiert wurde. 2000 Privathaushalte wurden im Oktober 2011 vom Meinungsforschungsunternehmen Forsa befragt.

Aus verschiedenen Gründen lohnt es sich, dass jeder Haushalt die eigenen Stromkosten genauer beobachtet. Man kann die Verbrauchmenge dazu nutzen, verschiedene Stromanbieter zu vergleichen. Ein Wechsel kann bares Geld sparen – auch vor dem Hintergrund, dass die Strompreise in den letzten Jahren gestiegen sind.

Die Kenntnis der eignen Stromkosten kann auch zu einem bewussteren Stromkonsum führen. Ein geringerer Stromverbrauch führt zu günstigeren Rechnungen. Die Initiative EnergieEffizienz der dena bietet auf www.stromeffizienz.de zahlreiche Hilfsmittel an, den Stromverbrauch zu reduzieren: Informationsbroschüren, Hilfe beim Kauf von sparsamen Elektrogeräten und Online-Rechner, mit denen man ausrechnen kann, wie hoch die Einsparpotenziale im Haushalt sind. Beispielsweise kann man ausrechnen, wie viel Geld man spart, wenn man ein energieeffizienteres TV-Gerät, Kühl- oder Gefrierschrank, Bürogerät oder Energiesparlampen kauft. In der TopGeräte-Datenbank findet man die energieeffizientesten Modelle mit ihren jeweiligen Verbrauchswerten und jährlichen Stromkosten.

Wer den eignen Stromverbrauch genau erfassen und senken möchte, findet auch auf www.softguide.de verschiedene Hilfsmittel. Die Suche nach „Energie“ liefert viele Programme zum Energiemanagement und Energiecontrolling für Privathaushalte sowie für Unternehmen.

Wer Strom spart, schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern leistet auch einen Beitrag zum Umweltschutz. Jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, muss nicht hergestellt werden und erzeugt auch keine Emissionen.

30 Dez 2011

Polarstern hilft bei der Energiewende in Deutschland und in Kambodscha

1 Kommentar Nachhaltiger Konsum, Social Entrepreneurs

Energiewende in Kambodscha

Energieversorger PolarsternBisher gibt es wenige Social Entrepreneurs im Energiemarkt. Jetzt ist ein neues Unternehmen dazu gekommen: Der Energieversorger Polarstern verbindet die europäische Energiewende und Entwicklungszusammenarbeit mit Kambodscha. Das Konzept: Für die Energiewende müssen möglichst viele Menschen weltweit umsteigen. Mit Polarstern fangen die Verbraucher in Deutschland bei sich selbst an und helfen damit gleichzeitig denen, die nicht die Wahl haben.

Im ersten Schritt arbeitet Polarstern also an der Energiewende hier in Europa. Allen Kunden in Deutschland bietet Polarstern nicht nur 100% Ökostrom aus Wasserkraft sondern auch 100%iges Ökogas aus Reststoffen. Das bedeutet, es werden keine Rohstoffe extra für die Biogasproduktion angepflanzt und dann viele Kilometer weit per LKW in die Biogasanlagen transportiert. Wo Reststoffe ohnehin anfallen, wird daraus direkt Ökogas gewonnen. Ganz einfach – und selbstverständlich kontrolliert und zertifiziert vom TÜV Nord. Damit ist Polarstern der erste und bisher einzige Anbieter von 100%igem Ökogas aus Reststoffen in Deutschland. Auch der Ökostrom von Polarstern ist vollständig klimaneutral. Um die Energiewende noch weiter voranzutreiben, investiert Polarstern gleichzeitig für jede Kilowattstunde Strom oder Gas in den Ausbau von Wind-, Wasser-, Solar- oder Biomasse-Kraftwerken. Dafür bekam Polarstern das Grüner Strom Label in Gold verliehen.

Der zweite Schritt: Für jeden neuen Ökostrom- oder Ökogaskunden hier in Deutschland unterstützt Polarstern eine Familie in Kambodscha beim Bau ihrer eigenen Biogasanlage. Mit Hilfe dieser Anlage kann die Familie ihr eigenes Ökogas zum Kochen oder für Beleuchtung produzieren. Polarstern hilft, Ökogas aus den Reststoffen zu gewinnen, die sie bereits haben: die Gülle ihrer Rinder und Schweine. Ohne komplizierte Technik, sondern einfach, robust, wartungsarm und sehr effizient. Polarstern geht es darum, dass die europäischen Privilegien auch den Menschen zugute kommen, die ansonsten keine andere Wahl hätten, als zu Lasten der Umwelt zu leben.

Den Gründern von Polarstern geht um die Zukunft. Wie kann die Energiewende funktionieren? Wie sieht nachhaltige Energieversorgung aus? Wir stehen vor großen, zugleich lokalen wie globalen Herausforderungen. Es ist höchste Zeit umzudenken. Der Wechsel des Energieanbieters ist vielleicht nur ein kleiner Schritt, doch dafür kann ihn jeder Kunde im Rahmen seiner Möglichkeiten mitgehen. Und was überrascht: Die Preise von Polarstern sind durchaus konkurrenzfähig.

26 Nov 2011

Smartphones: So kann man Energie sparen und die Akkulaufzeit verlängern

1 Kommentar neue Technologien

Gehört ihr zu den zwölf Millionen Deutschen, die ein Smartphone besitzen? Ist der Akku von eurem Gerät auch so schnell entladen? Smartphones verbrauchen tatsächlich mehr Strom als ältere Handys. Die größeren Displays und permanente Datenverbindungen per Mobilfunk oder WLAN sorgen dafür, dass die Geräte mitunter nach weniger Stunden nachgeladen werden müssen. Hier ein paar Tipps, wie ihr die Akkulaufzeit verlängern könnt.

  • Funktionen, die gerade nicht benötigt werden, sollte man ausschalten. Dazu zählen Apps, die ständig im Hintergrund laufen, WLAN, GPS oder automatisches Abrufen von E-Mails. Bei einer Umfrage wurde aufgedeckt, dass jedoch nur 16% der Deutschen dazu bereit sind.
  • Der Energiesparmodus verlängert ebenfalls die Akkulaufzeit. Doch nur 32% der Deutschen nutzen den Stromsparmodus ihres Handys oder Smartphones. 23% der Befragten wussten gar nicht, dass es einen Energiesparmodus bei ihrem Gerät gibt.
  • Es gibt Apps, die sich automatisch darum kümmern, dass ungenutzte Funktionen abgeschaltet werden oder der Energiesparmodus aktiviert wird. Einmal installiert, machen sie ihren Dienst im Hintergrund. Beipielsweise Battery Boost für iPhone oder JuiceDefender für Android-Smartphones.
  • Übrigens würden nur 7% der Deutschen aus Energiespargründen komplett auf ihr Mobiltelefon verzichten. Zum Vergleich: Auf ihren Computer würden nur 1% verzichten. Auf ihren Fernseher würden 2% verzichten. Die Zahlen stammen aus einer repräsentativen Befragung von Toluna im Auftrag von LichtBlick.

    Energiesparen bei Smartphones