Schlagwort: gute Nachrichten

12 Mrz 2012

Was bedeutet „Cradle to Cradle“?

Keine Kommentare Nachhaltiger Konsum, neue Technologien

Vom 26.01. bis 16.03.2011 fand in Berlin das Cradle to Cradle-Festival statt. Cradle to Cradle (C2C) bedeutet „von der Wiege zur Wiege“ und steht für ein Leben ohne Abfälle. Man nennt dies auch Ökoeffektivität. Produkte werden so konzipiert, dass sie entweder in biologische Kreisläufe zurückgeführt werden können oder kontinuierlich in technischen Kreisläufen gehalten werden. Beispielsweise Plastikverpackungen oder T-Shirts werden also kompostiert, so dass sie als biologische Nährstoffe wertvoll für die Natur sind. Alternativ werden Cradle to Cradle-Produkte – zum Beispiel Fernseher – so recycelt, dass daraus neue Produkte entstehen. Das Video erklärt das Cradle to Cradle-Prinzip und zeigt viele Beispiele, die bereits heute Realität sind.

05 Jan 2012

Die Deutsche Post hilft beim Recycling von alten Elektrogeräten

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Recycling von alten Elektrogeräten

Quelle: Harald Wanetschka / pixelio.de

Handys, PCs und andere elektronische Geräte veralten schnell und werden durch neue ersetzt. Im Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) steht, dass ausgediente Geräte nicht mehr im Hausmüll entsorgt werden dürfen, sondern bei Abfallsammelstellen der Kommunen abgegeben werden müssen. Dort wird eine umweltverträgliche Entsorgung vorgenommen und wertvolle Rohstoffe dem Recycling zugeführt.

Wem der Gang zur Abfallsammelstelle zu umständlich ist, kann das Angebot „Electroreturn“ der Deutschen Post nutzen. Alte Elektrogeräte kann man zum umweltgerechten Recycling schicken. Alle Geräte, die leichter als ein Kilo sind und in einen Maxi-Briefumschlag passen, sind willkommen. Also Handys, Digitalkameras, Computerbauteile oder auch leere Druckerpatronen. Und so funktioniert es:

  • Das Elektrogerät in einen Umschlag packen.
  • Die Versandmarke herunterladen, ausdrucken und auf den Umschlag kleben.
  • In einen Briefkasten werfen oder in der Postfiliale abgeben.
  • Die Post transportiert das Elektrogerät zu einem Recyclingpartner, der sich um die fachgerechte Entsorgung und Verwertung kümmert.

„Electroreturn“ ist völlig kostenlos. Die Telekom legt außerdem noch was drauf: Für jedes Handy, das eingesendet wird, spendet die Telekom 2 Euro an die Organisation „Ein Herz für Kinder“.

30 Dez 2011

Polarstern hilft bei der Energiewende in Deutschland und in Kambodscha

1 Kommentar Nachhaltiger Konsum, Social Entrepreneurs

Energiewende in Kambodscha

Energieversorger PolarsternBisher gibt es wenige Social Entrepreneurs im Energiemarkt. Jetzt ist ein neues Unternehmen dazu gekommen: Der Energieversorger Polarstern verbindet die europäische Energiewende und Entwicklungszusammenarbeit mit Kambodscha. Das Konzept: Für die Energiewende müssen möglichst viele Menschen weltweit umsteigen. Mit Polarstern fangen die Verbraucher in Deutschland bei sich selbst an und helfen damit gleichzeitig denen, die nicht die Wahl haben.

Im ersten Schritt arbeitet Polarstern also an der Energiewende hier in Europa. Allen Kunden in Deutschland bietet Polarstern nicht nur 100% Ökostrom aus Wasserkraft sondern auch 100%iges Ökogas aus Reststoffen. Das bedeutet, es werden keine Rohstoffe extra für die Biogasproduktion angepflanzt und dann viele Kilometer weit per LKW in die Biogasanlagen transportiert. Wo Reststoffe ohnehin anfallen, wird daraus direkt Ökogas gewonnen. Ganz einfach – und selbstverständlich kontrolliert und zertifiziert vom TÜV Nord. Damit ist Polarstern der erste und bisher einzige Anbieter von 100%igem Ökogas aus Reststoffen in Deutschland. Auch der Ökostrom von Polarstern ist vollständig klimaneutral. Um die Energiewende noch weiter voranzutreiben, investiert Polarstern gleichzeitig für jede Kilowattstunde Strom oder Gas in den Ausbau von Wind-, Wasser-, Solar- oder Biomasse-Kraftwerken. Dafür bekam Polarstern das Grüner Strom Label in Gold verliehen.

Der zweite Schritt: Für jeden neuen Ökostrom- oder Ökogaskunden hier in Deutschland unterstützt Polarstern eine Familie in Kambodscha beim Bau ihrer eigenen Biogasanlage. Mit Hilfe dieser Anlage kann die Familie ihr eigenes Ökogas zum Kochen oder für Beleuchtung produzieren. Polarstern hilft, Ökogas aus den Reststoffen zu gewinnen, die sie bereits haben: die Gülle ihrer Rinder und Schweine. Ohne komplizierte Technik, sondern einfach, robust, wartungsarm und sehr effizient. Polarstern geht es darum, dass die europäischen Privilegien auch den Menschen zugute kommen, die ansonsten keine andere Wahl hätten, als zu Lasten der Umwelt zu leben.

Den Gründern von Polarstern geht um die Zukunft. Wie kann die Energiewende funktionieren? Wie sieht nachhaltige Energieversorgung aus? Wir stehen vor großen, zugleich lokalen wie globalen Herausforderungen. Es ist höchste Zeit umzudenken. Der Wechsel des Energieanbieters ist vielleicht nur ein kleiner Schritt, doch dafür kann ihn jeder Kunde im Rahmen seiner Möglichkeiten mitgehen. Und was überrascht: Die Preise von Polarstern sind durchaus konkurrenzfähig.

29 Dez 2011

Das war 2011. Alles Gute für’s kommende Jahr…

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Google hat einen emotionalen Rückblick aus den populärsten Suchbegriffen des Jahres 2011 gebastelt. Ja, es ist viel passiert: Erdbeben und Tsunami in Japan, die Katastrophe von Fukushima, Überschwemmungen in Brasilien und Thailand, die Hinrichtung von Osama bin Laden, Proteste in Griechenland, arabischer Frühling, die Occupy-Bewegung, Todesfälle von Promis, jede Menge Klatsch und Tratsch. Insgesamt viele Katastrophen, viel zu wenige gute Nachrichten. Europa kommt ein bisschen zu kurz – genauso wie die vielen ganz privaten Ereignisse von uns allen. Also, wünschen wir uns, dass 2012 im Großen und im Kleinen ein schönes Jahr wird. Möge es im nächsten Rückblick mehr gute Nachrichten geben. Frohes neues Jahr!

05 Okt 2011

Naturparks statt Modetrends: Wie Douglas Tompkins die Wildnis rettet

4 Kommentare Social Entrepreneurs, Umwelt und Klima
The Conservation Land Trust

Foto: The Conservation Land Trust

Der US-amerikanische Umweltaktivist und Naturschützer Douglas Tompkins, Jahrgang 1943, ist mittlerweile einer der größten privaten Grundbesitzer weltweit. Tompkins verkaufte 1968 bzw. 1990 seine Anteile an den selbst gegründeten Textilfirmen Esprit und Northface für 250 Millionen Dollar, um in Chile und Argentinien Land zu kaufen sowie das gekaufte Land in ein Naturschutzgebiet umzuwandeln.

Douglas und Kris Tompkins

Foto: Sam Beebe/ Wikipedia

Seit dem Jahr 1989 kaufte Tompkins ungefähr 325.000 Hektar Land im südlichen Chile, eine Fläche so groß wie das Land Hamburg und Saarland zusammen. Dabei zieht sich die Fläche vom Stillen Ozean bis zu den Höhenzügen der Anden und an die Grenze von Argentinien. Inzwischen steht das Areal mit dem Namen Parque Pumalin unter Naturschutz und wird von der Umweltstiftung EDUCEC Education, Ciendiay Ecologia verwaltet. Die dort lebenden Siedlerfamilien zahlte er aus, obwohl die meisten Menschen dort keinen Rechtstitel für das Land besaßen. Zudem baute die Stiftung eine Schule und unterstützt im nahegelegenen Chaiten das kirchliche Radioprogramm. Des Weiteren ist der Park mit ungefähr 150 Dauerarbeitsplätzen der größte Arbeitgeber der Region.

Im Jahr 2005 erhielt der Park von der chilenischen Regierung den Titel „santuario de la naturaleza“. Hierdurch hat der Umweltschutz in diesem Gebiet oberste Priorität. Zudem sind Industrieansiedlungen nicht gestattet. Im Jahr 1991 kaufte Tompkins die Renihue-Ranch, um das mit Regenwald bewachsene Areal zu schützen. Zudem erwarb er mit seiner Umweltstiftung The Conservation Land Trust in den Folgejahren weitere Flächen Land. Zu seinen Projekten gehört auch das Sumpfgebiet Esteros del Ibera, das im Nordosten von Argentinien liegt. Dieses Gebiet zählt zu den wichtigsten Frischwasser-Reservoirs in Südamerika. Dabei soll dieses spezifische Ökosystem durch die Schaffung eines Naturschutzgebietes erhalten bleiben. Weiterlesen

05 Jun 2011

Wofür steht das FSC-Siegel?

2 Kommentare Nachhaltiger Konsum

 FSC-SiegelDie Vision vom papierlosen Büro hat sich trotz der Einführung neuer Medien wie E-Mail und Internet nicht erfüllt. Im Gegenteil: der Papierverbrauch steigt von Jahr zu Jahr. Beim Kauf von Papierprodukten sollte man daher auf Nachhaltigkeit achten. Das FSC-Siegel ist ein guter Indikator dafür. Doch was verbirgt sich dahinter?

Das FSC-Label (Forest Stewardship Council) auf einem Holz- oder Papierprodukt ist ein eindeutiger Indikator dafür, dass das Produkt aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammt. Dies bedeutet, dass das Waldgebiet, aus dem das verwendete Holz stammt, verschiedene Nachhaltigkeits-Kriterien erfüllt. Dazu zählen beispielsweise die Anwendung Ressourcen schonender Techniken bei der Bewirtschaftung, den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel, die Erhaltung und Entwicklung der biologischen Vielfalt, die Berücksichtigung des Waldes als Lebensraum von Mensch und ganzen Bevölkerungsgruppen und vieles mehr.

Holz aus einem zertifizierten und auf Nachhaltigkeit geprüften Waldgebiet, welches dem FSC-Standard entspricht, ist somit eine der Voraussetzungen für die Zertifizierung. Hersteller, die das FSC-Siegel erhalten, haben darüber hinaus die Verarbeitungskette über alle Schritte und insbesondere im eigenen Betrieb lückenlos und nachvollziehbar dokumentiert – vom Wald über die verarbeitenden Betriebe bis zum fertigen Produkt im Regal. Als Teil der Produktkette müssen also alle Betriebe, die das Holz be- und verarbeiten die von FSC vorgegebenen Standards erfüllen. Eine Prüfung, ob diese Regeln in den jeweiligen Betrieben eingehalten werden – der so genannte Produktkettennachweis – wird regelmäßig beispielsweise von unabhängigen Auditoren des TÜV Rheinland durchgeführt. Sind die hohen Anforderungen an ökologische, soziale und ökonomische Kriterien erfüllt, erhält ein Hersteller das FSC-Siegel. Dieses garantiert, dass das Material der Produkte aus intakten, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt.

Mit dem Wissen um die Bedeutung des FSC-Siegels kann der Kunde so umweltbewusster einkaufen als bisher. Dies gilt selbstverständlich nicht nur im geschäftlichen Alltag, sondern auch privat. Verbraucht doch ein deutscher Haushalt pro Jahr bis zu 35 Kilogramm an Haushaltstüchern, Küchenrollen, Papiertaschentüchern und Toilettenpapier, die tägliche Papiermenge noch nicht mitgerechnet.

11 Apr 2011

Deutschland liegt weltweit auf Platz 2 bei Investitionen in erneuerbare Energien

Keine Kommentare neue Technologien
Deutschland liegt weltweit auf Platz 2 bei Investitionen in erneuerbare Energien

© sprisi / Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Die weltweiten Finanzierung und die Investitionen in saubere Energie erlebten in 2010 ein grosses Wachstum auf 243 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. China, Deutschland, Italien und Indien zählten zu den Ländern, die, laut einer neuen veröffentlichten Studie von The Pew Charitable Trusts, die meisten privaten Investitionen anzogen.

China festigte weiterhin seine Position als weltweites Kraftwerk für saubere Energien. Sein Rekord von 54,4 Milliarden Dollar in 2010 stellt ein Wachstum von 39 Prozent seit 2009 dar. Deutschland belegte unter den G-20 den zweiten Platz (dritter Platz im Vorjahr), nachdem es bei den Investitionen ein Wachstum von 100 Prozent auf 41,2 Milliarden Dollar erlebt hatte.

„Der Sektor der sauberen Energien erlebt als einer der dynamischsten und wettbewerbsfähigsten Sektoren weltweit mit einem Wachstum von 630 Prozent auf dem Gebiet der Finanzierung und der Investitionen seit 2004 einen Aufschwung“, so Phyllis Cuttino, Director von Pew’s Clean Energy Program. „Länder wie China, Deutschland und Indien waren für Finanziers attraktiv, weil sie über nationale Richtlinien verfügen, die die Standards für erneuerbare Energien, die Ziele der Kohlereduzierung und/oder Motivationen für Investitionen und die Produktion unterstützen und eine langfristige Gewissheit für Investoren schaffen.“

Die Vereinigten Staaten, die bis 2008 Spitzenreiter gewesen waren, büssten 2010 mit 34 Milliarden Dollar einen weiteren Platz ein und fielen somit auf den dritten Platz. Das Vereinigte Königreich erlebte den grössten Rückgang unter den G-20-Staaten und fiel vom fünften auf den 13. Platz. Im Bericht wird vermutet, dass Ungewissheiten im Bezug auf die Richtlinien zu den sauberen Energien in diesen Ländern die Investoren dazu bewegen, sich nach anderweitigen Gelegenheiten umzusehen. Weiterlesen