Schlagwort: gute Nachrichten

05 Feb 2011

Serie über Social Entrepreneurs: ArbeiterKind.de bringt Kinder ohne akademischen Hintergrund an die Uni

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Social Entrepreneurs“ sind die neuen Helden der globalen Zivilgesellschaft. Sie wollen mehr erreichen als nur Wachstum und Gewinn, sie wollen die Welt besser machen. Und sie engagieren sich dort, wo der Staat Hilfen kürzt oder Unternehmen keine Gewinne erwarten. In dieser Serie stelle ich einige Social Entrepreneurs aus dem Ashoka Fellowship-Programm vor.

ArbeiterKind.deIn Deutschland nehmen Abiturienten mit nicht akademischer Herkunft im Vergleich mit Abiturienten aus Akademikerfamilien nur halb so oft ein Hochschulstudium auf – bei identischer Qualifikation. Katja Urbatsch zielt mit ArbeiterKind.de auf die wichtigsten Hemmnisse dieser Bildungsungerechtigkeit, die oft in den Familien selbst liegen: Annahmen über finanzielle Hindernisse, mangelndes Selbstvertrauen und ein oft geringes Ansehen des Studiums selbst. ArbeiterKind.de liefert Informationen über Karriereoptionen, Finanzierungsmöglichkeiten oder praktische Hilfe fürs wissenschaftliche Arbeiten. Darüber hinaus erleichtert ein bundesweites Netzwerk von studentischen Mentoren mit kostenloser Beratung, lokalen Stammtischen und Ortsgruppen die fehlende Orientierung vor und während des Studiums.


Autorin: Sandra Klein. Der Artikel ist aus „MUM – Markt & Medien“ (Ausgabe Mai 2010). Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der ÖKO-TEST Verlag GmbH.

Hier findest Du weitere Beispiele für Social Entrepreneurs…

04 Feb 2011

Serie über Social Entrepreneurs: abgeordnetenwatch.de ist das virtuelle Wählergedächtnis

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Social Entrepreneurs“ sind die neuen Helden der globalen Zivilgesellschaft. Sie wollen mehr erreichen als nur Wachstum und Gewinn, sie wollen die Welt besser machen. Und sie engagieren sich dort, wo der Staat Hilfen kürzt oder Unternehmen keine Gewinne erwarten. In dieser Serie stelle ich einige Social Entrepreneurs aus dem Ashoka Fellowship-Programm vor.

Gregor Hackmack stärkt demokratisches Staatsbürgersein: Seine Plattform abgeordnetenwatch.de zeigt, dass hinter Parteien Menschen stecken, die Politik machen, und dass es Bürger sind, die diesen Leuten ein Mandat erteilen. Die können nicht nur mit Abgeordneten aus ihrem Wahlkreis online in Dialog treten. abgeordnetenwatch.de macht auch das Verhalten gewählter Volksvertreter transparent, indem es deren Abstimmungsverhalten und alle Fragen und Antworten dokumentiert.


Autorin: Sandra Klein. Der Artikel ist aus „MUM – Markt & Medien“ (Ausgabe Mai 2010). Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der ÖKO-TEST Verlag GmbH.

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03 Feb 2011

Serie über Social Entrepreneurs: XperRegio betreibt Regionalentwicklung in Oberbayern

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Social Entrepreneurs“ sind die neuen Helden der globalen Zivilgesellschaft. Sie wollen mehr erreichen als nur Wachstum und Gewinn, sie wollen die Welt besser machen. Und sie engagieren sich dort, wo der Staat Hilfen kürzt oder Unternehmen keine Gewinne erwarten. In dieser Serie stelle ich einige Social Entrepreneurs aus dem Ashoka Fellowship-Programm vor.

Franz Dullinger bringt Leben und Unternehmergeist in strukturschwache oberbayerische Regionen. Er initiiert Netzwerke, bestehend aus unternehmerischen Bürgern und Kommunalpolitikern, und hilft ihnen, die Entwicklung ihrer Region selbst in die Hand zu nehmen, statt auf die Politik zu setzen. Er hat auch den Vergabeprozess von EU-Geldern „revolutioniert“: Zum ersten Mal in der Geschichte stellten Bürger direkt einen Antrag an die EU – ohne kostspielige Interventionen auf Landkreis-, Landes- und Bundesebene. Die EU lobte „XperRegio“ als Modell für ein bürgernahes und unternehmerisches Europa.


Autorin: Sandra Klein. Der Artikel ist aus „MUM – Markt & Medien“ (Ausgabe Mai 2010). Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der ÖKO-TEST Verlag GmbH.

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02 Feb 2011

Serie über Social Entrepreneurs: Die Work and Box Company hilft gewalttätigen Jugendlichen

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Social Entrepreneurs“ sind die neuen Helden der globalen Zivilgesellschaft. Sie wollen mehr erreichen als nur Wachstum und Gewinn, sie wollen die Welt besser machen. Und sie engagieren sich dort, wo der Staat Hilfen kürzt oder Unternehmen keine Gewinne erwarten. In dieser Serie stelle ich einige Social Entrepreneurs aus dem Ashoka Fellowship-Programm vor.

Work and Box Company

Quelle: hand in gemeinnützige AG

Rupert Voss’ Themen sind Gewalt und Zivilcourage. Er hat ein neues Wiedereingliederungsprogramm für gewalttätige jugendliche Wiederholungstäter entwickelt, das statt der üblichen Erfolgsraten von 10 bis 20 Prozent innerhalb eines Jahres bis zu 80 Prozent der jungen Männer wieder in feste Arbeitsverhältnisse bringt. Kontakt- und Kommunikationstraining über Boxsport und Praktika sind die Hauptbestandteile des „Work and Box“-Projekts. Im Gegensatz zur gängigen Praxis wohnen die Jugendlichen weiter in ihrer häuslichen Umgebung und werden geschult, sich den täglich auftretenden Konflikten gelassen und ohne Gewaltanwendung zu stellen.


Autorin: Sandra Klein. Der Artikel ist aus „MUM – Markt & Medien“ (Ausgabe Mai 2010). Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der ÖKO-TEST Verlag GmbH.

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25 Jan 2011

Was bedeutet „Social Entrepreneur“?

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„Social Entrepreneurs“ sind die neuen Helden der globalen Zivilgesellschaft. Sie wollen mehr erreichen als nur Wachstum und Gewinn, sie wollen die Welt besser machen. Und sie engagieren sich dort, wo der Staat Hilfen kürzt oder Unternehmen keine Gewinne erwarten. Was versteckt sich hinter dem Begriff „Social Entrepreneurs“?

Der Begriff Social Entrepreneurship ist neu, das Phänomen nicht. Es hat immer Social Entrepreneurs gegeben, und viele Institutionen sind durch sie entstanden. Das sagt einer, der es wissen muss. Günter Faltin hat die Stiftung Entrepreneurship ins Leben gerufen, ist Professor an der Freien Universität Berlin und hat dort den Arbeitsbereich Entrepreneurship aufgebaut, er ist außerdem der Kopf hinter der Teekampagne. Für ihn sind Henri Dunant, Gründer des Roten Kreuzes, oder Friedrich von Bodelschwingh, der bereits im 19. Jahrhundert eine Organisation ins Leben rief, die nach wirtschaftlichen Grundsätzen arbeitete und eigene Handwerksbetriebe, eine eigene Strom- und Wasserversorgung, Schulen und Ausbildungsstätten betrieb, gute Beispiele für frühe Social Entrepreneurs.

Was also ist ein Social Entrepreneur?

Wörtlich ist ein Entrepreneur jemand, der etwas „unter-nimmt“ (französisch: „entre“ und „prendre“). Im normalen Sprachgebrauch wird mit Entrepreneurship die Gründung eines Unternehmens bezeichnet. Der Begriff hat aber eine viel umfangreichere Bedeutung. Die meisten Ökonomen führen ihn auf Jean Baptiste Say zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurück, der sagt: Entrepreneure schaffen Werte – durch höhere Produktivität und Innovation. Das englische „Social“ vorangestellt, bekommt dieser Unternehmertypus gleich eine andere Bedeutung. Er verbindet wirtschaftliches Denken mit einer Vision. Sozial handeln, neue Ideen umsetzen und damit im Idealfall noch Geld verdienen – das zeichnet einen Sozialunternehmer aus. Auch wenn man seine Leistung nicht immer in Geld messen kann.

Muhammad Yunus

Muhammad Yunus, Gründer der Grameen Bank

Als Ikone des Social Entrepreneurs gilt vielen Muhammad Yunus. Der Vater des Mikrofinanzkonzepts und Gründer der Grameen Bank revolutionierte das Verständnis und die Vorgehensweise in der Kreditvergabe. Denn lange Zeit herrschte die Meinung, dass Arme weder kreditwürdig seien und noch fähig zu sparen. Darüber hinaus waren bzw. sind sie für das konventionelle Bankensystem nicht rentabel, weil Kleinstkredite aus deren Sicht einen zu hohen Verwaltungsaufwand verursachen. Yunus, Wirtschaftsprofessor aus Bangladesch, schuf ein gänzlich neues System, bewies, dass die Armen gute Kreditrisiken sind und dass man eine Organisation aufbauen kann, die sich größtenteils selbst finanziert, Zinsen verlangt und erhält. Damit hat er gezeigt, dass man Kleinkredite zu einem tragfähigen ökonomischen System ausbauen kann, das gleichzeitig Entwicklung ermöglicht und Armut reduziert. Und dass Geld und sozialer Ausgleich sich nicht widersprechen müssen. Denn hinter Muhammad Yunus verbirgt sich kein ehrenamtlicher Sozialarbeiter, sondern ein gewinnorientierter Geschäftsmann mit sozialer Mission. Weiterlesen

24 Nov 2010

Die Europäische Kommission ernennt Hamburg zur Umwelthauptstadt Europas 2011

1 Kommentar Umwelt und Klima

Nach Stockholm 2010 hat Hamburg für das kommende Jahr den Titel der „Umwelthauptstadt Europas 2011“ von der Europäischen Kommission verliehen bekommen.

Hamburg wird Umwelthauptstadt Europas 2011Die norddeutsche Stadt will an vielen Best Practice Beispielen zeigen, wie man auch in einer industriell geprägten Hafen- und Großstadt Umweltschutz und ökologische Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichem Wachstum kombinieren kann. Hamburg stellte im Rahmen der ersten „European Green Capital Conference“ in Stockholm das ambitionierte Programm vor.

Der Titel „Umwelthauptstadt Europas“ wird von der Europäischen Kommission verliehen. Nach Stockholm im Jahr 2010 ist Hamburg in 2011 erst der zweite Titelträger. Die Anerkennung soll eine Auszeichnung sein für die Stadt, die exzellente Leistungen im Umweltschutz erbracht hat. Gleichzeitig verspricht sich die EU-Kommission, dass die Städte im Wettbewerb um den begehrten Titel ihre Anstrengungen im Umweltschutz steigern und durch den Austausch von „Best Practice“ voneinander lernen.

Hamburg steht als wichtiger Industriestandort und drittgrößter Hafen in Europa im Umweltschutz vor besonderen Herausforderungen und hat die Chance und die Pflicht, Ökologie und Ökonomie konsequent miteinander zu verzahnen. Die Stadt stellte auf der Konferenz verschiedene Projekte vor, u.a. den Ausbau des ÖPNV, die Wiedereinführung einer Stadtbahn, die Planungen zur Überdeckelung der Autobahn A7 mitten in der Stadt und die großen Stadtentwicklungsprojekte der HafenCity Hamburg -das größte innerstädtische Bauprojekt in Europa, die Internationalen Bauausstellung IBA 2013 und die Internationale Gartenschau igs 2013.

Um den Austausch unter den europäischen Städten zu fördern, wird mit dem „Zug der Ideen“ eine interaktive Ausstellung über wichtige Umweltprojekte in Hamburg und Best-Practice-Beispiele der besuchten Städte auf eine Europareise geschickt. Die Tour startet im April 2011 und wird insgesamt 17 europäische Städte anfahren, darunter Zürich, Wien, Kopenhagen, Paris, Brüssel und Barcelona.

01 Nov 2010

TransFair e.V. setzt sich für Fairtrade ein

3 Kommentare Nachhaltiger Konsum, Umdenken und Mitmachen

Auch bei Lebensmitteln gibt es Trends. Fairtrade ist ein solcher Trend. Fairtrade oder fairer Handel bedeutet, wir zahlen etwas mehr für den Kaffee, die Schokolade oder die Baumwollhose, damit den Herstellern auf den Farmen und in den Fabriken faire Löhne gezahlt werden können. Helfen durch kaufen erfreut sich sehr großer Beliebtheit, vor allem weil diese Hilfe nachweislich ankommt. Sieben Millionen Menschen weltweit profitieren heute schon vom fairen Handel. Und seit kurzer Zeit gibt es für Leute, die auf diesem Gebiet tätig sind auch einen Preis. Philipp Blanke berichtet…

Über TransFair e. V.

Als unabhängige Organisation handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair wird von 36 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland 150 Lizenznehmer rund 1.000 Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Gewürze, Rosen und Textilien aus Fairtrade-Baumwolle an. Die Fairtrade-Produkte sind in über 30.000 Supermärkten, in den Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser, im Naturkosthandel und in allen Weltläden erhältlich. Darüber hinaus schenken rund 15.000 Kantinen, Cafés, Mensen und Hotels fair gehandelten Kaffee und andere Produkte aus.