Schlagwort: gute Nachrichten

09 Aug 2010

Bundanoon in Australien – Eine Stadt ohne Einwegflaschen

Keine Kommentare Nachhaltiger Konsum, Umdenken und Mitmachen

BundanoonBundanoon ist ein kleiner und etwas spezieller Ort südlich von Sydney. Was die kleine Stadt so vorbildlich macht? Seit Mitte letzten Jahres haben die 2.000 Einwohner ein Verbot von Trinkwasserflaschen in ihrer Stadt ausgesprochen – als Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz. Die Bewohner hatten erfahren, dass sich eine Firma aus Sydney am Wasser einer örtlichen Quelle bedient, es mit einem Tankwagen ins 150 Kilometer entfernte Sydney transportiert, dort abfüllt und dann unter anderem wieder in Bundanoon verkauft.

Seither gibt es in Bundanoon nur noch Wasser aus der Leitung oder an öffentlichen Zapfstellen, an denen man einfach sein Glas oder die eigene Glasflasche unter den Hahn halten und mit frischem Trinkwasser füllen kann. Und das Gute an der Sache: Mit jedem Schluck schont man die Umwelt. Es müssen keine Flaschen mehr industriell hergestellt, befüllt und über lange Strecken transportiert werden, bis sie beim Endverbraucher landen. Ein beispielhafter Weg, um seinen Durst zu löschen!

Bundanoon in Australien - Eine Stadt ohne Einwegflaschen

Quelle: www.bundyontap.com.au

09 Aug 2010

Bei RiotCreations gibt’s Green Fashion, bei der ihr mitentscheiden könnt

3 Kommentare Nachhaltiger Konsum, Social Entrepreneurs

Das Green Fashion Label RiotCreations steht für faire Streetwear-Mode und Design-Shirts der besonderen Art. RiotCreations hat sich zum Ziel gesetzt, eine Spielwiese für junge Kreative zu schaffen, die auf Ökologie und Fairness basiert. Die T-Shirts des Green Fashion Labels werden von jungen Nachwuchsdesignern entworfen, die Herzblut und Persönlichkeit in jedes ihrer Motive einbringen und somit jedem Design seine eigene Geschichte verleihen.

Bei RiotCreations haben aber nicht nur die Designer kreative Entscheidungsmacht, denn hier bestimmt auch ihr! In einem fortlaufenden Wettbewerb auf www.riotcreations.com werden die Motive der Nachwuchstalente regelmäßig zur Abstimmung online gestellt und die Community entscheidet dann mit ihrer „Top oder Flop“-Stimme, welche T-Shirts letztendlich umgesetzt und in die Design-Kollektion von RiotCreations aufgenommen werden.

Das Green Fashion Label geht noch einen weiteren Schritt über individuelle Design hinaus, denn neben der kreativen Vielfalt sind bei RiotCreations menschenwürdige Arbeitsverhältnisse und faire Löhne bei der Herstellung der T-Shirts ebenso selbstverständlich wie der kontrolliert biologische Anbau der Baumwolle. Somit verbindet das Fashion-Label Mode- und Umweltbewusstsein und schützt nachhaltig Mensch und Natur.

Fair, Bio und Social – Drei überzeugende Gründe, um sich bei RiotCreations umzuschauen! Von Graffiti inspirierten Designs über sportliche Motive bis hin zu unifarbenen Basic-Shirts und einer eigenen Babykollektion ist bei RiotCreations garantiert für jeden Geschmack etwas dabei. Die gesamte Auswahl an Green Fashion T-Shirts findet ihr auf www.riotcreations.com.

07 Aug 2010

Die Helligkeit von Lampen wird bald in Lumen ausgewiesen

Keine Kommentare Nachhaltiger Konsum, neue Technologien

Der Maßstab für die Helligkeit von Energiesparlampen ist nicht die Watt-Zahl, sondern die Lumen-Angabe (Quelle: obs/MEGAMAN Energiesparlampen - IDV GmbH).

Am 1. September 2010 tritt die zweite Stufe des EU-Glühlampenausstiegs in Kraft. Dadurch werden haushaltsübliche 75 Watt Glühlampen vom Markt verschwinden. Hinzu kommen umfassende Verpackungsbestimmungen, mit denen die EU die Verbraucherinformation beim Kauf von Energiesparlampen verbessern will. „Die meisten dieser Angaben sind allerdings bei Marken-Energiesparlampen bereits üblich“, sagt Christoph Seidel, Pressesprecher des Lampenherstellers Megaman.

Neben dem bekannten EU-Energieeffizienzzeichen müssen zum Beispiel die Lebensdauer, die Lichtfarbe, die Schaltfestigkeit, die Aufstartzeit und der Quecksilbergehalt angegeben sein. Werden auf der Verpackung die neuen Lampen den alten Glühlampen gegenübergestellt, sind bestimmte Vergleichsregeln einzuhalten. Der deutlichste Hinweis auf eine sparsame Lampe ist nach wie vor das EU-Energielabel. Eine Energiesparlampe erfüllt die beste Effizienzklasse A, eine Glühlampe entspricht nur Klasse E.

In einem wichtigen Punkt muss sich der Verbraucher umgewöhnen. Das Maß für die Helligkeit einer Energiesparlampe ist nicht die Watt-Zahl, sondern die Lumen-Angabe. Je mehr Lumen eine Lampe hat, umso heller ist sie. Seidel rät dazu, die Packungsangaben sorgfältig zu vergleichen. „Beispielsweise muss eine 11 Watt Energiesparlampe mindestens 531 Lumen haben. Aber bessere Modelle bringen bei gleichem Stromverbrauch bis zu 700 Lumen, sie sind also viel lichtstärker.“

Die Verpackungen der Bestandsware im Handel ist von der Neuregelung noch nicht betroffen.

30 Jul 2010

„Quartier Vauban“ in Freiburg: So könnte die Stadt von Morgen aussehen

Keine Kommentare Auto und Mobilität
Freiburg Vauban

Quelle: www.vauban.de

Das 2006 fertiggestellte Freiburger Stadtviertel Vauban ist so außergewöhnlich, dass es die Siedlung bereits in die New York Times geschafft hat. Vauban verfolgt ein strenges umweltfreundliches Konzept: Fast alle Häuser sind mit Solarzellen auf den Dächern besetzt, haben Vakkuumtoiletten und ein kreislauforientiertes Abwassersystem – und der Stadtteil ist autofrei! 70% der 5.500 Bewohner besitzen kein Auto, 57% haben ihr eigenes verkauft, als der Umzug nach Vauban immer näher rückte. Parkplätze sind kaum vorhanden und wenn, dann sind sie sehr teuer. Statt von Autos, wird das Bild der Solar- und Ökosiedlung von viel Grün und Fahrrädern geprägt. Eine vorbildliche Alternative für ein besseres Leben in der Stadt von Morgen.

27 Jul 2010

Verbot von illegalem Tropenholz – auch heimische Hölzer sind haltbar und schön

2 Kommentare Nachhaltiger Konsum

Die biologische Vielfalt eine unverzichtbare Lebensgrundlage – ob sie erhalten bleibt, liegt jeden Tag in den eigenen Händen. Glücklicherweise denken immer mehr Menschen verstärkt über ihr Handeln und dessen Bedeutung für die Zukunft nach. Auch beim Bauen wird immer stärker auf Nachhaltigkeit und die Bewahrung des ökologischen Gleichgewichts für spätere Generationen geachtet. Das gelingt jedoch beim Baustoff Holz nicht immer.

Ab 2012 verboten: illegal geschlagenes Tropenholz, Quelle: Stockbyte/Dauerholz AG

Für eine Terrasse zum Beispiel gibt es kein besseres Material als Holz. In der Sonne wird es wunderbar warm und duftet nach Wald und unberührter Natur. Aufgrund der besseren Haltbarkeit musste aber bislang oft auf – idealerweise zertifizierte – Tropenhölzer ausgewichen werden. Leider lassen sich diese Zertifizierungen bei Tropenholz nicht immer lückenlos bis zur Herkunft verfolgen. Kürzlich hat sich das Europäische Parlament auf ein striktes Verbot geeinigt: Der Import und Handel von illegal geschlagenem Tropenholz und den daraus gewonnen Produkten wird ab 2012 untersagt. Entlang der gesamten Lieferkette sind Importeure und Händler dann verpflichtet, nur legal geschlagenes Holz zu verwenden. Vor allem derjenige, der das Holz zuerst in Europa in den Handel bringt, muss Nachweise über die Herkunft der von ihm verwendeten Hölzer erbringen. Die Verbraucher sollen diese Waren dann an entsprechenden Kennzeichnungen erkennen können. Ob und wie das gelingt, ist noch fraglich.

Bauherren, die schon heute ganz auf die Verwendung von Tropenholz verzichten möchten, haben nun eine gute Alternative: Dauerholz, die patentierte Erfindung eines deutschen Tischlermeisters. Eine komplette Wachskonservierung schützt das Holz dauerhaft vor Feuchtigkeit und holzzerstörenden Pilzen. Dadurch werden Terrassendielen aus Dauerholz auf natürliche Weise so wetterfest und farb- sowie formstabil wie Tropenholz – ohne dass das heimische Holz aufwändig nachbehandelt werden muss. Die Konservierung gelingt völlig ohne giftige, umweltschädliche Stoffe – ideal, wenn kleine Kinder oder Allergiker zur Familie gehören. Das Holz, z.B. Kiefer oder Buche, wird bis in den Kern getränkt, so dass der Schutz nicht nur oberflächlich, sondern auch im Inneren wirkt. Auf die Haltbarkeit gibt die Dauerholz AG eine Garantie von 15 Jahren. Nochmals veredelt mit Naturöl (entspricht DIN EN 71: „für Kinderspielzeug geeignet“) bleibt es auch optisch lange schön. Die Verwendung von heimischem Holz garantiert kurze Transportwege. Der Import von Tropenholz wird überflüssig. Der nachhaltige Umgang mit dem Rohstoff ist PEFC-zertifiziert – durch die Bestellung des Holzes direkt beim Waldbesitzer lässt sich die Herkunft eindeutig nachvollziehen.

29 Jun 2010

Das TOXPROOF-Prüfzeichen verrät, ob Kindertextilien schadstoffarm sind

1 Kommentar Gesundheit und Ernährung, Nachhaltiger Konsum

Sie sind bunt und kuschelig, aber längst nicht immer so harmlos, wie sie aussehen: Kindertextilien. So manche Bonbon-Farbe oder weiche Faser enthält möglicherweise Zusatzstoffe, auf die Babys und Kinder mit Allergien oder Hautreizungen reagieren können. Verbraucher sollten sich deshalb beim Kauf durchaus auch auf ihre Nase verlassen. Verströmen die Textilien einen eigenartigen Geruch, ist dies möglicherweise ein erster Hinweis auf umwelt- und gesundheitsschädliche Substanzen. Unbedenklich sind Textilien mit dem Prüfsiegel TOXPROOF, das TÜV Rheinland vergibt: „Damit ist garantiert, dass die Schadstoffbelastung deutlich unter dem gesetzlichen Mindestwert liegt“, erklärt Andreas Metzger, Schadstoff-Experte bei TÜV Rheinland.

Auch andere Prüfzeichen geben Orientierung beim Kauf: Das SG-Zeichen (SG = schadstoffgeprüft) garantiert bei Schuhen und Lederbekleidung, dass in der Herstellung weder krebserregende Azofarbstoffe noch Substanzen, die schwere Allergien auslösen können, verwendet worden sind. Eine umwelt- und gesundheitsfreundliche Alternative sind Öko-Textilien, die nicht nur bei Umweltorganisationen, sondern inzwischen in konventionellen Versandhäusern erhältlich sind. „Da Öko-Textilien weitgehend unbelastet sind, sind sie gut für die Nase – und die Haut“, bestätigt Andreas Metzger.

Öko-Textilien sind oft auch aus Leinen oder Baumwolle. Mit solchen Naturfasern kommen die Kinder beim Spielen nicht unnötig ins Schwitzen, denn im Gegensatz zu chemischen Materialien wie Polyester sind sie atmungsaktiv und genauso strapazierfähig. Nach Möglichkeit sollten neue Sachen vor dem ersten Tragen gewaschen werden, viele wasserlösliche Giftstoffe sind dann bereits ausgeschwemmt. Damit die Textilien nicht gleich verfärben, am besten mit ähnlichen Farben waschen und an die Empfehlungen des Pflegeetiketts halten. Wie heiß die Textilien gewaschen werden dürfen, steht auch auf den Etiketten. Wirklich hygienisch sauber werden sie jedoch nur bei einer Waschtemperatur ab 60 Grad Celsius.

21 Jun 2010

Das produzierende Gewerbe investierte 2008 über 6 Milliarden Euro in den Umweltschutz

Keine Kommentare Umwelt und Klima

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) investierten Unternehmen des Produzierenden Gewerbes im Jahr 2008 circa 6,1 Milliarden Euro in Maßnahmen, die dem Umweltschutz dienen. Die größten Anteile der Investitionen entfielen auf die Umweltbereiche Gewässerschutz mit 2,4 Milliarden Euro (circa 39%) und Klimaschutz mit 1,7 Milliarden Euro (circa 28%).

Im Jahr 2008 wurde die der Statistik zu Grunde liegende Wirtschaftszweigklassifikation umgestellt. Deshalb liegen für das Produzierende Gewerbe insgesamt keine Vergleichsangaben für 2007 vor. In den vergleichbaren Abschnitten des „Verarbeitenden Gewerbes“ und „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“ haben sich die Umweltschutzinvestitionen im Jahr 2008 gegenüber 2007 um 5,3% erhöht. Sie sind damit geringer gestiegen als die Gesamtinvestitionen (7,4%) dieser Industriebereiche.

Das Engagement zum Umweltschutz war ungleich auf verschiedene Wirtschaftszweige verteilt. Die in dieser Zusammensetzung erstmals für das Berichtsjahr 2008 erfasste Wirtschaftsabteilung „Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen“ leistet mit 2,6 Milliarden Euro (circa 42% der Umweltschutzinvestition insgesamt) einen entscheidenden Investitionsbeitrag für den Umweltschutz. Hervorzuheben sind auch die Bereiche Kokerei und Mineralölverarbeitung (384 Millionen Euro), Chemische Industrie (345 Millionen Euro), Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (200 Millionen Euro) sowie Metallerzeugung und -bearbeitung (199 Millionen Euro).