Schlagwort: Medien

04 Aug 2010

Gesunde Ernährung macht glücklich

Keine Kommentare Gesundheit und Ernährung, Nachhaltiger Konsum

Die richtige Ernährung kann die Psyche positiv beeinflussen und sogar Depressionen lindern. Über diese neuen Forschungsergebnisse berichtet die aktuelle ZEIT WISSEN-Ausgabe. „Vielleicht werden wir in Zukunft psychiatrische Probleme nicht mehr nur im Gehirn, sondern auch im Verdauungstrakt behandeln“, sagt Emeram Mayer, Neurogastroenterologe von der University of California in Los Angeles gegenüber dem Wissensmagazin des ZEIT Verlags.

Besondere Beachtung findet bei den Forschern neuerdings das „zweite Gehirn“, ein Nervensystem in den Darmwänden, das dem Gehirn wie ein Zwilling ähnelt. Kopf und Bauch stehen in ständigem Austausch – überraschenderweise gehen aber 90 Prozent aller Signale vom Darm aus und landen in den Hirnarealen, die für unsere Gefühle und Stimmungen zuständig sind. „Unsere Gemütslage wird vom Darm viel stärker beeinflusst, als wir uns das bisher träumen ließen“, sagt Peter Holzer, Professor für Experimentelle und Klinische Pharmakologie an der Universität Graz.

Egal, ob Kurzzeitfasten, Low-Carb-Diät oder Fastfood-Ernährung – die Studien deuten darauf hin, dass sich jede Ernährungsweise anders auf unsere Psyche auswirkt. In der aktuellen ZEIT WISSEN-Ausgabe erklären Forscher, was wie wirkt – und fünf Leser testen verschiedene Ernährungsweisen im Selbstversuch.

28 Jul 2010

Telefonkonferenzen als umweltschonende Alternative für Reisen

Keine Kommentare neue Technologien, Umdenken und Mitmachen

Wir leben in einer globalisierten Welt. Beziehungen rund um den Globus nehmen immer stärker zu. Sowohl im privaten Bereich werden Freundschaften über Landesgrenzen hinweg gepflegt, aber vor allem auch im Geschäftsleben ist internationale Zusammenarbeit keine Seltenheit. Die Folge ist ein steigender Bedarf an Kommunikation. Reisen sind eine Möglichkeit, um persönlichen Kontakt herzustellen und Informationen effektiv auszutauschen. Doch die Umweltbeeinträchtigung ist – je nach gewähltem Verkehrsmittel – hoch. Beispielweise verursacht eine Boeing 747 50 Tonnen CO2 pro Flugstunde.

Eine umweltschonende und kostengünstige Alternative sind Telefonkonferenzen. Meetings und Konferenzen können unabhängig vom jeweiligen Standort der Teilnehmer über das Internet durchgeführt werden. Qualitativ steht eine Telefonkonferenz einem Festnetzgespräch in fast nichts nach. Es gibt jedoch Qualitätsunterschiede zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Gesprächen. Bei kostenlosen Gesprächen kann die Bandbreite während Spitzenlastzeiten nicht ausreichen. Die Folge ist eine schlechte Gesprächsqualität oder eine Trennung der Verbindung. Dieses Problem tritt außerhalb der Spitzenzeiten nicht auf. Wer sich für kostenlose Telefonkonferenzen entscheidet, sollte also Gespräche zu Stoßzeiten vermeiden. Für professionelle Benutzer und Unternehmen kann die Nutzung von kostenpflichtigen Telefonkonferenzen eine sinnvolle Entscheidung sein. Die Kosten sind relativ gering – vor allem auch im Vergleich mit Reisekosten. Zusätzlich sparen Unternehmen nicht nur Geld, sondern auch Zeit, die sinnvoll für andere Aktivitäten genutzt werden kann.

16 Jul 2010

„Der große Bluff“ – ZDF-Doku über die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken

Keine Kommentare Umwelt und Klima

Atomkraftwerk Isar/Ohu bei Landshut, © Peter von Bechen / PIXELIO

Die Bundesregierung will die Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängern, den Ausstieg aus der Kernenergie rückgängig machen. Nur so könne eine günstige Stromversorgung garantiert und die Klimaschutzziele erreicht werden. 2010 ist das Jahr, in dem sich der Kampf um den Weg in die Energiezukunft entscheidet. Die „Frontal 21“-Dokumentation „Der große Bluff“ von Steffen Judzikowski und Christian Rohde, die am Dienstag, 13. Juli 2010, 21.00 Uhr, im ZDF zu sehen war, zeigte Stationen der Debatte, beantwortete Fragen zu den zentralen gesellschaftlichen Konflikten und präsentierte Argumente und Belege. Die Autoren recherchierten mehrere Wochen und trafen in ganz Deutschland Kritiker und Befürworter der Kerntechnik.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen sagt im Interview: „Ich glaube, dass wir eine überschaubare Zahl an zusätzlichen Jahren Kernenergie brauchen.“ Für Professor Olav Hohmeyer, Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen, ist eine Verlängerung der Laufzeiten „ein fatales Signal“. Die Regierung schicke sich an, die Weichen genau in die falsche Richtung zu stellen. Zusammen mit Prof. Hohmeyer untersuchen die Autoren die Versprechungen der Atompolitiker: Sorgt Atomkraft für günstige Energiepreise? Sind alte Reaktoren wirklich sicher? Ist die Energiewende mit Atomkraft zu meistern, und ist Gorleben ein geeignetes Endlager?

Die Kernkraftwerke des Energiekonzerns seien sicher und klimafreundlich, heißt es bei RWE. Außerdem verspricht RWE-Sprecher Volker Heck im Film: „Kernenergie sorgt dafür, dass die Preise stabil bleiben.“ Laut Felix Matthes vom Öko-Institut ist das Versprechen sinkender Strompreise der „größte Mythos in der ganzen Debatte“ um Laufzeitverlängerungen. Sie seien einzig ein Garant dafür, dass Atomkonzerne „weiterhin Milliardengewinne scheffeln können“. Dass gerade auch alte Reaktoren wie Biblis A oder Krümmel länger laufen sollen, macht Wolfgang Renneberg, bis Ende 2009 im Bund verantwortlich für Reaktorsicherheit, Sorgen: Kein einziges deutsches Kernkraftwerk sei heute genehmigungsfähig. Es fehle zum Beispiel ein Schutz gegen Terrorangriffe. Öffentlich mag über solche Gefahren kaum jemand reden, doch geheime Unterlagen, die der Film präsentiert, belegen: Die Verantwortlichen sind alarmiert.

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17 Jun 2010

Die Konferenz „The Heat Is On – Klimawandel und die Medien“ beginnt am 21. Juni

Keine Kommentare Umwelt und Klima

„The Heat Is On – Klimawandel und die Medien“. Das ist ab Montag, 21. Juni, Thema des Deutsche Welle Global Media Forum in Bonn. Drei Tage lang diskutieren auf der internationalen Konferenz Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft mit Medienvertretern über den Beitrag, den Medien leisten können, um Bewusstsein zu schaffen für eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit.

Die Konferenz Medien und Klimawandel beginnt am 21. JuniInsbesondere wird es darum gehen, dass Journalisten als Vermittler der komplexen Zusammenhänge und teils widersprüchlicher Analysen, Einschätzungen und Prognosen zum Klimawandel eine besondere Verantwortung tragen. Zur dritten Auflage der Konferenz haben sich erneut 1.300 Teilnehmer aus aller Welt angemeldet.

Zu den Referenten der mehr als 50 Veranstaltungen zählen UNFCCC-Exekutivsekretär Yvo de Boer, Fatih Birol, Chief Economic Advisor der Internationalen Energieagentur, Bertrand Piccard, Forscher, Abenteurer und UN-Sonderbotschafter, Marco Arana, Präsidentschaftskandidat in Peru und Umweltaktivist, Hermann Scheer, Träger des Alternativen Nobelpreises, Präsident von Eurosolar und Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare Energien, und der Vorstandsvorsitzende von Deutsche Post DHL, Frank Appel. In Podiumsdiskussionen und Workshops geht es beispielsweise um Konsum und Klimawandel, Perspektiven post-carboner Gesellschaften, Journalismus und globale Krise sowie um Risiken der Umweltberichterstattung.

Hermann Scheer, Träger des Alternativen Nobelpreises

Hermann Scheer, Träger des Alternativen Nobelpreises (Quelle: Deutsche Welle, 2010)

In einem Pressegespräch werden am Montag um 14 Uhr zudem Ergebnisse einer weltweiten Studie vorgestellt: Das Marktforschungsunternehmens Synovate hat Menschen in 18 Ländern zu ihren Einschätzungen befragt – bezüglich des Bedrohungspotenzials und der Auswirkungen des Klimawandels und zu ihren Erwartungen an die Medien bei diesem Thema.

Im Rahmen des Deutsche Welle Global Media Forum zeichnet die DW am Dienstag, 22. Juni, die Gewinner ihres internationalen Weblog-Awards „The BOBs“ aus. In der erstmals ausgelobten Kategorie „Bester Fachblog: Klimawandel“ wird der 28-jährige Autor Bruno Rezende aus Brasilien für „Coluna Zero“ geehrt.

Bei dem interdisziplinären Kongress kooperiert die Deutsche Welle mit zahlreichen Organisationen und Institutionen. Darunter sind die UNESCO, das UN-Klimasekretariat (UNFCCC), das International Human Dimensions Program on Global Environmental Change (UN IHDP/ESSP), EU-Kommission und Weltbank, das Wuppertal Institut, World Wildlife Fund for Nature (WWF), NABU und klima-allianz, das Institut für Weltwirtschaft Kiel, das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE), das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF), das Bonn International Center for Conversion (BICC), das Bundesamt für Naturschutz, die Asia-Pacific Broadcasting Union (ABU) und weitere Partner.

Mitveranstalter ist die Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse in Bonn. Unterstützt wird die Konferenz zudem vom Auswärtigen Amt, dem Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, der Stadt Bonn, DHL, KSB Aktiengesellschaft und Faber-Castell.

03 Jun 2010

Journalisten gehen hohes Risiko bei Recherchen zum Klimawandel ein

Keine Kommentare Umwelt und Klima

Investigative journalistische Recherchen zu den Ursachen des Klimawandels sind weiterhin mit Gefahren verbunden. Dies ist eine der Schlussfolgerungen des am 3. Juni veröffentlichten zweiten Berichts von Reporter ohne Grenzen (ROG) über Umweltberichterstattung und Pressefreiheit. Mit der kurz vor dem „Tag der Umwelt“ am 5. Juni veröffentlichten Studie knüpft ROG an einen Bericht zur gleichen Thematik von September 2009 an.

Waldbrand in Brasilien (Quelle: Reporter ohne Grenzen / AFP)

Die schwierige und riskante Arbeitssituation investigativer Umweltreporter hat sich in den vergangenen Monaten nicht verändert. Einige der bereits im ersten Bericht erwähnten Medienmitarbeiter wie der brasilianische Herausgeber der Zeitschrift Jornal Pessoal, Lúcio Flávio Pinto, werden weiterhin juristisch verfolgt oder sind wie der usbekische Journalist Salidschon Abdurachmanow immer noch in Haft.

Dazu kommt eine Reihe neuer Fälle von gewalttätigen Übergriffen, Drohungen und Schikanen gegen Journalisten, juristischer Verfolgung von Medienmitarbeitern und Zensur. Viele der Reporter gingen umweltzerstörenden Praktiken von Öl-, Minen- und Holzunternehmen auf den Grund.

Ein Haupthindernis einer unabhängigen, tiefer gehenden Berichterstattung über Ursachen globaler Umweltprobleme ist die Komplizenschaft zwischen an Ressourcenraubbau beteiligten Unternehmen und lokalen Behörden. Milliardenschwere Branchen wie die Minen-, Öl- und Holzindustrie werden häufig in besonderer Weise von Regierungen protegiert, der Informationsfluss über skandalträchtige, hoch riskante Fördertechniken und umweltschädigenden Rohstoffabbau unterdrückt.

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01 Jun 2010

„Coluna Zero“ aus Brasilien ist bester Blog zum Klimawandel

Keine Kommentare Umwelt und Klima

„Coluna Zero“ aus Brasilien ist der beste Blog zum Thema Klimawandel. Die Jury des internationalen Blog-Award The BOBs der Deutschen Welle hat es in der erstmals ausgelobten Kategorie „Bester Fachblog: Klimawandel“ gekürt. Autor Bruno Rezende erhält die Auszeichnung auf dem Deutsche Welle Global Media Forum vom 21. bis 23. Juni in Bonn. Thema der internationalen Konferenz: „THE HEAT IS ON – Klimawandel und die Medien„.

Coluna Zero aus Brasilien ist bestes Blog zum Klimawandel.Zum sechsten Mal hatte die DW weltweit die besten Blogs ermittelt. In Bonn werden die Preisträger des Wettbewerbs „The BOBs“ geehrt, in sechs Fach- und elf Sprachkategorien.In seinem portugiesischsprachigen Blog Coluna Zero (deutsch: Säule Null) liefert Bruno Rezende Informationen und Meinungen zu Umweltschutz und verantwortungsbewusstem Konsum. Dem 28-Jährigen aus Rio de Janeiro geht es vor allem darum, „den maßlosen Konsum zu verringern“. Für seine Recherchen reist er durch Brasilien und präsentiert die Ergebnisse „unterhaltsam und locker“, urteilt die Jury der BOBs. Der Einsatz für den Klimaschutz ist Rezende wichtig. Noch wichtiger sei „die Freiheit jedes Menschen, sich eine eigene Meinung bilden zu können, verschiedene Ideen zu sammeln und zu einer Verständigung zu kommen“. Das Wichtige an der Diskussion über den Klimawandel sei „die Beteiligung von Menschen in anderen Ländern, in anderen Regionen. Kein anderes Kommunikationsmittel ist so interaktiv wie ein Blog“, so Rezende.

Der Klimawandel in den Sozialen Medien ist einer von vielen Aspekten, die das Deutsche Welle Global Media Forum 2010 beleuchtet. Die internationale Konferenz bietet auch in diesem Jahr wieder mehr als 50 Veranstaltungen – Podiumsdiskussionen, Workshops, interaktive Präsentationen und Ausstellungen, dazu Begegnungsinseln und ein attraktives Rahmenprogramm. Schauplatz ist das World Conference Center Bonn in direkter Nachbarschaft zum Funkhaus der Deutschen Welle.

27 Mai 2010

Functional Food: Bringt Anti-Aging-Bier die ewige Jugend?

Keine Kommentare Gesundheit und Ernährung

Anti-Aging-Bier – das klingt in etwa so skurril wie Schokolade gegen Akne oder Antistresspralinen. Und doch gibt es genau diese Produkte bereits, berichtet das Magazin WUNDERWELT WISSEN 03/10 in seiner aktuellen Ausgabe. Sie sind Teil des jüngsten Trends: Designfood.

Das neue Essen aus dem Labor soll nicht nur satt machen und gut schmecken, sondern im Idealfall auch einen gesundheitlichen Mehrwert haben. „Ziel ist, dass unser Bier Teil eines gesunden Lebensstils ist und die Vitalität des Konsumenten steigert“, sagt Stefan Fritsche, Geschäftsführer der Klosterbrauerei Neuzelle. Vier Jahre lang hat ein Team aus Braumeistern und Lebensmittelchemikern an seinem Anti-Aging-Bier getüftelt. Sie haben dem Bier Naturstoffe wie Sole, Algen und Pflanzenauszüge zugesetzt, um den Anteil an wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren zu erhöhen.

Nach Wellness und Bio kommt jetzt eine ganz neue Generation von Designfood-Produkten auf den Markt: „Brainfood soll beispielsweise die geistige Leistungsfähigkeit steigern“, sagt Anja Kirig, Trendexpertin vom Zukunftsinstitut in Kelkheim. „Nutriceuticals sollen kosmetische Effekte bewirken, und Phood – pharmazeutisches Essen – wird als Medikament gegen bereits existierende Krankheiten eingesetzt.“

Fast schon absurd wirken einige der jüngsten Functional-Food-Innovationen: Wurst zum Abnehmen mit L-Carnitin, um den Fettstoffwechsel anzuregen. Hautstraffende Joghurts. Kaugummis gegen Schweißgeruch. „Diese Produkte zeigen, was in den nächsten Jahren auf uns zukommen wird“, sagt Marcus Brian, Chemiker, Biochemiker, Toxikologe und Buchautor: „Ein Wust von Substanzen, die dieses oder jenes Gebrechen verhindern, lindern oder heilen sollen, wird als Zusatzstoff Eingang in unsere Lebensmittel finden und sie zu funktionellen Lebensmitteln machen.“

Mittlerweile umfasst der Functional-Food-Bereich nach Untersuchungen der Verbraucherzentralen etwa 1400 Produkte.