Schlagwort: Ökostrom

31 Jan 2011

Wie findet man einen echten Ökostromanbieter?

4 Kommentare Nachhaltiger Konsum, Umwelt und Klima

NaturvoltStrom wird immer teurer. Regelmäßig werden die Versorgungspreise erhöht. Doch Verbraucher können sich dagegen wehren und den Stromanbieter wechseln. Außerdem bietet der Wechsel die Möglichkeit, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. Doch welcher Energieversorger ist der richtige und was sollte man beim Wechsel beachten?

Wie das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST rausgefunden hat, ist Ökostrom nicht immer ökologisch. Denn die Strategie einiger Energieversorger ist es zum Beispiel, im Inland Öko-Strom zu vermarkten, der meist bei alten Wasserkraftwerken im Ausland eingekauft wird. Der ausländische Stromproduzent schließt die auftretende Angebotslücke, indem er in neue Kohle- oder Atomkraftwerke investiert. Und es gibt noch eine andere Art der Schönfärberei: Manche Stromkonzerne, die alle Arten von Energieerzeugung und maßgeschneiderte Tarife im Portfolio haben, bieten zwar der wachsenden Zahl von grünen Verbrauchern Öko-Strom an. Doch das geht auf Kosten des restlichen Energiemix, der einfach weniger Öko-Strom beinhaltet.

Tarifvergleichsportale im Internet liefern eine große Preistransparenz. Der günstigste Anbieter ist schnell gefunden, doch es ist schwer herauszufinden, welche Anbieter und Tarife tatsächlich ökologisch sind.

Das Portal Naturvolt.de hilft dort weiter. Im kostenlosen Preisrechner sind nur die Tarife von echten Ökostromanbietern zu finden. Die Anbieter kommen meist aus der Umweltbewegung heraus und bieten sehr transparent Einblick in ihre Tätigkeiten und Bezugsquellen. Demnach gewinnen diese Ökostromanbieter den Strom nachhaltig zu 100 % aus erneuerbarer Energie, sind unabhängig von den großen Konzernen und fördern durch ihre Arbeit aktiv den Ausbau der erneuerbaren Energiequellen.

Laut Naturvolt.de ist es wichtig, dass Verbraucher nicht an lange Vertragslaufzeiten gebunden sind, damit sie schnell auf Preisänderungen mit einem Anbieterwechsel reagieren können. Aus diesem Grund listet Naturvolt.de nur die Anbieter, die keine Mindestvertragslaufzeit verlangen.

01 Jul 2010

Hohes Beschäftigungswachstum bei erneuerbaren Energien, traditionelle Energiekonzerne schrumpfen

Keine Kommentare neue Technologien, Umwelt und Klima

Fünfzig Jahre nach Gründung des Deutschen Atomforums schrumpfen die Belegschaften von Unternehmen, die weiter auf Atomenergie und fossile Kraftwerke setzen. Dagegen trotzen die Newcomer der Erneuerbaren Energien Branche nicht nur der Wirtschaftskrise: Sie wachsen weiter in rasantem Tempo. Darauf haben die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), die Juwi Holding AG, die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und das Kampagnen-Netzwerk Campact anlässlich eines gemeinsamen Presseauftritts in Berlin hingewiesen und gleichzeitig neue Kampagnen gegen eine Fortsetzung der Atomstromnutzung in Deutschland gestartet. Andernfalls drohe die Gefahr, dass bei der Umsetzung der Energie- und Klimawende entscheidende Zeit und zigtausende von Arbeitsplätzen verloren gehen.

„Die Zukunft ist erneuerbar“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake und erklärte, dass nur eine konsequente Fortführung der Energiewende in eine nachhaltige Energiezukunft führe. „Wer heute, wie Angela Merkel glaubt, durch Höflichkeitsbesuche bei Jubelfeiern der Atomlobby punkten zu können, verspielt mutwillig die Zukunft“. Auch mit Blick auf die zum Beispiel beim Energieriesen E.on drohenden massiven Arbeitsplatzverluste forderte Baake die Bundeskanzlerin auf, sich „besser da sehen zu lassen, wo Zukunft gestaltet wird, statt weiter für die Stabilisierung risikoreicher und ineffizienter Energiestrukturen aus dem vergangenen Jahrhundert zu werben“. Es sei ein von den Energiekonzernen gern verbreiteter Irrtum zu glauben, das neue und das alte Energiesystem könnten noch lange nebeneinander existieren. Baake: „Das Gegenteil ist richtig. Früher als viele meinen, müssen wir uns entscheiden: Entweder Uran und Kohle oder Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie. Das diktieren uns nicht Interessen oder Ideologie, sondern Klimaschutz und Physik.“

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06 Apr 2010

Öko-Strom ist nicht immer ökologisch

3 Kommentare Nachhaltiger Konsum, Umwelt und Klima

Eigentlich möchten Verbraucher, die Öko-Strom beziehen, dazu beitragen, dass mehr Energie aus regenerativen Quellen ins Netz kommt. Doch sie bewirken oftmals genau das Gegenteil: Der Umstieg deutscher Haushalte auf Öko-Strom sorgt direkt für den Bau zusätzlicher Kohle- und Atomkraftwerke. Das prangert das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST an. Denn die Strategie einiger Energieversorger ist es zum Beispiel, im Inland Öko-Strom zu vermarkten, der meist bei alten Wasserkraftwerken im Ausland eingekauft wird. Der ausländische Stromproduzent schließt die auftretende Angebotslücke, indem er in neue Kohle- oder Atomkraftwerke investiert. Es gibt noch eine andere Art der Schönfärberei, die Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, kritisiert: „Manche Stromkonzerne, die alle Arten von Energieerzeugung und maßgeschneiderte Tarife im Portfolio haben, bieten zwar der wachsenden Zahl von grünen Verbrauchern Öko-Strom an. Doch das geht auf Kosten des restlichen Energiemix, der einfach weniger Öko-Strom beinhaltet.

Dennoch gibt es auch Stromtarife, die durchaus empfehlenswert sind. Öko-Stromanbieter wie Naturstrom, Lichtblick, Greenpeace, Genial Grün, Naturenergie und Naturwatt heben sich als reine Ökostrom-Anbieter durch einen breit ausgelegten Öko-Energiemix mit neuer Technologie von der Masse ab.

Bei der Auswahl eines neuen Energieanbieters rät ÖKO-TEST Verbrauchern, sich umfassend über die Herkunft des Stroms zu informieren. Blumige Beschreibungen sollte man nicht akzeptieren, denn hinter dem Begriff „regenerative Stromquellen“ kann sich vieles verbergen wie 100 Prozent Wasser. Ob das Wasser aus alten abgeschriebenen Anlagen oder aus neuen Wasserwehren kommt, hier sind die Aussagen der Hersteller oftmals wenig detailliert.

Das ÖKO-TEST-Magazin feiert 25-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass finden Leser in der aktuellen April-Ausgabe noch mehr Tests als sonst. Das Heft kostet 3,80 Euro und ist seit dem 26. März 2010 im Zeitschriftenhandel erhältlich.

09 Mrz 2010

Neuer Kinofilm über die Energie-Revolution

Keine Kommentare Umwelt und Klima

Kinofilm über die Energie-RevolutionOhne Strom läuft nichts. Keine Frage, wir brauchen Energie. Doch allen ist klar, dass Kernenergie und die Stromgewinnung mit Kohle nichts mit Nachhaltigkeit zu tun haben. Wie wollen wir in Zukunft unseren Strom gewinnen? Der deutsche Journalist, Filmemacher und Produzent Carl-A. Fechner versucht mit seinem Dokumentarfilm Die 4. Revolution – Energy Autonomy (Kinostart 18. März) eine Antwort auf diese Frage zu finden. Einflussreiche Umweltaktivisten, Nobelpreisträger, innovative Unternehmer und Politiker zeigen ihre Vorstellung eines Umstieges auf 100% erneuerbare Energien innerhalb der nächsten 30 Jahre. Hierzu heißt es auf es auf der offiziellen Website des Films:

„Der Dokumentarfilm DIE 4. REVOLUTION – ENERGY AUTONOMY von Carl-A. Fechner steht für eine mitreißende Vision: Eine Welt-Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist ist – für jeden erreichbar, bezahlbar und sauber. Eine globale Umstrukturierung, die Machtverhältnisse neu ordnet und Kapital gerechter verteilt, könnte jetzt beginnen. Wir müssen es nur tun!

Wie – das zeigt Fechners Film anhand beispielhafter Projekte und ihrer Vorkämpfer in zehn Ländern: Das energieeffizienteste Bürogebäude der Welt steht in Deutschland und produziert mehr Energie, als es verbraucht. Erneuerbare Energien sichern Familien in Mali und Bangladesh über hautnahe Finanzierungsmodelle die Existenz. Alternative Energiekonzepte revolutionieren die Autoindustrie und fördern neue Wege der Mobilität.

In vierjähriger Produktionszeit begleiteten Carl-A. Fechner und sein Team engagierte Prominente, sprachen mit Top-Managern, afrikanischen Müttern, Bankern und ambitionierten Aktivisten auf der ganzen Welt. Am Ende des hochaktuellen Films kann für alle ein neuer Anfang stehen: Die 4. Revolution – Energy Autonomy.“