Schlagwort: Politik

11 Dez 2018

Frankreichs Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung

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Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung

Quelle: piu700 / pixelio.de

In die Tonne statt auf den Teller: Verschwendete Lebensmittel kosten nicht nur Geld. Auch Wasserverbrauch, Anbaufläche, Pestizide, stickstoffhaltiger Dünger und mehr schlagen negativ zu Buche. Dabei wird in Deutschland von Bundesland zu Bundesland verschieden mit dem Problem umgegangen. Während Baden-Württemberg zum Beispiel die Vermeidung von Lebensmittelabfällen im Abfallwirtschaftsplan stehen hat, hinken andere Bundesländer noch hinterher.

Rund 18 Millionen Tonnen und damit rund ein Drittel der deutschen Lebensmittelproduktion endet auf dem Müll. Aussortiert wird aber nicht ausschließlich im Privathaushalt. Schon auf dem Bauernhof werden Nahrungsmittel weggeworfen. Supermärkte entsorgen Produkte mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum. Auch Mensen, Imbisse und Großküchen werfen Essen weg – nur um einige Faktoren zu nennen.

Wie es anders geht, zeigt Frankreich, Heimat von Michelinsternen und Nouvelle Cuisine. Das Kulturland im Süden ist seit Jahrhunderten auch für seine gastronomischen Künste berühmt. Statt jedoch, wie woanders üblich, Berge von unregelmäßig geformtem Gemüse und Obst, unverkauften belegten Broten und mehr in Mülltonnen zu entsorgen, sind Supermärkte mit mindesten 400 Quadratmeter Ladenfläche seit fast drei Jahren gesetzlich verpflichtet, unverkaufte, aber noch genießbare Lebensmittel an Hilfsorganisationen zu spenden. Weiterlesen

06 Jun 2017

Der Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen – Ein Kommentar

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Das Pariser Klimaabkommen hat das Ziel, die Klimaerwärmung auf maximal 2°C gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu halten. Alle Staaten der Erde außer Syrien und Nicaragua haben das Übereinkommen unterzeichnet. Am 1. Juni 2017 hat Donald Trump den Austritt der USA oder zumindest die Neuverhandlung des Abkommens angekündigt.

Klimawandel ist real und hat bereits jetzt unsere Welt verändert. Durchschnittstemperaturen sind gestiegen, Gletscher tauen, der Frühling beginnt früher. Klimaschwankungen und Naturkatastrophen wie Stürme, Dürren oder Hitzesommer lassen sich nachweisen. Der Ausstieg der USA ist ein herbes Signal für die, die am meisten unter dem Klimawandel leiden. Die südpazifischen Inselstaaten wie beispielsweise die Malediven drohen unterzugehen aufgrund des Anstiegs des Meeresspiegels. 2080 sollen zwischen 10 und 300 Millionen Menschen betroffen sein. Viele in armen Ländern, aber auch in Europa (Niederlanden, Dänemark und den deutschen Überflutungsgebieten). All dies scheint Donald Trump nicht zu interessieren.

Die USA produzieren ca. 16 Prozent des jährlich ausgestoßenen CO2-Volumens (Stand 2016). Sie sind nach China der zweitgrößte Emittent von Treibhausgasen. Wenn die USA aus dem Pakt austreten, was ist er dann noch wert? Im Pariser Klimaabkommen sind nämlich auch Tools zur Erfassung von CO2 enthalten. Es kann also sein, dass nicht mehr die richtige Menge an ausgestoßenen Treibhausgasen erfasst wird. Außerdem stellt sich die Frage, ob nun anderen Staaten austreten. Bisher ist der Domino-Effekt glücklicherweise ausgeblieben.

Für die 192 verbleibenden Länder des Abkommens muss es nun heißen: Jetzt erst recht! Das Abkommen wird nicht neu verhandelt. Wir stehen zu unseren Versprechen und handeln auch so. Wir machen erst mit dem Klimaschutz. Für die Bundesregierung bedeutet das beispielsweise den Kohleausstieg umzusetzen. Und auch Privatpersonen können ihren Beitrag leisten: Endlich auf Ökostrom umsteigen oder ein Elektroauto kaufen. Es gibt also viel zu tun – direkt vor unserer Haustür. Dass die Weltmacht USA bei diesem global wichtigen Thema nicht mehr mitmachen möchte, darf uns nicht stoppen!

06 Dez 2013

Mitunterzeichner des Generationen-Manifests schreiben einen offenen Brief an die zukünftige Bundesregierung

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Das Generationen-ManifestDas Generationen-Manifest ist eine Initiative, die von der Utopia.de-Gründerin Claudia Langer und anderen initiiert wurde. Es umfasst Forderungen zu sozialen und ökologischen Themen. Bürger, Politiker und Unternehmer werden aufgefordert, sich für den gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Wandel in Deutschland einzusetzen. Zahlreiche Intellektuelle und Künstler unterstützen die Initiative. Darüber hinaus kann jeder unterschreiben. So sind bereits über 86.000 Unterschriften zusammen gekommen.

Am 03.12.2014 haben einige Mitunterzeichner des Generationen-Manifests einen offenen Brief an die zukünftige Bundesregierung gerichtet. Die Unterzeichner fordern dazu auf, zentrale Punkte des Koalitionsvertrages nachzubessern. Was haltet ihr davon? Hinterlasst ein Kommentar oder besucht die Webseite des Generationen-Manifests und unterschreibt dort.


Offener Brief an die künftige Bundesregierung, Berlin, 03.12.2013

Liebe Mitglieder der künftigen Bundesregierung,

wir, die Unterzeichner dieses Briefes machen uns große Sorgen, weil wir uns seit Jahren mit den großen Zukunftsthemen, wie Generationengerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Energie, Bildung und vielen anderen beschäftigen.

Nun blicken wir mit Sorge auf den Koalitionsvertrag. In zentralen Bereichen wie Energiewende, Klima, Bildung, Familienpolitik und Finanzen deutet sich eher ein Rückschritt an als die nötige Zukunftssicherung für kommende Generationen.
Die Koalitionsverhandlungen haben gezeigt, dass die Koalitionspartner derzeit einen mutlosen Minimalkonsens als Regierungsprogramm diskutieren und drängende Zukunftsfragen eine untergeordnete Rolle spielen.
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08 Aug 2013

Ist Wasser sparen in Deutschland sinnvoll?

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Schon im Kindesalter bringt man uns bei, Wasser zu sparen. Die EU-Kommission erwägt nun, Bürger dazu zu verpflichten. Aus einem vorläufigen „Arbeitsplan“ geht hervor, dass in naher Zukunft im europäischen Handel nur noch wassersparende Armaturen und Duschköpfe angeboten werden könnten. Ggfs. müssen Immobilien nachgerüstet werden. Ziel des Arbeitsplanes ist ein „ressourceneffizientes Europa“. Doch ist das Wassersparen überhaupt sinnvoll? Nein, sagen Kritiker und Experten.

Die Deutschen sind im europäischen Vergleich ohnehin bereits sehr sparsam. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist auf 130 Liter pro Tag gesunken. Vor zwanzig Jahren lag der Wert noch bei 150 Litern. Für die Gegner des Wassersparens ist dies keine gute Entwicklung. Sie sehen die Nachteile, die im Video der WDR Servicezeit dargestellt werden:

Das deutsche Wasserversorgungsnetz wurde in den 1970er-Jahren für einen viel höheren Wasserverbrauch konzipiert. Wenn zu wenig Abwasser durch die Wassersysteme fließt, entstehen Ablagerungen, die zu Verstopfungen und Gestank führen können. Außerdem darf das Wasser nicht in den Rohren stehen, um belastende Keime und Korrosion zu verhindern. Die Wasserversorger spülen deshalb die Rohre und Kanäle mit Trinkwasser durch.
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11 Okt 2012

Die Deutsche Umwelthilfe ruft zur Reduzierung von Einweg-Plastiktüten auf

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Einweg-Plastik kommt nicht in die TüteDeutschland gehört mit 5,3 Milliarden verbrauchten Plastiktüten pro Jahr zu den Spitzenreitern im europäischen Vergleich – neben Spanien, Italien und Großbritannien. Mitte 2011 hat die Europäische Kommission eine Online-Umfrage zum Umgang mit Einweg-Plastiktüten durchgeführt. Mit 53% sprach sich die Mehrheit der Teilnehmer für ein Verbot aus. Der EU-Umweltkommissar Janez Potočnik hat jedoch bisher nicht veröffentlicht, welche Konsequenzen daraus abgeleitet werden.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat nun die Kampagne „Einweg-Plastik kommt nicht in die Tüte“ gestartet. Ziel ist es, das Abfallaufkommen von Einweg-Plastiktüten zu verringern. Um dies zu erreichen, fordert die DUH, Plastiktüten zusätzlich zum üblichen Preis im Einzelhandel mit einer Abgabe in Höhe von 20 Cent zu belegen. Vorreiter sei Irland, wo der Verbrauch von Plastiktüten infolge einer Zwangsabgabe (zunächst 15 Cent, dann 22 Cent und zuletzt 44 Cent) um 97% gesunken sei. Die so erwirtschafteten staatlichen Einnahmen sollten für die Umwelterziehung von Jung und Alt verwendet werden.

In diesem Sinn ruft die DUH Verbraucher zum Umstieg von Einweg-Tragetaschen auf Alternativen wie Mehrweg-Tragetaschen aus Jute, Baumwolle oder recycelten Kunststofffasern auf. Um Ressourcen zu schonen und uns vor weiteren Abgaben zu bewahren, ist deshalb jeder aufgerufen, schon jetzt freiwillig mitzumachen!

18 Jan 2012

Ergebnisse der Umfrage zum Verbot von Plastiktüten

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Wir hatten Mitte 2011 über die Umfrage der EU-Kommission zu einem eventuellen Verbot von Kunststoff-Tragetaschen berichtet. Damals hatte die Umfrage für Wirbel gesorgt. Insbesondere die Kunststoff produzierende und verarbeitende Industrie in Deutschland zeigte sich wenig begeistert von dem Vorstoß auf europäischer Ebene. Inzwischen liegen die Ergebnisse der Studie vor.

Der Online-Fragebogen wurde von über 15.500 Teilnehmern ausgefüllt. Davon waren 97% als einzelne Bürger registriert und die Übrigen als Vertreter aus Industrie, Wirtschaft, Umweltgruppen und öffentlichen Institutionen.

Mit 53% spricht sich die Mehrheit der Teilnehmer für ein Verbot aus. Lediglich 12% glauben, dass die bisherigen Maßnahmen in diesem Bereich ausreichen. 65% bejahen einen Handlungsbedarf bei Kunststoff-Tragetaschen. 31% der Befragten würde statt einem Verbot auch eine Tütengebühr ausreichen. Während 58% angeben, dass biologisch abbaubare Tüten für Sie eine Alternative darstellen und deshalb von einem Verbot oder einer Gebühr ausgenommen werden sollten, fordern 23% auch für diese Tüten keine Ausnahmen.

Welche Konsequenzen die Kommission aus den Umfrageergebnissen ziehen wird, hat sie bisher nicht erklärt. Ob die Kunststoff-Tragetasche bald Geschichte ist, bleibt deshalb abzuwarten.


Dieser Gastbeitrag ist von Nicola, die als Juristin im Bereich Verpackungsverordnung und Abfallentsorgung tätig ist. Vielen Dank!

29 Dez 2011

Das war 2011. Alles Gute für’s kommende Jahr…

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Google hat einen emotionalen Rückblick aus den populärsten Suchbegriffen des Jahres 2011 gebastelt. Ja, es ist viel passiert: Erdbeben und Tsunami in Japan, die Katastrophe von Fukushima, Überschwemmungen in Brasilien und Thailand, die Hinrichtung von Osama bin Laden, Proteste in Griechenland, arabischer Frühling, die Occupy-Bewegung, Todesfälle von Promis, jede Menge Klatsch und Tratsch. Insgesamt viele Katastrophen, viel zu wenige gute Nachrichten. Europa kommt ein bisschen zu kurz – genauso wie die vielen ganz privaten Ereignisse von uns allen. Also, wünschen wir uns, dass 2012 im Großen und im Kleinen ein schönes Jahr wird. Möge es im nächsten Rückblick mehr gute Nachrichten geben. Frohes neues Jahr!