Schlagwort: Recycling

26 Jul 2011

Tolle Ideen zum Basteln und Heimwerken

2 Kommentare Umdenken und Mitmachen

Die Baumarkt-Kette OBI hat den schönen Blog „Selbstgemacht!“ ins Leben gerufen. Jeder kann dort seine kreativen Ideen zum Basteln und Heimwerken hochladen. Es wird jeweils beschrieben, wie man die Idee umsetzt und welche Materialien man dafür braucht. Auf Fotos sieht man, wie das Selbstgemachte aussehen wird. Außerdem ist es möglich, die Vorschläge zu kommentieren und zu bewerten. Hier einige tolle Ideen, die zum Nachmachen anregen:

Katzen-Dschungel und Kletterpark

Katzen-Dschungel und KletterparkDie Bauanleitung der „Katzeneltern“ eignet sich für Anfänger. Es wird ein Katzenspielplatz gebaut. Dafür benötigt man verschiedenes Holz, Seil, Lasur, Leim, Spieße und Schrauben. Als Werkzeug lediglich eine Stichsäge und einen Akkuschrauber. Das Ergebnis kann sich mit jedem gekauften Produkt messen und ist wahrscheinlich sogar gesünder für die Tiere, wenn man alte Hölzer aus dem Wald verwendet.

Dekorative Windfahnen

Dekorative WindfahnenIn dieser Anleitung geht es um dekorative Windfahnen. Sie passen gut in die Weihnachts- und Winterzeit. Aus Gewindestangen, Nylon, Schnüren und Nähseide entstehen schöne Deko-Gegenstände, die in den Garten gesteckt werden können.

Baumhaus

BaumhausAls Idee des Monats Februar 2011 wurde eine Anleitung zum Bau eines Baumhauses gewählt. Das Baumhaus ist 2,20m x 2,20m groß und in 2m Höhe. Für Kinder bestimmt ein großer Spaß. Für die Bauherren möglicherweise auch – immerhin waren wohl zwei Leute mehrere Tage mit dem Bau beschäftigt. Der Bauherr räumt übrigens ein, dass der Baum keinen Schaden nimmt. Die Materialkosten liegen bei ca. 450 Euro.

Schuhkühlschrank

SchuhkühlschrankBesonders gut hat mir der Schuhkühlschrank gefallen. Es gibt zwar keine Anleitung, aber das Bild spricht für sich. Den alten Kühlschrank (oder wahlweise auch der Retro-Kühlschrank) wird einfach für die Lagerung von Schuhen verwendet – eine ganz neue Form des Recyclings. Einfach und witzig!

Fotos: OBI GmbH & Co. Deutschland KG

08 Jul 2011

Mehrwegflaschen sind ökologischer als Einweg-Pfand und Grüner Punkt

Keine Kommentare Nachhaltiger Konsum

Mehrwegflaschen zeigen nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Vorteile. Insgesamt sind Pfandsysteme für Getränkeverpackungen insbesondere aus ökologischer Sicht, aber auch unter bestimmten ökonomischen und sozialen Aspekten vorteilhaft. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Mehrweg- und Recyclingsysteme für ausgewählte Getränkeverpackungen aus Nachhaltigkeitssicht“, die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC für die Deutsche Umwelthilfe e.V. erstellt hat.

Die vorliegende Studie vergleicht erstmals umfassend die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen der drei wesentlichen Rücknahme- und Recyclingsysteme für Getränkeverpackungen: Pfandsysteme für Mehrweg- und Einweggetränkeverpackungen sowie Grüner-Punkt-Systeme für Einweggetränkeverpackungen. Berücksichtigt werden alle Stufen der Wertschöpfung – von der Abfüllung über die Distribution und Rücknahme bis zur Wiederbefüllung bzw. Verwertung und Entsorgung. In die Bewertung fließen Faktoren wie z.B. Ressourcenverbrauch, Recyclingquoten, Recyclingqualität, Systemkosten, Beschäftigungseffekte und Abfallaufkommen ein.

„Das Mehrwegsystem ist kein Selbstläufer. Dies zeigt die seit Jahren sinkende Mehrwegquote. Vor allem für große Hersteller mit einer zentralisierten Abfüllorganisation und den Einzelhandel sind Einwegsysteme in der Regel aus ökonomischer Sicht vorteilhafter. Bezieht man ökologische und soziale Auswirkungen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit mit ein, ist eine Förderung effizient funktionierender Mehrwegsysteme gesamtwirtschaftlich sinnvoll“, kommentiert Dieter Horst, Nachhaltigkeitsexperte im Bereich Sustainability Services von PwC. Weiterlesen

22 Jun 2011

Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb „RecyclingDesignpreis 2012“

Keine Kommentare Umwelt und Klima

RecyclingDesignpreis 2012Zum fünften Mal lobt der Arbeitskreis Recycling e.V./ RecyclingBörse! den „RecyclingDesignpreis“ aus. Der RecyclingDesignpreis ist ein „offener“ Wettbewerb, bei dem ohne Altersbeschränkung alle Kreativen, Designer/innen und Gestalter/innen mit professioneller oder semiprofessioneller Ausbildung eingeladen sind, ihre Arbeiten und Entwürfe einzureichen.

Es ist gefordert, aus „Abfall“ und/ oder industriellen/ handwerklichen Produktionsrückständen Objekte und Gegenstände für den alltäglichen praktischen Gebrauch oder für Dekorations-und Ausstattungszwecke zu entwerfen. Ausgeschlossen sind Materialien, für die es ein Pfandsystem gibt. Durch die Verwendung und den Gebrauch von weggeworfenen Dingen soll Nutzloses nutzbar gemacht werden. Das scheinbar Nutzlose, Weggeworfene soll für neue Produkte wiederverwendet werden. Das Spektrum gefragter Entwicklungen reicht von Deko-Artikeln über Möbel und Kleidung/Textilien bis Accessoires. Es gilt, den „verborgenen Sinn weggeworfener Dinge“ zu entdecken und nutzbar zu machen. Einsendeschluss für Designer/innen und Designstudierende ist der 31.Oktober 2011.

03 Jun 2011

Werden Plastiktüten bald verboten?

2 Kommentare Umdenken und Mitmachen

Einkaufskorb statt Plastiktüte? Möglicherweise stellt sich diese Frage bald nicht mehr. Die EU-Kommission hat Mitte Mai erklärt, ein Verbot von Plastiktüten bzw. die Einführung einer Steuer auf Plastiktüten zu prüfen. Ziel ist es, die Umweltbelastung durch Plastiktüten zu vermindern. Um bereits vorliegende wissenschaftliche Studien zu ergänzen, verschafft sie sich derzeit in einer Online-Befragung einen Überblick über das Meinungsbild zu diesem Thema. EU-Bürger und Vertreter der Verpackungsindustrie können so bis August ihre Sichtweise zur Zukunft der Plastiktüte mitteilen. Im Rahmen der Befragung können sie außerdem angeben, wie biologisch abbaubare Verpackungen mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden können.

Mit der Einführung von Selbstbedienungsläden und durch den Konsum in der Zeit des Wirtschaftswunders entwickelte sich die Plastiktüte seit den 50er Jahren zum ständigen Begleiter des deutschen Verbrauchers. Inzwischen steht aber fest, dass Plastiktüten steigende Müllberge begünstigen und jahrzehntelang unsere Umwelt belasten – selbst wenn man sie nur wenige Minuten benutzt. Dies erklärte auch der EU-Umweltkommissar Janez Potocnik Mitte Mai. Nach Angaben der Kommission verbraucht der EU-Bürger pro Jahr durchschnittlich rund 500 Plastiktragetaschen. Zum Risiko wird der Plastikmüll insbesondere dann, wenn er im Meer landet und dort Tiere und Pflanzen gefährdet. Allein im Mittelmeer treiben derzeit rund 250 Milliarden Kunststoff-Teilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen.

Um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, ist es wichtig, dass europaweit einheitlich über die Zukunft der Plastiktüte entschieden wird. In einigen Mitgliedsstaaten gehen die Behörden schon mit Abgaben oder Teilverboten gegen Plastiktüten vor, nicht aber in Deutschland. Gemäß der Verpackungsverordnung müssen die Hersteller der Plastiktüten ein Entgelt an ein duales System zahlen, das sich um die Wiederwertung oder umweltschonende Entsorgung der Tüten kümmert. Deshalb liegen die Kosten inzwischen bei bis zu 30 Cent pro Plastikbeutel. Mit 65 Tüten pro Jahr und Bürger verbrauchen die Deutschen allerdings deutlich weniger Tüten als der EU-Durchschnitt. Zwar zeigt eine Studie des Bundesumweltamtes, dass die umstrittenen Tragetaschen im Vergleich zu Papiertüten gar keine so schlechte Umweltbilanz aufweisen, wenn man etwa auch den Energieverbrauch bei der Herstellung vergleicht. Letztlich belegt dies aber nur, dass Einwegtüten keine Alternative zu Einkaufskörben und Taschen sind, die über Jahre hinweg immer wieder benutzt werden können. Dennoch ist es vielleicht nicht schlecht, auch zukünftig in Notfällen auf eine Plastik- oder Papiertüte zurückgreifen zu können, um sie dann als Müllbeutel wiederzuverwenden.

Wer sich an der Umfrage der EU-Kommission beteiligen möchte, kann bis zum 09.08.2011 hier abstimmen.


Dieser Gastbeitrag ist von Nicola, die als Juristin im Bereich Verpackungsverordnung und Abfallentsorgung tätig ist. Vielen Dank!

28 Mai 2011

Skurriles aus aller Welt: Krawatten aus Holz

2 Kommentare Nachhaltiger Konsum
Holzkrawatte

Fotos: Jaymi Heimbuch / TreeHugger und Wood Thumb

Für manche ist es schon ungewöhnlich, eine Krawatte zu tragen. Aber es geht noch ungewöhnlicher – nämlich eine Holzkrawatte zu tragen. Die Firma Wood Thumb aus San Francisco stellt die Holzkrawatten her. Verwendet wird Abfallholz beispielsweise von Baustellen – also vorbildliches Recycling und besonders nachhaltig, weil die Holzkrawatten sehr robust sind und ewig halten. Außerdem sind sie bügelfrei 😉

Die Krawatten werden in Handarbeit hergestellt. Sie bestehen aus mehreren Einzelteilen, so dass die Krawatten beweglich sind. Da sie die gewohnte Form haben, wird man womöglich nicht sofort erkennen, dass es sich um ein Holz-Accessoire handelt. Doch bei näherem Betrachten fällt die Holzmaserung mit den Jahresringen auf. Auf jeden Fall ein Hingucker und ein Gesprächsthema!

Die Holzkrawatten kosten 34$ plus Versandkosten und sind in zwei Längen im Online-Shop von Wood Thumb erhältlich.

28 Mai 2011

Was bedeutet die Wertstofftonne für den Verbraucher?

Keine Kommentare Umwelt und Klima
Was bedeutet die Wertstofftonne für den Verbraucher?

Quelle: Rolf van Melis / pixelio.de

1991 wurde mit der Einführung der Verpackungsverordnung in Deutschland der Grundstein für die getrennte Sammlung von Abfällen in deutschen Haushalten gelegt. Damals noch neue Begriffe wie gelbe Tonne oder „Der Grüne Punkt“ sind inzwischen jedem Verbraucher bekannt. Eine Verbraucherbefragung der Arbeitsgemeinschaft Verpackung + Umwelt e.V. hat ergeben, dass es mehr als 90% der Verbraucher gut finden, Wertstoffe getrennt zu sammeln, um sie dem Recycling zuzuführen.

Die Bundesregierung muss nun die EU Richtlinie 2008/98/EG vom 19.11.2008 umsetzen. Dabei soll die Wertstofftonne eingeführt werden, um die werthaltigen Abfälle aus privaten Haushalten effizienter als bisher zu erfassen, sie hochwertig zu verwerten und um deren Ressourcenpotential nachhaltiger zu nutzen. Am 30.03.2011 wurde ein entsprechender Gesetzesentwurf des Kreislaufwirtschaftsgesetzes durch die Bundesregierung beschlossen, über den nun in den parlamentarischen Gremien entschieden wird.

Doch was genau bedeutet die Wertstofftonne für den Verbraucher?

Während in der gelben Tonne oder dem gelben Sack bisher ausschließlich Verpackungsabfälle gesammelt werden, sollen über die Wertstofftonne zukünftig „stoffgleiche Nichtverpackungen“ gesammelt werden. Stoffgleiche Nichtverpackungen sind Gegenstände, die aus den gleichen Materialien (Kunststoff oder Metall) wie der Verpackungsmüll bestehen, aber keine Verpackungen sind, sondern Produkte wie z.B. Pfannen, Töpfe, Schüsseln, Dekoartikel, altes Spielzeug usw. Noch ist unklar, ob auch alte Elektrogeräte wie Handys, Radios oder Computerzubehör in der Wertstofftonne entsorgt werden dürfen. Dies wird erst im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens oder in einer möglichen Wertstoffverordnung festgelegt.

Unklar ist derzeit auch noch, ob die Wertstofftonne tatsächlich in Form einer zusätzlichen Tonne zur gelben Tonne bzw. dem gelben Sack eingeführt wird. Über die konkrete Ausgestaltung gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Diese reichen von der Einführung einer zusätzlichen roten Wertstofftonne über einen roten Sack, der in die gelbe Tonne geworfen wird, bis zu einer gemeinsamen Sammlung nur über die gelbe Tonne.

Die unterschiedlichen Vorstellungen hängen vermutlich damit zusammen, dass es bei diesem Thema um viel Geld geht. Haben die Abfälle einen Wert, weil sie über das Recycling wieder zu nachgefragten Rohstoffen gemacht werden können, so möchten sowohl die Kommunen als auch die dualen Systeme ihre Anteile an dem Sammelgemisch nicht durch eine gemeinsame Sammlung verwischen oder verlieren. Derzeit zeichnet sich deshalb ab, dass es regional sehr unterschiedliche Lösungen für die Wertstofftonne geben wird. Es bleibt zu hoffen, dass am Ende eine bürgerfreundliche Lösung entsteht. Eine weitere Tonne, die Platz wegnimmt, ist wohl nicht für jeden Bürger optimal.

Unabhängig von den derzeit noch offenen Fragen, ist die Einführung einer Wertstofftonne aus ökologischer Sicht ein sinnvoller Beitrag zur Verbesserung der Ressourceneffizienz. Um eine möglichst gute Lösung für die offenen Fragen zu finden, läuft derzeit unter Beteiligung der verschiedenen Akteure am Markt ein Planspiel zur Fortentwicklung der Verpackungsverordnung, das vom Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesumweltministeriums betreut wird. Bleibt abzuwarten, was dabei herauskommt…


Dieser Gastbeitrag ist von Nicola, die als Juristin im Bereich Verpackungsverordnung und Abfallentsorgung tätig ist. Vielen Dank!

07 Apr 2011

TerraCycle sammelt Abfall für den guten Zweck

2 Kommentare Social Entrepreneurs, Umdenken und Mitmachen

TerraCycle„Abfall abschaffen!“ So lautet das Motto von TerraCycle, einem Unternehmen, das einen einzigartigen Wiederverwertungstrend geschaffen hat. Von Weinfässern über MP3 Playern zu Zahnpastatuben recycelt und upcycelt das Unternehmen verschiedenste Verpackungen und Produkte, die ansonsten schwer wiederzuverwerten sind. Was die Recycling-Programmen so besonders macht, ist die Kooperation mit bedeutenden Konsumgütermarken, das aktive Engagement von den Verbrauchern und die Unterstützung von gemeinnützigen Projekten.

TerraCycle arbeitet mit 60 Marken in 12 Ländern zusammen, um Lösungen für ihre Verbrauchsverpackungen und Fabrikabfälle zu finden. Zu den Kooperationspartnern gehören unter anderen Marken wie Johnson&Johnson, Kraft, Mars, und Nestle. Durch diese Partnerschaften können die Recycling-Programme kostenlos angeboten und Geld für wohltätige Zwecke gespendet werden.

Je nach Sammelprogramm, Brigade genannt, können sich Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Institutionen oder Privatpersonen anmelden und die jeweiligen Verpackungen oder Produkte portofrei einschicken. Pro Abfalleinheit, die in ein TerraCycle Lager eingeht, werden dann 2 Cent an eine gemeinnützige Organisation nach Wahl des Teilnehmers gespendet. Die Brigaden tragen somit nicht nur zu einer nachhaltigeren Verarbeitung von Abfallmaterialien bei, sondern fördern auch das Umweltbewusstsein von Verbrauchern und unterstützen gleichzeitig gemeinnützige Organisationen. Derzeit sammeln weltweit über 15 Millionen Menschen Abfall für TerraCycle, deren Einsatz monatlich zu Spenden um rund 100.000 Euro beiträgt.

Ein leerer Stift ist kein nutzloser Restmüll, sondern Rohstoff für neue Produkte.

Jetzt startet TerraCycle in Kooperation mit dem Stiftehersteller BIC das erste Recycling-Programm für leere Stifte in Deutschland. Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Institutionen und Vereine können ab sofort Schreibgeräte und Korrekturmittel aller Marken sammeln und einschicken. Diese werden dann zu neuen Produkten wie Stiftehalter oder Gießkannen verarbeitet. Ein leerer Stift ist also kein nutzloser Restmüll, sondern Geld wert und Rohstoff für neue Produkte. „Sammeln statt wegwerfen“, lautet deshalb die Devise!