Schlagwort: Sparen

24 Jan 2011

Grünspar.de hilft beim Sparen von Wasser, Strom und Heizkosten

1 Kommentar Nachhaltiger Konsum, Social Entrepreneurs

Mit ihrem Online-Energiesparshop Grünspar.de wollen zwei Münsteraner Studenten – ganz bescheiden – die Welt verbessern. Sebastian und Martin möchten energiesparende Produkte an Mann und Frau bringen und zeigen, dass Energie sparen smart und einfach ist. Bei Grünspar sind nicht nur Energiesparlampen und LED-Leuchtmittel im Angebot, sondern ein großes Sortiment an Helfern zum Sparen von Wasser, Strom und Heizkosten sowie allerlei weitere ressourcenschonende Produkte. Hier einige Beispiele:

Der papiersparende Papierkorb
Bestimmt druckst Du Seiten aus, die Rechtschreibfehler enthalten, falsche Farben haben oder aus anderen Gründen unbrauchbar sind. Oft landen diese Fehldrucke im Papierkorb. Da kann pro Jahr schon ein großer Stapel Papier zustande kommen, der als Schmierpapier genutzt werden könnte. Genau da setzt der von Grünspar entwickelte Papier-Ablage-Korb (kurz PAK) an, denn er kombiniert den Papierkorb mit einer Schmierpapier-Ablage. So kann direkt vor dem Wegwerfen entschieden werden, ob der Fehldruck doch eher als Schmierpapier wiederverwendet werden kann – und das noch in derselben Handbewegung.

Duschen wie immer – nur 50% billiger
Ein normaler Duschkopf verbraucht pro Minute rund 15 Liter. Das ist viel! Mit einem Wasserspar-Duschkopf werden daraus rund 7 Liter – ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Zusätzlich kann ein Duschcoach (eine Sanduhr für die Badezimmer-Wand) beim Einhalten der Duschzeit helfen (was natürlich erfahrungsgemäß morgens nicht immer ganz einfach ist).

Auch mit den Produkten der anderen Shopkategorien von Grünspar lassen sich an verschiedenen, teilweise nicht auf den ersten Blick ersichtlichen Stellen einige Euro sparen. Das freut den Geldbeutel und die Umwelt. Es lohnt sich also, durch das Sortiment zu stöbern.

Sebastian und Martin versuchen vor allem jungen Leuten und Studenten das „Grünsparen“ nahe zu legen – schließlich kennen die beiden aus eigener Erfahrung den Schock, den die unerwartete Nachzahlung bei den örtlichen Stadtwerken auslöst. Ganz nach ihrem Motto: Grünsparen statt schwarzärgern.

07 Dez 2010

Ein Selbstversuch zum Klimaschutz in den eigenen vier Wänden

2 Kommentare Nachhaltiger Konsum, Umdenken und Mitmachen, Umwelt und Klima

Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch.

Anke Stöppel schrieb im Sommersemester 2009 ihre Diplomarbeit zum Thema „Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch.“ Sie hatte sich die Aufgabe gestellt, möglichst viele Tipps zum Klimaschutz in den eigenen vier Wänden zusammenzustellen und diese anschließend selbst auszuprobieren. Ihre Ergebnisse sind jetzt als Buch erschienen.

Während sich die bereits vorhandene Literatur auf 11, 33 oder 50 Tipps zum Klimaschutz beschränkt, trug die Autorin über 300 Tipps zusammen. Selbstversuche dieser Art gab es bisher nur in England (Leo Hickman) und in den USA (Colin Beavan), nicht aber in Deutschland. Die Zusammenstellung von theoretischem Text und Selbstversuch ist gänzlich neu. Es folgen einige Beispiele…

Selbstversuch: Wasser sparen

Selbstversuch: Wasser sparenVor dem Duschen musste Anke Stöppel etwa 50 Sekunden lang darauf warten, dass warmes Wasser aus der Leitung kommt. Das kalte Wasser hat sie aufgefangen, um es später weiter zu verwenden. Zum Beispiel wurden damit Eier oder Kartoffeln gekocht. Nach dem Kochvorgang enthält das Wasser Mineralien und eignet sich somit als Dünger für die Pflanzen.

Selbstversuch: Wasser sparen

Die Autorin führte ständige Kontrollen durch, wann wie viel Wasser verwendet wurde. Allein durch das Führen der Strichlisten hat sich der Wasserbedarf verringert, da das schlechte Gewissen mit jedem hinzufügten Strich erneut zuschlug.

Selbstversuch: Fensterbank-Garten

Die Fensterbank wurde zum Garten. Anke Stöppel erntete zum Beispiel Tomaten, Salate, Kräuter, Paprika und Chili. Außerdem gab es Sprossen aus dem Sprossenhaus.

Selbstversuch: Ernährung

Die Autorin stellte ihre Ernährung um und ass nur noch Nahrungsmittel aus kontrolliert biologischem Anbau, die der Saison entsprachen und aus der Region kamen. Sie verzichtete fast vollständig auf Fleisch. Konservendosen und Tiefkühlkost waren gestrichen. Statt Mineralwasser gab es Leitungswasser.


Die Selbstversuche umfassten alle Bereiche des Lebens. Von der Energie über die Ressourcen, von der Ernährung bis zur Kleidung. Alle Erfahrungen sind im Buch „Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch.“ zu finden.

Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch.
Text und Gestaltung: Anke Stöppel
Broschiert: 332 Seiten
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3839182987
Preis: 29,99 Euro

22 Okt 2010

BILD und Rewe werben mit irreführender Werbung für Billig-Energiesparlampen

1 Kommentar Nachhaltiger Konsum

Unter dem Motto „Aktionswoche zur Nachhaltigkeit“ haben BILD und die Rewe-Gruppe in einer gemeinsamen Aktion billige Energiesparlampen der Marke Logo auf Seite 1 der BILD-Zeitung beworben. Mit einer „Nimm 3, zahl 2“-Aktion sollte der Absatz von Lampen der Rewe-Eigenmarke in den Filialen der toom BauMarkt GmbH erhöht werden. Laut Anzeige wurden die Lampen als Energiesparlampen der Energieklasse A beworben.

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) stellte aber fest, dass die beworbene glühlampenförmige Lampe die entsprechenden Energieeffizienzkriterien nicht erfüllt: Sie entsprach nur der Energieklasse B. Die toom BauMarkt GmbH gab daraufhin eine Unterlassungserklärung gegenüber der DUH ab. Der Aktionspartner BILD hingegen war nicht bereit, eine entsprechende Unterlassungserklärung abzugeben, daher erwirkte die DUH vor dem Landgericht Berlin gegenüber der Axel Springer AG eine einstweilige Verfügung.

„Im Rahmen einer ‚Aktionswoche zur Nachhaltigkeit‘ haben BILD und Rewe Energiesparlampen mit niedriger Energieeffizienz verramscht. Mit falschen Angaben zur Energieeffizienz wurden die Verbraucher getäuscht und zum Kauf niederwertiger Energiesparlampen verleitet. Unter dem Deckmantel des Klimaschutzes wird mit solchen den Verbraucher täuschenden Aktionen eine grundsätzlich positive Technologie wie die Energiesparlampe diskreditiert“, kritisiert DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Er warnt grundsätzlich vor Ramschangeboten bei Energiesparlampen, wie sie gerade bei Discountern üblich sind. „Es existieren große Qualitätsunterschied bei Energiesparlampen. Billigware ist oft keine gute Wahl, weder für die Umwelt, noch – wenn man Lebensdauer und Stromkosten berücksichtigt – für den Geldbeutel.“ Weiterlesen

04 Okt 2010

Was tun, wenn eine quecksilberhaltige Energiesparbirne zerbricht?

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Mit dem Siegeszug von Energiesparlampen ist Quecksilber in die Haushalte zurück gekehrt. Ohne das giftige Schwermetall leuchten die sparsamen Birnen nicht. Bis zu fünf Milligramm davon enthält eine Kompaktleuchte. Zerschellt sie am Boden, breitet sich Quecksilber als Gas dort zuerst aus – Kinder sind also am meisten gefährdet, es einzuatmen, berichtet die „Apotheken Umschau“. Das Umweltbundesamt empfiehlt, in Kinderzimmern, Kindergärten und überall, wo eine erhöhte Bruchgefahr besteht, doppelwandige Leuchten zu verwenden. Ist das Malheur dennoch passiert, verlässt man am besten erst einmal den Raum für mindestens 15 Minuten und lüftet gründlich. Auf keinen Fall soll man die Splitter sofort mit dem Staubsauger entfernen – dadurch verteilt sich das Gas erst im ganzen Raum, haben US-Forscher herausgefunden. Die Splitter werden später sorgfältig mit Gummihandschuhen aufgelesen und in einem gut verschließbaren Glasgefäß gesammelt. Von Teppichböden lassen sie sich besser mit einem Klebeband abheben. Alle Reinigungs-Utensilien sollen zusammen in einem luftdichten Plastikbeutel verpackt in den Sondermüll gegeben werden.

Quelle: Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 10/2010 A

21 Sep 2010

Auch kostengünstige Maßnahmen können die Energieeffizienz einer Immobilie verbessern

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Ein neues Dach hilft Energie sparen, doch auch andere Maßnahmen lohnen sich, © Rainer Sturm / PIXELIO

Wer sich den Wunsch nach einem Eigenheim erfüllen möchte, kann bauen oder ein fertiges Haus kaufen. Entschließt man sich zu Letzterem, muss man ggfs. Nachteile in Kauf nehmen, denn in der Vergangenheit wurde anders gebaut, als es heute der Fall ist. Dies bezieht sich nicht nur auf optische Aspekte, sondern vor allem auf energetische.

Erst Ende der 70er Jahre wurde die erste Verordnung erlassen, die Mindestansprüche an bauliche Maßnahmen hinsichtlich der Senkung des Energieverbrauchs festlegte. Diese Verordnung wurde 2002 von der Energieeinsparverordnung – kurz EnEV – abgelöst, die die Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagenverordnung zu einem Vorschriftenwerk zusammenfasst. Die Energieeffizienz vieler alter Häuser entspricht nicht mehr den heutigen Vorgaben und Ansprüchen.

Viele Immobilienbesitzer schrecken vor einer umfassenden Modernisierung zurück, da diese oftmals mit hohen Kosten verbunden ist. Die Dämmung des Dachs oder die Erneuerung von Fenstern oder der Heizungsanlage sind beispielsweise sehr kostspielig. Diese Investitionen sollten jedoch auch im Interesse des Hausbesitzers sein – obwohl sie sich nicht sofort auszahlen. Solche Maßnahmen sparen erst auf lange Sicht bares Geld. Außerdem leistet man einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Doch auch mit kleineren, finanziell weniger aufwendigen Eingriffen lässt sich die Energiebilanz eines Hauses verbessern. Undichte Fenster und Türen kann man mit einfachem, selbstklebendem Dichtungsband aus dem Baumarkt wind- und wetterfest machen. Offen geführte Rohrleitungen können zum Beispiel gedämmt werden, indem man ihnen einen Mantel aus Mineralwolle oder Polyethylenschaum verpasst, was nicht mehr als 150 Euro kostet. So geht Wärme nicht sinnlos verloren. Diese Maßnahme lässt sich mit der Dämmung der Kellerdecke mit Dämmstoffplatten kombinieren. Dabei entstehen Kosten in Höhe von ca. 2000 Euro, die sich aufgrund von niedrigeren Heizungsrechnungen ebenfalls amortisieren.

Um herauszufinden, welche die geeigneten Maßnahmen für das eigene Haus sind, kann man einen Energieberater kontaktieren. Dieser nimmt den aktuellen Ist-Zustand ihres Hauses auf und kann anhand der Energieanalyse eine Aussage darüber treffen, welche Modernisierungsmaßnahmen für das jeweilige Haus am sinnvollsten sind und welche Kosten auf den Hausbesitzer zukommen. Eine Energieberatung für ein Ein- oder Zweifamilienhaus schlägt mit etwa 600 – 700 Euro zu Buche, wird jedoch mit 300 Euro vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert. Auch Besitzer von Mehrfamilienhäusern können diese Förderung in Anspruch nehmen.

19 Aug 2010

Energie und Geld sparen beim Hausbau und Haussanierung – so funktionieren die Förderprogramme der KfW

3 Kommentare neue Technologien, Umdenken und Mitmachen

Auf Eines können sich Immobilienbesitzer auch zukünftig verlassen: auf steigende Kosten für Heizung und Warmwasser. Baut man jedoch von vorherein energieeffizient – etwa ein KfW-Effizienzhaus 40 – kann man dem gelassen entgegensehen. Mit zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen aus dem Programm „Energieeffizient Bauen“ der KfW behält man zudem auch die Baukosten im Griff. Wie das in der Praxis aussieht, erklären Experten und Betroffene in diesem Ratgeber-Podcast:

Altbauten können wahre Energieverschwender sein. Veraltete Heizungen, fehlende Dämmung an Fassade und Dach, undichte Fenster. Eine umfassende energetische Sanierung kann hier Abhilfe schaffen. Die nicht unerheblichen Baukosten der Sanierung können mit Krediten und Zuschüssen aus dem KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ günstig finanziert werden. Vorgabe ist allerdings, dass die sanierte Immobilie – maximal – 15 Prozent mehr Energie verbrauchen darf als ein vergleichbarer Neubau. Besser jedoch: man unterschreitet die Vorgaben der Energieeinsparverordung EnEV 2009 noch deutlicher. Denn: das schont nicht nur die Haushaltskasse, sondern sichert außerdem excellente Konditionen der KfW-Förderung. Mehr dazu im Podcast der KfW:

07 Aug 2010

Die Helligkeit von Lampen wird bald in Lumen ausgewiesen

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Der Maßstab für die Helligkeit von Energiesparlampen ist nicht die Watt-Zahl, sondern die Lumen-Angabe (Quelle: obs/MEGAMAN Energiesparlampen - IDV GmbH).

Am 1. September 2010 tritt die zweite Stufe des EU-Glühlampenausstiegs in Kraft. Dadurch werden haushaltsübliche 75 Watt Glühlampen vom Markt verschwinden. Hinzu kommen umfassende Verpackungsbestimmungen, mit denen die EU die Verbraucherinformation beim Kauf von Energiesparlampen verbessern will. „Die meisten dieser Angaben sind allerdings bei Marken-Energiesparlampen bereits üblich“, sagt Christoph Seidel, Pressesprecher des Lampenherstellers Megaman.

Neben dem bekannten EU-Energieeffizienzzeichen müssen zum Beispiel die Lebensdauer, die Lichtfarbe, die Schaltfestigkeit, die Aufstartzeit und der Quecksilbergehalt angegeben sein. Werden auf der Verpackung die neuen Lampen den alten Glühlampen gegenübergestellt, sind bestimmte Vergleichsregeln einzuhalten. Der deutlichste Hinweis auf eine sparsame Lampe ist nach wie vor das EU-Energielabel. Eine Energiesparlampe erfüllt die beste Effizienzklasse A, eine Glühlampe entspricht nur Klasse E.

In einem wichtigen Punkt muss sich der Verbraucher umgewöhnen. Das Maß für die Helligkeit einer Energiesparlampe ist nicht die Watt-Zahl, sondern die Lumen-Angabe. Je mehr Lumen eine Lampe hat, umso heller ist sie. Seidel rät dazu, die Packungsangaben sorgfältig zu vergleichen. „Beispielsweise muss eine 11 Watt Energiesparlampe mindestens 531 Lumen haben. Aber bessere Modelle bringen bei gleichem Stromverbrauch bis zu 700 Lumen, sie sind also viel lichtstärker.“

Die Verpackungen der Bestandsware im Handel ist von der Neuregelung noch nicht betroffen.