Schlagwort: Umweltschutz

25 Aug 2013

Badegewässer in Berlin: Wie sauber sind sie wirklich?

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Tegeler See

Quelle: levis / pixelio.de

Berlin ist nicht nur Deutschlands einwohnerreichste Stadt, Berlin ist auch führend, was Bademöglichkeiten in natürlichen Gewässern angeht. Die Flüsse Havel, Spree und Dahme, die durch Berlin fließen, machen es möglich. Sie sind an vielen Stellen zu großen Wasserflächen erweitert, beispielsweise zum Großen Wannsee oder Großen Müggelsee. Außerdem gibt es in Berlin einige Landseen wie den Weißen See oder die Seen der Grunewaldseenkette. Manche Seen liegen mitten in der Hauptstadt, wie z.B. der Flughafensee oder der Plötzensee mit eigenem Autobahnanschluss. So sind sie gut erreichbar und bieten Badespaß und Erholung für die 3,3 Millionen Berliner. Doch wie sauber sind die Berliner Badegewässer?

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) und die Gesundheitsbehörden der Bezirke kontrollieren die Wasserqualität aller Bäder und Badestellen, die in Liste der Badestellen erfasst sind. Die Überwachung findet während der Badesaison vom 15. Mai bis zum 15. September alle zwei Wochen statt. Sie basiert auf der Badegewässerrichtline der Europäischen Union. Die Untersuchungen finden im Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) statt. Dabei wird nach sogenannten Indikatorkeimen gesucht wie E.coli, intestinale Enterokokken und coliforme Bakterien. Außerdem können mikrobiologische Untersuchungen auf Salmonellen u.a. durchgeführt werden, wenn es einen Verdacht auf Abwassereinleitungen gibt. Bei Badegewässern müssen mindestens 95% der untersuchten Proben unter den von der EU festgelegten Grenzwerten liegen.

Kommt es zu einer Grenzwertüberschreitung, werden weitere Wasserproben entnommen und geprüft. Wenn die Werte weiterhin über den Grenzwerten liegen, wird vom Baden abgeraten oder ein Badeverbot ausgesprochen. Die jeweilige Beurteilung kann man online in der Liste der Badestellen finden oder beim Badegewässertelefon des LAGeSo erfragen. Es handelt sich dabei um eine farbliche Markierung nach Ampelprinzip (grün = zum Baden geeignet, gelb = vom Baden wird abgeraten, rot = Badeverbot).
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11 Okt 2012

Die Deutsche Umwelthilfe ruft zur Reduzierung von Einweg-Plastiktüten auf

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Einweg-Plastik kommt nicht in die TüteDeutschland gehört mit 5,3 Milliarden verbrauchten Plastiktüten pro Jahr zu den Spitzenreitern im europäischen Vergleich – neben Spanien, Italien und Großbritannien. Mitte 2011 hat die Europäische Kommission eine Online-Umfrage zum Umgang mit Einweg-Plastiktüten durchgeführt. Mit 53% sprach sich die Mehrheit der Teilnehmer für ein Verbot aus. Der EU-Umweltkommissar Janez Potočnik hat jedoch bisher nicht veröffentlicht, welche Konsequenzen daraus abgeleitet werden.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat nun die Kampagne „Einweg-Plastik kommt nicht in die Tüte“ gestartet. Ziel ist es, das Abfallaufkommen von Einweg-Plastiktüten zu verringern. Um dies zu erreichen, fordert die DUH, Plastiktüten zusätzlich zum üblichen Preis im Einzelhandel mit einer Abgabe in Höhe von 20 Cent zu belegen. Vorreiter sei Irland, wo der Verbrauch von Plastiktüten infolge einer Zwangsabgabe (zunächst 15 Cent, dann 22 Cent und zuletzt 44 Cent) um 97% gesunken sei. Die so erwirtschafteten staatlichen Einnahmen sollten für die Umwelterziehung von Jung und Alt verwendet werden.

In diesem Sinn ruft die DUH Verbraucher zum Umstieg von Einweg-Tragetaschen auf Alternativen wie Mehrweg-Tragetaschen aus Jute, Baumwolle oder recycelten Kunststofffasern auf. Um Ressourcen zu schonen und uns vor weiteren Abgaben zu bewahren, ist deshalb jeder aufgerufen, schon jetzt freiwillig mitzumachen!

18 Jan 2012

Ergebnisse der Umfrage zum Verbot von Plastiktüten

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Wir hatten Mitte 2011 über die Umfrage der EU-Kommission zu einem eventuellen Verbot von Kunststoff-Tragetaschen berichtet. Damals hatte die Umfrage für Wirbel gesorgt. Insbesondere die Kunststoff produzierende und verarbeitende Industrie in Deutschland zeigte sich wenig begeistert von dem Vorstoß auf europäischer Ebene. Inzwischen liegen die Ergebnisse der Studie vor.

Der Online-Fragebogen wurde von über 15.500 Teilnehmern ausgefüllt. Davon waren 97% als einzelne Bürger registriert und die Übrigen als Vertreter aus Industrie, Wirtschaft, Umweltgruppen und öffentlichen Institutionen.

Mit 53% spricht sich die Mehrheit der Teilnehmer für ein Verbot aus. Lediglich 12% glauben, dass die bisherigen Maßnahmen in diesem Bereich ausreichen. 65% bejahen einen Handlungsbedarf bei Kunststoff-Tragetaschen. 31% der Befragten würde statt einem Verbot auch eine Tütengebühr ausreichen. Während 58% angeben, dass biologisch abbaubare Tüten für Sie eine Alternative darstellen und deshalb von einem Verbot oder einer Gebühr ausgenommen werden sollten, fordern 23% auch für diese Tüten keine Ausnahmen.

Welche Konsequenzen die Kommission aus den Umfrageergebnissen ziehen wird, hat sie bisher nicht erklärt. Ob die Kunststoff-Tragetasche bald Geschichte ist, bleibt deshalb abzuwarten.


Dieser Gastbeitrag ist von Nicola, die als Juristin im Bereich Verpackungsverordnung und Abfallentsorgung tätig ist. Vielen Dank!

27 Nov 2011

Ideen für nachhaltige Weihnachtsgeschenke

3 Kommentare Nachhaltiger Konsum
nachhaltige Weihnachtsgeschenke

Quelle: gänseblümchen / pixelio.de

Weihnachten steht mal wieder vor der Tür und ihr fragt euch vielleicht, was ihr euren Liebsten schenken könnt. Hier stellen wir euch Ideen für schöne Weihnachtsgeschenke vor, die nicht nur originell und persönlich sind, sondern auch nachhaltig. So beglückt ihr nicht nur die Beschenkten, sondern auch die Umwelt.

Ökologische und fair gehandelte Produkte

Der Biobay-Shop bietet euch eine große Auswahl an unterschiedlichen nachhaltigen Produkten. Bio-Wein, Fairtrade-Shirts aus Indien, Haushaltsartikel, Lebensmittel oder gesundes Spielzeug aus Deutschland und vieles mehr. Alle Artikel sind mit streng kontrollierten Umwelt- und Fairtrade-Zertifikaten ausgezeichnet. Hier könnt ihr euch sicher sein, dass Öko drin ist, wenn Öko draufsteht.

Bäume verschenken

ForestFinance bietet ganz besonders nachhaltige Weihnachtsgeschenke, mit denen ihr einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten könnt. Außerdem beschert ihr dem Beschenkten eine nachhaltige Rendite.

Der GeschenkBaum kostet einmalig 60 Euro. Ihr erhaltet dann eine exklusive Geschenkurkunde in einer Holzschatulle. Mit dem Geld pflanzt ForestFinance einen Baum in Panama, der FSC-zertifiziert gepflegt wird und nach 25 Jahren geerntet wird. Der Ertrag aus dem Holzverkauf wird dem Beschenkten dann gutgeschrieben. Aufgrund der Preisentwicklung für tropische Edelhölzer in den letzten 30 Jahren kann man mit einer Rendite von ungefähr 4,5 Prozent rechnen. Weiterlesen

05 Okt 2011

Naturparks statt Modetrends: Wie Douglas Tompkins die Wildnis rettet

5 Kommentare Social Entrepreneurs, Umwelt und Klima
The Conservation Land Trust

Foto: The Conservation Land Trust

Der US-amerikanische Umweltaktivist und Naturschützer Douglas Tompkins, Jahrgang 1943, ist mittlerweile einer der größten privaten Grundbesitzer weltweit. Tompkins verkaufte 1968 bzw. 1990 seine Anteile an den selbst gegründeten Textilfirmen Esprit und Northface für 250 Millionen Dollar, um in Chile und Argentinien Land zu kaufen sowie das gekaufte Land in ein Naturschutzgebiet umzuwandeln.

Douglas und Kris Tompkins

Foto: Sam Beebe/ Wikipedia

Seit dem Jahr 1989 kaufte Tompkins ungefähr 325.000 Hektar Land im südlichen Chile, eine Fläche so groß wie das Land Hamburg und Saarland zusammen. Dabei zieht sich die Fläche vom Stillen Ozean bis zu den Höhenzügen der Anden und an die Grenze von Argentinien. Inzwischen steht das Areal mit dem Namen Parque Pumalin unter Naturschutz und wird von der Umweltstiftung EDUCEC Education, Ciendiay Ecologia verwaltet. Die dort lebenden Siedlerfamilien zahlte er aus, obwohl die meisten Menschen dort keinen Rechtstitel für das Land besaßen. Zudem baute die Stiftung eine Schule und unterstützt im nahegelegenen Chaiten das kirchliche Radioprogramm. Des Weiteren ist der Park mit ungefähr 150 Dauerarbeitsplätzen der größte Arbeitgeber der Region.

Im Jahr 2005 erhielt der Park von der chilenischen Regierung den Titel „santuario de la naturaleza“. Hierdurch hat der Umweltschutz in diesem Gebiet oberste Priorität. Zudem sind Industrieansiedlungen nicht gestattet. Im Jahr 1991 kaufte Tompkins die Renihue-Ranch, um das mit Regenwald bewachsene Areal zu schützen. Zudem erwarb er mit seiner Umweltstiftung The Conservation Land Trust in den Folgejahren weitere Flächen Land. Zu seinen Projekten gehört auch das Sumpfgebiet Esteros del Ibera, das im Nordosten von Argentinien liegt. Dieses Gebiet zählt zu den wichtigsten Frischwasser-Reservoirs in Südamerika. Dabei soll dieses spezifische Ökosystem durch die Schaffung eines Naturschutzgebietes erhalten bleiben. Weiterlesen

24 Aug 2011

CNN sucht grüne Projekte aus deutschen Städten für die Sendereihe „Road to Durban: A Green City Journey“

Keine Kommentare Umwelt und Klima

Road to Durban: A Green City JourneyIn dieser Woche startet CNN International die neue Sendereihe Road to Durban: A Green City Journey. Im Vorfeld der Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen im südafrikanischen Durban im Dezember zeigt die Sendung, was Städte rund um den Globus gegen den Klimawandel unternehmen. Die erste Sendung kommt aus Großbritannien, weitere Folgen stellen Projekte aus Deutschland, der Türkei, Kenia und Südafrika vor. Für die zweite Ausgabe von Road to Durban: A Green City Journey im September sucht CNN noch bemerkenswerte Projekte und Ideen aus deutschen Städten.

Wenn Anfang Dezember die Vereinten Nationen zum 17. Weltklimagipfel in die südafrikanische Hafenstadt Durban rufen, schaut die Welt wieder genauer hin, wie die Staatengemeinschaft den Klimawandel bekämpfen will. CNN macht sich schon heute mit einem Korrespondententeam auf die Reise nach Durban und stellt ab sofort jeden Monat Projekte von Forschern, Unternehmern, Politikern, Initiativen und Privatpersonen vor, die einen besonderen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft in grüneren Städten leisten. Die neue Sendereihe Road to Durban: A Green City Journey startet diese Woche mit Großbritannien (Sendezeiten siehe Webseite zur Sendung: http://cnn.com/greenjourney).

Die zweite Ausgabe von Road to Durban: A Green City Journey wird Klimaschutz-Projekte aus deutschen Städten vorstellen. Für die Sendung im September (Erstausstrahlung 21.9., 9:30 und 19:30 Uhr) sucht CNN ab sofort Ideen und Projekte von Städten, Unternehmen, Initiativen und Privatpersonen. Die CNN-Redaktion wählt aus den Einreichungen Projekte aus, die vor Ort mit einem Kamerateam gedreht und in der Sendung ausgestrahlt werden. Außerdem werden ausgewählte Beiträge auch direkt in die Sendung übernommen oder auf CNN.com gezeigt. Weiterlesen

09 Aug 2011

Danone reagiert auf die Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe

1 Kommentar Nachhaltiger Konsum, Umwelt und Klima

Die Danone GmbH weist den von der Deutschen Umwelthilfe erhobenen Vorwurf entschieden zurück, mit Werbung für Joghurtbecher aus Biokunststoff Verbraucher in die Irre zu führen. „Wir haben unsere Verpackung gemeinsam mit dem WWF entwickelt. Die Bezeichnung ‚umweltfreundlichere Verpackung‘ auf unseren Activia-Bechern ist somit absolut korrekt. Schließlich bestehen die Becher aus dem nonfossilen Verpackungsmaterial PLA, dessen verbesserte Umweltfreundlichkeit durch das IFEU-Institut bestätigt wurde“, sagt Andreas Ostermayr, Geschäftsführer Danone Deutschland.

Das Activia PLA-Projekt wurde von Danone und der Umweltstiftung WWF gemeinsam ins Leben gerufen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. „Das PLA-Projekt zeigt, dass es auch ohne Erdöl in der Verpackung geht. Bei PLA besteht die Möglichkeit, in Zukunft einen geschlossenen Recyclingkreislauf zu etablieren, was einen weiteren zusätzlichen Umweltvorteil bedeutet. Wir müssen jetzt auf nachwachsende Rohstoffe setzen – das ist das wegweisende Signal dieses Projekts“, sagt WWF-Experte Dr. Bernhard Bauske.

Die DUH müsse sich fragen lassen, welche Position sie gegenüber dem zukunftsträchtigen und anerkannten nonfossilen Verpackungsmaterial PLA für Lebensmittel einnehmen wolle und wie sie es künftig zu unterstützen gedenkt, so Danone. Weiterlesen