Schlagwort: Umweltschutz

09 Aug 2011

Danone reagiert auf die Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe

1 Kommentar Nachhaltiger Konsum, Umwelt und Klima

Die Danone GmbH weist den von der Deutschen Umwelthilfe erhobenen Vorwurf entschieden zurück, mit Werbung für Joghurtbecher aus Biokunststoff Verbraucher in die Irre zu führen. „Wir haben unsere Verpackung gemeinsam mit dem WWF entwickelt. Die Bezeichnung ‚umweltfreundlichere Verpackung‘ auf unseren Activia-Bechern ist somit absolut korrekt. Schließlich bestehen die Becher aus dem nonfossilen Verpackungsmaterial PLA, dessen verbesserte Umweltfreundlichkeit durch das IFEU-Institut bestätigt wurde“, sagt Andreas Ostermayr, Geschäftsführer Danone Deutschland.

Das Activia PLA-Projekt wurde von Danone und der Umweltstiftung WWF gemeinsam ins Leben gerufen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. „Das PLA-Projekt zeigt, dass es auch ohne Erdöl in der Verpackung geht. Bei PLA besteht die Möglichkeit, in Zukunft einen geschlossenen Recyclingkreislauf zu etablieren, was einen weiteren zusätzlichen Umweltvorteil bedeutet. Wir müssen jetzt auf nachwachsende Rohstoffe setzen – das ist das wegweisende Signal dieses Projekts“, sagt WWF-Experte Dr. Bernhard Bauske.

Die DUH müsse sich fragen lassen, welche Position sie gegenüber dem zukunftsträchtigen und anerkannten nonfossilen Verpackungsmaterial PLA für Lebensmittel einnehmen wolle und wie sie es künftig zu unterstützen gedenkt, so Danone. Weiterlesen

27 Jul 2011

Die Deutsche Umwelthilfe mahnt Danone wegen irreführender Werbung ab

1 Kommentar Nachhaltiger Konsum, Umwelt und Klima
Danone Activia

Foto: DANONE GmbH

Die Deutsche Umwelthilfe hat Danone wegen irreführender Werbung für die neue Activia-Joghurtbecher aus Bioplastik abgemahnt. Eine IFEU-Studie belegt, dass Joghurtbecher aus so genanntem Biokunststoff keine gesamtökologischen Vorteile gegenüber herkömmlichen Plastikbechern haben. Der DUH-Bundesgeschäftsführer Resch fordert einen Stopp der Verbrauchertäuschung und kündigt eine Klage gegen Danone an.

Mit der Einführung von Joghurtbechern aus dem so genannten Biokunststoff Polymilchsäure (PLA), auf Basis von Maisstärke, will sich die Danone GmbH ein vermeintlich grünes Image verschaffen. Eine zentrale Rolle in der aktuellen Werbekampagne von Danone für seine Biokunststoffbecher spielt eine Ökobilanz, die im Auftrag des Unternehmens vom renommierten IFEU-Institut erstellt wurde. Der Umwelt- und klageberechtigte Verbraucherschutzverband Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) hat allerdings erhebliche Diskrepanzen zwischen den Ergebnissen der Ökobilanz und der von Danone kommunizierten vermeintlichen Umweltvorteile des neuen Activia-Joghurtbechers festgestellt.

„Der vermeintlich grüne Schein vom neuen Activia-Becher verblasst beim Lesen der Ökobilanz sehr schnell“, erklärt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. „Statt auf tatsächlich umweltfreundliche Verpackungen umzustellen, täuscht Danone seine Kunden und versucht mit sprachlichen Tricks den neuen Activia-Becher als besonders umweltfreundlich darzustellen“. Die gezielt verzerrende Kommunikationsstrategie von Danone sei ein „Musterbeispiel für Greenwashing“ und eine „ungewöhnlich dreiste Art der Verbrauchertäuschung“. Die DUH fordert die Danone GmbH zum sofortigen Stopp der irreführenden Verbraucherinformation zu den Activia-Bechern aus PLA sowie zur Prüfung des Einsatzes von Verpackungsmaterialien mit wirklichen Umweltvorteilen auf. Weiterlesen

13 Jul 2011

Die Bio-Fischmarke followfish will für aktiven Meeresschutz sensibilisieren

Keine Kommentare Gesundheit und Ernährung, Nachhaltiger Konsum

Rücksichtslose Überfischung ist eine der Hauptursachen dafür, dass die Weltmeere am Rande des Kollapses stehen. followfish ist die Bio-Fischmarke, die sich deshalb konsequent für nachhaltigen Fischfang stark macht. In ihrem Video Spot bringt followfish die Botschaft „Nachhaltig fischen, Meere schützen“ auf sympathische und originelle Weise zum Ausdruck. Der Video Spot zeigt die Probleme, die zum jetzigen Zustand der Weltmeere geführt haben. followfish schwimmt gegen den Strom und will eine Abkehr von der zerstörerischen Praxis der totalen Ausbeutung der Weltmeere erreichen – und dies besser heute als morgen, denn ökologisch intakte Meere sind nun einmal überlebenswichtig. followfish regt mit diesem Spot zum Nachdenken über ein wichtiges Thema an, das uns alle angeht.

05 Jun 2011

Wofür steht das FSC-Siegel?

2 Kommentare Nachhaltiger Konsum

 FSC-SiegelDie Vision vom papierlosen Büro hat sich trotz der Einführung neuer Medien wie E-Mail und Internet nicht erfüllt. Im Gegenteil: der Papierverbrauch steigt von Jahr zu Jahr. Beim Kauf von Papierprodukten sollte man daher auf Nachhaltigkeit achten. Das FSC-Siegel ist ein guter Indikator dafür. Doch was verbirgt sich dahinter?

Das FSC-Label (Forest Stewardship Council) auf einem Holz- oder Papierprodukt ist ein eindeutiger Indikator dafür, dass das Produkt aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammt. Dies bedeutet, dass das Waldgebiet, aus dem das verwendete Holz stammt, verschiedene Nachhaltigkeits-Kriterien erfüllt. Dazu zählen beispielsweise die Anwendung Ressourcen schonender Techniken bei der Bewirtschaftung, den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel, die Erhaltung und Entwicklung der biologischen Vielfalt, die Berücksichtigung des Waldes als Lebensraum von Mensch und ganzen Bevölkerungsgruppen und vieles mehr.

Holz aus einem zertifizierten und auf Nachhaltigkeit geprüften Waldgebiet, welches dem FSC-Standard entspricht, ist somit eine der Voraussetzungen für die Zertifizierung. Hersteller, die das FSC-Siegel erhalten, haben darüber hinaus die Verarbeitungskette über alle Schritte und insbesondere im eigenen Betrieb lückenlos und nachvollziehbar dokumentiert – vom Wald über die verarbeitenden Betriebe bis zum fertigen Produkt im Regal. Als Teil der Produktkette müssen also alle Betriebe, die das Holz be- und verarbeiten die von FSC vorgegebenen Standards erfüllen. Eine Prüfung, ob diese Regeln in den jeweiligen Betrieben eingehalten werden – der so genannte Produktkettennachweis – wird regelmäßig beispielsweise von unabhängigen Auditoren des TÜV Rheinland durchgeführt. Sind die hohen Anforderungen an ökologische, soziale und ökonomische Kriterien erfüllt, erhält ein Hersteller das FSC-Siegel. Dieses garantiert, dass das Material der Produkte aus intakten, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt.

Mit dem Wissen um die Bedeutung des FSC-Siegels kann der Kunde so umweltbewusster einkaufen als bisher. Dies gilt selbstverständlich nicht nur im geschäftlichen Alltag, sondern auch privat. Verbraucht doch ein deutscher Haushalt pro Jahr bis zu 35 Kilogramm an Haushaltstüchern, Küchenrollen, Papiertaschentüchern und Toilettenpapier, die tägliche Papiermenge noch nicht mitgerechnet.

03 Jun 2011

Werden Plastiktüten bald verboten?

2 Kommentare Umdenken und Mitmachen

Einkaufskorb statt Plastiktüte? Möglicherweise stellt sich diese Frage bald nicht mehr. Die EU-Kommission hat Mitte Mai erklärt, ein Verbot von Plastiktüten bzw. die Einführung einer Steuer auf Plastiktüten zu prüfen. Ziel ist es, die Umweltbelastung durch Plastiktüten zu vermindern. Um bereits vorliegende wissenschaftliche Studien zu ergänzen, verschafft sie sich derzeit in einer Online-Befragung einen Überblick über das Meinungsbild zu diesem Thema. EU-Bürger und Vertreter der Verpackungsindustrie können so bis August ihre Sichtweise zur Zukunft der Plastiktüte mitteilen. Im Rahmen der Befragung können sie außerdem angeben, wie biologisch abbaubare Verpackungen mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden können.

Mit der Einführung von Selbstbedienungsläden und durch den Konsum in der Zeit des Wirtschaftswunders entwickelte sich die Plastiktüte seit den 50er Jahren zum ständigen Begleiter des deutschen Verbrauchers. Inzwischen steht aber fest, dass Plastiktüten steigende Müllberge begünstigen und jahrzehntelang unsere Umwelt belasten – selbst wenn man sie nur wenige Minuten benutzt. Dies erklärte auch der EU-Umweltkommissar Janez Potocnik Mitte Mai. Nach Angaben der Kommission verbraucht der EU-Bürger pro Jahr durchschnittlich rund 500 Plastiktragetaschen. Zum Risiko wird der Plastikmüll insbesondere dann, wenn er im Meer landet und dort Tiere und Pflanzen gefährdet. Allein im Mittelmeer treiben derzeit rund 250 Milliarden Kunststoff-Teilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen.

Um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, ist es wichtig, dass europaweit einheitlich über die Zukunft der Plastiktüte entschieden wird. In einigen Mitgliedsstaaten gehen die Behörden schon mit Abgaben oder Teilverboten gegen Plastiktüten vor, nicht aber in Deutschland. Gemäß der Verpackungsverordnung müssen die Hersteller der Plastiktüten ein Entgelt an ein duales System zahlen, das sich um die Wiederwertung oder umweltschonende Entsorgung der Tüten kümmert. Deshalb liegen die Kosten inzwischen bei bis zu 30 Cent pro Plastikbeutel. Mit 65 Tüten pro Jahr und Bürger verbrauchen die Deutschen allerdings deutlich weniger Tüten als der EU-Durchschnitt. Zwar zeigt eine Studie des Bundesumweltamtes, dass die umstrittenen Tragetaschen im Vergleich zu Papiertüten gar keine so schlechte Umweltbilanz aufweisen, wenn man etwa auch den Energieverbrauch bei der Herstellung vergleicht. Letztlich belegt dies aber nur, dass Einwegtüten keine Alternative zu Einkaufskörben und Taschen sind, die über Jahre hinweg immer wieder benutzt werden können. Dennoch ist es vielleicht nicht schlecht, auch zukünftig in Notfällen auf eine Plastik- oder Papiertüte zurückgreifen zu können, um sie dann als Müllbeutel wiederzuverwenden.

Wer sich an der Umfrage der EU-Kommission beteiligen möchte, kann bis zum 09.08.2011 hier abstimmen.


Dieser Gastbeitrag ist von Nicola, die als Juristin im Bereich Verpackungsverordnung und Abfallentsorgung tätig ist. Vielen Dank!

20 Mrz 2011

Was Kinder von Nachhaltigkeit verstehen

Keine Kommentare Umdenken und Mitmachen

Nachhaltigkeit ist ein immer aktuelles Thema und geht uns alle etwas an. Die Gesellschaft erkennt immer mehr, dass etwas getan werden muss, um unsere Umwelt zu schützen und auch schon die Kleinsten haben die möglichen Folgen unseres bislang rücksichtlosen Handelns erkannt. Im folgenden Video reden Kinder über ihre Vorstellungen davon, was man unter einem ökologischen Lebensstandard versteht und wie man ihn umsetzen kann. Der Kurzfilm zeigt, dass sich auch Kinder Gedanken zu aktuellen Themen machen.

Redet mit euren Kindern über Umweltschutz und überlegt gemeinsam, wie ihr die Natur schonen könnt, denn nachhaltiges Handeln ist nicht nur vorbildlich, sondern macht zusammen auch riesigen Spaß. Oder achten Eure Kinder bereits auf Umweltschutz? Wenn ja, dann schreibt doch einen Kommentar unter diesen Artikel. Wir interessieren uns für eure Ideen und Meinungen!

10 Aug 2010

Viele (junge) Menschen interessieren sich für den Kauf eines Elektroautos

Keine Kommentare Auto und Mobilität, Nachhaltiger Konsum

Bisher sind Elektromobile auf deutschen Straßen ein Bild mit Seltenheitswert. Das könnte sich allerdings in naher Zukunft ändern: Denn vier von zehn Deutschen können sich vorstellen, sich beim nächsten Autokauf für ein Elektroauto zu entscheiden. Dies geht aus einer aktuellen OmniQuest-Studie im Auftrag der Fondsgesellschaft Carlson Funds hervor. Auffällig ist, dass sich vor allem junge Menschen stark für den Erwerb der neuen Technik interessieren. In der Altersgruppe der 25- bis 29-jährigen beträgt der Anteil 63 Prozent. Zum Vergleich: In der Gruppe der Befragten im Alter zwischen 50 und 59 Jahren erwägen nur 27 Prozent den Kauf eines Elektroautos.

Das meistgenannte Motiv für den Kauf eines solchen Fahrzeugs ist der Umweltschutz (65 Prozent). Darüber hinaus spielen private Gründe eine wichtige Rolle – vor allem die Kosten: 19 Prozent der an Elektroautos Interessierten rechnen damit, dass diese günstiger sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. 7 Prozent der Befragten, für die ein Kauf infrage kommt, erwarten einen steigenden Benzinpreis – ebenso hoch ist der Anteil derjenigen, die der neuen Technik die besten Chancen in der Zukunft zusprechen.

Von den Befragten, die sich gegen ein Elektroautos entscheiden würden, war fast jeder Fünfte der Meinung, dass die Technik noch nicht ausgereift sei. 16 Prozent stört die geringere Reichweite der Batterien gegenüber der klassischen Tankfüllung. Dementsprechend antworteten auch 8 Prozent, dass sie das Aufladen als lästig empfinden würden. Auffällig ist, dass 13 Prozent die Technik als zu teuer bezeichneten – der Anteil der Befürworter, die mit günstigen Kosten der neuen Fahrzeuge rechnen, ist nur 6 Prozentpunkte höher.