Thema: Gesundheit und Ernährung

28 Mai 2011

Kommentar zur EHEC-Seuche

3 Kommentare Gesundheit und Ernährung

Es ist nicht so, dass wir durchs Tal der Ahnungslosigkeit tappen. Der EHEC-Keim und die HUS-Komplikation sind seit Jahrzehnten bekannt; im Jahr 2002 gab es in Deutschland 1136 EHEC- und 118 HUS-Fälle, darunter tödliche. Diesen Zahlen sanken nie merklich. Im Januar 2006 publizierte das „Bundesinstitut für Risikobewertung“ (BfR) Wissenswertes zu Robustheit und Aggressivität des Keims: „Die Erreger können zum Teil über viele Wochen in der Umwelt überleben. Um eine Infektion bei Menschen zu verursachen, reichen wenige Keime.“ Und noch im Januar 2011 veröffentlichte das BfR seitenweise „Verbrauchertipps zum Schutz vor Infektionen mit EHEC“. Hat keiner gelesen. Warum sollte er auch?

Der Keim haust seit langem unter uns. Jetzt ist er berüchtigt. Vielleicht besitzt seine Gefährlichkeit erzieherische Wirkung, denn für ängstliche Gemüter ist es ein Unterschied, ob sie sich vor grippalen Vögeln oder bakteriellen Gurken sorgen. Vögel fliegen in der Luft, Gurken liegen im Kühlschrank. Die Lehre von EHEC ist banal: waschen, putzen, abkochen; für die Küche dürfte das reichen. Bei vielen Leuten endet die Hygienepflicht allerdings, wenn sie den Ort mit den beiden Nullen ohne Handwaschung verlassen. Für unsere Gemengelage heißt das: Man sollte keinem vertrauen, weder Gurken noch Menschen. Doch es geht vorüber, nur die Schweine bleiben.

Quelle: Rheinische Post

16 Mai 2011

Jetzt die dreisteste Werbelüge des Jahres wählen

1 Kommentar Gesundheit und Ernährung

Wer bekommt den „Goldenen Windbeutel“ 2011? Per Internet-Abstimmung können Verbraucher ab sofort einen Monat lang darüber abstimmen, welcher Lebensmittelhersteller den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres verdient hat. „Angesichts der alltäglichen Irreführung durch die Lebensmittelindustrie haben die Verbraucher allen Grund, sauer zu sein. Jede Stimme beim Goldenen Windbeutel zeigt den Herstellern, dass die Menschen mit ihren Werbepraktiken nicht einverstanden sind“, erklärt Anne Markwardt, Leiterin der foodwatch-Kampagne gegen Etikettenschwindel.

Die Verbraucherorganisation foodwatch hat fünf Produkte nominiert, die bis zum 16. Juni 2011 auf www.abgespeist.de zur Wahl stehen. Mit dabei sind Activia, Ferdi Fuchs Mini-Würstchen, Nimm 2, Milch-Schnitte und Kühnes Schlemmertöpfchen:

foodwatch deckt regelmäßig Etikettenschwindel bei Lebensmitteln auf. Der „Goldene Windbeutel“ für die dreisteste Werbelüge des Jahres wird 2011 zum dritten Mal vergeben. Im vergangenen Jahr erhielt ihn die Molkerei Zott für ihren überzuckerten „Monte Drink“ – auf das Kinderprodukt entfiel mit 37,5 Prozent der größte Anteil der mehr als 81.000 abgegebenen Stimmen. 2009 hatten die Verbraucher Actimel zur Werbelüge des Jahres gekürt, weil der probiotische Joghurtdrink nicht, wie von Danone suggeriert, vor Erkältungen schützen kann.

Update vom 17.06.2011

Die Abstimmung ist mittlerweile beendet. Der Sieger ist die Milch-Schnitte von der Firma Ferrero. 43,5 Prozent der 117.688 Teilnehmer, also mehr als 51.000 Verbraucher haben dafür gestimmt. Auf Platz zwei der landete der Joghurt Activia von Danone. Auf Rang drei folgte das Bonbon nimm2 von Storck. Den vierten Platz belegt Ferdi Fuchs Mini-Würstchen von Stockmeyer, den fünften Schlemmertöpfchen „Feine Gürkchen“ von Kühne. Herzlichen Glückwunsch!!!

02 Mai 2011

Umfrage: Die meisten Deutschen treiben Sport, um gesund und fit zu bleiben

1 Kommentar Gesundheit und Ernährung
Die meisten Deutschen treiben Sport, um gesund und fit zu bleiben

© M.E. / pixelio.de

Die Gründe, warum sich die Deutschen regelmäßig bewegen, sind vielfältig. In erster Linie geht es ihnen um die Gesundheit. Laut einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsmagazins „HausArzt-PatientenMagazin“ möchten acht von zehn (78,8 Prozent) Deutschen, die mindestens einmal im Monat 30 Minuten lang Sport machen, gesund und fit bleiben. Jeder dritte Sporttreibende (36 Prozent) nennt als Motiv, dass regelmäßige körperliche Ertüchtigung Krankheiten vorbeugen und Beschwerden bessern kann. Knapp ein Viertel (23,3 Prozent) möchte abnehmen und eine bessere Figur bekommen. Immerhin gut 15 Prozent geben zu, dass sie sich nur bewegen, weil der Arzt es ihnen geraten hat. „Vorbeugend Sport zu treiben kommt nur Wenigen in den Sinn. Leidensdruck ist und bleibt die Motivation Nummer Eins“, sagt Allgemeinarzt Dr. Martin Wiedemann in der aktuellen Ausgabe des Gesundheitsmagazins „HausArzt-PatientenMagazin“.

Doch regelmäßige Bewegung ist den aktiven Deutschen auch aus anderen Gründen wichtig: Mehr als jeder Zweite (57,9 Prozent) sagt, dass Sport ihm einfach Spaß macht und gut ein Viertel (28 Prozent) schwitzt, um Stress abzubauen. Fast ebenso viele (26,8 Prozent) genießen die sozialen Kontakte und das Gemeinschaftsgefühl. Freude am Wettkampf und Erfolg treibt 16,5 Prozent der Sporttreibenden an, fast ebenso viele (16,2 Prozent) verausgaben sich gerne mal körperlich und gehen an ihre Leistungsgrenze. Jeder Siebte (13,7 Prozent) bekundet, dass er ein selbst gestecktes sportliches Ziel bzw. eine bestimmte Leistung erreichen möchte. Die Gründe für regelmäßige Aktivitäten variieren stark nach Alter. Während der Wunsch nach Sozialkontakten (40,4 Prozent) und nach Erfolg (38,6 Prozent) überdurchschnittlich häufig bei den 14- bis 19-jährigen Sportlern zu finden ist, trainieren die Aktiven im mittleren Alter auch besonders gerne, um Stress abzubauen (30-59-Jährige: 42,7 Prozent). Und in der Gruppe der ab 50-jährigen Sporttreibenden bewegen sich immerhin 28,8 Prozent deswegen, weil der Arzt es ihnen geraten hat.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „HausArzt-PatientenMagazin“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.952 Personen ab 14 Jahren, von denen 1.063 zumindest einmal im Monat sportlich aktiv sind.

21 Apr 2011

So kann man Ostereier natürlich färben

Keine Kommentare Gesundheit und Ernährung
Ostereier

Quelle: www.yaacool-bio.de

Ostern ohne Eierfärben? Undenkbar! Wer bei der beliebten Tradition auf Nachhaltigkeit achten möchte, bedient sich am Besten der natürlichen Farbpalette der Pflanzenwelt. Dass sich Zwiebelschalen zum Eierfärben super eignen, wissen wir alle bereits. Aber wusstet ihr, dass man auch mit Birkenblättern, Johanniskraut, Heidelbeeren Preiselbeersaft, Brennesseln oder dem Saft roter Beete kunterbunte Ostereier kreieren kann? Neben der Farbauswahl solltet ihr für den ultimativ-nachhaltigen Oster-Effekt Eier aus kontrolliert biologischem Anbau zum Einfärben verwenden. Detaillierte Tipps zum ökologischen Bemalen von Ostereiern findet ihr auf dem Infoblatt „Ostereier – Bio und natürlich gefärbt!“ vom Service der Umweltberatung. Wir wünschen euch frohe Ostern!

20 Apr 2011

Bioland setzt sich seit 40 Jahren für gesunde Lebensmittel ein

Keine Kommentare Gesundheit und Ernährung, Nachhaltiger Konsum

BiolandAm Schloss Lichtenstein in Honau bei Reutlingen gründeten am 25. April 1971 zwölf engagierte Bäuerinnen und Bauern den „bio-gemüse e.V.“. Aus dieser kleinen Gruppe von Pionieren für den organisch-biologischen Landbau im Südwesten entwickelte sich im Laufe der Jahre der Bioland-Verband, der größte Öko-Anbauverband in Deutschland.

Der schweizerische Agrarpolitiker Dr. Hans Müller, seine Frau Maria und der deutsche Arzt Dr. Hans Peter Rusch hatten bereits in den 1940er und 1950er Jahren die Grundlagen des organisch-biologischen Landbaus erarbeitet und in der Bauernheimatschule auf dem Möschberg in der Schweiz die Keimzelle für die neue Landbaubewegung im deutschsprachigen Raum geschaffen. Zu den Treffen und Vorträgen kamen interessierte Bäuerinnen und Bauern aus ganz Deutschland. Der Sitz der ersten Geschäftsstelle war in Sulzburg-Laufen südlich von Freiburg. 1978 wurde der Name „Bioland“ als Warenzeichen eingetragen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der größte Öko-Anbauverband in Deutschland. Bundesweit arbeiten rund 5.500 Biobauern und über 900 Lebensmittel-Hersteller wie Bäckereien, Metzgereien, Molkereien, Brauereien, Mühlen und Restaurants nach den Bioland-Richtlinien. Der Sitz von Bioland ist seit 1998 Mainz.

Bioland steht bis heute für eine transparente Herkunft und eine enge Vernetzung von Erzeugung, Verarbeitung, Handel und einem werteorientierten Konsum. Dabei versteht sich Bioland als Wertegemeinschaft engagierter Menschen mit der Vision einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zum Wohle der Biosphäre und kommender Generationen. „Der Biolandbau ist die Landwirtschaft der Zukunft. Bioland stellt sich den gesellschaftlichen Herausforderungen im Klimaschutz, Boden- und Wasserschutz, Tierschutz und dem Erhalt der Artenvielfalt“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland. An diesem Anspruch orientieren sich die konkreten Aufgaben, die in bundesweit 200 Bioland-Regional- und Fachgruppen, mit der Bioland-Beratung, in Forschungskooperationen und in der politischen Arbeit in den Bundesländern, Berlin und Brüssel bearbeitet werden. Der Bioland Verband setzt sich in der politischen und gesellschaftlichen Debatte für eine Ausweitung des Biolandbaus ein.

Der Grundgedanke, gesunde und hochwertige Lebensmittel im Einklang mit der Natur zu produzieren, ist heute aktueller den je. Das Ziel von Bioland ist es, in enger Partnerschaft mit bäuerlichen Erzeugern, Herstellern und dem Naturkostfachhandel, die hohen Erwartungen an die Qualität von Biolebensmitteln mit einem hohen Bewusstsein für die regionale Herkunft, die Belange der Umwelt und des Tierschutzes zu verbinden. Viele Bioland-Betriebe pflegen in der Direktvermarktung und bei vielfältigen öffentlichen Veranstaltungen den täglichen Dialog mit Menschen, sei es in Hofläden, am Marktstand oder über einen Lieferservice.

06 Apr 2011

Welche Risiken muss man beim Augen lasern eingehen?

5 Kommentare Gesundheit und Ernährung

Weltweit haben sich bereits mehr als zehn Millionen kurz- oder weitsichtige Menschen die Augen lasern lassen. In Deutschland werden zwischen 25.000 und 124.000 Operationen pro Jahr vorgenommen – mit steigender Tendenz. Eine Operation dauert nur wenige Minuten, in denen die Fehlsichtigkeit durch die Korrektur der Hornhaut behoben wird. Der Eingriff soll relativ schmerzlos sein. Das klingt verlockend, denn es winkt ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen. Doch welche Risiken bestehen beim Augen lasern?

Die Operation ist ein Eingriff an einem gesunden Organ. Dabei können Dinge schief gehen. Die Art und Häufigkeit von Komplikationen ist abhängig von der individuellen Dispositionen des Patienten (Dioptrienzahl, flache Hornhaut, Pupillengröße), Höhe der Korrektur, Behandlungsmethode, verwendeten Technik und den Erfahrungen des Operateurs. Mit dem letztgenannten hat sich eine Studie aus dem Jahr 1998 beschäftigt. Das Ergebnis: Bei den ersten 200 Eingriffen eines Operateurs liegt die Komplikationsrate bei 4,5%. Bei den nächsten 4800 Eingriffen nur bei 0,87%.

Was kann passieren? Möglich sind kurz- bis langfristige Über- oder Unterkorrekturen, Verringerungen der Sehschärfe mit optimaler Brillenkorrektur, Einschränkungen des Dämmerungs- und Nachtsehens durch reduzierte Kontrastsensitivität, Glanzeffekte und Lichthöfe. Außerdem kann es zu Infektionen am Auge kommen. Da beim Augen lasern die Dicke der Hornhaut reduziert wird und der Augeninnendruck ständig auf diese wirkt, kann es zu einer Vorwölbung der Hornhaut kommen. Im Rahmen einer Voruntersuchung muss der Operateur prüfen, ob die Hornhautdicke für eine OP ausreichend ist und sonstige Kriterien passen. Die Risiken lassen sich hier berechnen.

Vor der Operation wird eine lokale Betäubung der Augen mit Hilfe von Augentropfen durchgeführt und das Auge mit einem Vakuum-Saugring fixiert. Während des Laservorgangs sieht der Patient in ein rotes Licht. Der Laser arbeitet etwa 15 Sekunden. Danach wird das Auge gewechselt. Der gesamte Vorgang dauert zwischen fünf und zehn Minuten. Nach einer Ruhephase von 30 Minuten wird das Ergebnis zum ersten Mal kontrolliert. Ein Tag nach dem Augen lasern erfolgt eine weitere Kontrolluntersuchung, ebenso eine Woche und drei Monate nach der Operation. Im Regelfall benötigt der Patient sofort nach dem Augen lasern keine Sehhilfen mehr. Die optimale Sehstärke wird jedoch normalerweise erst zum Zeitpunkt der letzten Nachsorgeuntersuchung erreicht.

Augen lasern kostet zwischen 900 und 1.800 Euro pro Auge. Die Kosten werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Sie lassen sich jedoch als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen.

05 Apr 2011

Weniger Fleisch wäre gesünder für Mensch, Tier und Umwelt

2 Kommentare Gesundheit und Ernährung, Umdenken und Mitmachen
Weniger Fleisch wäre gesünder

© Rainer Sturm / pixelio.de

Zum Weltgesundheitstag am 7. April erinnert die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN die Konsumenten daran, dass Fleisch zu den gesundheitsschädlichsten Lebensmitteln gehört. Es ist nachweislich für die am weitesten verbreiteten Zivilisationskrankheiten und Haupttodesursachen verantwortlich.

Doch Tierprodukte sind auch ungesund für unser Klima: Bereits mehrere internationale Studien belegen, dass Massentierhaltung – aus der über 90 Prozent des Fleisches stammen – der größte Verursacher des Klimawandels ist.

Dass Massentierhaltung auch ungesund für die Tiere ist, versteht sich von selbst. „Die Menschen haben die geistige Verbindung zwischen dem Tier auf der Wiese und dem Stück Fleisch auf dem Teller verloren“, betont Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. „Viele verdrängen die Tatsache, dass das, was sie gerade zu sich nehmen, einmal gelebt und gefühlt hat.“

Heute weiß man, dass der Konsum von Fleischprodukten zu Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfällen und bestimmten Krebsarten führen kann. VIER PFOTEN fordert daher ein Umdenken nicht nur seitens der Konsumenten: „Bei der Forschung zu Tierversuchsalternativen ist die so genannte 3R-Methode verbreitet: Reduce, Refine, Replace. Dies lässt sich auch auf den Fleischkonsum und die Fleischproduktion umlegen“, betont Stadler abschließend:

  • Reduce: Viele Ernährungsexperten empfehlen eine Reduktion des Fleisch- und Wurstkonsums auf maximal drei Portionen pro Woche
  • Refine: Massentierhaltung muss Schritt für Schritt durch Freilandhaltung ersetzt werden
  • Replace: Schmackhafte pflanzliche Fleisch- und Wurstprodukte gibt es in immer größerer Auswahl in immer mehr Supermärkten.