Thema: Gesundheit und Ernährung

03 Apr 2011

Volkskrankheit Rückenschmerzen – das sind die Ursachen und so kann man vorbeugen

3 Kommentare Gesundheit und Ernährung

Fast 80 Prozent aller Deutschen haben einmal im Leben Rückenschmerzen. 70 Prozent leiden mindestens einmal im Jahr an den unangenehmen Schmerzen. Besonders häufig sind 50- bis 70-Jährige betroffen, doch es erwischt auch Kinder. Rückenschmerzen sind bei Männern die häufigste Ursache für Fehltage im Job. Bei Frauen sind sie der zweithäufigste Grund. Man kann also von einer Volkskrankheit sprechen, die wahrscheinlich in Zukunft zunehmen wird. Doch wie entstehen Rückenschmerzen und wie kann man vorbeugen? Hier die die wichtigsten Fakten:

Ursachen von Rückenschmerzen

Rückenschmerzen können körperliche Ursachen haben. Beispielsweise ist Verschleiß der Wirbelsäule (Arthrose) der häufigste Grund für chronische Rückenschmerzen. Missbildungen, Haltungsfehler, Verletzungen, mechanische Ursachen wie eingeklemmte Nerven, Entzündungen wie Rheuma, Skelett-Erkrankungen wie Osteoporose oder Tumore können Schmerzen im Rücken auslösen. Plötzliche Bewegungen können den sogenannten Hexenschuss oder Ischias verursachen. Dabei spielen meist auch Blockierungen von Gelenken der Wirbelsäule, Muskelzerrungen, gequetschte, gereizte oder entzündete Nerven eine Rolle. Die Ursachen kommen teilweise auch in Kombinationen vor.

Psychische Ursachen wie Stress, Angst oder Depressionen können zu Verspannungen der Muskulatur führen, was Rückenschmerzen auslösen kann. Sind schon körperliche Ursachen vorhanden, kann psychische Belastung zum Auslöser oder Verstärker werden. Oft sind chronische Rückenschmerzen psychosomatisch bedingt.

Vorbeugung von Rückenschmerzen

Durch Bewegung kann man Rückenschmerzen am besten vorbeugen. Sport löst verspannte Muskeln und stärkt sie. Dem gesamten Bewegungsapparat wird geholfen und Übergewicht wird verhindert. Empfohlen werden Ausdauersportarten wie Schwimmen, Wandern oder Radfahren. Von Bodybuilding, Abfahrtski, Rudern und Reiten sollte man jedoch lieber absehen. In Fitness Studios, Volkshochschulen oder Rückenschulen werden spezielle Kurse zur Rückenstärkung angeboten. Die Übungen kann man auch gut zu Hause betreiben. Falls eine Rückenschule vom Arzt verordnet wird, zahlen die gesetzlichen Krankenkassen sogar dafür.

Im Alltag kann man ebenfalls einiges für seinen Rücken tun. Gleichförmige Bewegungen und einseitige Belastungen sollte man vermeiden. Schon kleine Änderungen der Körperhaltung können helfen. Bei Computer- oder Fließbandarbeit, bei der man sich zu wenig bewegt, sollte man auf seine Sitzhaltung achten, regelmäßige Pausen einlegen und für Bewegung sorgen. Beispielsweise kann man ein paar Schritte gehen oder sich strecken. Beim Heben von schweren Gegenständen wie beispielsweise Getränkekisten empfiehlt es sich, den Gegenstand mit gebeugten Knien aus der Hocke anzuheben. Ein runder Rücken mit durchgedrückten Knien ist verkehrt.

Wichtig ist eine gute Matratze. Man sollte beim Kauf nicht das billigste Produkt wählen, sich gut beraten lassen und natürlich Probeliegen. Eine Matratze hält ca. 10 Jahre. Auch ein guter Bürostuhl hilft dem Rücken und sollte einem ein paar Euro wert sein.

Quelle der Zahlen: Wikipedia.de

28 Mrz 2011

Studie: Die Deutschen leben ungesund. Schlechte Ernährung, wenig Sport, viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Rund acht von zehn Bundesbürgern wissen, dass Übergewicht, ein ungesunder Lebenswandel oder ein erhöhter Blutdruck das Herz krank macht. Doch nur einer von sieben Deutschen lebt und ernährt sich wirklich gesund. Fast die Hälfte treibt wenig oder gar keinen Sport. 40 Prozent essen zu viel Süßes und fast jeder Dritte raucht täglich Zigaretten. Die Folge: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzschwäche oder Vorhofflimmern, gehören mit Abstand zu den häufigsten Gründen für Krankenhausaufenthalte in Deutschland. Tendenz steigend. Das ergab eine repräsentative Umfrage des IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung unter mehr als 1.000 Bundesbürgern.

Während die Männer gerne ein Glas Alkohol zu viel trinken und stärker dazu neigen, viel und fett zu essen, können sich Frauen vor allem bei Süßem nicht zurückhalten. 45 Prozent nehmen nach eigener Aussage zu viel zuckerhaltige Lebensmittel zu sich (Männer: 34 Prozent). Außerdem neigen Frauen häufiger als Männer dazu, aus Frust und Stress zu essen.

Zu einer gesunden Lebensführung gehört aber nicht nur das gesunde Essen, sondern auch ausreichend Bewegung. Gut jeder zweiten Frau fehlt es an sportlicher Betätigung. Bei den Männern gaben knapp 40 Prozent an, gar keinen oder zu wenig Sport zu treiben.

„Die Deutschen sind sich bewusst, dass sie ungesund leben und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen Vorschub leisten“, sagt Wilhelm Alms, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des IMWF. „Studien belegen, dass durch eine konsequente Änderung der Lebensführung ein Großteil der Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermieden werden kann.“

Zu den Risikofaktoren für Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems zählen vor allem Übergewicht, ein zu hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Rauchen, ein übermäßiger Alkoholkonsum und ungenügende körperliche Bewegung.

Rund 42 Prozent aller Todesfälle in Deutschland werden durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht. Neben Schlaganfall und Herzinfarkt nehmen dabei auch die weniger beachteten Krankheiten immer mehr zu. So zählt beispielsweise Vorhofflimmern mit einer Million Betroffenen längst zu den Volkskrankheiten. Und Gesundheitsexperten erwarten, dass diese Zahl in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Vorhofflimmern gehört zu den bedeutendsten Herzrhythmusstörungen und gilt als eine der häufigsten Ursachen für Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte.


Hintergrundinformationen: Im Auftrag des IMWF Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung wurden 1.002 Bundesbürger zum Thema „Gesundheitsvorsorge in Deutschland“ befragt. Die Ergebnisse sind bevölkerungsrepräsentativ.

17 Feb 2011

Trotz Dioxin-Skandal scheinen Bio-Lebensmittel nicht auf dem Vormarsch zu sein

1 Kommentar Gesundheit und Ernährung, Nachhaltiger Konsum

In einem Fernsehbeitrag gab es neulich einen interessanten Test. Vor einem Supermarkt wurde ein Verkaufsstand aufgebaut, an dem es Schweineschnitzel und Eier zu kaufen gab. Beides spottbillig. Denn auf einem Schild wurde darauf aufmerksam gemacht, dass es sich um Produkte handelt, die mit Dioxin belastet sind – knapp unterhalb der vorgeschriebenen Grenzwerte. Das Fernsehteam ging davon aus, dass sich nur wenige Menschen zum Kauf entschließen würden. Ein Irrtum! Schnitzel und Eier fanden reißenden Absatz.

Dioxin-Skandal

© wrw / pixelio.de

Es ist nicht verwunderlich, dass die Menschen gerade beim Fleisch so sehr auf den Preis achten, denn nie zuvor kam es so häufig auf den Tisch wie heute. In Zahlen ausgedrückt stieg der Pro-Kopf-Verbrauch seit 1950 von 26 Kilo auf 60 Kilo im Jahr an. Woher die Tiere im Kochtopf oder auf dem Grill kommen? Sicherlich nicht von grünen Wiesen! Ohne Massentierhaltung, Billigfutter und dem erlaubten Griff in den Arzneimittelschrank wären diese Fleischmengen von den landwirtschaftlichen Betrieben nicht zu diesen Preisen lieferbar.

Ähnlich ist es bei Obst und Gemüse. Wer noch selbst in seinem Garten anbaut, der weiß, dass Krankheiten, Hitze oder viel Regen schnell die Ernte zunichte machen können. Weniger Produktion unter erschwerten Bedingungen bedeutet für den Erzeuger deshalb immer einen höheren Preis. Doch den wollen die wenigsten Verbraucher bezahlen. Die Gründe dafür sind ganz verschieden. In jedem Fall dürfte für einen nicht unwesentlichen Teil der Bevölkerung Bio einfach zu teuer sein. Sie greifen bei billiger Ware zu, weil sie sich und ihre Familie sonst nicht satt bekommen würden. Wer mit einem niedrigen bis mittleren Einkommen eine Familie ernähren soll, der muss bei den Lebensmitteln genau kalkulieren. Äpfel, Bananen oder Paprika in Bioqualität kosten etwa ein Drittel mehr als konventionell produzierte Ware. Für Fleisch und Wurst mit dem Öko-Siegel muss man häufig sogar das Doppelte investieren. Bei einer vierköpfigen Familie summiert sich ein ausgewogenes Mittagessen dann schnell auf einen üppigen Betrag. Für Hartz IV-Empfänger ist Bio-Qualität im Tagessatz von 4,28 Euro erst gar nicht vorgesehen. Deshalb wird gekauft, was im Discounter gerade günstig angeboten wird. Dass sich viele gerne nachhaltiger ernähren würden, zeigt eine Umfrage der „Apotheken Umschau“. Dort gaben kürzlich 35,9 Prozent der befragten Deutschen an, dass sie zwar gerne zu Bioprodukten greifen würden, sie sich diese aber nicht leisten können. Das zeigt sich auch immer wieder in Versuchen der Industrie, ökologisch hochwertige Lebensmittel stärker auf dem Markt zu platzieren. So scheiterte der Geflügelproduzent Wiesenhof damit, ein schonender aufgezogenes „Weidehähnchen“ gewinnbringend abzusetzen. Für den Versuch wurde das Unternehmen zwar mit Anerkennung bedacht, dennoch griffen die Verbraucher weiterhin zur günstigeren Standardware.

Soll sich Bio in Deutschland durchsetzen, dann braucht es auf allen Seiten mehr guten Willen. Der Staat muss Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft bevorzugt fördern. Bio-Lebensmittel dürfen nicht zwangsläufig im Hochpreissektor angesiedelt werden. Was günstig produziert werden kann, sollte auch günstig angeboten werden. Und zuletzt muss auch der Verbraucher lernen, dass er lieber weniger Fleisch isst, dafür aber von glücklichen Tieren aus Ställen der Region.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung

06 Feb 2011

Serie über Social Entrepreneurs: Das Ethno-Medizinische Zentrum kümmert sich um die Gesundheit von Migranten

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Social Entrepreneurs“ sind die neuen Helden der globalen Zivilgesellschaft. Sie wollen mehr erreichen als nur Wachstum und Gewinn, sie wollen die Welt besser machen. Und sie engagieren sich dort, wo der Staat Hilfen kürzt oder Unternehmen keine Gewinne erwarten. In dieser Serie stelle ich einige Social Entrepreneurs aus dem Ashoka Fellowship-Programm vor.

Ethno-Medizinisches ZentrumRamazan Salman integriert Migranten in das öffentliche Leben in Deutschland. Sein Konzept: Er bildet erfolgreiche, gut integrierte Migranten zu Mediatoren aus, denen es besser als jedem Deutschen gelingt, hier lebende Ausländer und Einwanderer in Moscheen und Gemeinden zu erreichen. Das Thema Gesundheit als Einstieg nutzend, bringt Salman Ausländer, Deutsche und kommunale Institutionen zusammen, damit Präventionsangebote (z. B. Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen) genutzt werden. Das Netzwerk hilft den Migranten auch, kulturelle Barrieren zu überwinden und am Leben ihrer Stadt teilzunehmen.


Autorin: Sandra Klein. Der Artikel ist aus „MUM – Markt & Medien“ (Ausgabe Mai 2010). Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der ÖKO-TEST Verlag GmbH.

Hier findest Du weitere Beispiele für Social Entrepreneurs…

12 Dez 2010

Das Ökobarometer 2010 zeigt, warum Biolebensmittel gekauft werden

2 Kommentare Gesundheit und Ernährung, Nachhaltiger Konsum

Ökobarometer 2010

Das Wissen um die Vorteile von Ökoprodukten für den Tier- und Umweltschutz sowie das eigene Wohlbefinden wird unter deutschen Biokäufern immer größer. Dies ist das Kernergebnis des Ökobarometers 2010, das das Marktforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) erstellt hat. Für die regelmäßige repräsentative Studie wurden Anfang November 2010 rund 1.000 Bundesbürger ab 14 Jahren zu ihrem Konsumverhalten bei Biolebensmitteln befragt.

Top-Gründe für den Kauf von Ökowaren sind die artgerechte Tierhaltung (90 Prozent), eine möglichst geringe Schadstoffbelastung (89 Prozent) sowie die regionale Herkunft der Produkte (86 Prozent, Mehrfachnennungen möglich). „Die im Vergleich zu den Vorgängerbefragungen steigenden Werte legen den Schluss nahe: Für deutsche Biokäufer gilt – einmal Bio, immer Bio“, erklärt Elmar Seck von der Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Auch die Einhaltung hoher Sozialstandards wird deutschen Biokonsumenten immer wichtiger. Knapp die Hälfte (49 Prozent) aller im Rahmen des Ökobarometers befragten Biokäufer gab an, dass Prinzipien wie die gerechte Entlohnung von Erzeugern oder faire Arbeitsbedingungen ihre Kaufentscheidung für Bioprodukte positiv beeinflussen. Dies entspricht einem Anstieg von 11 Prozent gegenüber der letzten Ökobarometer-Umfrage im Jahr 2008. „In dieser Steigerung spiegelt sich offenbar ein gesamtgesellschaftlicher Trend wider. Die Konsumenten scheinen sich stärker für die Erzeugungs- und Verarbeitungsgeschichte, die hinter einem Produkt steckt, zu interessieren. Die Biobranche mit ihren fairen und transparenten Strukturen kann da natürlich punkten“, so Elmar Seck.

Beim Außer-Haus-Verzehr spielen Biolebensmittel in den Augen der Umfrage-Teilnehmer keine große Rolle. Der überwiegenden Mehrheit (88 Prozent) ist es allerdings sehr wichtig oder wichtig, dass in Kindertagesstätten und Kindergärten ein ausreichendes Angebot an Biokost bereitgestellt wird. Ein weiteres Ergebnis: Das am 1. Juli 2010 eingeführte EU-Bio-Logo ist 70 Prozent der deutschen Biokäufer noch nicht bekannt. Auch in puncto Vertrauen steht das in allen Ländern der Europäischen Union geltende neue Gemeinschaftslogo hinter dem deutschen Bio-Siegel zurück. 48 Prozent aller Befragten schätzen den Standard von Produkten mit EU-Bio-Logo in Bezug auf Anbauweise und Verarbeitung im Vergleich zum deutschen Bio-Siegel als niedriger ein.

28 Okt 2010

Der Voss Wasser Skandal

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Voss – Ein Mineralwasser, das eigentlich für für Luxus, Lifestyle und Qualität steht. Calvin Klein hat die edle Glasverpackung für den teuren Sprudel designt, der pro Flasche ganze 4 Euro kostet. Stars wie Will Smith und Madonna trinken das kostbare Nass, das angeblich aus einer reinen Quelle in den Gletschergebieten Norwegens entspringt. Reporter haben jedoch kürzlich herausgefunden, dass das Tafelwasser gar nicht so hochklassig ist, wie bisher vermutet: Denn bei Voss handelt es sich nicht um reinstes Gletscherwasser, sondern um gewöhnliches Grundwasser aus einer Seeregion in Iveland – also um genau dasselbe Wasser, dass in Iveland die Toilette herunter fließt oder das Geschirr spült. Wer Voss trinkt, sollte sich also überlegen, ob es nicht doch umweltschonender wäre, unser sauberes Hahnwasser zu trinken, denn das kostet nur 0,4 Cent pro Liter.

15 Okt 2010

ACHT GRAD spendet Zicklein für Simbabwe

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ACHT GRAD spendet Zicklein für SimbabweDie Bio-Weinschorle ACHT GRAD hat eine tierisch gute Spendenaktion gestartet. Für jeden verkauften Karton Bio-Wein über die Internetseite www.8-grad.net spenden die Jungs ein Zicklein für bedürftige Familien in Simbabwe. Zusätzlich erhält pro 200 „Gefällt mir“-Klicks auf der Facebook-Fanpage eine weitere Familie in Simbabwe ein Zicklein und unter allen Teilnehmern der Spendenaktion wird ein Karton ACHT GRAD verlost. Eine tolle Idee, die unterstützt werden sollte.