Thema: neue Technologien

04 Okt 2010

Was tun, wenn eine quecksilberhaltige Energiesparbirne zerbricht?

Keine Kommentare neue Technologien

Mit dem Siegeszug von Energiesparlampen ist Quecksilber in die Haushalte zurück gekehrt. Ohne das giftige Schwermetall leuchten die sparsamen Birnen nicht. Bis zu fünf Milligramm davon enthält eine Kompaktleuchte. Zerschellt sie am Boden, breitet sich Quecksilber als Gas dort zuerst aus – Kinder sind also am meisten gefährdet, es einzuatmen, berichtet die „Apotheken Umschau“. Das Umweltbundesamt empfiehlt, in Kinderzimmern, Kindergärten und überall, wo eine erhöhte Bruchgefahr besteht, doppelwandige Leuchten zu verwenden. Ist das Malheur dennoch passiert, verlässt man am besten erst einmal den Raum für mindestens 15 Minuten und lüftet gründlich. Auf keinen Fall soll man die Splitter sofort mit dem Staubsauger entfernen – dadurch verteilt sich das Gas erst im ganzen Raum, haben US-Forscher herausgefunden. Die Splitter werden später sorgfältig mit Gummihandschuhen aufgelesen und in einem gut verschließbaren Glasgefäß gesammelt. Von Teppichböden lassen sie sich besser mit einem Klebeband abheben. Alle Reinigungs-Utensilien sollen zusammen in einem luftdichten Plastikbeutel verpackt in den Sondermüll gegeben werden.

Quelle: Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 10/2010 A

19 Aug 2010

Energie und Geld sparen beim Hausbau und Haussanierung – so funktionieren die Förderprogramme der KfW

3 Kommentare neue Technologien, Umdenken und Mitmachen

Auf Eines können sich Immobilienbesitzer auch zukünftig verlassen: auf steigende Kosten für Heizung und Warmwasser. Baut man jedoch von vorherein energieeffizient – etwa ein KfW-Effizienzhaus 40 – kann man dem gelassen entgegensehen. Mit zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen aus dem Programm „Energieeffizient Bauen“ der KfW behält man zudem auch die Baukosten im Griff. Wie das in der Praxis aussieht, erklären Experten und Betroffene in diesem Ratgeber-Podcast:

Altbauten können wahre Energieverschwender sein. Veraltete Heizungen, fehlende Dämmung an Fassade und Dach, undichte Fenster. Eine umfassende energetische Sanierung kann hier Abhilfe schaffen. Die nicht unerheblichen Baukosten der Sanierung können mit Krediten und Zuschüssen aus dem KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ günstig finanziert werden. Vorgabe ist allerdings, dass die sanierte Immobilie – maximal – 15 Prozent mehr Energie verbrauchen darf als ein vergleichbarer Neubau. Besser jedoch: man unterschreitet die Vorgaben der Energieeinsparverordung EnEV 2009 noch deutlicher. Denn: das schont nicht nur die Haushaltskasse, sondern sichert außerdem excellente Konditionen der KfW-Förderung. Mehr dazu im Podcast der KfW:

07 Aug 2010

Die Helligkeit von Lampen wird bald in Lumen ausgewiesen

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Der Maßstab für die Helligkeit von Energiesparlampen ist nicht die Watt-Zahl, sondern die Lumen-Angabe (Quelle: obs/MEGAMAN Energiesparlampen - IDV GmbH).

Am 1. September 2010 tritt die zweite Stufe des EU-Glühlampenausstiegs in Kraft. Dadurch werden haushaltsübliche 75 Watt Glühlampen vom Markt verschwinden. Hinzu kommen umfassende Verpackungsbestimmungen, mit denen die EU die Verbraucherinformation beim Kauf von Energiesparlampen verbessern will. „Die meisten dieser Angaben sind allerdings bei Marken-Energiesparlampen bereits üblich“, sagt Christoph Seidel, Pressesprecher des Lampenherstellers Megaman.

Neben dem bekannten EU-Energieeffizienzzeichen müssen zum Beispiel die Lebensdauer, die Lichtfarbe, die Schaltfestigkeit, die Aufstartzeit und der Quecksilbergehalt angegeben sein. Werden auf der Verpackung die neuen Lampen den alten Glühlampen gegenübergestellt, sind bestimmte Vergleichsregeln einzuhalten. Der deutlichste Hinweis auf eine sparsame Lampe ist nach wie vor das EU-Energielabel. Eine Energiesparlampe erfüllt die beste Effizienzklasse A, eine Glühlampe entspricht nur Klasse E.

In einem wichtigen Punkt muss sich der Verbraucher umgewöhnen. Das Maß für die Helligkeit einer Energiesparlampe ist nicht die Watt-Zahl, sondern die Lumen-Angabe. Je mehr Lumen eine Lampe hat, umso heller ist sie. Seidel rät dazu, die Packungsangaben sorgfältig zu vergleichen. „Beispielsweise muss eine 11 Watt Energiesparlampe mindestens 531 Lumen haben. Aber bessere Modelle bringen bei gleichem Stromverbrauch bis zu 700 Lumen, sie sind also viel lichtstärker.“

Die Verpackungen der Bestandsware im Handel ist von der Neuregelung noch nicht betroffen.

28 Jul 2010

Telefonkonferenzen als umweltschonende Alternative für Reisen

Keine Kommentare neue Technologien, Umdenken und Mitmachen

Wir leben in einer globalisierten Welt. Beziehungen rund um den Globus nehmen immer stärker zu. Sowohl im privaten Bereich werden Freundschaften über Landesgrenzen hinweg gepflegt, aber vor allem auch im Geschäftsleben ist internationale Zusammenarbeit keine Seltenheit. Die Folge ist ein steigender Bedarf an Kommunikation. Reisen sind eine Möglichkeit, um persönlichen Kontakt herzustellen und Informationen effektiv auszutauschen. Doch die Umweltbeeinträchtigung ist – je nach gewähltem Verkehrsmittel – hoch. Beispielweise verursacht eine Boeing 747 50 Tonnen CO2 pro Flugstunde.

Eine umweltschonende und kostengünstige Alternative sind Telefonkonferenzen. Meetings und Konferenzen können unabhängig vom jeweiligen Standort der Teilnehmer über das Internet durchgeführt werden. Qualitativ steht eine Telefonkonferenz einem Festnetzgespräch in fast nichts nach. Es gibt jedoch Qualitätsunterschiede zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Gesprächen. Bei kostenlosen Gesprächen kann die Bandbreite während Spitzenlastzeiten nicht ausreichen. Die Folge ist eine schlechte Gesprächsqualität oder eine Trennung der Verbindung. Dieses Problem tritt außerhalb der Spitzenzeiten nicht auf. Wer sich für kostenlose Telefonkonferenzen entscheidet, sollte also Gespräche zu Stoßzeiten vermeiden. Für professionelle Benutzer und Unternehmen kann die Nutzung von kostenpflichtigen Telefonkonferenzen eine sinnvolle Entscheidung sein. Die Kosten sind relativ gering – vor allem auch im Vergleich mit Reisekosten. Zusätzlich sparen Unternehmen nicht nur Geld, sondern auch Zeit, die sinnvoll für andere Aktivitäten genutzt werden kann.

21 Jul 2010

Airbus startet Ideen-Wettbewerb für umweltfreundliches Fliegen

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Airbus hat heute auf der internationalen Luftfahrtmesse im englischen Farnborough den Wettbewerb „Fly Your Ideas (FYI)“ gestartet. Universitätsstudenten aus Deutschland und der ganzen Welt sind aufgerufen, in drei- bis fünfköpfigen Teams Ideen für eine noch umweltfreundlichere Flugzeugindustrie zu entwickeln. Das Siegerteam erhält 30.000 Euro, das zweitplatzierte Team 15.000 Euro.

Zur Teilnahme sind Studenten jeglicher wissenschaftlicher Disziplin eingeladen – vom Ingenieurswesen über Marketing, von der Betriebswirtschaft bis zur Philosophie und Design. Begrüßt werden Vorschläge zu allen Aspekten des „ökologischen Lebenszyklus“ eines Flugzeuges, der aus fünf Phasen besteht: Entwicklung, Zulieferkette, Fertigung, Flugzeugbetrieb und Recycling von Flugzeugen. Dieser innovative Ansatz von Airbus soll die Umweltverträglichkeit eines Flugzeugs und seines Produktionsprozesses weiter verbessern.

Charles Champion, Airbus Entwicklungsvorstand und FYI-Schirmherr, sagte zum Start von FYI 2011: „Der Wettbewerb soll dazu anregen, Ideen für eine nachhaltigere Welt zu entwickeln. Er ermöglicht es Airbus, Studenten in die Suche nach neuen Technologien und Möglichkeiten einzubinden und so der wachsenden Nachfrage nach Flugverkehr mit einer besseren Umweltverträglichkeit nachzukommen.“

Der internationale Airbus-Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und besteht aus drei Runden mit wachsendem Schwierigkeitsgrad, in denen Airbus- und Branchenexperten die Jury bilden. Beim ersten Wettbewerb, der im Oktober 2008 startete, nahmen 2350 Studenten aus über 80 Ländern teil. Das Projekt des Siegerteams von der Universität Queensland in Australien drehte sich um die Nutzung eines effizienten Naturfaserverbundwerkstoffs zum Einsatz in Flugzeugkabinen.

Studenten, die an FYI 2011 teilnehmen möchten, müssen sich bis zum 30. November 2010 mit ihrem Team unter www.airbus-fyi.com anmelden und bis zum 10. Dezember 2010 ihre Projekte eingereicht haben. Die fünf Teams der Endrunde gewinnen eine Reise im Juni 2011 nach Paris und präsentieren dort Ihre Projekte einer unabhängigen Jury. Die Sieger werden auf der Internationalen Luftfahrtausstellung in Paris, Le Bourget bekanntgegeben.

01 Jul 2010

Hohes Beschäftigungswachstum bei erneuerbaren Energien, traditionelle Energiekonzerne schrumpfen

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Fünfzig Jahre nach Gründung des Deutschen Atomforums schrumpfen die Belegschaften von Unternehmen, die weiter auf Atomenergie und fossile Kraftwerke setzen. Dagegen trotzen die Newcomer der Erneuerbaren Energien Branche nicht nur der Wirtschaftskrise: Sie wachsen weiter in rasantem Tempo. Darauf haben die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), die Juwi Holding AG, die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und das Kampagnen-Netzwerk Campact anlässlich eines gemeinsamen Presseauftritts in Berlin hingewiesen und gleichzeitig neue Kampagnen gegen eine Fortsetzung der Atomstromnutzung in Deutschland gestartet. Andernfalls drohe die Gefahr, dass bei der Umsetzung der Energie- und Klimawende entscheidende Zeit und zigtausende von Arbeitsplätzen verloren gehen.

„Die Zukunft ist erneuerbar“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake und erklärte, dass nur eine konsequente Fortführung der Energiewende in eine nachhaltige Energiezukunft führe. „Wer heute, wie Angela Merkel glaubt, durch Höflichkeitsbesuche bei Jubelfeiern der Atomlobby punkten zu können, verspielt mutwillig die Zukunft“. Auch mit Blick auf die zum Beispiel beim Energieriesen E.on drohenden massiven Arbeitsplatzverluste forderte Baake die Bundeskanzlerin auf, sich „besser da sehen zu lassen, wo Zukunft gestaltet wird, statt weiter für die Stabilisierung risikoreicher und ineffizienter Energiestrukturen aus dem vergangenen Jahrhundert zu werben“. Es sei ein von den Energiekonzernen gern verbreiteter Irrtum zu glauben, das neue und das alte Energiesystem könnten noch lange nebeneinander existieren. Baake: „Das Gegenteil ist richtig. Früher als viele meinen, müssen wir uns entscheiden: Entweder Uran und Kohle oder Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie. Das diktieren uns nicht Interessen oder Ideologie, sondern Klimaschutz und Physik.“

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03 Mai 2010

Die Presse warnt vor Elektroauto-Euphorie

4 Kommentare Auto und Mobilität, neue Technologien

Die Epoche des billigen Öls geht zu Ende, und die Autohersteller müssen sich eingestehen, dass sie mit einer Technologie von gestern nicht die Zukunft gewinnen können. Wenn die Kanzlerin nun zu einem Auto-Gipfel lädt und die Elektromobilität zur „nationalen Aufgabe“ erklärt, hört sich das an wie eine Revolution mit Ansage – und ist im Grundsatz sinnvoll. Doch Merkel sollte sich davor hüten, der E-Euphorie zu verfallen und vorschnell eine Epochenwende auszurufen. Das Versprechen, bis 2020 eine Million Autos an die Steckdose zu bringen, ist schlicht unrealistisch. Darüber hinaus weckt es den Argwohn, dass Industrie und Regierung hier ein neues Feigenblatt züchten, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, den Klimawandel billigend in Kauf zu nehmen.

Tatsache ist: Elektrofahrzeuge sind gegenüber herkömmlichen Autos allein schon wegen ihrer hohen Kosten nicht konkurrenzfähig. Und ein Weg, deren teure Batterien in Billigprodukte zu verwandeln, ist derzeit nicht erkennbar. Vor diesem Hintergrund erscheinen Forderungen von Autoherstellern, der Staat möge doch den Aufpreis für Elektrofahrzeuge übernehmen, als Anmaßung. Auch wenn Kaufanreize nicht Tabu bleiben dürfen: Weder kann es sich der Staat leisten, der Industrie hohe Subventionen zu zahlen, noch sollte er sich dazu verleiten lassen, allein auf Elektromobilität zu setzen. Schon mehrfach hatte die Politik für sich proklamiert, den Weg zu kennen und sich flugs in technische Sackgassen manövriert. Ob Transrapid, Biosprit oder Brennstoffzellen: Immer wieder waren die Erwartungen unrealistisch hoch, immer wieder wurden Millionen an Steuermitteln vergeudet. Beim Autogipfel sollte es daher weniger um Subventionen gehen, als vielmehr um nationale und internationale Kooperationen. Denn während Chinas Planwirtschaftler die Entwicklung von Elektrofahrzeugen in ihrem Riesenreich präzise koordinieren, wird in Europa an zwölf Orten genau dasselbe erforscht. Die traditionsreichen Pkw-Hersteller des Abendlandes werden sich nach dem Ende des Erdöl-Zeitalters auf dem Weltmarkt nur dann erfolgreich neu erfinden können, wenn sie ihre Konzepte gemeinsam vorantreiben – Konkurrenz belebt in diesem Fall eben nicht das Geschäft.

Quelle: Westdeutsche Zeitung, Christoph Lumme, 03.05.2010