Thema: Umdenken und Mitmachen

08 Okt 2009

Unternehmen erhalten Hilfe beim Klimaschutz und Energieeffizienz

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Mit einer neuen Partnerschaft legen die Bundesregierung und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Basis dafür, sich den Herausforderungen des Klimaschutzes und der Steigerung der Energieeffizienz in der deutschen Wirtschaft gemeinsam zu stellen. In der Partnerschaft fördert das Bundesumweltministerium (BMU) mit seiner Klimaschutzinitiative ein breit angelegtes Projekt des DIHK und der Industrie- und Handelskammern (IHKs). Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) fördert zusammen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Energieeffizienzberatungen und besonders zinsgünstige Kredite mit seinem „Sonderfonds Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)“.

Ziel der Partnerschaft ist es, Firmen zu motivieren, die bereits heute wirtschaftlich rentablen Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz weit stärker als bisher zu realisieren. Die Aktionen der Partnerschaft richten sich direkt an die Unternehmen, um damit zusätzliche Impulse für mehr Energieeffizienz auszulösen. Diese ist für viele Unternehmen ein wichtiger Faktor, um schneller aus der Krise zu kommen und sich gut für den Wettbewerb danach zu positionieren.

Kein Unternehmen kommt ohne Energie aus. Daher können sich Energieeffizienzmaßnahmen in jedem einzelnen Fall bezahlt machen. In vielen Betrieben lassen sich je nach Branche und Größe erhebliche Einsparpotenziale finden, die im Einzelfall bis zu 30 Prozent betragen.

Eine Säule der Partnerschaft ist die Gründung von KLIMASCHUTZ UNTERNEHMEN – Die Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der deutschen Wirtschaft. Die Mitgliedsunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen in ihre Unternehmensstrategie integrieren und die Einsparerfolge dokumentieren, sondern sich in bestimmten Abständen auch einem Prüfverfahren unterziehen. Mitglieder aus möglichst allen Branchen und Größenklassen zeigen vorbildhaft, dass sich Energieeffizienz und Klimaschutz auszahlen. Mit ihren Best-Practice-Beispielen sind sie prädestiniert, auch andere Unternehmer vom Nutzen der Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen zu überzeugen.

Die zweite Säule der Partnerschaft ist eine Informations- und Qualifizierungsoffensive des DIHK und der IHKs. Die Informationsoffensive erleichtert durch so genannte Energiecoaches der IHKs den Unternehmern vor Ort den Einstieg in die Themen Energieeffizienz und Klimaschutz. Zentraler Bestandteil sind Betriebsbesuche, bei denen die Energiecoaches die Unternehmen auf die Möglichkeiten der Energieeffizienzberatung und auf andere passende Förderprogramme, Fortbildungsangebote oder Informationsveranstaltungen hinweisen. Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive wird die Weiterbildung von Mitarbeitern der Unternehmen zu Energiemanagern (IHK) bezuschusst.

24 Sep 2009

Stiftung Warentest veröffentlicht das Energiesparbuch

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Energie sparen ist in. Man schont gleichzeitig Geldbörse und die Umwelt. Doch wo anfangen? Und was bringt das alles? Das Energiesparbuch der Stiftung Warentest stellt verblüffend einfache Mittel vor, die helfen, den eigenen Energieverbrauch deutlich zu senken und mit gutem Gewissen zu leben. Konkrete Rechenbeispiele zeigen, wie man pro Jahr und Person im Haushalt bis zu 1.100 Euro sparen kann. Da fallen die 12,90 Euro für das Buch kaum ins Gewicht.

In ihren Tests von Geschirrspülern, Waschmaschinen und Kühlschränken entlarvt die Stiftung Warentest immer wieder Energieschleudern und findet vorbildlich sparsame Geräte. Für das neue Energiesparbuch stand nun ein gründlicher Gang durch einen kompletten Haushalt an: Wo verstecken sich die Stromverschwender? Wie kann man bei Heizung und Warmwasser sparen? Was haben Ernährung und Einkaufen mit dem Klima zu tun? Wie kann man energiebewusst reisen?

Das handliche Buch gibt Antworten auf all diese Fragen und dazu eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Energiesparen, die sich ganz schnell im Geldbeutel bemerkbar macht. Außerdem bietet es einen lesenswerten Einblick in die Entwicklung von Strom- und Ölpreis und beschreibt anschaulich, wo es in Sachen Energieerzeugung und Klimawandel am stärksten „qualmt“. Vor diesem Hintergrund sind viele Energiesparmaßnahmen leichter nachzuvollziehen und schaffen das notwendige Bewusstsein, um Dinge konsequent und nachhaltig zu verändern. Umweltminister Sigmar Gabriel: „Das Energiesparbuch zeigt in verständlicher und motivierender Weise auf, dass das Einsparen von Energie nicht nur hilft, der globalen Erderwärmung zu begegnen. Es füllt auch das eigene Sparschwein.“

Das Buch hat 176 Seiten und ist ab Donnerstag, 24. September 2009 für 12,90 Euro im Buchhandel erhältlich. Es kann auch online unter www.test.de/energiesparbuch bestellt werden.

17 Sep 2009

Durch Erdwärme lassen sich 60% Heizkosten sparen

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„Mit Erdwärme verringern sich die Heizkosten um bis zu 60 Prozent“, freute sich heute Albert Göttle, der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) über das Ergebnis einer neuen Feldstudie des LfU, die er bei der Eröffnung der Ausstellung „Geothermie – Wärme aus der Erde“ in Marktredwitz vorstellte. LfU-Experten hatten den Jahresenergieverbrauch von zwei Ein-Familienhäusern mit Öl- bzw. Erdwärme-Heizungen verglichen. „Geothermie ist eine sehr gute Alternative zu fossilen Energieträgern. In Bayern ist der Boden praktisch überall warm genug, um Erdwärme zu gewinnen“, so Göttle. Damit können Häuser, Büros oder Werkhallen im Winter geheizt und im Sommer gekühlt werden. Angesichts steigender Energiepreise interessieren sich ohnehin immer mehr Menschen für alternative Energiequellen. Besonders attraktiv ist dabei die Nutzung der natürlich gespeicherten Wärme in den oberen Erdschichten. Erfreulicher Trend: Die Geothermie ist auf dem Vormarsch. Im Jahr 2003 wurden in Deutschland 9.700 Wärmepumpen verkauft. Im Jahr 2008 waren es fast 63.000 Stück – eine 6,5-fache Steigerung. „Jeder einzelne kann mit Geothermie bequem und behaglich einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Göttle.

Für die Landesamts-Studie verglichen die Geologen zwei Ein-Familien-häuser, das eine geheizt mit gängiger Öl-Brennwert-Niedrigtemperatur, das andere mit Erdwärmesonden und Solarthermie. Bei 160 Quadratmetern Wohnfläche mit 3 Personen, Baujahr 1972, Gasbeton, neue Fenster und Haustür wurden 2000 Liter Öl im Jahr verbraucht. Bei einem Heizölpreis von 0,65 Euro ergeben sich also im Monat Kosten von 108 Euro. Im Gegensatz dazu zahlte der 3-Personenhaushalt mit einer Wohnfläche von 130 Quadratmetern, Baujahr 2006, Holzbauweise mit Erdwärmesondenanlage und Solarthermie nur 35 Euro im Monat – normiert auf die gleiche Wohnfläche eine satte Einsparung von 60 Prozent.

Genau über diese praktischen Erfahrungen will die Ausstellung „Geothermie – Wärme aus der Erde“ informieren. Sie wurde in Zusammenarbeit mit Umwelt- und Wirtschaftsministerium erstellt und ist bis zum 28. September im Gewölbe des Historischen Rathauses in Marktredwitz zu besichtigen. Die Ausstellung ist zugleich ein kleines Jubiläum: Vor zehn Jahren haben die Geologie-Fachleute des Landesamtes ihre Arbeit in Marktredwitz aufgenommen und sind in das Kösseine-Einkaufszentrum gezogen. Dort ist unter anderem Bayerns Bodenarchiv mit mehr als 15.000 Bodenproben eingelagert.

03 Jan 2009

Matthias Horx veröffentlicht den Trend Report 2009

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Wie verändern sich gesellschaftliche Werte im kommenden Jahr? Mit welchen Entwicklungen müssen wir im soziokulturellen Bereich rechnen? Und was sind die entscheidenden Triebkräfte für die Märkte von morgen? Matthias Horx hat auch in diesem Jahr wieder die wichtigsten Veränderungsprozesse der Kultur- und Konsummärkte ausfindig gemacht. Prägnant und anschaulich erläutert er im neuen Trend-Report die neun relevantesten Entwicklungen für die nächsten Jahre.

Der seit 2003 erscheinende Jahresüberblick gehört zu den am stärksten nachgefragten Printprodukten des Zukunftsinstituts. Ein Novum in diesem Jahr ist, dass der Trend-Report nicht ausschließlich im Think Tank in Kelkheim entstanden ist, sondern auch an der Zeppelin-Universität, wo Matthias Horx als Dozent unterrichtet. Die Trends Kreazipation, Bio-Yourself sowie Ich war dabei! basieren auf Forschungsergebnissen der Studenten vom Bodensee.

Hier ein kurzer Einblick in alle neun Kapitel:

1. Offline-Trend

Der neue Reiz der Unerreichbarkeit
Die 24/7-Highspeedgesellschaft mit der beständigen Gefahr von Information-Overload, lässt zunehmend das Bedürfnis nach analogen Orten aufkeimen. Das Verlangen nach Ruheinseln und Rekreationsräumen, in denen es keinen Handy-Empfang gibt und das einzige Speichermedium das eigene Gehirn ist, wird künftig zu einem immer umfassenderen Wunsch. Das bedeutet nicht das Ende der Online-Kultur. Vielmehr handelt es sich um einen Gegentrend, sich – eine Zeit lang – bewusst von der Immer-Erreichbarkeit auszuklinken. Dass die Sehnsucht nach einer Offline-Kultur nicht nur im Privaten stattfindet, sondern zunehmend auch Wirtschaft und Öffentlichkeit beeinflusst, veranschaulichen die Zukunftsforscher anhand von vielen Zahlen und Best-Practices.

2. Soft-Kapitalismus

Wie in der globalen Krise eine neue Weltordnung und ein neues Wertesystem entsteht
Die Finanzkrise erschüttert derzeit die Märkte Matthias Horx gibt im Kapitel „Soft-Kapitalismus“ Antworten auf die Frage, wie es nach der Krise weitergeht: „Die Wirtschaftskrise, die mit der US-Immobilien-Blase ihren Anfang nahm, lässt einen neuen globalen Sozialkontrakt erahnen, der unser Leben, unsere Wirtschaft und uns selbst verändern wird.“ Und zwar hin zu Humanomics, der „Trust Economy“. Anhand der Kondratieff-Zyklen erklärt der Zukunftsund Trendforscher den Hintergrund der Krise und welche produktiven Innovationen in Zukunft zu einem neuen Aufschwung führen werden.

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11 Nov 2008

The Story of Stuff

1 Kommentar Nachhaltiger Konsum, Umdenken und Mitmachen

The Story of StuffLebkuchenalarm! Überall gibt es schon wieder Lebkuchen! Ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Countdown bis Weihnachten schon längst wieder begonnen hat. Was schenken wir denn dieses Jahr bloß wieder? Zum Glück gibt es das Internet, was einem die Geschenkejagd in den nasskalten Fußgängerzonen erspart. Nun, bei einer Pause vom Surfen auf unzähligen Shoppingseiten, haben wir heute bei Vimeo ein äußerst sehenswertes Filmchen entdeckt. Es geht nur gut 20 Minuten, doch es könnte euch eine ganze Weile länger beschäftigen.

In The Story of Stuff zeigt die amerikanische Öko-Aktivistin Annie Leonard simpel und eindringlich die ökologischen und sozialen Folgen unserer Kauflust auf. Einfach krass! Aber eines gleich vorweg: Ja, es werden im Film Zusammenhänge stark vereinfacht und zugespitzt dargestellt. Wir finden jedoch, dass die Kernaussage überzeugt und es nicht schadet, einmal über das eigene Konsumverhalten nachzudenken…