Thema: Umwelt und Klima

09 Mrz 2010

Neuer Kinofilm über die Energie-Revolution

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Kinofilm über die Energie-RevolutionOhne Strom läuft nichts. Keine Frage, wir brauchen Energie. Doch allen ist klar, dass Kernenergie und die Stromgewinnung mit Kohle nichts mit Nachhaltigkeit zu tun haben. Wie wollen wir in Zukunft unseren Strom gewinnen? Der deutsche Journalist, Filmemacher und Produzent Carl-A. Fechner versucht mit seinem Dokumentarfilm Die 4. Revolution – Energy Autonomy (Kinostart 18. März) eine Antwort auf diese Frage zu finden. Einflussreiche Umweltaktivisten, Nobelpreisträger, innovative Unternehmer und Politiker zeigen ihre Vorstellung eines Umstieges auf 100% erneuerbare Energien innerhalb der nächsten 30 Jahre. Hierzu heißt es auf es auf der offiziellen Website des Films:

„Der Dokumentarfilm DIE 4. REVOLUTION – ENERGY AUTONOMY von Carl-A. Fechner steht für eine mitreißende Vision: Eine Welt-Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist ist – für jeden erreichbar, bezahlbar und sauber. Eine globale Umstrukturierung, die Machtverhältnisse neu ordnet und Kapital gerechter verteilt, könnte jetzt beginnen. Wir müssen es nur tun!

Wie – das zeigt Fechners Film anhand beispielhafter Projekte und ihrer Vorkämpfer in zehn Ländern: Das energieeffizienteste Bürogebäude der Welt steht in Deutschland und produziert mehr Energie, als es verbraucht. Erneuerbare Energien sichern Familien in Mali und Bangladesh über hautnahe Finanzierungsmodelle die Existenz. Alternative Energiekonzepte revolutionieren die Autoindustrie und fördern neue Wege der Mobilität.

In vierjähriger Produktionszeit begleiteten Carl-A. Fechner und sein Team engagierte Prominente, sprachen mit Top-Managern, afrikanischen Müttern, Bankern und ambitionierten Aktivisten auf der ganzen Welt. Am Ende des hochaktuellen Films kann für alle ein neuer Anfang stehen: Die 4. Revolution – Energy Autonomy.“

22 Feb 2010

Der heimische Rothirsch ist bedroht

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Die Vereinten Nationen haben 2010 zum Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt erklärt. Die Deutsche Wildtier Stiftung nimmt das UN-Jahr zum Anlass, auf die Situation heimischer Wildtiere vor unserer Haustür aufmerksam zu machen. Denn Feldlerche und Feldhase, Reh und Rothirsch, Luchs und Laubfrosch sind ebenso faszinierend wie exotische Tierarten. Heute geht es um den unbekannten König der Wildtiere: den Rothirsch.

Rothirsch im Wasser (Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung/T. Martin, 2010)

Rothirsche sind Wiederkäuer. Wie Rinder haben sie einen Pansen, der bis zu 25 Liter Nahrung fassen kann. Hirsche verdauen verholztes Gras genauso gut wie Kräuter und Knospen, Moose und Flechten, Eicheln und Kastanien. Am Tag nehmen sie etwa zwanzig Kilogramm Nahrung auf – sie „äsen“, wie es der Jäger nennt. Doch Nahrung ist am Winterende besonders knapp. „Die Tiere beginnen deshalb auch die Rinde von den Baumstämmen zu schälen“, sagt der Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung, Hilmar Freiherr von Münchhausen. Das Schälen von Bäumen ist aus Sicht der Forstwirtschaft ein Schaden, denn Baumwachstum und Holzqualität werden erheblich gemindert. Geschälte Bäume finden sich vor allem dort, wo der Rothirsch keine andere Nahrung findet und er zudem auch noch durch Menschen aufgeschreckt wird. Die Folge: der Rothirsch gilt als Schädling.

„Nicht der Rothirsch ist das Problem, sondern die fehlenden Äsungsflächen und Ruhezonen für das Wild“, erklärt Baron Münchhausen. Dabei sind Jäger, Land- und Forstwirte gleichermaßen gefragt. „Wildwiesen bieten bei geeigneter Lage dem Wild schon früh im Jahr Nahrung. Auch Prossholz-Flächen werden gern angenommen“, sagt Baron Münchhausen. Unter Prossholz versteht der Fachmann schnell wachsende Weichholzarten wie Weide und Holunder, Robinie und Eberesche. Rinde und Knospen dieser für das Wild gepflanzten Bäume sind eine hervorragende Äsung nicht für den Rothirsch, sondern auch für Reh und Feldhase.

Der Rothirsch verbringt bis zu zehn Stunden am Tag mit dem Äsen. Dann wird die Nahrung weitere sechs Stunden wiedergekäut. Können die Tiere nicht regelmäßig Nahrung aufnehmen, leiden sie unter Äsungsstörungen, die sogar zu Pansenerkrankungen führen können.

„Rothirsche sind eigentlich Tiere der halboffenen Landschaft und nicht die Könige des Waldes“, sagt der Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. Erst der Mensch hat den Hirsch in den Wald zurückgedrängt und selbst dort leidet er unter Störungen durch den Menschen. Daher ist Ruhe in den Lebensräumen des Rotwildes das wichtigste Gebot. Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert deshalb mehr Wildruhezonen, die Einhaltung des Nachtjagdverbotes, eine Verkürzung der Jagdzeit und „Holz für den Hirsch“ – damit er nicht weiter als Waldschädling in Verruf gerät.

02 Feb 2010

Haushalte erzeugen weniger Abfälle, jedoch immer noch 453 kg pro Person

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Haushaltsabfälle sind zurückgegangen

Quelle: Rolf van Melis / pixelio.de

Das Aufkommen an Haushaltsabfällen in Deutschland ist im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden 2008 insgesamt 37,2 Millionen Tonnen Abfälle bei den Haushalten eingesammelt. Das entspricht rein rechnerisch 453 Kilogramm je Einwohner. 2007 waren es noch 37,4 Millionen Tonnen oder 454 Kilogramm pro Einwohner gewesen.

Das Abfallaufkommen von 453 Kilogramm pro Einwohner im Jahr 2008 setzte sich vorallem zusammen aus rund 202 Kilogramm Haus- und Sperrmüll, 143 Kilogramm Wertstoffen und knapp 107 Kilogramm Bioabfällen.

Mit 20,5 Millionen Tonnen sammelten die Haushalte mehr als die Hälfte aller Abfälle (55%) im Jahr 2008 getrennt. Davon waren 8,7 Millionen Tonnen organische Abfälle und 11,7 Millionen Tonnen getrennt erfasste Wertstoffe, insbesondere Papier, gemischte Verpackungen inklusive Leichtverpackungen und Glas. Der in den letzten Jahren bei den getrennt gesammelten Abfällen beobachtete Anstieg des Aufkommens an organischen Abfällen (Biotonne) setzte sich im Jahr 2008 nicht weiter fort; das Aufkommen stagnierte auf dem Vorjahresniveau. Die Menge der getrennt gesammelten Wertstoffe sank von rund zwölf Millionen Tonnen im Jahr 2007 auf 11,7 Millionen Tonnen im Jahr 2008. Den höchsten Anteil an diesem Wertstoffaufkommen hatte das Altpapier (Zeitschriften, Zeitungen, Kartons und Ähnliches) mit sechs Millionen Tonnen. Danach folgten mit 2,5 Millionen Tonnen die gemischten Verpackungen (Leichtverpackungen, Verbunde), die über die gelben Tonnen/Säcke oder auch über Wertstoffhöfe eingesammelt wurden, sowie Glas mit 1,9 Millionen Tonnen.

Die Menge der nicht getrennt gesammelten, sondern gemischt erfassten Abfallfraktionen Haus- und Sperrmüll lag im Jahr 2008 bei 16,5 Millionen Tonnen (45% aller Abfälle). Dabei war im Gegensatz zu den letzten vier Jahren erstmals wieder ein leichter Anstieg der Abfallmenge zu beobachten. Er betrug von 2007 auf 2008 gut 0,1 Millionen Tonnen.

11 Jan 2010

Ecological Footprint Calendar: Heiße Themen heiß fotografiert

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Kampagne für mehr Öko-Bewusstsein – Fotografin Gaby Herbstein regt zum Nachdenken über Themen an, die uns alle etwas angehen und lichtete in Kooperation mit der Azara Foundation 12 lateinamerikanische Stars für den Ecological Footprint Calendar 2010 ab. Die Promis verkörpern die Problemzonen gegenwärtiger Klima- und Umweltthemen. Verschmutzung, Dürre, Überfischung und Massenkonsum werden im Kalender aussagekräftig ins Bild gesetzt.

Ecological Footprint Calendar

Der argentinische Schauspieler und Sitcom-Darsteller Mike Amigorena stellt beispielsweise als Holzfigur mit abgesägtem Kopf auf dem Februar-Motiv die Zerstörung der Wälder durch Abholzung dar. Eingehüllt in eine Plastiktüte, lenkt der argentinische Schauspieler Ricardo Darin („Der Sohn der Braut“ und „Nine Queens“) auf dem Oktober-Motiv die Aufmerksamkeit auf die Luftverschmutzung. Die argentinische Soap-Darstellerin Carla Peterson muss eine intakte Verdauung haben, wenn sie ihren Drink auf dem November-Bild tatsächlich mit Genuss trinken will. In einem futuristischen Outfit und einem mit Abwasser gefülltem Cocktailglas mimt sie die globale Wasserverschmutzung. Bepackt mit Produkten und Konsumgütern aller Art verkörpert Luciana Salazar, Frau von Barcelonas Fußballstar Lionel Messi, den Massenkonsum auf dem Septemberbild des Kalenders. Passt doch irgendwie zu Messi, oder? Themen die uns aufregen, aufregend schön in Szene gesetzt. Mal was anderes als selbsgeklebte Körnerblüten auf Karton.

04 Dez 2009

50% des weltweiten CO2-Ausstoßes wird von vier Staaten verursacht

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China, die Vereinigten Staaten, Russland und Indien sind für 50% des weltweiten Ausstoßes von CO2 aus energetischer Nutzung verantwortlich. Die Volksrepublik China hat 2007 erstmals die Vereinigten Staaten als größten Emittenten abgelöst; beide Länder zusammen sorgten für über 40% der globalen Emissionen. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Klimagipfels von Kopenhagen vom 7. bis 18. Dezember 2009 auf der Grundlage von Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) mit. Demnach sind die globalen Emissionen von 1990 bis 2007 von rund 21 auf 29 Milliarden Tonnen gestiegen, fast die Hälfte des Zuwachses kam aus China.

CO2 Emissionen aus energetischer Nutzung, Quelle: Internationale Energie Agentur, 2009

Neben der Volksrepublik befanden sich mit der Russischen Föderation, Indien, der Republik Korea und dem Iran noch weitere Schwellenländer unter den zehn größten Emittenten von CO2 aus energetischer Nutzung. Dabei ist der russische Ausstoß nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den 1990er Jahren deutlich zurückgegangen. Die anderen vier Länder haben ihre Emissionen seit 1990 zusammen um 159,3 Prozent erhöht.

Von den Industrieländern zählen neben den Vereinigten Staaten nach wie vor Japan, Deutschland, Kanada und das Vereinigte Königreich zu den größten Emittenten. Der Ausstoß von CO2 aus energetischer Nutzung hat sich in diesen Ländern unterschiedlich entwickelt: Während Deutschland seinen Ausstoß von 1990 bis 2007 um 16,0% und das Vereinigte Königreich um 5,4% reduzieren konnte, erhöhten die anderen Länder in diesem Zeitraum ihre Emissionen. Am deutlichsten stiegen die CO2-Emissionen mit + 32,5% in Kanada. Diese Erhöhung liegt aber immer noch unter dem globalen Durchschnitt von + 38,0%.

Die Emissionen pro Einwohner sind in den Schwellenländern immer noch bedeutend niedriger als in den Ländern mit hohem Pro-Kopf-Einkommen. So waren die Emissionen pro Einwohner in den Vereinigten Staaten 2007 über sechzehn Mal so groß wie in Indien – obwohl die Differenz seit 1990 geschrumpft ist.

Die Daten in der obenstehenden Tabelle entstammen einem Bericht der IEA und beziehen sich ausschließlich auf Emissionen von CO2 aus energetischer Nutzung. Neben diesen gibt es noch weitere klimawirksame Emissionen – etwa die von Methan aus der Landwirtschaft – die in Deutschland insgesamt deutlich über 10% der CO2-Emissionen gemessen in CO2-Äquivalenten ausmachen.

08 Okt 2009

Unternehmen erhalten Hilfe beim Klimaschutz und Energieeffizienz

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Mit einer neuen Partnerschaft legen die Bundesregierung und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Basis dafür, sich den Herausforderungen des Klimaschutzes und der Steigerung der Energieeffizienz in der deutschen Wirtschaft gemeinsam zu stellen. In der Partnerschaft fördert das Bundesumweltministerium (BMU) mit seiner Klimaschutzinitiative ein breit angelegtes Projekt des DIHK und der Industrie- und Handelskammern (IHKs). Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) fördert zusammen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Energieeffizienzberatungen und besonders zinsgünstige Kredite mit seinem „Sonderfonds Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)“.

Ziel der Partnerschaft ist es, Firmen zu motivieren, die bereits heute wirtschaftlich rentablen Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz weit stärker als bisher zu realisieren. Die Aktionen der Partnerschaft richten sich direkt an die Unternehmen, um damit zusätzliche Impulse für mehr Energieeffizienz auszulösen. Diese ist für viele Unternehmen ein wichtiger Faktor, um schneller aus der Krise zu kommen und sich gut für den Wettbewerb danach zu positionieren.

Kein Unternehmen kommt ohne Energie aus. Daher können sich Energieeffizienzmaßnahmen in jedem einzelnen Fall bezahlt machen. In vielen Betrieben lassen sich je nach Branche und Größe erhebliche Einsparpotenziale finden, die im Einzelfall bis zu 30 Prozent betragen.

Eine Säule der Partnerschaft ist die Gründung von KLIMASCHUTZ UNTERNEHMEN – Die Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der deutschen Wirtschaft. Die Mitgliedsunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen in ihre Unternehmensstrategie integrieren und die Einsparerfolge dokumentieren, sondern sich in bestimmten Abständen auch einem Prüfverfahren unterziehen. Mitglieder aus möglichst allen Branchen und Größenklassen zeigen vorbildhaft, dass sich Energieeffizienz und Klimaschutz auszahlen. Mit ihren Best-Practice-Beispielen sind sie prädestiniert, auch andere Unternehmer vom Nutzen der Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen zu überzeugen.

Die zweite Säule der Partnerschaft ist eine Informations- und Qualifizierungsoffensive des DIHK und der IHKs. Die Informationsoffensive erleichtert durch so genannte Energiecoaches der IHKs den Unternehmern vor Ort den Einstieg in die Themen Energieeffizienz und Klimaschutz. Zentraler Bestandteil sind Betriebsbesuche, bei denen die Energiecoaches die Unternehmen auf die Möglichkeiten der Energieeffizienzberatung und auf andere passende Förderprogramme, Fortbildungsangebote oder Informationsveranstaltungen hinweisen. Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive wird die Weiterbildung von Mitarbeitern der Unternehmen zu Energiemanagern (IHK) bezuschusst.

02 Okt 2009

Die Deutschen verbrauchen weniger Wasser

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Deutsche Haushalte und Kleingewerbe haben im Jahr 2007 durchschnittlich 122 Liter Wasser pro Tag und pro Kopf verbraucht. 2004 waren es 4 Liter mehr pro Tag. Im Jahr 1991 verbrauchte jeder Einwohner zusätzliche 22 Liter pro Tag. Die gute Nachricht ist also, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Wasser in den letzten Jahren gesunken ist.

Wasserverbrauch in Deutschland

Täglicher Pro-Kopf-Verbrauch von Wasser in Deutschland (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2009)

Laut Statistischem Bundesamt lieferten Wasserversorger im Jahr 2007 3,6 Milliarden Kubikmeter Trinkwasser an Haushalte und Kleingewerbe in Deutschland. Insgesamt haben sie 5,1 Milliarden Kubikmeter gefördert. Das entspricht einem Rückgang von 200 Millionen Kubikmeter gegenüber dem Wert aus dem Jar 2004.