Thema: Umwelt und Klima

30 Sep 2009

Weltklimakonferenz in Kopenhagen: „Beds Are Burning“

Keine Kommentare Umwelt und Klima

Anlässlich der Weltklimakonferenz in Kopenhagen (7.12. bis 18.12.2009) haben verschiedene Künstler eine Coverversion des Midnight Oil-Liedes „Beds Are Burning“ aufgenommen. Über 60 international bekannte Musiker und Promis haben mitgemacht, beispielsweise Bob Geldof, Duran Duran, Scorpions, Lily Allen, Mark Ronson, Fergie, Youssou N’Dour, Milla Jovovich und viele andere.

Das Lied ist Teil der „TckTckTck campaign“. Initiator ist das „Global Humanitarian Forum“ (GHF), das 2007 gegründet wurde und deren Präsident der Nobelpreisträger Kofi Annan ist. Das Ziel ist, auf den Klimawandel aufmerksam zu machen und Politiker zu ambitionierten und verbindlichen Vereinbarungen zum Schutz des Weltklimas zu bewegen.

24 Sep 2009

Stiftung Warentest veröffentlicht das Energiesparbuch

Keine Kommentare Umdenken und Mitmachen, Umwelt und Klima

Energie sparen ist in. Man schont gleichzeitig Geldbörse und die Umwelt. Doch wo anfangen? Und was bringt das alles? Das Energiesparbuch der Stiftung Warentest stellt verblüffend einfache Mittel vor, die helfen, den eigenen Energieverbrauch deutlich zu senken und mit gutem Gewissen zu leben. Konkrete Rechenbeispiele zeigen, wie man pro Jahr und Person im Haushalt bis zu 1.100 Euro sparen kann. Da fallen die 12,90 Euro für das Buch kaum ins Gewicht.

In ihren Tests von Geschirrspülern, Waschmaschinen und Kühlschränken entlarvt die Stiftung Warentest immer wieder Energieschleudern und findet vorbildlich sparsame Geräte. Für das neue Energiesparbuch stand nun ein gründlicher Gang durch einen kompletten Haushalt an: Wo verstecken sich die Stromverschwender? Wie kann man bei Heizung und Warmwasser sparen? Was haben Ernährung und Einkaufen mit dem Klima zu tun? Wie kann man energiebewusst reisen?

Das handliche Buch gibt Antworten auf all diese Fragen und dazu eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Energiesparen, die sich ganz schnell im Geldbeutel bemerkbar macht. Außerdem bietet es einen lesenswerten Einblick in die Entwicklung von Strom- und Ölpreis und beschreibt anschaulich, wo es in Sachen Energieerzeugung und Klimawandel am stärksten „qualmt“. Vor diesem Hintergrund sind viele Energiesparmaßnahmen leichter nachzuvollziehen und schaffen das notwendige Bewusstsein, um Dinge konsequent und nachhaltig zu verändern. Umweltminister Sigmar Gabriel: „Das Energiesparbuch zeigt in verständlicher und motivierender Weise auf, dass das Einsparen von Energie nicht nur hilft, der globalen Erderwärmung zu begegnen. Es füllt auch das eigene Sparschwein.“

Das Buch hat 176 Seiten und ist ab Donnerstag, 24. September 2009 für 12,90 Euro im Buchhandel erhältlich. Es kann auch online unter www.test.de/energiesparbuch bestellt werden.

17 Sep 2009

Durch Erdwärme lassen sich 60% Heizkosten sparen

1 Kommentar neue Technologien, Umdenken und Mitmachen, Umwelt und Klima

„Mit Erdwärme verringern sich die Heizkosten um bis zu 60 Prozent“, freute sich heute Albert Göttle, der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) über das Ergebnis einer neuen Feldstudie des LfU, die er bei der Eröffnung der Ausstellung „Geothermie – Wärme aus der Erde“ in Marktredwitz vorstellte. LfU-Experten hatten den Jahresenergieverbrauch von zwei Ein-Familienhäusern mit Öl- bzw. Erdwärme-Heizungen verglichen. „Geothermie ist eine sehr gute Alternative zu fossilen Energieträgern. In Bayern ist der Boden praktisch überall warm genug, um Erdwärme zu gewinnen“, so Göttle. Damit können Häuser, Büros oder Werkhallen im Winter geheizt und im Sommer gekühlt werden. Angesichts steigender Energiepreise interessieren sich ohnehin immer mehr Menschen für alternative Energiequellen. Besonders attraktiv ist dabei die Nutzung der natürlich gespeicherten Wärme in den oberen Erdschichten. Erfreulicher Trend: Die Geothermie ist auf dem Vormarsch. Im Jahr 2003 wurden in Deutschland 9.700 Wärmepumpen verkauft. Im Jahr 2008 waren es fast 63.000 Stück – eine 6,5-fache Steigerung. „Jeder einzelne kann mit Geothermie bequem und behaglich einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Göttle.

Für die Landesamts-Studie verglichen die Geologen zwei Ein-Familien-häuser, das eine geheizt mit gängiger Öl-Brennwert-Niedrigtemperatur, das andere mit Erdwärmesonden und Solarthermie. Bei 160 Quadratmetern Wohnfläche mit 3 Personen, Baujahr 1972, Gasbeton, neue Fenster und Haustür wurden 2000 Liter Öl im Jahr verbraucht. Bei einem Heizölpreis von 0,65 Euro ergeben sich also im Monat Kosten von 108 Euro. Im Gegensatz dazu zahlte der 3-Personenhaushalt mit einer Wohnfläche von 130 Quadratmetern, Baujahr 2006, Holzbauweise mit Erdwärmesondenanlage und Solarthermie nur 35 Euro im Monat – normiert auf die gleiche Wohnfläche eine satte Einsparung von 60 Prozent.

Genau über diese praktischen Erfahrungen will die Ausstellung „Geothermie – Wärme aus der Erde“ informieren. Sie wurde in Zusammenarbeit mit Umwelt- und Wirtschaftsministerium erstellt und ist bis zum 28. September im Gewölbe des Historischen Rathauses in Marktredwitz zu besichtigen. Die Ausstellung ist zugleich ein kleines Jubiläum: Vor zehn Jahren haben die Geologie-Fachleute des Landesamtes ihre Arbeit in Marktredwitz aufgenommen und sind in das Kösseine-Einkaufszentrum gezogen. Dort ist unter anderem Bayerns Bodenarchiv mit mehr als 15.000 Bodenproben eingelagert.